Berliner Ostermarsch 2021 – Axel Plasa Journalist, Mexiko – Castellano/DE – Frente Unido América Latina Berlin

Werte Genossinnen und Genossen, Berlinerinnen und Berliner, Werte Lateinamerikanerinnen und Lateinamerikaner,

Dieses Jahr finden zum 61. Mal die Ostermärsche, in ganz Deutschland aber auch in Berlin statt. Diese Bewegung, welche in den 50. Jahre geboren ist, ist seitdem ein Höhepunkt für die Anti-Krieg-Bewegung geworden, mit gutem Grund. Es ist nun das zweite Jahr, dass die Märsche unter der Pandemie-Restriktionen stattfinden. Und es ist umso wichtiger geworden, da trotz Covid-19 die Militarisierung und die Atomgefahr nicht minder geworden sind.

Nach wie vor halten die USA im Atomwaffenstützpunkt in Büchel ca. 20 Atombomben, welche dauerhaft einsatzbereit sind. Obwohl der BRD der Besitz solcher Waffen untersagt ist, besteht hier eine äußerst bedenkliche Ausnahme, unter der die Bundeswehr sogar für den Einsatz dieser mitverantwortlich ist. Spätestens seit dem in Kraft getretenen Atomwaffenverbotsvertrag am vergangenen 22. Januar 2021 ist es nun offiziell geworden, dass der Besitz, Instandsetzung und Einsatz dieser Waffen nun als illegal eingestuft worden ist. Und dies gilt gleichermaßen für die USA, wie auch für die BRD. Infolgedessen sollte sich die deutsche Regierung unumgänglich dem Geist dieses Atomwaffenverbots fügen, und ein Beispiel für die Weltgemeinschaft werden.

Im selben Sinne werden US-Stützpunkte wie z.B. Ramstein für den Einsatz völkerrechtswidriger Kriege der US Armee im Mitteleren Osten benutzt, ohne dass die BRD jegliche Kontrolle darüber ausüben kann. Diese Bereitschaft und Kollaboration der deutschen Behörden geht zweifelsohne gegen den Geist der Gesetze des Landes, wie auch des Grundgesetzes. Hierbei entsteht eine Mittäterschaft, welche stark zu verurteilen ist. Dem fügt sich natürlich der Frente Unido América Latina voll und ganz an.

Während inmitten einer generellen Pandemie und einer 3. Welle die Maßnahmen des Lockdowns die meisten Gewerbe des Landes stark in Mitleidenschaft ziehen, und Personen sich in Kurzarbeit oder ganz und gar in der Arbeitslosigkeit befinden, wird die militärische Branche verschont und die Rüstungsexporte haben auch 2020 einen Absatz von 1,16 Milliarden Euro gehabt, u.a. für Länder welche in Konflikten verwickelt sind, wie Saudi-Arabien, oder in Bürgerkriegsländer wie Libyen.

In der aktuellen Lage kann man nur bedauern, inwieweit die Konfrontation mit China und Russland weiter eskaliert und teils mit militärische Aufrüstung beantwortet wird seitens der BRD, wie auch der NATO insgesamt. Zwar hat sich Russland bisher immer mit der Zurückhaltung gezeigt, und sich nicht provozieren lassen, doch klar ist wie gefährlich diese Gewaltspirale für die ganze Weltgemeinschaft ist. Umso mehr müssen sich die anti-militaristische Kräfte bündeln und diese Entwicklung klar verurteilen, welche sich jederzeit in einen heißen Krieg sich verwandeln könnte.

Als Frente Unido Unido América Latina betonen wir erneut unsere antimilitaristische Haltung und die Verurteilung jeglicher militärischer Aktionen im Auftrag der NATO die von deutschem Boden ausgeführt werden. Die völkerrechtswidrigen Kriegen der USA weltweit müssen enden, sei es in Afghanistan, Irak, Yemen, u.a.

Hoffentlich wird dieses Jahr das letzte sein, wo die Ostermärsche unter besonderer Vorkehrungen stattfinden müssen. Sichtbar ist, dass die Aufrüstung und der Ausbau der Bundeswehr von der Pandemie sich wenig vorschreiben lassen. Und dabei muss man erwähnen, dass viele Soldaten gerade hier wichtige Hilfe leisten. Was noch lange nicht bedeutet, dass der Gesundheitssektor gerade jetzt unter erheblichem Druck ist, und über die Jahre leider sehr unter der Schere der Sparmaßnahmen gelitten hat. Daher stellt diese Aushilfe auch nur eine außergewöhnliche Hilfe dar. Es ist notwendig in diesen schwierigen Zeiten die Solidarität gegenüber den wahren Helden inmitten dieser pandemischen Lage zu zeigen, und dass die Bundeswehrsoldaten sobald wie dies überstanden ist zu ihren Kasernen zurückkehren.

Kein Krieg gegen Russland!

Raus mit den Atomwaffen aus Büchel!