Russischer Außenminister Sergej Lawrow zur in der EU geplanten Impfpflicht

Quelle: https://www.vesti.ru/article/2530822

“Das ist – so wie ich es verstehe – bisher noch eine Idee, an der noch gearbeitet wird. Und dazu gibt es – wie Ihre europäischen Kollegen schreiben – keineswegs eine einhellige Meinung. In der Brüsseler Bürokratie gibt sehr ernste Bedenken. Viele äußern die folgenden Gedanken: Die Idee verstößt gegen die Regeln der Demokratie, weil es eine Entscheidung der EU-Staaten gibt, dass die Impfungen freiwillig sind. Wenn ein sogenannter Covid-Impfpass eingeführt wird, dann widerspricht das dem Prinzip der Freiwilligkeit.

Das bedeutet, die Menschen werden mit Gewalt gezwungen, zumindest wenn sie reisen wollen. Und ohne grenzüberschreitende Reisen können sich wohl nur die wenigsten in der EU ihr Leben vorstellen.
Also schauen wir mal, wie das enden wird. Ich hoffe, bei der Entscheidung wird die Meinung der EU-Mitglieder berücksichtigt und die Entscheidung wird ihnen nicht aufgezwungen. Die Frage der Freiwilligkeit von Impfungen ist eine äussert ernste Frage.

Wie sich das auf russische Bürger auswirkt, dazu kann ich noch nichts sagen, wir müssen auf die endgültigen Bestimmungen in der Frage warten. Wir haben die EU-Kollegen über unsere Kanäle darüber informiert, dass wir mit einer Lösung rechnen, die russische Bürger nicht diskriminiert. Etwas konkreteres kann man erst sagen, wenn es wenigstens vorläufige Informationen über diese Idee gibt.”