Archive for Januar 26th, 2021

26. Januar 2021

Sabotiert das russische Finanzministerium Putins Entscheidungen?

hier auf Peertube ansehen

26. Januar 2021

Wie der Fall Nawalny deutsches Staatswohl gefährdet (SNA News)

https://snanews.de/20210126/wie-der-fall-nawalny-deutsches-staatswohl-gefaehrdet-663704.html

26. Januar 2021

Nawalny: Maas/EU/ US-Regierung

„Überall, wo vermeintlich Sensationelles die öffentliche Aufmerksamkeit fesselt, schiebt sich Heiko Maas ins Blickfeld der Kameras.“
„Auch wenn er weder Sachkenntnis noch Zuständigkeiten hat und seine Meinung garantiert nicht gefragt ist, verzichtet Selbstdarsteller Maas nicht auf wichtigtuerische Zwischenrufe“. Siehe Artikel Die schöne Maas-Mär der Tagesschau

Maas fordert Freilassung von in Russland festgenommenen Demonstranten: „Jeder darf demonstrieren“
Außenminister Heiko Maas hat die sofortige Freilassung der in Russland festgenommenen Demonstranten gefordert. Die Demonstrationen waren mit Verweis auf die Corona-Krise untersagt worden. Nun droht die EU Russland mit der Anwendung eines neuen Sanktionsinstruments.
„Auch nach der russischen Verfassung hat in Russland jeder das Recht, seine Meinung zu äußern und zu demonstrieren“, verkündete der SPD-Politiker am Montag zu Beratungen mit EU-Kollegen in Brüssel.
Das Land habe sich zur Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien verpflichtet. Deshalb erwarte man, dass diejenigen, die friedlich protestiert hätten, unverzüglich wieder freigelassen werden.

Auszug aus dem Artikel Proteste in Russland: EU denkt über Sanktionen nach
Das US-Außenministerium solidarisiert sich mit Protestierern. Russland kritisiert Einmischung in innere Angelegenheiten
Das Vorgehen der russischen Ordnungskräfte gegen Protestierende in Russland am vergangenen Wochenende hat EU-Außenpolitiker dazu angeregt, vernehmbar über „nächste Schritte“ nachzudenken, wie der Guardian heute Morgen berichtet: Die USA, Großbritannien und EU-Länder kritisierten am Sonntag die Regierung von Wladimir Putin. Der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian bezeichnete die Massenverhaftung von Tausenden Demonstranten in mehreren russischen Städten als „unerträglichen Affront“ und „Abgleiten in den Autoritarismus“.

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borell kündigte an, dass man als Antwort auf die Festnahme Nawalnys in der letzten Woche „nächste Schritte“ diskutieren werde. Wie diese konkret aussehen könnten, dafür zitiert die britische Zeitung den polnischen Präsidenten Andrzej Duda: „neue Sanktionen“ – und den CSU-Europapolitiker Manfred Weber: „neue Sanktionen“.

Der Fraktionsvorsitzende der Europäischen Volkspartei (EVP) kommt ausgiebig zu Wort. Weber plädiert dafür, dass die EZ dort ansetzt, „wo es dem System Putin wirklich weh tut – und das ist das Geld“. Darüber hinaus, so wird Weber weiter zitiert, müsste die Drohung, Nord Stream 2 zu stoppen, nach wie vor auf dem Tisch bleiben.

Auch aus der neuen US-Administration kam Kritik an der russischen Regierung. Das Außenministerium (State Department) veröffentlichte am vergangenen Samstag, den 23. Januar, eine scharfe Bausch-und Bogen-Verurteilung. Man begnügte sich nicht damit, konkrete repressive Vorgänge bei den Protesten am Samstag scharf zu verurteilen, sondern bettete das grundsätzlich in das große Bild einer langjährigen Politik der Unterdrückung in Russland ein:

Die Vereinigten Staaten verurteilen scharf die Verwendung von harten Taktiken gegen Demonstranten und Journalisten an diesem Wochenende in Städten in ganz Russland. Vor den heutigen Ereignissen hat die russische Regierung versucht, das Recht auf friedliche Versammlung und freie Meinungsäußerung zu unterdrücken, indem sie die Organisatoren von Protesten schikanierte, soziale Medienplattformen bedrohte und potenzielle Teilnehmer präventiv verhaftete. Dies folgt einer jahrelangen Verschärfung der Einschränkungen und repressiven Maßnahmen gegen die Zivilgesellschaft, unabhängige Medien und die politische Opposition. Interessant ist ein Satz am Ende der Mitteilung: „Die Vereinigten Staaten werden Schulter an Schulter mit unseren Verbündeten und Partnern bei der Verteidigung der Menschenrechte stehen – ob in Russland oder wo immer sie bedroht sind.“ An diesen großen Worten wird sich die neue US-Regierung unter Biden messen lassen müssen.

Der erste Außenminister der Trump-Administration, Rex Tillerson, erklärte vor nicht ganz vier Jahren, dass Menschenrechte nicht länger als Richtschnur amerikanischer Außenpolitik fungieren. „Dies sind unsere Werte. Aber sie sind nicht unsere Politik.“ (Abschied vom Menschenrechtsimperialismus?)
Nun sind sie als Maßgabe zurück? Und werden als solche auch bei Verbündeten und Partnern angelegt? Oder ist das ambivalent, polyvalent gemeint, je nach politischer Opportunität? (…)

26. Januar 2021

Der Kern des Westens. Grünen-Parteistiftung wirbt für Erhöhung des Militäretats und nukleare Teilhabe (german-foreign-policy.com)

(Eigener Bericht) – Die Parteistiftung von Bündnis 90/Die Grünen wirbt mit einem Aufruf für eine „substantielle Erhöhung“ des deutschen Militäretats und für ein Festhalten an der Stationierung von US-Atomwaffen in Deutschland. Die „nukleare Teilhabe“ sei ein „Kernelement der strategischen Verbindung“ zwischen den USA und der Bundesrepublik, heißt es in dem Appell, den die Heinrich-Böll-Stiftung zur Amtseinführung von US-Präsident Joe Biden auf ihrer Website veröffentlicht hat. Als „Autoren und Unterzeichner“ werden unter anderem die Vorsitzende der Grünen-Stiftung sowie ein Generalleutnant a.D. der Bundeswehr genannt, der 2014 als hochrangiger NATO-Funktionär federführend mit der NATO-Neuausrichtung gegen Russland befasst war. Die Grünen, denen bis heute nachgesagt wird, gewisse einst friedensbewegte Spektren an sich binden und politisch neutralisieren zu können, öffnen sich seit einiger Zeit zunehmend für die Bundeswehr. Schon seit Jahren besonders unter Spitzenverdienern populär, positionieren sie sich im globalen Machtkampf gegen Russland und China als Speerspitze bei der Verteidigung der westlichen Hegemonie.

Weiterlesen
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8504/

26. Januar 2021

Novichok Erfinder entwickelt neues Medikamente zur wirksamen Bekämpfung von COVID-19

Ein neues Medikament, das COVID-19 und andere Viruserkrankungen wirksam behandeln kann, könnte in naher Zukunft in Russland in Massenproduktion hergestellt werden, hat der russische Biochemiker Leonid Rink, einer der Entwickler von Novichok bekannt gegeben.

Leonid Rink identifizierte das Arzneimittel als antivirales und immunmodulierendes Mittel „Immofon“. Es wirkt gegen Viruserkrankungen.

Ihm zufolge basiert das Medikament auf dem Medikament „Diucifon“, das 1967 in der Sowjetunion zur Behandlung von Lepra synthetisiert wurde und bis in die 2000er Jahre auf der Liste der essentiellen Medikamente stand.

„Immofon“ enthält einen Teil des starken antiviralen Wirkstoffs „Dapson“ und zwei Methyluracil-Moleküle, die den Stoffwechsel in Geweben aktivieren und den Regenerationsprozess stimulieren sollen. Link fügte hinzu, dass das neue Medikament neben COVID-19 gegen Lupus erythematodes wirksam ist, Sklerodermie, rheumatoide Arthritis, Psoriasis, Allergien, Leukämie und Lungenerkrankungen. Er wies darauf hin, dass das Medikament bereits an etwa 700 älteren Freiwilligen getestet wurde.

Quelle:
https://sptnkne.ws/FeZM

26. Januar 2021

ECHOES AND ELECTIONS – BERLIN BULLETIN NO. 185 – January 23 2021 – Victor Grossman

The US-American night-mare, tight-lipped and pouting , was finally forced to gallop off to its luxurious stable in Florida. Almost every European joined in “Hurrah!” cheers as it watched him go!

In Germany national elections will also be featuring the departure, in this case after sixteen years, of a very different kind of leader, Angela Merkel. The results are still nine months away, but we all know how much can develop in just nine months!

And despite all the differences there  are echoes and parallels between Germany and the USA. I can testify to one; I was an unhappy witness, just a couple of yards away.

Every year in mid-January leftists have marched in Berlin – or paraded – to the memorial site for the anti-war Social Democrats, then Communists, Rosa Luxemburg and Karl Liebknecht, both murdered on January 15, 1919. The event differs greatly from year to year, depending on rulers and politics, but was never fully forbidden except in the Nazi years. This year the organizing committee called it off because of the corona virus – or postponed it until “maybe in May”. As expected, several thousand rejected this decision . Most of them, as ever, went by subway, then walked the last seven blocks to the cemetery to place red carnations on the plaques. Also as ever a smaller group of about 2000 started instead in the Karl Marx Allee and marched for two or three miles, with loudspeaker trucks, banners and flags of every leftist, progressive, anarchist, far and ultra left group in all Germany, plus a few other countries and exiles as well. Taken together, and despite some crazies, it was still a stirring sight for those who like the color red! (Colors here mean different things than in the USA!)

One little unit of about twenty wore the blue shirts and carried banners of the Free German Youth – FDJ – the official youth organization of the German Democratic Republic which died with it in 1990. This hardy group, refusing to accept either demise, moved to its assigned position in the long row.

Suddenly a helmeted, visored troop of police charged in against them: “The FDJ is an outlawed organization.” The parade leaders, including lawyers, explained that the FDJ was indeed forbidden in 1951 – in West Germany. But the East-West “unification agreement” in 1990 had stipulated that East German organizations were not to be forbidden there. And this was East Berlin! So why attack them?

But who cares about niceties? I watched from a nearby stoop as the cops moved in, slamming hard with batons, kicking, knocking people down, upsetting a wheelchair and pepper-spraying. Two victims soon lay on the sidewalk four feet from me as friends with water bottles tried to ease their agony. For nearly an hour the cops charged in, again and again, hindering all attempts at social distancing. Finally a truce was agreed upon; the FDJ members took down the flags and banners and covered the blue shirts and the delayed parade moved off. It had been nasty, vicious, unnecessary – and clearly to prove “who is boss!”

There was irony involved. How could this happen in a Berlin governed by a three party coalition of Social Democrats (SPD), Greens and LINKE (the Left)? I heard bitter remarks about all three.

But this year will be marked not only by a national election on September 26th; there will be six state elections as well – and also Berlin on that same date. All the parties are jockeying for voters and the SPD, whose present leader, the city-state’s mayor, wants to move upward into national politics, is worried about the party’s low poll ratings. The current interior minister (here called “senator”) is SPD man Andreas Geisel, and is thus in charge of police. With hopes to win votes from some folks, those lovers of “law and order”, a show of violence is always seen as appröpriate, and not only in the USA! Last October Geisel sent in over 2000 cops, also with visors, shin guards and even an armored military vehicle, to forcefully remove a few dozen women from a building  they’d lived in for years in an “anarcha-queer-feminist” commune . The victorious police were called in at the behest of shady foreign owner-speculators who prefer wealthier customers.  And to win votes.

And yet for years Geisel’s diligent cops were somehow unable to find a bunch of pro-nazis who posted names and addresses of antifascists in internet, smeared the walls of their homes, stuffed their mailboxes with threats and set fire to their cars.

The LINKE, also hoping to win more votes in September, is taking a very different path, far more militant than in past decades (but totally non-violent). Two years ago, with the Greens, and the SPD as a reluctant partner, it pushed though a city law prohibiting all rent increases for five years and even reversing recent increases exceeding a certain level. Costs for improvements – real or exaggerated – were also tightened, and new renters could not be charged more than their predecessors. The real estate sharks were enraged – and are biting at the law in the highest courts.

Even before that final decision, the LINKE, with weak support from the Greens and resistance from the SPD (and from three right-wing parties not in the governing coalition) is pushing for an even more radical goal. A petition, after 77,000 signatures were obtained, must now master a far higher hurdle in order to qualify as a “referendum”. Within a time frame of only four summer months – and despite any remaining corona restrictions – 170,000 Berliners must have signed the petition papers – 7 % of all voters. If this tough task is accomplished the proposal will get on the ballot in September, along with the election – and will still require a majority of voters.

And if all hurdles are mastered? Every real estate company owning over 3000 homes will have to give them up, for an agreed-upon price, to a public enterprise owned by the city. The term used is confiscation! Hit first and foremost is a company, Deutsche Wohnen, which would then lose ownership of about 110,000 Berlin homes and apartments. Its irate boss, now very active in opposing the measure, would hardly go hungry; his current annual incomed is in the 4.5 million € range. And two other enterprises, each with about a 10% share, would hardly face bankruptcy: they are well-padded BlackStone and the Boston company MFS Investment Management. But a lot of low and middle income tenants could feel much safer. But win or lose, this is the kind of militant politics needed so urgently by the LINKE, especially in Berlin – and as a model for all Germany. And let those real estate czars foam at the mouth. Maybe it’s healthy (perhaps against some viruses.)

To add insult to injury for rightwingers and racists, the LINKE in Berlin has now proposed a law requiring all public services, from kindergarten teacher to garbage collector and court staff to meet a quota of 35 % employees with first or second generation immigrant background. This corresponds with the city population but not with hiring – now with only about 12% of immigrant background, based on color, religion and name. This will certainly lead to a very hot fight – but again a good one!

The fight is also sure to be at least as hot on the national level. And complicated! Since Annegret Kramp-Karrenbauer surprisingly decided to step down as head of the Christian Democrats (CDU), a thousand and one (1001) delegates, voting on-line from their homes, handed the homophobic, muslimophobic far-right Friedrich Merz, former German boss of BlackRock, his second defeat in two years. The winner, after a speech less about future plans than about his father, a miner,  was Armin Laschet, now minister president in the key state of North-Rhine-Westfalia. He seems (in only some ways) similar to departing chancellor Angela Merkel, sticking to softer tones while letting cabinet ministers be responsible for the dirty work. But he may not get chosen to fill Angela’s boots as ruling chancellor; more likely is the head of the Bavarian joint sister party Markus Söder, a man with a truly Mephistophelean smile and changing policy hues, perhaps recalling a chameleon – but without even one big eye glancing leftwards.

How will the next German leaders regard Biden’s Washington? The so-called Atlanticists see a chance to repair close connections damaged by Donald Trump. But others say: “Trump taught us a lesson! We must overcome trans-oceanic snuggling and build ourselves up, more on our own, the strengthening center of a strengthening Europe – diplomatically, economically and militarily!” I fear I’m old enough to hear disturbing echoes in such tones!

The SPD is similarly split regarding USA attachments and armaments, especially those atomic bombs now stored in the base at Büchel, each one far, far more devastating  than the one at Hiroshima and all aimed at Russia. The SPD role as Merkel’s junior partner has withered its poll standing down to the 15% level – less even than the upstart Greens. Some SPD leaders sound currently more leftist than for decades, even bravely opposing those bombs and huge arms exports to countries like Egypt or Bahrein. But can brave words alter directions? And, if the SPD does decide to step away from its coalition, might it founder, split, go under completely?

Fluttering ahead in the political desert is always the vista – or mirage – of a “leftish alliance”, as in practice in Berlin and Thuringia – but on the federal level. But while in those two states the SPD, Greens and LINKE can stick together in quarrelsome togetherness with a majority of seats, or close to one, and no credible alternatives, on the national level the three together now stand at only 42%, so right now that mirage seems to be getting more faded or distant  than ever.  

And there are other obstacles than arithmetical ones. First of all, the Greens could choose to discard their last leftish remnants and team up with the CDU, as they already have in several states.

And more seriously, the LINKE has thus far upheld its rejection to sending troops to battlefields or missions outside Germany. Boots on the ground are followed by camouflage uniforms and, before long, to “protect” them, drones, panzers and bombers. Will the LINKE maintain this party principle despite its total rejection by the potential partners, the SPD and Greens?

Last week an important LINKE leader in the Bundestag proposed a switch; Germany should again play a part in “world security” matters, the LINKE must be more realistic, even spending more money on armaments – not as much as Trump demanded but more than ever before. The world has changed and so must Germany’s role in it, he insisted. In other words, the LINKE party should break with its role as the one and only “Party of Peace” and join the others in an alliance which, stripped of artistic camouflage coloring, is aimed at Russia, erasing all thoughts of the 27 million Russian war victims or the menace just one of those storaged bombs represents for all of civilization and environment too. 

This will be fought out by the LINKE at its often-postponed,  ZOOMED congress. The outcome could be fateful, like similar questions facing Joe Biden; will Germany – or the USA – treat Russia and China as adversaries, to be out-armed, surrounded and regime-changed, waving weapons costing ever more billions, even trillions, despite full knowledge as to who will pocket the billions and whose pockets will thusbe emptied? Or will instead – thanks to growing pressure  from people everywhere – a path of rapprochement be chosen, of détente or, in plain English – of peace, the cause for which Rosa and Karl lived and died? And so many others!

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Private note: I got my first anti-virus shot. Painless, no aftermath and no costs; even the taxi there and back was free for us Group One nonagenarians!

All interested in earlier Berlin Bulletins – or about me and my books:

victorgrossmansberlinbulletin.wordpress.com

26. Januar 2021

Materielle Gerechtigkeit – Offene Forderungen internationaler und deutscher NS-Opfer (german-foreign-policy.com)

(Eigener Bericht) – Offene Forderungen internationaler und deutscher NS-Opfer weist die Bunderegierung unverändert zurück. Auf entsprechende Schreiben an die Bundeskanzlerin habe er ablehnende „Standardbriefe“ erhalten, berichtet der Anwalt des niederländischen NS-Verfolgten Salo Muller in einem TV-Beitrag anlässlich des Holocaust-Gedenktages. Auch slowakische Petenten sowie deutsche Bürger, die als Kinder ihren polnischen Eltern geraubt und nach der Verschleppung „germanisiert“ worden waren, weist die Bundesregierung ab. Gegen die seit Jahrzehnten anhaltende Verweigerung protestieren die geraubten Kinder am morgigen Mittwoch, dem Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz, in München. Anlässlich des 27. Januar erscheint eine Studie über die nie abgegoltenen Verbrechen des NS-Unternehmens „Schenker & Co.“. Schenker ist Vorläufer von DB Schenker im milliardenschweren Deutsche-Bahn-Konzern. Der DB-Konzern lehnt materielle Kompensationen ebenfalls ab. Die als doppelbödig bezeichnete deutsche „Gedenkkultur“ werde „von der politischen Führung der Bundesrepublik Deutschland alimentiert und gesteuert“, heißt es in Untersuchungen über die Berliner Taktik, den materiellen Schulden deutscher NS-Verbrechen zu entgehen.

Weiterlesen
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8502/

26. Januar 2021

Washington provoziert weiter. USA schicken Flugzeugträger in Südchinesisches Meer. Beijing verurteilt »Machtdemonstration« (junge Welt)

zum Artikel hier:
https://www.jungewelt.de/artikel/395088.einkreisung-chinas-washington-provoziert-weiter.html

26. Januar 2021

Diether Dehm: „ÄRZTE STATT BOMBEN!“

„Unser Land wirft weder Bomben auf andere Völker, noch schickt es Tausende von Flugzeugen, um Städte zu bombardieren. Unser Land besitzt keine Atomwaffen, chemischen Waffen oder biologischen Waffen. Die Zehntausende von Wissenschaftlern und Ärzten in unserem Land sind mit der Idee erzogen worden, Leben zu retten.“ (Fidel Castro)

Zusammen mit 11 anderen Mitgliedern der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag nominierte ich in einem Schreiben an das Nobelpreiskomitee in Oslo die nach „Henry Reeve“ benannte internationale Ärztebrigade aus Kuba für den diesjährigen Friedensnobelpreis.

„Gerade jetzt ist es wichtig, mit der Nominierung der Henry-Reeve-Brigaden für den Friedensnobelpreis ein deutliches Zeichen zu setzen!“ sagt meine Genossin und menschenrechtspolitische Sprecherin der Linksfraktion Żaklin Nastic.

„Expräsident Donald Trump hat Kuba als eine seiner letzten Amtshandlungen noch auf eine US-Liste von Ländern gesetzt, die angeblich den Terrorismus fördern – und das, kurz nachdem sich der Inselstaat in der Coronapandemie ganz besonders solidarisch gezeigt hatte. Ausgerechnet aus Kuba, das seit über 60 Jahren mit einer mörderischen Blockade belegt ist, die auch im medizinischen Bereich fatale Auswirkungen hat, wurden Ärztinnen und Ärzte sowie Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger in alle Welt entsandt. Wie schon zahlreiche Male zuvor, zum Beispiel während der Ebolaepidemie in Westafrika, haben sie ihr eigenes Leben aufs Spiel gesetzt, um das anderer zu retten.“

Mehrere deutsche Universitätsprofessoren, die nach den Richtlinien des Osloer Komitees – wie Mitglieder des Parlaments – Vorschläge machen können, haben sich übrigens ebenfalls für die Verleihung des Friedensnobelpreises an die kubanischen Helfer ausgesprochen. Seit seiner Gründung im Jahr 2005 hatte das Ärztekontingent bereits Tausende Menschenleben in von Naturkatastrophen und Epidemien heimgesuchten Gebieten Afrikas, Lateinamerikas, und Asiens gerettet. Mehr als 9.000 kubanische Gesundheitsfachkräfte haben bisher – gemäß dem Motto der Brigaden »Por la Vida« (Für das Leben) – an Missionen teilgenommen, auf die sie intensiv und auf Kosten des kubanischen Gesundheitswesens vorbereitet wurden. Nach Ausbruch der Coronapandemie haben Mitglieder der Brigaden dann in zahlreichen – darunter auch einer Reihe von europäischen – Ländern maßgeblich dazu beigetragen, Patienten zu versorgen und die Ausbreitung der Pandemie einzudämmen.

Während die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Ärztebrigaden im Mai 2017 auszeichnete und dabei dem Henry-Reeve-Kontingent bescheinigte, »eine Botschaft der Hoffnung in die ganze Welt verbreitet« zu haben, versuchen die USA den Einsatz kubanischer Mediziner zu diskreditieren. Die US-Regierung übte Druck auf andere Länder aus und drohte mit Sanktionen, wenn diese medizinische Hilfe von der Insel in Anspruch nehmen. Trotzdem waren bis Herbst vergangenen Jahres 46 Brigaden mit über 3.700 kubanischen Gesundheitskräften in bisher 39 Ländern bei der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie im Einsatz.

Die Nominierung soll auch auf echte Helden aufmerksam machen, die einen Friedensnobelpeis wahrhaft verdient hätten – nach unrühmlichen Preisträgern wie Henry Kissinger, Barack Obama oder der Europäischen Union.

HASTA SIEMPRE!

26. Januar 2021

Cuba: Aktuelle wirtschaftliche Lage, neuen Maßnahmen und Perspektiven – Öffentliche Online-Veranstaltung 30.1.2021

Hier weitere Infos

26. Januar 2021

Neocon-Hardliner Dana Stroul: Im Pentagon unter der neuen US-Administration für den Nahen Osten zuständig.

Dana Stroul: Dies ist die leitende Pentagon-Beamtin, die unter der neuen Biden-Administration für den Nahen Osten zuständig ist. Eine Neokonservative, die sich dafür rühmte, dass ein Drittel des syrischen Territoriums vom US-Militär kontrolliert wurde (einschließlich seiner öl- / weizenreichen Region) und zugab, in geradezu sadistischer Weise Wiederaufbaumittel blockiert zu haben.

26. Januar 2021

Pandemie lohnt sich. Reiche werden erstmals weltweit gleichzeitig reicher. Sozialbündnis wirft Bundesregierung »armutspolitischen Offenbarungseid« vor. (junge Welt)

https://www.jungewelt.de/artikel/395087.soziale-ungleichheit-pandemie-lohnt-sich.html

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