Covid-Dämonisierung Chinas: Schuld an Pandemie, Fake-Pandemie oder Biolabor-Unfall

China soll wahlweise für die Folgen einer realen Covid-19 Pandemie, einer Fake-Pandemie mit dem Ziel einer Weltregierung, oder für einen Unfall im Biolabor von Wuhan verantwortlich gemacht werden. Hintergrund The Great Reset

Seit Ausbruch der Corona-Krise Anfang vergangenen Jahres wird von unterschiedlichen Playern versucht China für die globale Krise verantwortlich zu machen.

Die Schuldzuweisungen kommen aus verschiedenen Richtungen, die aber immer von einer mehr oder weniger latenten Tendenz zum Antikommunismus geprägt sind. Donald Trump hat sich bereits sehr früh entschieden, das „kommunistische Regime“ China als Verursacher des „Wuhan-Virus“ zu beschuldigen. Die KP Chinas habe der Welt den Ausbruch des Virus wochenlang verschwiegen und sei deshalb für die Folgen verantwortlich zu machen. Moralisch und finanziell.

Trumps ehemaliger Wahlkampfmanager und Chefredakteur von Breitbart, Steve Bannon verlangt, China für sämtliche finanziellen Verluste der Pandemie verantwortlich zu machen. Die Auslandschulden der USA an China sollen nicht zurückgezahlt werden.

Ähnlich argumentiert der rechte italienische Politiker Salvini und auch von anderen europäischen Politikern sind ähnliche Anschuldigungen zu hören.

Hierzulande verbreiten zahlreiche alternative Medien und auch Teile der AFD diesen Standpunkt. Es gibt auch häufig einen Schulterschluss mit der Bewegung der Falun Gong und der Medienplattform Epochtimes. Hier wird China systematischer Organhandel vorgeworfen und auch alle anderen antichinesischen Narrative werden bedient.

Ein Medienprojekt, dass sich sogar als links bezeichnet, fragt in einem Artikel mit dem Titel Das China-Tabu:
„Ist es erlaubt, der Rolle Chinas in Zusammenhang mit der so genannten „Corona-Pandemie“ nachzuspüren? Darf gefragt werden, ob Chinas Rolle womöglich über die reine Opfer-Rolle hinausgeht? Darf eine Mittäterschaft in Betracht gezogen werden? Nein, diese Frage geht zu weit, werden viele sofort einwenden. Das wäre Wasser auf die Mühlen der China-Feinde. Aber sei’s drum! Fragen wir weiter.“ LINK

Hier wird ein Argumentationsstrang konstruiert, der sich zentral auf den sogenannten „Great Reset“ bezieht. Ein Konzept von Schwab, dem Gründer des Weltwirtschafts Forum Davos (WEF), der über gute Beziehungen zum chinesischen Staatspräsidenten Xi verfügen soll. Die Weltgesundheitsbehörde WHO soll ebenfalls stark von China beeinflusst sein. Und der Einfluss von Bill Gates wird immer wieder in den Mittelpunkt der Schuldzuweisungen gestellt. Der PCR Test zu Erkennung von Covid-19 wird generell als völlig unzureichend bezeichnet. Dazu kommt zumeist die generelle Ablehnung der 5G Technologie.

Die Theorie steht auch insofern auf tönernen Füßen, weil inzwischen mehrfach über nachgewiesene Spuren von Covich-19 berichtet wurde, die zeitlich weit vor dem Ausbruch in Wuhan liegen. Diese Spuren wurden in Frankreich, in Italien und in Spanien entdeckt.

Diana Johnstone veröffentlichte kürzlich einen Artikel mit dem Titel: Der grosse Vorwand … für eine Anti-Utopie. Für alle, die sich den Kopf nicht durch einen angeblich coronabedingten «grossen Umbruch» à la WEF verdrehen lassen wollen.

Hier widerlegte Diana Johnstone im wesentlichen viele der Theorien, die sich um den Begriff des „Great Reset“ von Klaus Schwab ranken. Hier der Link zum Artikel.

Insbesondere die Querdenken-Bewegung ist von den oben beschriebenen Theorien in verschiedener Art und Weise beeinflusst. Bis heute wehrt man sich zwar rigoros gegen den Begriff „Corona-Leugner“, aber tatsächlich entspricht es der Realität, dass Masken immer noch überwiegend abgelehnt werden und die Gefahr einer Erkrankung an Covid-19 stark verharmlost wird.

Zuletzt hatte der stellvertretende nationale Sicherheitsberater der USA, Matthew Pottinger die Theorie über den möglichen Ursprung des Coronavirus aus einem chinesischen Labor befeuert.

„Es gibt immer mehr Beweise dafür, dass das Labor wahrscheinlich die glaubwürdigste Quelle des Virus ist“, sagte er. Dabei berief er sich auf „jüngsten Erkenntnisse des Geheimdienstes“.
Der Viruserreger sei möglicherweise durch „ein Leck oder einen Unfall“ aus dem Labor entkommen.
Matthew Pottinger ist inzwischen einer derjenigen, die das sinkende Schiff, das Weisse Haus, verlassen wollen.

Während die weitreichenden Corona-Maßnahmen die meisten Menschen in der arbeitenden Bevölkerung und auch den Mittelstand massiv benachteiligte, steigerten die Superreichen von April 2020 bis Juli 2020 ihr Vermögen um mehr als 25% auf insgesamt über 10,2 Billionen Dollar.

Das Gesamtvermögen der US-Milliardäre stieg in den ersten neun Monaten der Corona-Pandemie um 1 Billionen Dollar, ein Anstieg von 36 Prozent. Die Gesundheitsbranche profitierte prozentual am meisten.

Deshalb werden die Forderungen nach Besteuerung von großen Vermögen immer lauter. Praktische Beispiele sieht man bereits. Argentinien beschließt, dass die Reichsten ein Drittel der Corona-Kosten zahlen müssen. Mit Bolivien plant ein weiteres südamerikanisches Land eine neue Reichensteuer. In Europa hat sich Spanien nun dazu entschlossen, dass Superreiche bei der Finanzierung der Krise mithelfen müssen.

In zahlreichen Ländern werden inzwischen ähnliche Forderungen von linken Bewegungen und Parteien erhoben.

Aber zunehmend wird diese linken Kräften Naivität vorgeworfen. Man versucht zu konstruieren, sie seien autoritätshörig und würden deshalb in dieser Krise versagen.

von Heinrich Bücker, Coop-Anti-War-Café Berlin