Nach Treffen mit AfD-Politikern: Moskau thematisiert Rechtfertigung des Nationalsozialismus (snanews.de)

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12.12.2020

Der russische Außenminister Sergej Lawrow ist bei einem Treffen mit den Bundestagsabgeordneten der „Alternative für Deutschland“ (AfD) am Dienstag auf das Thema der Rechtfertigung und Verherrlichung des Nationalsozialismus und der Zahlung einer Entschädigung für die Überlebenden der Blockade von Leningrad eingegangen, teilte die Behörde mit.

Der Sprecherin des russischen Außenamts, Maria Sacharowa, zufolge, entspricht die Information, dass die Führung der Behörde die Linie der AfD zur Rechtfertigung der militärischen Aggression des Dritten Reiches und der Verbrechen des Nationalsozialismus nicht thematisiert habe, nicht der Realität.

„Während des Gesprächs mit der Delegation der ‚Alternative für Deutschland‘ betonte der russische Außenminister Lawrow unsere Ablehnung und Verurteilung jeglicher Bemühungen, die Verbrechen der Nazis gegen die Menschlichkeit herabzusetzen, die Gräueltaten des Nationalsozialismus reinzuwaschen und die NS-Verbrecher zu verherrlichen. Die Abgeordneten wurden auch auf das Problem aufmerksam gemacht, den Überlebenden der Blockade von Leningrad unabhängig von ihrer Nationalität eine individuelle Entschädigung zu zahlen“, sagte Sacharowa auf Anfrage der Agentur RIA Novosti.

Die Vertreter der AfD hätten Verständnis für die Einschätzungen der russischen Seite gezeigt, hieß es. „Sie sprachen darüber, wie wichtig es ist, das historische Gedächtnis der Ereignisse jener Jahre zu bewahren und die sowjetischen Kriegsgräber in Deutschland ordnungsgemäß zu pflegen. Während des Besuchs legte die AfD-Delegation Blumen am Grab des unbekannten Soldaten an der Kremlmauer nieder“, fügte Sacharowa hinzu.