Coronavirus im Iran: Allmählicher Rückgang von Infektionen und Todesfällen. Massive Engpässe in der medizinischen Versorgung durch westliche Sanktionspolitik.

Neue Zahlen des iranischen Gesundheitsministeriums deuten auf einen leichten Rückgang der täglichen Todesfälle aufgrund der Coronavirus-Pandemie und eine geringere Anzahl neuer positiver Fälle hin.

Bei einer täglichen Pressekonferenz am Sonntag bezifferte die Sprecherin des Gesundheitsministeriums die Zahl der Todesopfer durch das neuartige Coronavirus im Iran auf 47.875. In den letzten 24 Stunden seien 389 Patienten ums Leben gekommen.

Sie stellte außerdem fest, dass sich bisher mindestens 658.292 Patienten von der Coronavirus-Infektion erholt haben oder aus Krankenhäusern im ganzen Land entlassen wurden.

Unter denjenigen, die derzeit in medizinischen Zentren behandelt werden, leiden 5.859 Patienten aufgrund einer schwereren Infektion unter kritischen Gesundheitszuständen, so Lari.

Der Iran leidet unter international verhängten Sanktionen gegen das Land. Der Erwerb von Medikamenten und medizinische Produkten ist extrem erschwert, insbesondere wegen der sogenannten Sekundärsanktionen. Es handelt sich hierbei um sehr einschneidende und weitreichende neue US-Iran-Sekundärsanktionen, die jede Nicht-US-Person treffen können. Darüberhinaus gibt es massive Probleme beim Export von Öl und eine durch die Sanktionen bewirkte Inflation.