Beitrag des russischen Fernsehens zum Impfstoff Sputnik-V // Ungarn will den russischen Impfstoffs einsetzen

Beitrag des russischen Fernsehen hier:
https://vesti7.ru/video/2238825/episode/08-11-2020/

Ein weiterer Skandal mit dem sogenannten Oxford-Impfstoff gegen das Covid-19. Am Donnerstag verblüffte die britische Zeitung Financial Times mit der Nachricht, dass das anglo-schwedische Unternehmen Astra-Zeneca seinen Verpflichtungen zur Lieferung des Oxford-Impfstoffs nicht nachkommen kann. Das Unternehmen schafft es nicht. Großbritannien hat nicht nur keine einzige der im September versprochenen 30 Millionen Dosen erhalten, bis Ende des Jahres kann Astra-Zeneca höchstens 4% der versprochenen Oxford-Impfstoffe liefern.

Die schlechte Nachricht verkündete Kate Bingham, Leiterin der Arbeitsgruppe der britischen Regierung. Und das, obwohl mit dem Hersteller ein Vertrag über die Lieferung von 100 Millionen Dosen abgeschlossen wurde. Jetzt sind die Fristen aber nicht mehr haltbar.

Überhaupt war der stark beworbene Oxford-Impfstoff auf der Plattform eines Affen-Adenovirus von Anfang an vom Pech verfolgt. Seine Wirksamkeit steht noch in Frage, aber es sind bereits Probleme in klinischen Studien aufgetreten, so dass Tests ausgesetzt werden mussten. Einmal bekam ein Freiwilliger eine Rückenmarksentzündung, dann ist ein Freiwilliger in Brasilien gestorben.

Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat bei dem Oxford-Impfstoff besondere Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Tests wurden in den USA erst wieder aufgenommen, nachdem das Büro zusätzliche Informationen über das Medikament angefordérte.

In Großbritannien ist die Corona-Krise inzwischen schlimmer denn je. Der Premierminister Boris Johnson erscheint in diesem Zusammenhang ineffektiv und im Panikmodus: „Die Situation entwickelt sich schlechter als das pessimistischste Szenario. Wenn wir nicht sofort handeln, können wir ein paar tausend Todesfälle durch Covid-19 pro Tag bekommen. Das Virus breitet sich schneller aus, als wir es uns vorstellen können.“

Unterdessen beginnt Ungarn Anfang nächsten Monats mit dem Kauf des russischen Impfstoffs Sputnik-V. Das kündigte der Außenminister Ungarns Peter Szijjarto an. Zuerst werden kleine Chargen für klinische Studien und Lizenzen nach Ungarn geliefert, große Lieferungen sind bereits für Januar geplant.

Die Präsidenten Russlands und Argentiniens, Wladimir Putin und Alberto Fernandez, haben telefonisch über die bevorstehenden Lieferungen des russischen Impfstoffs Sputnik-V nach Argentinien gesprochen. Argentinien wird voraussichtlich im Dezember und Januar 25 Millionen Dosen von Russland erhalten.

Interessanterweise wird der Impfstoff für den Export, wie Präsident Putin einst unseren Unternehmen vorgeschlagen hat, nicht aus Russland, sondern von neuen Produktionsstätten geliefert, die in anderen Ländern aufgebaut werden sollen. Dazu hat der russische Private Equity Fund Vereinbarungen mit Unternehmen in Brasilien, Indien, China und Südkorea getroffen, die sich nun auf die Serienproduktion von Sputnik-V vorbereiten.