Ein kritischer Rückblick auf das Projekt „The Intercept“.

Wegen Zensur zugunsten Joe Bidens verliess US-Journalist Greenwald jetzt die von ihm mitbegründete „Enthüllungsplattform „The Intercept“.

„The Intercept wurde von Laura Poitras, Glenn Greenwald und Jeremy Scahill gegründet und von eBay-Mitgründer Pierre Omidyar finanziert.

Die Journalisten hinter den ersten NSA-Enthüllungen auf Basis von Material Edward Snowdens und hatten die Plattform „The Intercept“ 2014 gestartet. Der erste Bericht drehte sich um die Überwachungsdaten, die für Drohnenangriffe genutzt werden.

Der Finanzier des Projekts Pierre Omidyar, ist Milliardär und Mitgründer der Handelsplattform eBay. Im Jahr zuvor, d.h. 2013, hatte er sich nach eigenen Angaben gegen einen Kauf der Washington Post entschieden und hatte dann stattdessen Millionen in das Projekt mit Greenwald gesteckt. Die Journalisten betonten, dass ihre redaktionelle Unabhängigkeit garantiert sei. Greenwald gab für The Intercept die Zusammenarbeit mit der britischen Zeitung Guardian auf.

Hier der erste Bericht von The Intercept

https://firstlook.org/theintercept/article/2014/02/10/new-photos-of-nsa-and-others/

Mit einer 50-prozentigen Beteiligung von AOL haben Ariana Huffington, eine us-amerikanische Multimilliardärin und der in Berlin aktive Multimilliardär Nicholas Berggruen Ende Januar das “World Post” Projekt gestartet. Bill Gates, Tony Blair und andere Prominente sollen auf der Plattform Beiträge veröffentlichen. Im Redaktionsbeirat ist Ebay-Gründer Omidyar.

Der Whistleblower und IT-Spezialist Edward Snowden war als Angestellter des Beratungsunternehmens Booz Allen Hamilton für die NSA tätig und hatte Zugriff auf vertrauliche Informationen über die Spähprogramme des Geheimdienstes.

Ende Mai setzte er sich Snowden mit den Geheimdokumenten von seinem damaligen Arbeitsplatz auf Hawaii nach Hongkong ab. Das Unternehmen Booz Allen Hamilton ist neben Halliburton, KBR und Academi ein führendes Unternehmen im Bereich Militärdienstleistungen für das US-Verteidigungsministerium.

Verbindungen zum Militärdienstleister Booz Allen Hamilton

Booz Allen Hamilton bezieht 99 Prozent oder 5,8 Milliarden US-Dollar seiner Aufträge von der US-Regierung, davon 1,3 Milliarden US-Dollar von US-Geheimdiensten. Vor 9/11 waren es 30 Millionen US-Dollar aus Aufträgen des Pentagon. Zehn Jahre später 3,3 Milliarden Dollar. Über 1000 ehemalige Geheimdienstbeamte sollen bei Booz Allen arbeiten.

Salvadore Gambianco sitzt im Vorstand von Omidyar Network und leitet die Abteilung Humankapital und Operationen. Es gibt Hinweise, dass er eine Zeitlang auch im Vorstand von Booz Allen Hamilton Holdings tätig war.

Eine Investoren im Omidyar Network ist Dhaya Lakshminarayanan, zuvor hatte sie als Consultant für Booz Allen Hamilton gearbeitet.

InnoCentive ist eine weltweit führende Crowdsourcing-Firma. Zu den Investoren von InnoCentive zählt u.a. auch das Omidyar Network. Zu den Kunden von InnoCentive gehören führende Firmen, Regierungsagenturen und NGOs einschliesslich Booz Allen Hamilton, und auch die AARP Foundation, Eli Lilly & Company, EMC Corporation, NASA, Procter & Gamble, Syngenta, The Economist und die Rockefeller Foundation.

Ein wichtiger Investor in Innocentive neben dem Omidyar Network ist Lilly Ventures, Investmentgesellschaft des Pharmakonzern Eli Lilly, die Firma die für das von der CIA gegründete MK-ULTRA Mind-Control Programm LSD herstellte. Von 1977 bis 1979 war der spätere US-Präsident George H. W. Bush Direktor von Eli Lilly.

Im November 2019 veröffentlichte The Intercept zusammen mit der New York Times die „Iran Cables“: Angeblich interne Geheimdienstleaks aus dem Inneren des „Regimes“. Intercept ist ein Projekt des iranischen Milliardärs und Ebay-Gründers Omidyar, Unterstützer der Clintons und Obamas.

Bereits zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gab es eine Schlacht der Schlagzeilen gegen das iranische „Regime“ statt. Westliche Medien dramatisierten die Proteste, wie bereits in den vergangenen Jahren geschehen. Der Blog Intercept veröffentlichte dennoch zusammen mit der New York Times die „Iran Cables“, angebliche interne Geheimdienstleaks aus dem Inneren des „Regimes“. Intercept ist ein Projekt des iranischen Milliardärs und Ebay-Gründers, und Unterstützer der Clintons und Obamas.

Pierre Omidyar, der Gründer und Finanzier von Intercept hat Verbindungen in Geheimdienstkreise und zu Unterstützer von Regimechange-Kampagnen.

NSA/CIA Puzzle: Verwirrendes Beziehungsgeflecht zwischen The Intercept, Snowden, Greenwald, Scahill, Omidyar Network, Tony Blair, Booz Allen Hamilton, Ebay, Paypal
https://cooptv.wordpress.com/2014/02/10/nsacia-puzzle-verwirrendes-beziehungsgeflecht-zwischen-the-intercept-snowden-greenwald-scahill-omidyar-network-tony-blair-booz-allen-hamilton-ebay-paypal/

Snowden, Greenwald, das Omidyar Network und Booz Allen Hamilton
https://cooptv.wordpress.com/2013/12/27/snowden-greenwald-das-omidyar-network-und-booz-allen-hamilton/

Omidyar und Obama

Ebay-Gründer Pierre Omidyar war Mitglied einer von US-Präsident Obama ernannten 27-köpfigen Kommission “The President’s Commission on White House Fellowships”. Diese Kommission vergab Stipendien an junge US-Amerikaner, die im Weissen Haus als Internees arbeiteten.

Pierre Omidyar, hat darüberhinaus auch gute Verbindungen zu Bill Gates und zum Dalai Lama.

Ebay-Gründer Pierre Omidyar arbeitet auch mit Nicolas Berggruen und seinem Projekt Globalisierung 2.0 zusammen. Die Gewerkschaft Verdi kritisierte Berggruen vor Jahren wegen der “faktischen Zerschlagung” des Karstadt-Konzern.

Aussagen eines engen Freundes

Max Levchin, ein enger Freund Omidyars und PayPal-Mitbegründer verteidigte die NSA: “Meiner Ansicht nach ist dieses Verhalten für Bürger dieses Landes lächerlich, für jemanden der sonst die Auffassung vertritt, es sei Pflicht der Regierung, ihn zu schützen, uns vor dem Bösen, vor Schaden, vor Terroristen, vor übelwollenden fremden Mächten zu bewahren und dann die NSA pauschal negativ zu bewerten. Aber es ist doch deren Aufgabe, herauszufinden, welche Gefahren uns als nächstes drohen, um sie zu verhindern. Diese NSA einfach zu verteufeln, ist völlig gedankenlos”.

Omidyar war am Finanzboykott gegen WikiLeaks beteiligt. WikiLeaks kritisiertzu Echt, dass der Ebay-Gründer und Miteigentümer PayPal eine alternative Medienorganisation aufbauen wolle, obwohl man Wikileaks zuvor angriffen habe, indem man nicht länger zuließ, dass die Organisation Spenden über den Bezahldienst Paypal bekommen konnte. Omidyars Medienplattform ist sozusagen eine Konkurrenz für Wikileaks.

Der frühere NSA-Geheimdienstanalyst und Whistleblower Russell Tice sagte: “Für die NSA sind Informationen von Finanzdienstleistern wie PayPal extrem wertvoll. Ich bin sicher, dass es innerhalb der Snowden-Dokumente, Beweise für eine Beteiligung PayPals gibt.”

Greenwald hatte im Sommer in einer E-Mail an BuzzFeed mitgeteilt, dass Teile der Snowden-Dokumente wohl nie öffentlich gemacht würden. “Es geht uns nicht um willkürliches Veröffentlichen der Dokumente, unsere Quellen wollen das auch nicht.”

Max Levchin On Working For The NSA http://youtu.be/pCz4UGf3ZD0

http://www.linkedin.com/pub/dhaya-lakshminarayanan/0/46/943

http://www.omidyar.com/team

http://www.whitehouse.gov/about/fellows/commission

http://berggruen.org/people/pierre-omidyar

Die Rolle von Laura Poitras

Um es nochmals in Erinnerung zu rufen: The Intercept wurde von Laura Poitras, Glenn Greenwald und Jeremy Scahill gegründet und von eBay-Mitgründer Pierre Omidyar finanziert.

Im Februar 2014 veröffentlichte sie auf der Plattform The Intercept:

„Eine vorrangige Funktion von The Intercept ist es, auf unseren Pressefreiheiten zu bestehen und gegenüber jenen zu verteidigen, welche sie verletzen wollen. Wir sind entschlossen, das voranzubringen, was wir für wesentliche journalistische Arbeit im öffentlichen Interesse halten. Unsere Hingabe gilt dem Ideal der wahrlich freien und unabhängigen Presse als lebensnotwendige Komponente jeder gesunden demokratischen Gesellschaft. Wir glauben, dass Transparenz den wesentlichen Wert von Journalismus ausmacht, und damit auch die Verantwortung jener, die die größte politische und unternehmerische Macht innehaben. Unsere Journalisten haben nicht nur die Erlaubnis, sondern werden dazu ermutigt, Geschichten ohne Rücksicht darauf zu verfolgen, wen sie damit vor den Kopf stoßen könnten.“

Laura Poitras und die syrischen „Freiheitskämpfer“

Im April 2015 erschien die mit dem Oscar ausgezeichnete Filmemacherin Laura Poitras (Citizenfour) dann aber persönlich, um Talal Derki den George Polk Award zu überreichen. Es handelte sich um eine Auszeichnung für den „Dokumentarfilm“ Return to Homs, einen Propagandafilm, der den Konflikt in Syrien sehr einseitig reflektierte.

Ein Films der mit schnellen Videoschnipseln in den syrischen Widerstand eintaucht und den eindringlichen Schlachtruf zweier Freunde um Gerechtigkeit festhält. 

Während eine Belagerung in Homs stattfindet, versammeln sich die Freunde Basset und Osama zu einem Kreis mutiger, aber unerfahrener Aufständischer, die entschlossen sind, die gefangenen Zivilisten der Stadt zu schützen und ihnen zu helfen, aus dem Kriegsgebiet herauszukommen. 

In einer Pattsituation, die an David und Goliath erinnern soll, halten sich eine Handvoll gestrandeter Amateurkämpfer gegen die Scharfschützen, Panzer und Mörser der syrischen Armee, während ihre Stadt um sie herum zusammenbricht. “

Dieses Screening beinhaltete ein Q & A mit dem Autor und Regisseur Talal Derki, moderiert von Nancy Buirski. Die mit dem Oscar ausgezeichnete Filmemacherin Laura Poitras (Citizenfour) überreichte Talal Derki persönlich den George Polk Award. April 2015 in Brooklyn New York

http://www.bam.org/film/2015/return-to-homs

Kritik an einem Dokumentarfilm von Laura Poitras über Assange:

Zusammen mit etlichen anderen Unterstützern von Julian Assange kritisierten auch WikiLeaks-Anwältinnen einen Dokumentarfilm, den Laura Poitras über Julian Assange und WikiLeaks produziert hatte, und den sie als eine sehr schlechte, politisch störende Arbeit bezeichneten. Sie erklärten, dass der Dokumentarfilm „Risk“ „unseren Mandanten in rechtliche Gefahr bringt“. Der Dokumentarfilm „diene dazu, WikiLeaks zu untergraben, genau wie die Trump-Administration angekündigt hat, ihre Journalisten, Redakteure und Mitarbeiter strafrechtlich zu verfolgen.“

Weiter argumentierten die Anwältinnen: „Hätte die Filmemacherin diesen ausdrücklichen Bedingungen nicht zugestimmt, nämlich den Film im Voraus zu überprüfen und Änderungen anzufordern, hätten sich die Mitarbeiter von WikiLeaks überhaupt nicht filmen lassen. Trotz wiederholter Anfragen wurde weder den Filmthemen noch ihren Anwälten eine vorherige Besichtigung des Films gewährt, den Poitras in den USA veröffentlichen wollte.“

Nachdem die vier Anwältinnen festgestellt hatten, dass sie alle Feministinnen sind, kritisieren sie die Art und Weise, in der Poitras ‚Film „dieses Thema [Sexismus] unter Ausschluss anderer in den Vordergrund stellt und damit die populäre und politische Unterstützung von WikiLeaks in dem Moment untergräbt, in dem es ernsthaften Aggressionen ausgesetzt ist die Trump-Administration.“

mehr Links hier:
https://cooptv.wordpress.com/?s=Omidyar