Archive for Oktober, 2020

24. Oktober 2020

Nowitschok und das geheime russische Chemiewaffenprogramm (Heise.de)

Bellingcat, Spiegel und Co. wollen Hinweise mit den Anschlägen auf Skripal und Nawalny entdeckt haben, aber die herausgestellten Zusammenhänge gleichen eher dem Muster von Verschwörungstheorien

weiter hier:
https://heise.de/-4938036Fehler melden

24. Oktober 2020

Bergkarabach: Fast fünftausend Tote – nur COVID gewinnt (RT Deutsch)

https://de.rt.com/2bex

24. Oktober 2020

Sputnik V wird wichtigen Beitrag zu Corona-Bekämpfung leisten – britischer Professor (Sputniknews)

https://sptnkne.ws/Eeab

24. Oktober 2020

Fall des Naziverbrechers Adolf Eichmann: Prozess auf Herausgabe von geheimen Akten gewonnen! In Argentinien, gegen das Außenministerium, ein großer Sieg für die Menschenrechte.

Ich kann’s kaum glauben, aber es ist wirklich wahr: ich habe einen Prozess auf Herausgabe von geheimen Akten gewonnen! In Argentinien, gegen das Außenministerium, ein großer Sieg für die Menschenrechte.

Am 22. Oktober 2020 urteilte Richter Santiago Ricardo Carrillo, Leiter des Bundesverwaltungsgerichtes Nr. 3, im Verfahren „Weber, Gabriele vs. Außenministerium wegen Wissen“, dass innerhalb von 15 Werktagen die Telexe zwischen dem argentinischen Konsulat in Tel Aviv und dem Außenministerium in Buenos Aires der Klägerin (also mir) übergeben werden müssen. Sie stammen vom Mai und Juni 1960 und betreffen den Fall des Naziverbrechers Adolf Eichmann, den der Mossad gesucht und entführt haben will. Aus diesen Dokumenten wird eindeutig hervorgehen, dass es keine Entführung aus Argentinien gab, dass die Israelis dort von der Polizei aufgemischt und dann nach Israel abgeschoben worden sind. Die Mutter aller Fake News ist damit vom Tisch.

Ich hatte im Oktober 2017 die Liste dieser Telexe im öffentlichen Archiv des Ministeriums gefunden und eine Kopie dieser Telexe beantragt. Ich ging mit meinem Rechtsanwalt Dante Reyes Marín, der Vorsitzenden des Klubs der Auslandskorrespondenten in Argentinien und einer Notarin ins Ministerium, um diese Dokumente zu erhalten. Man bestritt die Existenz nicht, sagte aber, man könne sie nicht finden…

2018 reichte mein Anwalt Klage ein und stützte sich dabei auf das kurz zuvor erlassene Gesetzes 27.275 über den Zugang zu öffentlichen Informationen, das, wie es im ersten Artikel heißt, „darauf abzielt, die wirksame Ausübung des Rechts auf Zugang zu öffentlichen Informationen zu gewährleisten, die Beteiligung der Bürger und die Transparenz der öffentlichen Verwaltung zu fördern“.

In Rahmen der Beweisaufnahme sagten unter anderem die Archivare des Außenministeriums und der Gedenkstätte in La Plata aus, die die Existenz der von mir zur Glaubhaftmachung eingereichten Dokumente bestätigten. Das Außenministerium äußerte sich schriftlich und bestätigte den Sachverhalt. Auf dieser Grundlage erklärte der Richter die Verweigerung der Telexe für unrechtmäßig.

Das ist ein großer Sieg für die Menschenrechte und die Demokratie, zugleich ein Präzedenzfall, da sich die argentinische Justiz zum ersten Mal mit diesem neuen Informationsfreiheitsgesetz auseinandersetzt und ausdrücklich bejaht. Das Urteil öffnet einen Weg für alle Forscher. Das Ministerium kann gegen dieses Urteil Widerspruch einlegen.

Dieses Verfahren ist mit Eurer Hilfe, d.h. mit Euren Spenden möglich gewesen, ebenso wie die elf in Deutschland/ Straßburg (EGMR) anhängigen Verfahren. Ich möchte Euch allen sehr herzlich danken. Dieser Sieg gehört uns allen.

Hier nochmal die Spenden-Möglichkeiten: Paypal: gaby.weber@gmx.net oder über Comdirect Bank, IBAN DE53.2004.1155.0192.0743.00

Herzliche Grüße, zur Zeit in Montevideo
Gaby

24. Oktober 2020

Offizielles Wahlergebnis in Bolivien: MAS siegt mit überragender Mehrheit – mit 55,1 Prozent zweithöchste Wahlbeteiligung der Geschichte. (amerika21)

weiterlesen hier:
https://amerika21.de/2020/10/244694/mas-endgueltiges-ergebnis

24. Oktober 2020

Syrien unter Druck: Corona, Sanktionen, Zerstückelung | – von Karin Leukefeld (Weltnetz.TV)

24. Oktober 2020

Am Samstag, den 24.10. finden im Rahmen der antiimperialistischen Woche: Festival der Solidarität / Demo für Chile

LINK:
https://cutt.ly/LgbkrRp

Die Gruppe Chile despertó/Chile ist aufgewacht lädt zu einer Demo um 13:00 Uhr am Baseler Platz in der Nähe des Hauptbahnhofs ein, von dort aus bewegt sich sie bis 14:00 Uhr zum Paulsplatz.

Wir möchten ein Zeichen der Solidarität in unsere Heimat schicken einen Tag bevor wir darüber entscheiden, ob wir die Pinochet-Verfassung auf den Müllhaufen der Geschichte verbannen. Die politische Situation mit der Unterdrückung der Mapuche, dem andauernden Kampf der kleinen Leute gegen den Neoliberalismus und die noch immer währende Polizeigewalt machen diese Demonstration bitter nötig.

Um 14:00 Uhr schließen wir uns am Paulsplatz dem Festival der Solidarität an. Mehr als ein Dutzend Gruppen aus mehr als Acht Ländern haben sich zusammengefunden, um internationale Solidarität an diesem Tag praktisch zu machen. Mit einer Bühme mit Musik, Reden, Infoständen, Pavillons und Essen möchten wir über die Kämpfe in unserer Heimat informieren und unsere gemeinsamen Herausforderungen den weltweit agierenden Imperialismus und Neoliberalismus in den Vordergrund stellen.Schaut vorbei und unterstützt uns! 😊✊

Hola a todos, el sábado se termina la semana internacional antiimperialista y por esa razón se realizan diferentes actividades en Frankfurt a las cuales los quiero invitar. El grupo de Chile despertó Frankfurt invita a una protesta a las una en el Baselerplatz cerca del Hauptbahnhof. A las dos llegamos al Paulsplatz en el centro de Frankfurt.

Queremos mandar una señal de solidaridad a nuestra patria un día antes que nosotros vamos a derrumbar la constitución de Pinochet. La situación en Chile hace necesaria este manifestación. Los mapuches siguen siendo reprimidos, la situación de vida de la gente humilde todavía no ha mejorado y la policía sigue matando y violando. A las dos nos sumamos para celebrar la fiesta de solidaridad internacional. Más de una docena de grupos de más de ocho países llaman ese día a practicar la solidaridad internacional. Con música, un escenario, cabinas de información, discursos y comida queremos informar que lo que pasa en nuestros países y queremos sumar nuestras fuerzas contra los enemigos que tienen en común nuestros movimientos, el imperialismo mundial y el capitalismo neoliberal. Free Assange Frankfurt am MainFree Palestine FFMCuba Sí HessenDIDF FrankfurtStudis gegen rechte HetzeStopchilddetentionPodemos Círculo Frankfurt ….

23. Oktober 2020

#Covid-19: Latest Developments

The number of corona cases is rising again. This is probably not least due to the colder season. In addition, however, there are very strong regional discrepancies that are difficult to explain.

We support the concept that face-masks, spacing and hygiene rules are important measures against the spread of the virus. But these measures should be better communicated and coordinated. We are extremely critical of further lockdowns, closings and curfews , a view that is now also expressed in a recent statement by the World Health Authority (WHO).

Dr. David Nabarro, envoy of the WHO, urged world leaders in an appeal to stop “using lockdowns as your primary control method,” and to instead allow people to live their lives as normal. Continuing to lock down businesses, sports facilities and other societal necessities will only lead to more misery, more poverty and ultimately more death, Nabarro warned.

In many western countries, the corona crisis is undoubtedly being used to undermine protests and to paralyze progressive movements. This is especially true in Latin American countries controlled by right-wing governments.

It is therefore important that there are now many voices in Germany, Europe and other countries who warn of a massive dismantling of fundamental rights and freedoms. The social and economic consequences of lockdowns, unemployment, homelessness and impoverishment must be criticized as well as the trivialization or even complete denial of Covid-19.

The fact that many people are missing important surgery and other treatments also needs to be addressed

The rich and the billionaires need to pay for the crisis

Left organisations in particular are demanding that the wealthy and especially the super-rich should pay for the crisis. But instead, their wealth continues to grow excessively. The priority must be to massively increase taxes on large assets. The health care system must be massively strengthened financially and personally. In this context we refer to the werhatdergibt.org initiative, which recently organized protests in Germany. In the meantime there is even an initiative of the wealthy to support these positions.

Protests against Corona-Measures

Under no circumstances should we join protests which are supporting anti-communism and mostly deny any difference between the left and the right. It is quite common to critize China and leftist movements. The protests, especially those of the Querdenken-Movement in Germany and their prominent speakers, are heavily influenced by these opinions and even the german rightwing political party AFD is involved on the sidelines. At the same time many many young people are joining the movement and this makes reactionary influences less visible.

Very important are “alternative” media platforms which are supporting the movement. The risk of Covid-19 is very often downplayed, face masks are usually regarded as nonsense and unfortunately quite a few scientists and physicians have joined this movement.

It is wrong to downplay the risk represented by the Covid-19 disease, which is relatively dangerous, although the risk must always be always seen in comparison with other health hazards. Any form of scaremongering need to be avoided and the situation should be presented transparently in order to get broader public support.

Solidarity with China, Russia and Cuba

We fully support China, Russia and Cuba, who have made the greatest possible efforts in order to bring aid to the most hard hit places in this crisis. That is why we also supported the “Nobel Prize for Cuba” initiative. In addition, Russia and China have provided extensive international aid and together with Cuba have sent medical teams to other countries. Vaccines that have in the meanwhile been made available by both Russia and China are generally to be welcomed, especially since they are offered at a very low cost and are available to all countries

On the other hand, a healthy amount of mistrust in vaccines and drugs developed by western pharmaceutical companies is quite appropriate. Experiences in the past has shown that, among other things, profit interests come very often before anything else in these companies. At the same time, we would like to thank all medical staff and medics for their commitment and express our solidarity.

It is improtant to note that in the USA alone, more than 1,000 corona deaths have been reported among medical personnel. 500 people who worked in the medical field are said to have died in Russia. Alarming numbers are also reported from Italy, Spain, France and the UK.

Western sanctions are acts of war and must end

The global COVID-19 pandemic and global economic crash challenge all humanity. Western hypocracy is reaching a new climax when economic sanctions are used to block essential medicines and food. They are a weapon of Economic War, resulting in chronic shortages of basic necessities, economic dislocation, chaotic hyperinflation, artificial famines, disease, and poverty.

Sanctions violate international law and are a tool of regime change. They are a crime against humanity used, like military intervention, to topple popular governments and movements. They provide economic and military support to pro-western right-wing forces.

Here some important current figures (October 23, 2020):

USA (330 million inhabitants) +854 deaths (24 hours) 16,205 intensive care patients
Russia (145 million inhabitants) +283 deaths (24 hours) 2,300 intensive care patients
Iran (81 million inhabitants) +335 deaths (24 hours) 4,933 intensive care patients LINK
Netherlands (17 million inhabitants) +46 deaths (24 hours) 483 intensive care patients
France (66 million Population) +162 deaths (24 hours) 2,319 intensive care patients
Italy (60 million inhabitants) +136 deaths (24 hours) 992 intensive care patients
Spain (47 million inhabitants) +155 deaths (24 hours) 1,966 intensive care patients
Germany (80 million inhabitants) +45 deaths (24 hours) 1,030 intensive care patients

Source: https://www.worldometers.info/coronavirus/

further information:
https://cooptv.wordpress.com/category/corona/

Heinrich Bücker, Coop Anti-War Cafe Berlin, October 23, 2020

23. Oktober 2020

Putin über die aktuellen Abrüstungsverhandlungen mit den USA – Von Thomas Röper

Auf der Podiumsdiskussion des Valdai-Forums wurde Putin am Donnerstag eine Frage zur Abrüstung gestellt. Das ist wegen des drohenden Auslaufens des letzten noch bestehenden Abrüstungsvertrages, das möglicherweise abgewendet werden kann, ein sehr aktuelles Thema. Daher habe die Frage und Putins Antwort komplett übersetzt.

Vor einer Woche habe ich über den damaligen Stand beim letzten noch bestehenden Abrüstungsvertrag, dem NEW START Vertrag, berichtet, der die Anzahl der einsatzbereiten strategischen Atomwaffen regelt. Da der Vertrag automatisch im Februar ausläuft hat, Putin seine altbekannte Position wiederholt, den Vertrag einfach für eine bestimmte Zeit zu verlängern, um sein Auslaufen zu verhindern und Zeit für weitere Verhandlungen zu gewinnen. Der Spiegel hat das jedoch als einen ganz neuen Vorschlag Putins hin- und ihn in ein schlechtes Licht gestellt. Aber was soll schlecht daran sein, einen Abrüstungsvertrag zu erhalten? Den Artikel von letzter Woche finden Sie hier.

Inzwischen ist Bewegung in die Sache gekommen und die USA haben Putins Vorschlag zur Verlängerung von NEW START unter der Bedingung zugestimmt, dass die Zahl der Atomwaffen insgesamt für diese Zeit begrenzt wird. Russland hatte damit nie ein Problem, hat aber als Bedingung gefordert, dass die USA ihre Atomwaffen aus Europa abziehen sollten. Von dieser Position ist Russland nun abgerückt, um den NEW START Vertrag zu retten. Russland hat dem US-Vorschlag nun unter der Bedingung zugestimmt, dass die USA keine weiteren Forderungen mehr stellen.

Auf der Valdai-Konferenz wurde Putin danach gefragt und ich habe die Frage und Putins Antwort komplett übersetzt. Bevor wir zu der Übersetzung kommen, noch ein Hinweis: Putin geht in seiner Antwort auch auf andere – inzwischen von den USA einseitig gekündigte – Verträge und auf die neuen russischen Hyperschallwaffen ein. Sollten Sie sich für weitere Informationen zu diesen Themen interessieren, finden Sie hier eine Zusammenstellung aller Abrüstungsverträge, die es zwischen Russland und den USA gab, hier eine Erläuterung zum Open Skies-Vertrag und hier einen Artikel über Russlands Hyperschallwaffen.

Beginn der Übersetzung:

Frage: In Ihrer heutigen Rede haben Sie eines der dringendsten Probleme der Weltpolitik angesprochen: die Rüstungskontrolle. Während des Kalten Krieges, insbesondere in der Endphase, haben die Sowjetunion und die Vereinigten Staaten durch gigantische Bemühungen auf beiden Seiten ein System von Verträgen und Vertrauensmaßnahmen aufgebaut, die die quantitative Kapazität (der Atomwaffen, Anm. d. Üers.) bestimmt und das Konfliktrisiko verringert haben. In den letzten 20 Jahren haben unsere amerikanischen Partner dieses System konsequent demontiert: zuerst den ABM-Vertrag, dann den Vertrag zur Beseitigung von Mittelstreckenraketen (INF-Vertrag, Anm. d. Übers.), den Open-Skies-Vertrag. Und jetzt ist es sehr schwierig, die Frage der Verlängerung des Vertrags über die Begrenzung und Reduzierung strategischer Offensivwaffen (NEW START Vertrag, Anm. d. Übers.) zu lösen. Dazu habe ich eine Frage. Was glauben Sie, gibt es eine Zukunft für das System der Rüstungskontrolle und welche neuen Schritte können hier unternommen werden?

Vielen Dank.

Moderator: Ich möchte gleich hinzufügen, dass es eine ganze Reihe von Fragen und eine Menge Verwirrung zu NEW START und vor allem zur letzten Initiative von vor zwei Tagen gibt, einschließlich der Frage, ob das bedeutet, dass Russland zu große Zugeständnisse gemacht hat.

Wladimir Putin: Sie haben gefragt, ob es eine Zukunft für Verträge zur Rüstungsbegrenzung gibt. Meiner Ansicht nach wird die Welt keine Zukunft haben, wenn es keine Beschränkungen für das Wettrüsten gibt. Das ist es, worüber wir alle nachdenken müssen, das ist es, worüber wir alle unsere Partner nachzudenken aufrufen.

Es ist allen bekannt und Sie haben jetzt alles aufgeführt: der Rückzug aus dem Vertrag zum Verbot einer Raketenabwehr, aus dem Vertrag über Kurz- und Mittelstreckenraketen, aus dem Open-Skies-Vertrag – noch sind sie nicht ausgestiegen, aber die Amerikaner haben erklärt, dass sie das Verfahren zum Ausstieg aus diesem Vertrag begonnen haben. Warum und aus welchem Grund, das erklären sie nicht einmal. Sie erklären einfach nicht, warum. Die Europäer sagen zu uns: „Lasst sie aussteigen, aber bleibt Ihr doch in dem Vertrag“ Ich sage denen: „Hallo, geht´s noch? Ihr seid alle NATO-Mitglieder, also werdet ihr über unser Gebiet fliegen, ihr werdet all diese Informationen an die Amerikaner weitergeben, und wir können das umgekehrt nicht tun, wenn wir in diesem Vertrag bleiben. Also stellt Euch nicht dumm und lasst uns ehrlich miteinander reden.“ Ich verstehe, dass die europäischen Partner der Vereinigten Staaten wünschen, dass die Vereinigten Staaten in diesem Vertrag bleiben, damit der nicht zerstört wird.

Was den INF-Vertrag betrifft, möchte ich darauf gar nicht eingehen, wir haben schon so oft darüber gesprochen. Wenn die Vereinigten Staaten beim Ausstieg aus dem ABM-Vertrag noch offen, direkt, grob, aber ehrlich gehandelt haben, dann haben sie hier eine Entschuldigung gesucht und Russland der Verletzung von irgendwas beschuldigt und sich aus dem Vertrag zurückgezogen. Wenn es so wäre, wie die amerikanischen Partner es behaupten, hätten sie ihn auch still und leise gebrochen. Nein, sie haben diesen Schritt einfach öffentlich und demonstrativ gemacht, das ist alles. Erzählen Sie mir nicht, dass die da alle Unschuldslämmer sind und nie etwas heimlich tun würden.

Zur Frage der Überprüfung, auch im Bereich der Kernwaffen, wissen wir, was dort vor sich geht, sie schrauben die Dinger an die Flugzeuge und erlauben uns nicht, die Basen zu kontrollieren. Okay, wir schweigen dazu, aber die Experten wissen, wovon ich spreche. Das ist einfach ihre Art, solche Schritte zu unternehmen, und zwar öffentlich und lautstark. Offenbar hat das einen gewissen politischen Zweck, weil ich hier einfach keinen militärischen Zweck erkenne. Aber das Beste wäre es, wenn diese Fragen der Überprüfung und der Kontrolle von allen Vertragsparteien umgesetzt und alle unsere Vereinbarungen durch diese Kontrollsysteme geschützt würden.

Jetzt zu NEW START. Als wir über diese Fragen verhandelt haben, haben wir doch alle Probleme berücksichtigt. Nur eines wurde nicht berücksichtigt, nämlich das, was Russland als Reaktion auf den Rückzug der Vereinigten Staaten aus dem ABM-Vertrag entwickelt hat. Das – nämlich unsere neuesten Systeme von Präzisions-Hyperschallwaffen – war eine Reaktion auf den Ausstieg der USA aus dem ABM-Vertrag. Ja, die USA haben solche Systeme noch nicht, genau wie andere Länder, obwohl alle daran arbeiten, und eines Tages werden sie sie auch haben. Und uns wird gesagt, Sie haben es gehört: „Ihr habt das jetzt, wir haben es noch nicht, also muss es mit einbezogen werden.“ Nun, wir haben nichts dagegen, lasst uns das mit einbeziehen. Sowohl die Anzahl der Trägersysteme, als auch die Zahl der Sprengköpfe. Wir haben nichts dagegen.

Es gibt noch andere Themen, über die gesprochen wird. Aber welche Wahl haben wir? Der Vertrag läuft im Februar aus. Und was ich vorgeschlagen habe, ist eine sehr einfache Sache, es liegt auf der Hand. Nichts würde geschehen, wenn wir den Vertrag um ein Jahr verlängern, diesen bestehenden Vertrag, ohne irgendwelche Vorbedingungen. Und in der Zwischenzeit können wir über alle Fragen sprechen, die uns und den Amerikanern Sorgen bereiten. Wir würden zusammenarbeiten und nach Lösungen suchen.

Denn worin besteht der Trick? Schließlich haben wir bisher in der Sache noch kaum geredet. Unsere Partner haben, um es ganz offen zu sagen, dieses direkte, inhaltliche und fachliche Gespräch gescheut. Und jetzt sind wir an dem Punkt, dass im Februar nächsten Jahres alles ausläuft.

Frage. Was ist besser: den bestehenden Vertrag so zu erhalten, wie er ist, und innerhalb eines Jahres in substanzieller Weise darüber zu sprechen, um zu versuchen, einen Kompromiss zu finden oder diesen Vertrag ganz und gar zu verlieren, damit uns, den Vereinigten Staaten und Russland und der ganzen Welt, praktisch keine Rechtsgrundlage bleibt, die das Wettrüsten einschränkt? Ich denke, die zweite Option ist viel schlimmer als die erste.

Meiner Meinung nach ist das einfach inakzeptabel. Aber ich habe es gesagt, und ich möchte es noch einmal betonen, wir klammern uns nicht an diesen Vertrag. Wenn unsere Partner entscheiden, dass sie ihn nicht brauchen – nun, so sei es, wir können sie nicht zwingen. Unsere Sicherheit und die Sicherheit Russlands werden davon nicht betroffen sein, insbesondere wegen unserer hochmodernen Waffensysteme. Das ist der erste Teil zur amerikanischen Position.

Der zweite Teil besteht darin, dass die USA fordern, diese Abkommen multilateral zu gestalten, indem auch unsere chinesischen Freunde dort einbezogen werden. Aber sind wir dagegen? Russland ist nicht dagegen, aber sie sollten die Verantwortung für die multilaterale Gestaltung dieses Vertrags nicht auf uns verlagern. Wenn sich jemand darum kümmern will, dann soll er es tun. Wir haben nichts dagegen. Sind wir ein Hindernis, sind wir auf diesem Weg? Nein.

Aber die Argumente unserer chinesischen Freunde sind sehr einfach. Ja, China ist ein riesiges Land, eine Großmacht mit einer riesigen Wirtschaft, mit 1,5 Milliarden Menschen. Aber das Niveau der nuklearen Fähigkeiten ist um die Hälfte, wenn nicht mehr, niedriger als in Russland und den Vereinigten Staaten. Sie stellen eine berechtigte Frage: „Was sollen wir begrenzen? Oder soll unsere Unterlegenheit in diesem Bereich eingefroren werden?“ Es ist das souveräne Recht von 1,5 Milliarden Menschen, zu entscheiden, wie sie ihre ihre eigene Sicherheitspolitik gestalten. Natürlich kann man das zum Gegenstand von Streitigkeiten und Diskussionen machen, um eine Einigung zu blockieren.

Erlauben Sie, aber wenn China in diesen Prozess einbezogen werden und den Vertrag unterzeichnen soll, nun, warum dann nur China? Was ist mit den anderen Atommächten? Was ist mit Frankreich, das gerade, wie die Presse berichtete, ein weiteres Marschflugkörpersystem von einem U-Boot aus getestet hat? Das ist auch eine Atommacht. Auch Großbritannien. Es gibt andere Atommächte, die offiziell nicht als solche anerkannt sind, aber die ganze Welt weiß, dass sie über Atomwaffen verfügen. Wozu wollen wir wie der Strauß den Kopf in den Sand stecken?

Wozu den Kopf in den Sand stecken und so tun, als wüssten wir nicht, was vor sich geht? Wir brauchen keine Aufkleber am Auto, wir müssen endlich losfahren, also die Sicherheit gewährleisten. Dann lasst uns alle mit einbeziehen, lasst uns das machen. Wir haben nichts dagegen. Es geht nur um eine Frage: Es gibt derzeit zumindest eine Basis, es gibt etwas anzustreben, es gibt es ein Beispiel, ein positives Beispiel, in Form des Abkommens zwischen den Vereinigten Staaten und der Russischen Föderation, dem man folgen kann. Ist es besser das zu haben, oder ist es besser, überhaupt nichts zu haben? Wir sind bereit, bei Null anzufangen, bitte schön.

Wenn Sie nach unserer Position fragen, dann glaube ich, dass es besser ist, das, was früher erreicht wurde, nicht zu verlieren und von dem auszugehen, was bereits von früheren Generationen von Führern unserer Länder erreicht wurde. Aber wenn unsere Partner eine andere Entscheidung treffen, sind wir bereit, in jedem Format und auf jede Art und Weise daran zu arbeiten.

Ende der Übersetzung

23. Oktober 2020

Wie die Ukraine zum Brückenkopf der Nato wird – Von Andrej Koz (Sputniknews)

Kiew kann es sichtlich kaum noch erwarten, zu einem festen Außenposten westlicher Streitkräfte zu werden. Feierlich kündigt Präsident Selenski den Bau zweier Militärhäfen im Süden des Landes an, nachdem sein Außenminister Kuleba erklärt hat, Kiew stelle der britischen Marine gerne Land zur Verfügung für den Bau eines Stützpunkts am Schwarzen Meer.

weiterlesen hier:
https://sptnkne.ws/EdAB

23. Oktober 2020

Wegen Beteiligung an NATO-Atomübungen: Moskau lädt deutschen Militärattaché vor

https://deutsch.rt.com/russland/108131-wegen-beteiligung-an-nato-atomubungen/

23. Oktober 2020

Brasilien: Russland wird Teil der Haftung für Corona-Impfstoff übernehmen


Brasiliens Bundesstaates Bahia plant 50 Millionen Dosen Sputnik V kaufen.

Der russische Staat will einige der rechtlichen Risiken zusammen mit Pharmafirmen, die den Impfstoff herstellen, übernehmen.

Schadensersatzansprüche werden nicht befürchet. „Wir wissen, dass es nicht passieren wird, weil der Impfstoff seit Jahrzehnten erforscht wird.“ Sputnik V basiert auf einer Variante des Ebola-Impfstoffs, der bereits zahlreiche Tests durchlief.

23. Oktober 2020

Portrait Joseph Mujica * Der Pepe

23. Oktober 2020

Dr. Motte & Rave The Planet: Unser Ziel ist der Weltfrieden!

Rave The Planet steht für die Liebe zur elektronischen Tanzmusik und den Spaß am Leben, gleichzeitig aber auch für Völkerverständigung, Vielfalt, Offenheit und Respekt und will auch eine Plattform für Individualität, Selbstentfaltung und Selbstverwirklichung sein.

Wir träumen von einer glücklichen und musischen Gesellschaft und wünschen uns einen offiziellen Feiertag für unsere elektronische Tanzmusikkultur. Unter ihrem großen, bunten Schirm möchten wir alle Menschen dieser Welt zusammenbringen. Unser Ziel ist der Weltfrieden.

https://www.ravetheplanet.com

23. Oktober 2020

#aufstehen in Italien: Ende 2018 wurde „Patria e Costituzione“, die italienische Sektion von „Aufstehen“ gegründet.

Ende 2018 wurde die italienische Sektion von „Aufstehen“ gegründet. Man ist immer noch sehr aktiv. Aber leider gibt es keinen Link zu den italienischen Genossen auf der deutschen Seite https://aufstehen.de/web/

Anders in Italien:
Hier findet man immer noch die Grußadresse, die Sahra Wagenknecht damals zur Gründung nach Italien sandte:
http://www.patriaecostituzione.it/2018/09/09/lettera-di-sahra-wagenknecht-di-aufstehen/

Liebe Genossinnen und Genossen,

ich wünsche eurer Initiative des 8. Septembers viel Erfolg. Wir haben in Deutschland vor wenigen Tagen die soziale und demokratische Erneuerungsbewegung „Aufstehen!“ gegründet. Bereits jetzt haben sich über 130000 Menschen dafür eingeschrieben. Das zeigt: Es gibt eine tiefe Sehnsucht nach einer grundlegenden Veränderung. Eine Sehnsucht nach einem sozialen und friedlichen Politikwechsel in Europa. Wir kämpfen für ein europäisches Deutschland in einem geeinten Europa souveräner Demokratien. Die Europäische Union soll Schutz- und Gestaltungsraum sein, aber nicht weiter Katalysator einer marktradikalen Globalisierung und der Aushöhlung von Demokratie. Wir würden uns freuen, wenn auch in Italien eine linke Sammlungsbewegung entsteht, die Druck macht für soziale Gerechtigkeit und Frieden. Es gibt in der Bevölkerung Mehrheiten für eine neue Politik: für Abrüstung und Frieden, für höhere Löhne, bessere Renten, gerechtere Steuern und mehr Sicherheit. Für höhere öffentliche Investitionen in Bildung und Infrastruktur.

In den Parlamenten sieht es allerdings ganz anders aus. In dieser Situation droht die große Gefahr, dass die politische Rechte mit ihren Angriffen auf Flüchtlinge und Sozialstaat immer stärker wird. Deshalb: Es braucht endlich wieder eine Politik für die Mehrheit in Europa. Es wäre wunderbar, wenn sich auch in Italien eine Bewegung für eine soziale Wende bilden würde.

Es ist Zeit aufzustehen! Viel Glück!
Solidarische Grüße
Dr. Sahra Wagenknecht

In der Tageszeitung junge Welt erschien der folgende Artikel:
https://www.jungewelt.de/artikel/339603.italienische-linke-sammeln-sich-aufstehen-auf-italienisch.html

In Rom haben am Sonnabend Linke verschiedener Couleur beschlossen, unter dem programmatischen Namen »Patria e Costituzione« (Vaterland und Verfassung) einen Verein zur Gründung einer »Sinistra di Popolo« (Volkslinke) ins Leben zu rufen. Zu der Versammlung im Protomoteca-Saal der Stadtverwaltung von Rom fanden sich weit mehr als 100 Vertreter vor allem des Bündnisses »Freie und Gleiche« (LeU), Kommunisten der Rifondazione Comunista (PRC), der Jugendorganisation des Partito Comunista Italiano (PCI) und anderer linker Gruppen ein. Von der Demokratischen Partei (PD) war Lianello Cosentino, Sekretär der römischen Sektion, gekommen.

Das Zentrum für eine Reform des Staates (CRS) stellt auf seiner Internetseite die Frage, ob eine neue Gründung »tatsächlich notwendig« sei. Auch Il Manifesto hegt Zweifel an den Perspektiven der neuen Bewegung.

Der LeU-Vorsitzende Pietro Grasso war nicht erschienen. Stefano Fassina, Abgeordneter der LeU, erinnerte in seiner Rede daran, dass vor genau 75 Jahren, am 8. September 1943, nach dem Sturz Benito Mussolinis und dem Waffenstillstand mit den Alliierten, Italien mit der faschistischen Achse gebrochen hatte. Einen Tag später hatten Kommunisten und Sozialisten gemeinsam mit Christdemokraten, Liberalen und Republikanern das antifaschististische Befreiungskomitee gebildet, das zum Widerstand gegen das Besatzungsregime der Hitlerwehrmacht aufrief und einen historischen Beitrag zum Sieg über den Faschismus in Europa leistete.

An diese antifaschistische Tradition und an die in der Verfassung der Italienischen Republik bis heute verankerten sozialen und demokratischen Grundsätze will die neue Volkslinke anknüpfen. Außerdem wollen die Aktivisten Themen wie Patriotismus und Souveränität gegenüber der EU in den Mittelpunkt stellen. Die linke Zeitung Il Manifesto kritisierte die Worte Fas­sinas als eine Vereinfachung: Damals hätten Kommunisten und Sozialisten das Befreiungskomitee dominiert, während sie heute nahezu ohne Einfluss seien.

Fassina charakterisierte die derzeitige Regierung aus der Lega und der »Fünf-Sterne-Bewegung« (M5S) als gefährlich rassistisch. Dabei bleibe die Rolle der M5S, die den Rassismus der Lega demagogisch kaschiert, verschwommen. Ebenso fehle eine klare Abgrenzung von dem in der PD unter dem ehemaligen Premierminister Matteo Renzi betriebenen Pakt mit dem Unternehmerverband Confindustria. Die Arbeiterbasis habe sich deswegen von der PD entfremdet und sei in die Hände der M5S getrieben worden.

Breiten Raum nahm die Haltung zur EU ein. Mit der neoliberalen Globalisierung abzurechnen bedeute nicht, »die EU oder die Euro-Zone zu verlassen«, führte Fassina aus. Und das, obwohl die EU als von Deutschland kolonisiert gesehen wird.

Vladimiro Giacché, Präsident des Centro Europa Ricerche (CER), leistete laut Il Manifesto den einzigen bemerkenswerten Beitrag. Giacché erinnerte daran, dass in der Verfassung das »Recht auf Arbeit« verankert sei. Diese müsse durchgesetzt werden. Die Verfassung müsse auch Priorität gegenüber den EU-Verträgen haben. Eine kulturelle und politische Initiative müsse von der Welt der Arbeit ausgehen und soziale Gerechtigkeit schaffen.

Das Projekt der Volkslinken wird heftig diskutiert. Nicht zuletzt, weil Stefano Fassina eine schillernde Karriere hinter sich hat. Der Wirtschaftswissenschaftler gehörte der alten PCI an, wechselte zu der daraus hervorgegangenen Linkspartei PDS/DS und danach in die mit der katholischen Zentrumspartei gebildete PD. Von Mai 2013 bis Januar 2014 war er Vizeminister für Wirtschaft und Finanzen. 2015 verließ er die PD und gründete die Sinistra Italia (SI) mit, die in den LeU aufging. Diesen gelang es als einziger linken Gruppierung, bei den Wahlen im März 2018 mit 3,4 Prozent der Stimmen ins Parlament einzuziehen.

Mit großem Beifall wurde die Videobotschaft »An die italienischen Genossen« der linken Sammlungsbewegung »Aufstehen« aus Deutschland begrüßt, die Sahra Wagenknecht eingesprochen hatte. Fassina hob anschließend hervor, dass man im Wesen die gleiche Ziele verfolge.