Corona-Krise im Iran verschärft sich durch westliches Sanktionsregime massiv. 5.000 Intensivpatienten ringen mit dem Tod. Täglich immer noch über 300 Tote.

Die Zahl der Corona-Toten soll laut Irans Vizegesundheitsminister Iraj Harirchi wesentlich höher sein als bisher angegeben. Totenurkunden seien oft falsch ausgestellt worden.

Offiziell wird von weit über 500.000 Corona-Fällen und 31.000 Toten berichtet. Mehr als 5.000 Infizierte liegen in Krankenhäusern und ringen mit dem Tod. Krankenhäuser in der Provinz sind zum Teil völlig überlastet. In der 10-Millionen Metropole Teheran sind keine Intensivbetten mehr verfügbar.

Der dramatische Anstieg der Fallzahlen wird der Tatsache zugeschrieben, das oftmals die Maskenpflicht missachtet werde und Abstände nciht eingehalten werden.

Die iranische Wirtschaft leidet nicht nur unter der Coronakrise, sondern auch unter dem massiven Sanktionsdruck seitens des Westens. Der Internationale Währungsfonds berichtete zuletzt, dass sich die Gesamtschulden des Landes seit Verhängung der Sanktionen in den letzten 2 Jahren mehr als verdoppelt hat.

Wegen der Verhängung der Sanktionen kann das Land auch keine Gelder aus dem Weltbank-Hilfsprogramm für besonders von der Coronakrise getroffene Staaten abrufen. Man hatte um fünf Milliarden US-Dollar gebeten, die aber verweigert wurden.