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Inoffiziell Ergebnisse: In Bolivien zeichnet sich ein deutlicher Wahlsieg der Bewegung zum Sozialismus (MAS) und ihres Präsidentschaftskandidaten Luis Arce ab.

In Bolivien zeichnet sich ein deutlicher Wahlsieg der Bewegung zum Sozialismus (MAS) und ihres Präsidentschaftskandidaten Luis Arce ab. Nach einer vom Fernsehsender Unitel verbreiteten Prognose des Instituts Ciesmori erreichte Arce 52,4 Prozent der abgegebenen Stimmen. Damit wäre er bereits im ersten Wahlgang zum neuen Präsidenten des Plurinationalen Staates Bolivien gewählt.

Auf dem zweiten Platz folgt demnach der konservative Expräsident Carlos Mesa mit 31,5 Prozent. Abgeschlagen auf dem dritten Platz landete der ultrarechte Putschist Fernando Camacho, der 14,1 Prozent bekam. Die weiteren Kandidaten spielen keine Rolle.

Am Erfolg des sozialistischen Politikers gibt es offenbar auch auf Seiten des Regimes keinen Zweifel. Die staatliche Nachrichtenagentur ABI, die von den Putschisten kontrolliert wird, veröffentlichte unmittelbar nach Veröffentlichung der ersten Zahlen einen Artikel unter der Überschrift »Luis Arce, der Ökonom, der zum Präsidenten Boliviens gewählt wurde«. Sogar die Ende 2019 als Folge des Staatsstreichs an die Macht gekommene De-facto-Staatschefin Jeanine Añez Chavez gratulierte auf Twitter dem Wahlsieger.