Wirtschaftskrieg der USA und der EU gegen Syrien hindert das Land am Wiederaufbau. Coronakrise erschwert diesen weiter – Von Karin Leukefeld, Damaskus (junge Welt)

Er gehe davon aus, dass das Virus ernsthafte Erkrankungen auslöse, so Joseph B. Seine Familie und er seien im August krank gewesen, erzählt er und holt sein Coronatagebuch hervor: »Die ersten vier Tage waren hart, wir hatten hohes Fieber, Kopfschmerzen, schweren Durchfall. Wir hatten keinen Hunger und hätten sowieso kein Essen bei uns behalten können. Am fünften Tag hatte ich keinen Geschmacks- und Geruchssinn mehr, und ich hatte enormen Bluthochdruck. Wir riefen einen Arzt, der uns sagte, wir sollten zu Hause bleiben, viel trinken und möglichst viel schlafen. Am neunten Tag ging es mir besser, und als der Arzt am zehnten Tag noch einmal kam, sagte er nur: Glückwunsch! Ihr seid stark, ihr habt Corona besiegt!« Seine Frau und die Kinder seien weniger stark betroffen gewesen, doch in der Nachbarschaft seien in dieser Zeit viele Menschen gestorben: »Manchmal fünf an einem Tag. Das war zu viel!«

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