Der Fall Nawalny und der Nowitschok-Nebel von Jürgen Cain Külbel (ehemaliger Kriminalbeamter) RT Deutsch

Teil 1:
Ob im Fall Skripal oder nun im Fall Nawalny: Ein britischer Oberst a. D spielte im Verbund mit der Plattform Bellingcat eine zentrale Rolle bei der Etablierung des Narrativs, wonach Moskau die Nowitschok-Attentate angeordnet habe. Und die Mainstreammedien spielen dabei unkritisch mit.
Die Saga um den medizinischen Notfall Alexei Nawalny begeistert täglich mit überraschenden Wendungen. Zuletzt warf das Spurenbeschaffungskommando „Team Nawalny“ eine aus Alexei Nawalnys Zimmer im Tomsker Hotel Xander gestohlene, nach Berlin entführte Wasserflasche in den Ring; ein Bundeswehr-Labor will prompt Spuren des Nervengiftes Nowitschok daran entdeckt haben.
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Teil 2:
Im zweiten Teil untersucht der Autor die Ungereimtheiten hinsichtlich der „unabhängigen Bestätigung“ des Nowitschok-Fundes in Proben von Alexei Nawalny durch verschiedene Labore. Es soll sich dabei um eine „härtere“ Variante des Nervengifts handeln – was Fragen aufwirft.
Das Nervengift Nowitschok wurde für den Einsatz auf dem Schlachtfeld entwickelt, es tötet sofort. Philip Geraldi, den ich persönlich kenne und schätze, früher CIA-Spezialist für Terrorismusbekämpfung und Offizier der Defense Intelligence Agency, argumentiert„Als (Alexei Nawalny) zur Behandlung in Deutschland war, wurde von seiner Familie eine mysteriöse Wasserflasche hervorgezogen, von der die Bundeswehrlabore behaupten, sie habe Spuren von Nowitschok auf ihrer Oberfläche. Wenn Nowitschok wirklich auf der Flasche wäre, wären seine Familie und die Flugbesatzung ebenso tot wie die Techniker der Bundeswehr.“

Toter als tot, glaubt man Bruno Kahl, dem Präsidenten des Bundesnachrichtendienstes (BND), der laut Spiegel in „geheimer Runde“ erklärte„bei dem verabreichten Stoff soll es sich um eine Weiterentwicklung von bislang bekannten Nowitschok-Zusammensetzungen handeln. Das Gift sei noch ‚härter‘ als bisherige Formen“. Nun steht die Frage, wer aus dem absolut tödlichen Nervengift Nowitschok, das vor mehr als drei Jahrzehnten in der Sowjetunion entwickelt wurde, ein noch absolut tödlicheres Nowitschok entwickelt hat, das es dem Opfer erlaubt, drei Wochen nach Vergiftung „das Krankenbett bereits zeitweise zu verlassen“. 
Hier weiterlesen: https://deutsch.rt.com/meinung/107102-fall-nawalny-und-nowitschok-nebel/

Teil 3:
Dieser Teil widmet sich dem britisch-deutschen Interagieren im Fall Nawalny und der Mission der deutschen, schwedischen und französischen Labore im Syrien-Krieg Und welche Rolle die OPCW dabei spielt. Also jener Labore, die bei Nawalny „zweifelsfrei“ Nowitschok feststellten.

Das Phänomen ist bekannt: der Konsument von True Crime, von „wahren Verbrechen“, fragt sich kopfschüttelnd, wieso Ermittler die Bezüge zwischen Kapitaldelikten, die von einem Einzeltäter oder Serienmörder begangen worden sind, nicht sofort, sondern erst nach zäher Untersuchung oder durch Zufall erkannt haben. In der Realität ist das ein kriminalistischer Kraftakt, bei dem während der Fallbearbeitungen umfangreiche strategische, logistische und erkenntnistheoretische Probleme gelöst werden müssen. Nobody is perfect, noch immer wird nur jede zweite Mordserie tatsächlich als Serie erkannt. 

Ich sehe in den Chemiewaffen-Vorfällen, die die Welt seit 2013 in Syrien, Salisbury, Sofia und nun mit Nawalny in Russland in Atem halten, einen Zusammenhang, eine Art internationalen Kriminalitätsbrennpunkt mit geheimdienstlichem Hintergrund. Politik, Militär und Geheimdienste des kriegführenden „Wertewestens“ zeigten stets nur wenig Interesse an einer wirklichen Aufklärung der Vorfälle und beeilten sich stattdessen, den vermeintlich Schuldigen zu benennen: Russland und Syrien, also Putin und Assad.
Und immer unterfütterte die NATO-nahe „Rechercheplattform“ Bellingcat mit medialen Verbündeten wie dem Spiegel oder der New York Times diese gewünschten Schuldzuweisungen. Die isolierte Betrachtung der Einzelfälle Skripal oder Nawalny und der Chemiewaffenvorgänge in Syrien führen daher weder zu Hintergründen, weder zum Motiv noch zur Klärung der Täterschaft. Widmen wir uns trotzdem zuerst dem „Einzelfall“ Nawalny. 
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