Archive for September 11th, 2020

11. September 2020

Farbenrevolutionen ohne Glanz und Gloria (granma.cu)

http://de.granma.cu/mundo/2020-09-10/farbenrevolutionen-ohne-glanz-und-gloria
10.9 2020
Farbenrevolutionen ohne Glanz und Gloria
Seit ihrem Auftauchen stand Kuba im Visier der Farbenrevolutionen. Die Anweisungen in Gene Sharps Handbuch sprechen von Demokratie, sind jedoch Verfahren, um Menschenrechtsforderungen zu ihren Gunsten zu verdrehen, nicht um sie zu verwirklichen. Sie agieren in ihrem Namen und verraten sie später
Von Carlos Luque

Seit ihrem Auftauchen stand Kuba im Visier der Farbenrevolutionen. Die Anweisungen in Gene Sharps Handbuch sprechen von Demokratie, sind jedoch Verfahren, um Menschenrechtsforderungen zu ihren Gunsten zu verdrehen, nicht um sie zu verwirklichen. Sie agieren in ihrem Namen und verraten sie später.

In Kuba und in Venezuela richten sie ihre Vorgehensweisen darauf aus, diejenigen zu organisieren, die ihre Unzufriedenheit mit den den antikapitalistischen politischen Systemen aufgebürdeten Schwierigkeiten zum Ausdruck bringen, indem sie die gestellten Forderungen als vorbildlich hinstellen und sie gleichzeitig mit Aggressionen behindern.

In den Ländern Osteuropas, in den ehemaligen Sowjetrepubliken und danach in vielen anderen Ländern war es ihr Ziel, diese in den Einflussbereich der NATO zu überführen, indem sie sie in die Interessensphäre des Imperialismus brachte. Niemals jedoch wogten ihre Symbole und Farben, die schwarze Faust auf weißem Grund, in mit den USA verbündeten Ländern, auch nicht in jenen Szenarien alltäglicher Menschenrechtsverletzungen wie zum Beispiel in Kolumbien oder Honduras.

Im Februar 2005 stieß George W. Bush mit allen seinen europäischen Organisatoren in der Stadt Bratislava auf die „Freiheit“ an. Dort sagte er jubelnd und theatralisch, dass dieser libertäre Eifer bis in die dunkelsten Winkel der Welt vordringen würde. Nicht viel später reiste die „Freiheit“ mit Bomben und Raketen in jene Winkel, um, einmal mehr, im Namen von Freiheit und Demokratie zu zerstören und zu dominieren. Wie der französische Dokumentarfilm Vereinigte Staaten, die Eroberung des Ostens zeigt, teilte eine dieser Marionetten von Soros‘ Finanzen, der CIA und der NED einem anderen, der mehr Erfahrung hatte, mit, dass „man ihn gefragt habe, ob sie diese Erfolge in Kuba wiederholen könnten“. Seither versuchen sie es.

In unserem Land sind die Organisatoren hinter den Kulissen bestrebt, die Unzufriedenheiten und materiellen Schwierigkeiten, die ihre Geldgeber zu provozieren suchen, dafür auszunutzen, um das uralte Ziel zu erreichen, durch Anwendung ihrer Methoden eine gewisse „spontane“ Manifestation auszulösen. In gut finanzierten Kursen bilden sie „Führer“ für unsere Zukunft aus und machen Kriterien publik, die den Kernaspekten der sozialistischen Demokratie, den Organen des Staates, der Regierung oder der Partei entgegenstehen.

Ein Abschnitt des Gene Sharp-Handbuchs legt fest, Inhalte an ein möglichst breites Publikum zu verbreiten, vor allem um gut lokalisierte „Gruppen“ zu beeinflussen. Dies geschieht durch die Verwendung von Symbolen, kurzen, verallgemeinernden Texten, anekdotischer Erzählung, Mikronotizen, Skandalgeschichten, Halbwahrheiten, die unterschwellig wirken und die Rationalität befallen, die Subjektivität verformen und die Analyse behindern. So ist besser nachzuvollziehen, warum diese „Demokratie“ die Existenz privater Medien und „unabhängiger“ Journalisten in jenen Ländern begünstigt und finanziert, in denen es für sie schwieriger war, einzudringen, wie in unserem eigenen Land, wie sie sich das Überleben dieser privaten Medien in Venezuela zunutze machte, oder wie diese Medienunternehmen angesichts der Angriffe auf die demokratischen Fortschritte in Ländern wie Bolivien, Brasilien oder Ecuador reagiert haben.

Wie die Instruktionen besagen und ihre Vollstrecker zynisch zugeben, sind sie an der Ideologie von niemandem interessiert, sondern einzig daran, verschiedene Haltungen und Optionen in einem einzigen flüchtigen und momentanen Strahl zu vereinen, um „gewaltlos“ zuzuschlagen. Ebenso versuchen sie, jeden einzufangen, der gegen „etwas“ protestiert, so dass sie aus digitalen Kampagnen, unterstützt durch Algorithmen, die diese im Internet verstärken, irgendein Ausgangsszenarium für eine öffentliche Demonstration auslösen können…, jene Frühlinge, die später zum Winter der Völker werden.

Die krankhafte Scheinheiligkeit ihrer Absichten besteht darin, die durch die Aggression gegen Kuba hervorgerufenen Schwierigkeiten auszunutzen, um das Land erneut unter die Herrschaft des Aggressors zurückzuversetzen, dem sie dienen.

Gleichzeitig haben einige ausländische Organisationen, vor allem aber ihr wichtigster Geldgeber, die Open Society Foundation von George Soros, im Rahmen dieses Plans versucht, unter dem Deckmantel von Events und Veröffentlichungen jegliche intellektuelle Produktion mit kritischem Inhalt bezüglich der kubanischen Realität anzuziehen, die es ihnen ermöglichen würde, ihre wahren Absichten mit Seriosität und Prestige zu kaschieren.

Die als künstlerische Performance getarnte politische Provokation, die vor Jahren auf dem Platz der Revolution versucht wurde; die in den Netzen ausgeweiteten Obszönitäten gegen unsere Fahne, die Beleidigungen gegen die Büsten von Martí, scheinen aus dem Lehrbuch von Gene Sharp zu stammen. Dahinter verbirgt sich, ganz ohne Glanz und Gloria, die farbenfrohe Falle des als Revolution getarnten brutalsten Totalitarismus.

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Siehe hierzu auch: Gene Sharps neoliberale Farbenrevolutionen – Von der CIA in Harvard und OTPOR gegen die Sowjetunion, Tibet, Jugoslawien, China, Kuba, Venezuela, Iran und Belarus, Ukraine und Georgien
Gene Sharp, der „Machiavelli der Gewaltlosigkeit“ mit erheblichem Einfluss auf linksgerichtete US-Aktivisten und soziale Bewegungen im Ausland und einer der wichtigsten US-Verteidigungsintellektuellen des Kalten Krieges, früh-neoliberaler Theoretiker, der sich mit der angeblich inhärenten Gewalt des „zentralisierten Staates“ befasst, und als stiller, aber entscheidender Berater antikommunistischer Kräfte ab den 1980er Jahren.
Hier: https://cooptv.wordpress.com/2019/10/14/gene-sharp-neoliberale-gewaltfreie-farbenrevolutionen-cia-in-harvard-und-otpor/

11. September 2020

Zwei-plus-vier-Vertrag – Der verschenkte Staat (junge Welt)


Hinter dem Rücken ihrer diplomatischen Vertreter wurde die DDR von Gorbatschow preisgegeben. Über das Zustandekommen des Zwei-plus-vier-Vertrags
Von Eberhard Czichon und Heinz Marohn

https://www.jungewelt.de/artikel/386096.zwei-plus-vier-vertrag-der-verschenkte-staat.html

11. September 2020

Hugo Chavez: Die USA haben 9/11, die Terroranschläge des 11. September 2001 selbst inszeniert – Resolution der gesetzgebenden Nationalversammlung Venezuelas forderte 2006 neue Untersuchung

Hugo Chavez, der Präsident von Venezuela, nannte im September 2006 in einer Rede vor der UN den US-Präsidenten G.W.Bush „den Teufel“.

Heute am 11. September 2020 müssen wir feststellen, dass die mörderische Politik der USA verantwortlich zu machen ist sowohl für den Militärputsch in Chile am 11. September 1973 und für die mörderische Politik vor und nach dem 11. September 2001.

Hugo Chavez setzte seine Kritik danach fort, nachdem die Nationalversammlung Venezuelas erklärt hatte, dass die Anschläge des 11.September „selbst inszeniert wurden.“

Die Regierung von Venezuela bezeichnete den US-Präsidenten Bush offiziell als einen genoziden Nazi, der den 11. September inszeniert hat. um Terrorattacken und Agressionen gegen andere Nationen zu rechtfertigen.

In einer Rede am 7.11.2006, kritisierte Chavez die Entscheidung des irakischen Gerichtshofes, den ehemaligen Präsidenten Saddam Hussein zum Tode zu verurteilen. „Wenn Strafe sein muss,“ sagte Chavez wörtlich: „dann wäre der erste, der die strengste Strafe zu bekommen hätte, die diese Welt zu erteilen hat, der Präsident der USA, wenn wir über genozide Präsidenten sprechen.“

Diese Äusserungen von Hugo Chavez kamen kurz nach der Veröffentlichung einer Resolution der gesetzgebenden Nationalversammlung, in der die Angriffe des 11. September als „selbst inszeniert“ bezeichnet wurden.

Die Resolution, die Mitte Oktober 2006 in einem offiziellen Regierungsblatt veröffentlich wurde, kritisiert hauptsächlich Washingtons Entscheidung, eine Mauer entlang der mexikanischen Grenze zu bauen, um illegale Einwanderer abzuwehren.

Im 4. Abschnitt, ruft die Resolution den US Kongress auf „die Regierung von Präsident Bush aufzuforden, die selbst inszenierten Attacken auf das World Trade Center und auf die Opfer zu erklären, sowie das vermeintliche Flugzeug, welches in das Pentagon stürzte und die Verbindungen zwischen der Bin Laden Familie und der Bush Familie.

Die Resolution, die vom stellvertretenen Vorsitzenden der Kommission für Aussenpolitik, Carlos Escarrá entworfen wurde, wurde ohne Gegenstimmen von der 167-köpfigen Nationalversammlung angenommen, deren Mitglieder nach einem Wahlboykott der Opposition im vergangenem Dezember derzeit alle Chavez Anhänger sind.

Sowohl Hugo Chavez als auch sein Aussenminister Nicolás Maduro hatten in den Monaten zuvor mehrfach auf Verdachtsmomente hingewiesen, dass die Attacken des 11.September von Elementen innerhalb der US-Administration geplant wurden, und forderten eine internationale Untersuchung.

Danach gefragt, wie die Versammlung zu diesem Entschluss gekommen sei, sagte Carlos Escarrá, dass “ Indizien und Zeugenaussagen“ in den USA bekanntgeworden seien, die bedeuteten, dass es „für den Rest der Welt klar sei,“ dass der 11. September keine Attacke der al Qaeda und Bin Ladens gewesen sei.

Als die Abgeordneten der gesetzgebenden Nationalversammlung die Resolution verabschiedeten, wurde eine Ausstellung mit dem Titel „Wahrheiten des Empires“ im Foyer des Aussenministeriums präsentiert. Diese beinhaltete eine Fotomontage, in der Bush in einer Uniform der deutschen SS dargestellt wurde. In einer Ausstellung im Gebäude des Aussenministeriums in Caracas wurde G.W. Bush als Nazi Sturmtruppenkämpfer porträtiert.

Die Austellung wurde beendet, nachdem der Reporter einer US-Zeitung gebeten hatte, Fotos machen zu dürfen. Ein US-Diplomat, der um Anonymität bat, weil er keine offizielle Äusserungen machen könne sagte, die Ausstellung sei „eine Beleidigung der 400.000 Amerikaner, die im 2.Weltkrieg gegen die Nazis gekämpft hätten.“

Escarrá sagte damals, der Vergleich sei in der Tat als unfair zu betrachten — aber gegenüber Hitler und nicht gegenüber Bush. „Hitler sei wie ein Baby im Arm verglichen mit Bush, führte er aus. Er fügte hinzu, genauso wie Hitler hätte auch Bush „einen Ausrottungsplan.“

Der damalige US-Botschafter in Caracas, William Brownfield sagte danach einem Radiosender gegenüber, dass die Differenzen zwischen den beiden Regierungen „stark, weit und tief “ seien und hielt es für unwahrscheinlich, dass sie einfach verschwänden.

Der stellvertretende Vorsitzende der Kommission für Aussenpolitik, Carlos Escarrá erklärte dann gegenüber dem Miami Herald , dass Bush “ die altmodischte und radikalste Form des Kapitalismus verteidige “ und fügte hinzu, dass es der ganzen Welt klar sei, dass das US-„Empire“ im Niedergang begriffen sei.

Chavez bestand damals darauf, dass bei den Präsidentsschaftwahlen am 3. Dezember 2006, Bush sein wahrer Gegner sei, und nicht Manuel Rosales, sein damaliger Herausforderer der Opposition. Die Köpfe der Opposition, so argumentiert er, seien lediglich Marionetten der USA.

Hugo Chavez erklärte damals wiederholt, dass Washington Pläne habe, in Venezuela einzumaschieren, ihn zu ermorden und eine Regierung zu installieren, die in Übereinstimmung mit den Interessen der USA stünde.

Wir müssen immer wieder an die historische Bedeutung dieses Tages erinnern:

Chile 11. September 1973 – Letzte Rede von Salvador Allende

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