Archive for September 4th, 2020

4. September 2020

Alex Saab: „Ich wurde gefoltert, um gegen Präsident Maduro auszusagen und meine freiwillige Auslieferung an die USA zu unterzeichnen.“ (orinocotribune.com)

https://orinocotribune.com/alex-saab-i-was-tortured-to-testify-against-president-maduro-and-sign-my-voluntary-extradition-to-the-us/?fbclid=IwAR0CjRgTbtTW3FTT-miDiIWOZ1Cg9-l0Cf39cNLOfmTrM7szUHmny9Zcu8M
Der Geschäftsmann Álex Saab hat in einem Brief erklärt, dass er täglich von Agenten gefoltert wird, die von den Vereinigten Staaten bezahlt werden, um falsche Aussagen gegen den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro zu machen und seine „freiwillige“ Auslieferung an das nordamerikanische Land zu unterzeichnen.

Die spanische Zeitung El Mundo berichtete an diesem Mittwoch, dem 2. September, dass er „exklusiven“ Zugang zu einem Brief von Saab aus der Zelle hatte, in der er unregelmäßig auf der afrikanischen Insel Kap Verde festgehalten wird, einem Land, das ihn auf Antrag festgenommen hat der Vereinigten Staaten ohne Beachtung seiner diplomatischen Immunität und rechtlichen internationalen Verfahren.

„Die Vereinigten Staaten haben vier Angestellte, die jede Nacht meine Zelle betreten und mich schlagen, um falsche Aussagen gegen Maduro zu machen (…). Ich wurde gefoltert, um gegen Nicolás Maduro auszusagen und meine freiwillige Auslieferung an die Vereinigten Staaten zu unterzeichnen“, heißt es in einem Teil der Auszüge des von den spanischen Medien geprüften Briefes.

In dem Brief erinnert Saab daran, dass er ein Sonderbeauftragter von Venezuela nach Russland und in den Iran ist, weshalb er diplomatische Immunität besitzt und seine Freilassung fordert.

Der Geschäftsmann betont, dass er trotz der Folter, der er täglich ausgesetzt ist, unter keinen Umständen akzeptieren wird, dass sie ihn zwingen, Lügen über Präsident Maduro zu erzählen, geschweige denn, dass er in die Vereinigten Staaten versetzt wird.

„Ich wurde zwei Tage lang gefoltert, um eine Erklärung zu unterschreiben, und ich lehnte ab (…). Der Zweck dieser Kriminellen besteht darin, die freiwillige Auslieferung an die Vereinigten Staaten zu unterzeichnen und falsche Erklärungen gegen Präsident Maduro und seine Familie abzugeben“, sagt Saab , der hinzufügt, dass „nicht einmal mit Blut“ er bereit ist, „diese Lügen zu unterschreiben und gegen einen Präsidenten zu verleumden, der inmitten einer unmenschlichen Blockade darum kämpft, sein Volk zu retten“.

Die Regierung von Donald Trump beschuldigt Saab, ohne Beweise zu haben, eine angebliche Geldwäsche von 350 Millionen Dollar aufgrund von „Korruptionshandlungen“, die sie dem venezolanischen Präsidenten über das amerikanische Finanzsystem zuschreibt.

In Wirklichkeit ist Saab ein Geschäftsmann, der der venezolanischen Regierung geholfen hat, die US-Sanktionen zu umgehen und die internationale Lebensmittelversorgung für das CLAP-Programm am Leben zu erhalten, ein Regierungsprogramm, das monatlich fast kostenlos Lebensmittel an mehr als 6 Millionen venezolanische Haushalte liefert.

Unter diesen schwachen Vorwürfen wurde der Geschäftsmann am 12. Juni festgenommen, als sein Flugzeug auf dem internationalen Flughafen Amilcar Cabral auf der Insel Sal, der wichtigsten in Kap Verde, anhielt, um zu tanken.

Die Verhaftung erfolgte auf Ersuchen der Vereinigten Staaten, obwohl die Interpol-Warnung einen Tag später von Interpol ausgegeben wurde.

Tatsächlich behauptet Saabs Verteidigung, dass der Haftbefehl von Interpol falsch ist, da er einen Tag nach seiner Festnahme datiert ist und ihn daher für ungültig hält.

„Ich bin seit April 2018 Diplomat als Sonderbeauftragter Venezuelas für Russland und den Iran mit diplomatischer Unverletzlichkeit und Immunität und fordere meine sofortige Freilassung“, behauptet Saab in dem Brief, in dem er bekräftigte, dass er „willkürlich in Kap Verde inhaftiert“ wurde und aus dem Flugzeug genommen. „

„Ich war zu einem offiziellen Besuch im Iran auf der Suche nach Nahrungsmitteln, Medikamenten und Benzin, um eine vom Imperium verschärfte Krise zu lindern. (…) Das Benzin ist bereits in Venezuela angekommen, wie alle Medien angekündigt haben, und hat noch mehr Hass in den USA ausgelöst „, Betont der Geschäftsmann.

Ausgewähltes Bild: Datei Foto.

(La IguanaTV)

Übersetzung: OT / JRE / EF

4. September 2020

Gregor Gysi und Sevim Dagdelen zum Fall Nawalny: Beschuldigungen gegen die Regierung Russlands völlig haltlos – Ziel ist Zerstörung der deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen

Gregor Gysi bei einer Wahlkampfveranstaltung der Linken in Bochum am gestrigen Donnerstag:
„Der Putin muss doch bescheuert sein, wenn er sowas macht. Er weiß doch, dass das die Beziehungen zum Westen noch mehr verschlechtert.“

Die Bochumer Linken-Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen sagte laut Medienberichten, der Anschlag auf Nawalny ziele auf die Zerstörung der deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen.

Wörtlich wird Sevim Dagdelen zitiert:
„Die Eskalationspolitik und der Konfrontationskurs von Bundeskanzlerin Angela Merkel sind verheerend – das dürfen wir nicht zulassen!“

4. September 2020

BND beschaffte Nervengift „Nowitschok“ in den 90er Jahren (SZ Mai 2018)

https://www.sueddeutsche.de/politik/geheimdienste-bnd-beschaffte-nervengift-nowitschok-in-den-90er-jahren-1.3982539

4. September 2020

PRESSEERKLÄRUNG: Vergiftung Navalnys aufklären – Kalten Krieg 2.0 verhindern (Sevim Dagdelen)

4. September 2020

Schon wieder »Nowitschok«? – Die Schuldzuweisungen gegen den Kreml sind derzeit vor allem politisch motiviert – Transparenz täte den Ermittlungen gut (ND)

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1141351.schon-wieder-nowitschok.html

4. September 2020

Eiszeit mit Ansage – Angebliche Vergiftung von Nawalny (junge Welt)

https://www.jungewelt.de/artikel/385685.eiszeit-mit-ansage.html

4. September 2020

Rechte Teilnehmer der Querdenken-Demo in Berlin

Martin Sellner (Identitäre Österreich), Jürgen Elsässer (Compact), Nicolai Nehrling, Holocaustleugner („Der Volkslehrer“), Johanne Liesegang („Aufbruch Gold rot schwarz“, Reichsbürgerin), Rüdiger Hoffmann (wegen versuchten Mordes verurteilter Ex-NPDler), Oliver Flesch (rechtsextremer Blogger), Heiko Schrang, Youtuber, (Falun Gong), Chris Ares (rechtsextremer Musiker), Emma Stabel (NPD Sachsen), Reimond Hoffmann (AfD), Gerd Walther (Holocaust-Leugner), Simon Kaupert (Ein Prozent), Kevin Gabbe (Rechtsextremer Youtuber), Dominik Rösler (HoGeSa, rechtsextremer Hooligan), André Poggenburg (ADMP), Gunnar Lindemann (AfD), Uwe Meenen (NPD), Gerhard Ittner (Holocaustleugner, rechtsextremer Aktivist), Attila Hildmann, Alexander Robin (NSU), III. Weg, Steeler Jungs, Kameradschaft Deutschland, Udo Voigt (NPD, Ex-Europaabgeordneter). Alexander Kurth (ehem. NPD, Thügida, „ungetrübt Media“), Gavin Singer (Junge Alternative), Mike Sawallich (Ziehsohn Heise, Kamerad von S. Ernst- mutm. Lübcke Mörder, Kameradschaft Kassel), Ralf Stadler (AfD Bayern), Frank Hansel (AfD), Kameradschaft Magdeburg, Ex- Kameradschaft BASO, Hansjörg Müller (AfD), Alexander Deptolla (Die Rechte Dortmund), Joana Cotar (MdB AfD), Jürgen Braun (MdB AfD), Gerhard Vierfuß (IB-Anwalt, AfD Stadtrat), Björn Höcke (Fraktionsvorsitzender AfD Thüringen), Dr. med. Robby Schlund (MdB AfD), Burschenschaft Deutschland. Rüdiger Imgart (AfD), Carsten Hütter (stellv. Schatzmeister AfD Bundesverband), Karsten Hilse (MdB AfD, Polizist). Stefan Keuter (MdB AfD), Jens Kestner (MdB AfD), Dirk Spaniel (MdB AfD), Birgit Malsack Winkemann (MdB AfD), Marcus Frohnmaier (MdB AfD), Peter Christian Pascal Boehringer (MdB AfD), Martin Alexander Hess (MdB AfD), Armin-Paul Hampel (MdB AfD), Roland Hartwig (MdB AfD). Steffen Kotré (MdB AfD). Jürgen Braun (MdB AfD), Jens Maier (MdB AfD), Birgit Bessin (MdL Brandenburg AfD). Hugh Bronson (MdB AfD), Ulrich Oehme (MdB AfD), Siegbert Droese (MdB AfD), Dietmar Friedhoff (MdB AfD), Olga Petersen (AfD), Harald Weyel (MdB AfD). Udo Hemmelgarn (MdB AfD). Paul Podolay (MdB AfD), Udo Hemmelgarn (MdB AfD), Martin Renner (MdB AfD), Corinna Miazga (MdB AfD), Thomas Seitz (MdB AfD), Stephan Protschka (MdB AfD), Prof. Kaufmann (MdL Thüringen AfD), Corinna Herold (MdL Thüringen AfD), Andreas Winhart (MdL AfD Bayern), Martina Jost (AfD), Daniel Roi (MdB AfD), Ulrich Oehme (MdB AfD). Justin Cedric Salka (stellv. Vorsitzender der JA). Mario Müller (ehem. Autonome Nationalisten, IB), Germanitas Othala, „Primus“ André Laaf (rechtsextremer Musiker), „Prototyp“ Kai Naggert (rechtsextremer Musiker). Huttroper Jungs, Thorsten de Fries (Hamburger Neonazi), Anti Antifa Holland, Bündnis deutscher Patrioten, Robin Schmiemann (Combat 18). Knockout 51 (Rechtsextremer Kampfsport Gruppierung), „Verfassungsgebende Versammlung“ (Reichsbürger Bewegung), Leon Ringl (Atomwaffen Division). Burschenschaft Albia, Burschenschaft Teutonia, René Jahn (Pegida Mitbegründer), Martina Jost (MdL Sachsen, AfD). Steffen Janich (AfD Kreisrat, Polizist), Lennart Schwarzbach (Landesvorsitzender NPD Hamburg), Peter Schreiber (Landesvorsitzende NPD Sachsen). Sebastian Schmidtke (ehem. Vorsitzender NPD Berlin). Michael Brück (stellv. Landesvorsitzender Die Rechte NRW). „Die Deutsche Stimme“. Landvolkbewegung (ehem. NSDAP nahe Gruppe), Heike Themel (AfD), Doris von Sayn-Wittgenstein (ehem. Vorsitzende AfD SH).”

4. September 2020

Analyse von Nawalny-Proben mit US-Massenspektrometer ergab keinerlei Hinweise auf Giftstoffe (RT)

https://deutsch.rt.com/russland/106278-neue-analyse-von-nawalny-proben-keine-gifte-nachgewiesen/

Eine Massenspektrometer-Analyse von Flüssigkeitsproben, die dem Körper von Alexei Nawalny entnommen worden waren, ergab keine Cholinesterase-Inhibitoren, erklärte Michail Pozchwerija, Leiter der Abteilung für akute Vergiftungen am Moskauer Sklifossowski-Institut.

Am Donnerstag hat der Leiter der Abteilung für Behandlung akuter Vergiftungen und somatisch-psychischer Störungen am Forschungsinstitut für Notfallmedizin „N. W. Sklifossowski“, Michail Pozchwerija, in einem Interview für den russischen Fernsehsender Rossija 24 erklärt, dass man in biologischen Proben von Alexei Nawalny keine Giftstoffe entdeckt habe. Bei der Untersuchung habe man ein US-amerikanisches Massenspektrometer verwendet „Im Labor des Sklifossowski-Forschungsinstituts für Notfallmedizin wurden biologische Flüssigkeiten des Patienten Alexei Nawalny untersucht. Die Untersuchung wurde mittels eines Massenspektrometers einer US-Firma durchgeführt, das einen Standardsatz von 240.000 Stoffen umfasst, die der digitalen Datenbank des Nationalen Instituts für Standards der USA entsprechen. In den untersuchten Flüssigkeiten wurden weder phosphororganische Verbindungen noch Cholinesterase-Hemmer entdeckt.“ Dem Experten zufolge seien dabei auch keine Spuren von anderen unbekannten Substanzen entdeckt worden, die nicht in der Datenbank dieses Geräts vorhanden seien. Die Aussagen des Leiters der Abteilung für akute Vergiftungen am Moskauer Sklifossowski-Institut stehen damit in direktem Gegensatz zu den Darlegungen des Bundeswehrlabors und der Bundesregierung.

4. September 2020

C-Waffen-Experte: Bekanntmachung von Nawalnys Testergebnissen in Berlin absichtlich verzögert (sputniknews.com)

https://de.sputniknews.com/politik/20200903327874796-c-waffen-experte-bekanntmachung-von-nawalnys-testergebnissen-in-berlin-absichtlich-verzoegert/

Die von Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgestellte Version über den „versuchten Giftmord“ an dem Kreml-Kritiker Alexej Nawalny findet keine allgemeine Unterstützung sowohl im In- als auch im Ausland. Auch das ehemalige Mitglied der Kommission für Bio- und Chemiewaffen sowie UN-Militärexperte Igor Nikulin hat Zweifel an den Testergebnissen geäußert.

Die deutschen Behörden hätten die Bekanntmachung der Testergebnisse, die zeigen würden, dass Alexej Nawalny angeblich durch einen chemischen Nervenwirkstoff der Novitschok-Gruppe vergiftet worden sei, so verzögert, dass es nun praktisch unmöglich sei, weitere Tests durchzuführen, um diese Ergebnisse zu bestätigen oder in Frage zu stellen, sagte Nikulin. „Sie verschoben mehrmals die Pressekonferenz“, unterstrich der Experte. „Sie warteten, bis alle Fristen der Zerlegung des Stoffs vergangen waren, und sagten erst dann: „Jetzt haben wir dort etwas gefunden, irgendwelche Reste, irgendwelche Spuren, etwas aus dieser Gruppe. Anscheinend werden sie sich an diese Version halten“.

Nikulin hält es für möglich, dass Nawalnys schwerer Zustand durch ein Pharmamittel ausgelöst wurde, das Hemmstoffe von Cholinesterase enthält. Diese Möglichkeit ließen auch deutsche Ärzte zu. „Das ist ein Ferment, welches das Eiweiß Acetylcholin spaltet, das ein Nervengift ist. Es gibt dort ziemlich viele – fast 20 Arzneimittel, die zur Behandlung von Alzheimer oder Parkinson angewendet werden, sie blockieren Cholinesterase. Er hat diesen Stoff entweder selbst eingenommen oder bekam das von seinen Bekannten. Er nimmt wohl kaum Getränke und Essen von unbekannten Leuten zu sich. Zudem ist er immer von einer Gruppe umgeben, er wird noch von einem Arzt begleitet. Wäre er vergiftet worden – dann nur durch sein engstes Umfeld. Es ist daran eben interessiert. Zudem könnte es eine zufällige Vergiftung gewesen sein. Etwas wurde mit etwas vermischt. Er war doch in irgendwelchen Dörfern unterwegs, probierte da Selbstgebrannten. Vielleicht war es ja nicht Selbstgebrannter, sondern eine Fliegenpilz-Tinktur. Oder Selbstgebrannter schlechter Qualität mit Methanol“. Er betonte, dass es kein Kampfgiftstoff sein könnte, weil „dieser fast blitzschnell wirkt“.

4. September 2020

Warum es keine Nowitschok-Vergiftung sein kann: Omsker Toxikologe zu Fall Nawalny (sputniknews.com)

https://de.sputniknews.com/panorama/20200903327874662-russland-nawalny-nowitschok-vergiftung-unwahrscheinlich/

Der leitende Toxikologe des Föderalen Kreises Sibirien, Alexander Sabajew, erachtet eine Vergiftung des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny mit dem Nervengift „Nowitschok“ als unwahrscheinlich. Seiner Ansicht nach ist der schwere Zustand des oppositionellen Bloggers auf einen internen Auslösemechanismus zurückzuführen.

Wäre der 44-Jährige tatsächlich mit dem Nervengift „Nowitschok“ vergiftet worden, so hätten die Menschen, die sich neben ihm befanden, auch gesundheitliche Schäden davongetragen, klärte Sabajew auf: „Hätte es eine Einwirkung am Vorabend oder während des Fluges gegeben, wären sicherlich auch Begleitpersonen zu Schaden gekommen. Auch bei ihnen wären Symptome einer Vergiftung, einer Intoxikation, aufgetreten. Dies ist jedoch nicht geschehen, was wieder einmal darauf hinweisen könnte, dass dieser pathologische Prozess doch auf einige interne Mechanismen einer Fehladaptation, auf eine Art eines internen Auslösemechanismus, zurückzuführen ist, sagte er gegenüber dem TV-Sender Rossiya 24. Organische Phosphorverbindungen seien sehr toxisch, sodass es in der Regel unmöglich sei, diese Substanzen für die Vergiftung einer einzelnen Person einzusetzen, betonte der Arzt: „In der Regel sind dann auch andere Menschen wie Begleitpersonen betroffen“.

Russische Ärzte seien mit der Version der Vergiftung von Nawalny nicht einverstanden, da in seinem Fall „schwere Stoffwechselstörungen in den Vordergrund treten, was für Vergiftungen mit organischen Phosphorverbindungen nicht typisch ist“. „Für eine Organophosphatvergiftung sind sogenannte Mediator-Syndrome charakteristisch, die mit einem etwas anderen klinischen Verlauf in Erscheinung treten. Der Patient hatte zwar mosaikartige Erscheinungen des cholinergen Syndroms, diese waren jedoch mosaikartig und eher von kurzer Dauer. Deshalb wurde auch in unserer Klinik Atropin verabreicht“, fuhr Sabajew fort. „Aber es gab kein klassisches Bild einer Organophosphatvergiftung“, hob Sabajew hervor, der im Omsker Krankenhaus die Abteilung zur Behandlung akuter Vergiftungen leitet.

Zuvor hatte der russische Wissenschaftler Leonid Rink, der das Nervengift „А-234 Nowitschok“ mitentwickelt hatte, gegenüber Sputnik geschildert, dass bei Nawalny die klinischen Symptome in keiner Weise jenen ähneln würden, die für eine Vergiftung mit dieser Substanz kennzeichnend seien. Seiner Ansicht nach sind Versuche, die „Vergiftung“ von Nawalny mit dem Giftstoff Nowitschok in Verbindung zu bringen, absoluter politischer Unsinn. Problematisch sei auch, dass Deutschland keine Proben des angeblich vergifteten Kreml-Kritikers Nawalny an Russland übergeben werde, wo man die Vergiftung bestätigen könnte.

4. September 2020

„Weiß nicht, wer von Nawalnys ‚Vergiftung‘ profitieren könnte“ – Kremlsprecher

https://de.sputniknews.com/politik/20200903327874016-nawalnys-vergiftung-kremlsprecher/

Kremlsprecher Dmitri Peskow hat die angebliche Vergiftung des russischen Regierungskritikers Alexej Nawalny, in die Moskau verwickelt sein soll, kommentiert – und Russlands Interesse an der Aufklärung des Falls betont.

Auf die Frage von Journalisten, ob es in Russland Personen und Kräfte gebe, die von einer „Vergiftung“ Nawalnys profitieren könnten, sagte Peskow: „Ich kann Ihnen die Frage, wer aus einer ‚Vergiftung‘ dieses Menschens Nutzen ziehen könnte, nicht beantworten. Ich glaube überhaupt nicht, dass davon jemand profitieren könnte –, wenn man die Situation einfach sachlich betrachtet. Das sollte wahrscheinlich auch der Ausgangspunkt sein“, sagte der Kremlsprecher.

In Bezug auf die Stellungnahme von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die am Mittwoch erklärte, Nawalny sei Opfer eines Verbrechens geworden und habe zum Schweigen gebracht werden sollen, verwies Peskow darauf, dass es diesbezüglich bislang kein Gespräch zwischen Merkel und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gegeben habe. „Bislang ist es zu keinem Kontakt zwischen dem Präsidenten und der Kanzlerin gekommen. Für die nächste Zeit stehen auch keine abgestimmten Kontakte an. Wie Sie wissen, telefonieren die beiden ziemlich oft miteinander, weshalb ein Telefonat zustande kommen wird, sobald eine der beiden Seiten darin Bedarf sieht“, erklärte Peskow.

Ferner machte er deutlich, es bestehe derzeit ein Mangel an Informationen hinsichtlich der Ursache für Merkels Behauptung, Nawalny sei vergiftet worden. Russland ist laut dem Kremlsprecher an der Aufklärung des Falls interessiert. „Wir wollen dies, dafür brauchen wir Informationen aus Deutschland. Diese Informationen stehen uns derzeit nicht zur Verfügung.“ „Sowohl der Kreml als auch unsere Ärzte und Spezialisten versuchen seit dem ersten Tag diese Situation aufzuklären. Und man müsste taub sein, um dies nicht wahrzunehmen“, fügte Peskow hinzu. Zuvor hatte Peskow bereits zur allseitigen Zusammenarbeit mit Deutschland im Fall Nawalny aufgerufen. Die russische Generalstaatsanwaltschaft hatte sich am 27. August an die deutschen Justizbehörden gerichtet und die zuständigen deutschen Ärzte um Informationen über die Behandlung sowie um Untersuchungsbefunde zum Patienten Nawalny gebeten. Vorwürfe gegen Moskau halte der Kreml für übereilt und unbegründet.

4. September 2020

Nawalnys Vergiftung ähnelt auch mit der Reaktion der deutschen Regierung dem Fall Skripal (heise.de)


Auch im Fall Skripal wurde die Substanz nicht bekannt gegeben und wirkte das angeblich tödlichste Nervengift erst spät
Nach der gestrigen Erklärung der Bundesregierung hat das Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Bundeswehr in München Proben des russischen Oppositionspolitikers Nawalny analysiert und „zweifelsfrei“ festgestellt, dass es sich um einen chemischen Kampfstoff aus der Nowitschok-Gruppe handelt. Die Charité hatte zwar von einer Vergiftung gesprochen, aber das Gift nicht finden können, das Bundeswehrlabor teilt nun aber auch nicht mit, welche Substanz identifiziert wurde. Die Bundeswehr bzw. das Institut gaben bislang keine genaueren Angaben.
Hier weiter. https://www.heise.de/tp/features/Nawalnys-Vergiftung-aehnelt-auch-mit-der-Reaktion-der-deutschen-Regierung-dem-Fall-Skripal-4884871.html

4. September 2020

?? Dietmar Bartsch “Die selten harte Reaktion der Bundesregierung ist angemessen”


Der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch, verurteilte die Vergiftung Nawalnys mit dem chemischen Nervenkampfstoff ausdrücklich. “Das ist ein unfassbarer Vorgang”, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). “Die Verantwortlichkeiten müssen aufgeklärt und die Schuldigen müssen zur Verantwortung gezogen werden.” Bartsch fügte hinzu: “Die selten harte Reaktion der Bundesregierung ist angemessen“

4. September 2020

Kampf um deutsche High-Tech-Firmen (german-foreign-policy.com)

(Eigener Bericht) – Der US-Geheimdienst CIA steigt bei deutschen High-Tech-Firmen ein und wirbt damit gezielt Know-how aus der Bundesrepublik ab. Berichten zufolge hat der CIA-„Risikokapitalarm“, der Fonds „In-Q-Tel“, eigens einen Mitarbeiter in Stuttgart stationiert, um dem US-Dienst Technologien erfolgreicher deutscher Start-ups zu erschließen. Jüngster Fall ist das Dresdener Start-up Morpheus Space, das winzige, hocheffiziente Satellitentriebwerke herstellt. Es hat kürzlich in einer Finanzierungsrunde Geld von In-Q-Tel und dem noch jungen US-Fonds Pallas Ventures eingesammelt, der von einem ehemaligen Marineminister der Trump-Administration geführt wird, und orientiert sich nun in die Vereinigten Staaten. Deren Abwerbebestrebungen zielen offenbar vor allem auf die deutsche Raumfahrtbranche, deren Produkte zum schnellen Ausbau der U.S. Space Force genutzt werden sollen. Um der Abwanderung von Start-ups entgegenzuwirken, plädieren Wirtschaftsvertreter für den Bau eines deutschen Raketenstartplatzes. Regierungspolitiker ziehen die Ausweitung von Abwehrmaßnahmen gegen ausländische Investoren in Betracht.

Weiterlesen
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8371/

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