https://de.sputniknews.com/politik/20200824327783719-weissrusslands-ex-praesidentschaftskandidatin-tichanowskaja-eu-parlament/
24.8.2020
Weißrusslands Ex-Präsidentschaftskandidatin Tichanowskaja wird im EU-Parlament auftreten
Die ehemalige weißrussische Präsidentschaftskandidatin Swetlana Tichanowskaja wird laut einer offiziellen Pressemitteilung auf der außerordentlichen Video-Sitzung des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten, Menschenrechte, Gemeinsame Sicherheit und Verteidigungspolitik (AFET) des EU-Parlaments auftreten.
„Mitglieder des EU-Parlaments werden die jüngsten Ereignisse in Weißrussland nach der Präsidentschaftswahl vom 9. August mit der Oppositionsanführerin Swetlana Tichanowkskaja und der Generalsekretärin des Europäischen Auswärtigen Dienstes, Helga Schmid, diskutieren“, heißt es in der Pressemitteilung.
https://de.sputniknews.com/ausland/20200823327776579-der-westen-will-weissrussland-nach-eigenem-modell-gestalten–lawrow/
23.8.2020
„Der Westen will Weißrussland nach eigenem Modell gestalten“ – Lawrow
Vor dem Hintergrund der Vermittlung des Westens in postsowjetischen Ländern wies der russische Außenminister auf die Ereignisse in der Ukraine im Jahr 2004 und 2014 hin.
„Die Verhandlungsunfähigkeit unserer westlichen Partner ist die Tatsache, die wir jetzt in Kauf nehmen müssen, und auch nicht nur wir. Genau jetzt, wo der Westen versucht, Weißrussland nach eigenem Modell zu gestalten und seine Vermittlung dabei anbietet. Natürlich werden wir jede Entscheidung der weißrussischen Regierung über den Dialog mit der eigenen Bevölkerung akzeptieren, aber wenn der Westen sagt, dass ein Vermittlungsverfahren unter Teilnahme von europäischen Ländern effektiv sein wird, erinnert man sich an die Situation in der Ukraine, wo die westliche Vermittlung zur absoluten Verhandlungsunfähigkeit unserer Partner führte“, sagte Lawrow.
Zudem äußerte Lawrow die Meinung, dass man auf die weißrussische Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja Druck ausgeübt habe, was im Endeffekt dazu geführt habe, dass sie ihre Mitteilungen öfter auf Englisch zu machen begann.
Zum Schluss betonte der russische Außenminister, dass die Situation in Weißrussland jetzt zur Ruhe komme, was einigen weißrussischen Oppositionellen, die sich in westlichen Ländern befinden, nicht gefalle. Laut Lawrow wollen diese ein blutiges Szenario im eigenen Land, was Russland für „verbrecherisch“ halte.