Archive for August 18th, 2020

18. August 2020

Zweifel am Impfstoff „Sputnik V“ – russische Mediziner klären auf

https://de.sputniknews.com/wissen/20200818327728517-russlands-corona-impfstoff-zweifel/

Von Nikolaj Jolkin, 18.8.2020

Am Montag sollte eine ausländische wissenschaftliche Zeitschrift ausführliche Daten zum russischen Corona-Impfstoff veröffentlichen. Laut Russlands Gesundheitsminister Michail Muraschko stammen die kritischen Äußerungen zum Präparat daher, dass man im Ausland unzureichend über seine Entwicklung informiert ist.

In Russland begründet man unterdessen die rasche Entstehung des Impfstoffs mit der guten Ausbildung im Bereich der Immunologie im Land. Das Gamaleja-Institut, wo das Präparat hergestellt worden ist, versichert, es sei effizient und sicher. Die negativen Bewertungen sind laut dem Leiter des Instituts, Alexander Ginzburg, eine Folge des starken Wettbewerbs auf dem Markt, denn eine in Russland hergestellte Impfung würde die Konkurrenten um einige Milliarden Dollar bringen. Ihm pflichtet auch Kirill Dmitriev, CEO des russischen Direktinvestitionsfonds, bei. Zu der ausländischen Kritik an dem russischen Impfstoff meinte er, dahinter würden westliche Pharmakonzerne mit ihrem Ärger darüber stehen, die Russen würden ihnen den Rang ablaufen. Dann würde Russland ja allein absahnen.

„Dies allerdings nur, wenn Russland im Ausland von der Sicherheit dieses Mittels überzeugen kann, und sie es bei uns zu kaufen beginnen“, gab Dmitriev zu bedenken. „Und wenn ihnen der Preis recht sein wird.“ Ob so oder anders: Russland werde das Rennen gewinnen. Er verglich die Entwicklung des Präparats mit dem Start des ersten Sputniks, daher auch sein Name. Laut dem Bericht der New York Times könnten die USA und Russland bei der Herstellung des Präparats gegen COVID-19 eine Zusammenarbeit eingehen und vor diesem Hintergrund sogar ihre Beziehungen verbessern.

Muraschko verwies darauf, dass seine ausländischen Amtskollegen, offenbar weil sie gewisse Wettbewerbsvorteile des russischen Impfstoffs wahrgenommen hätten, Zweifel geäußert hätten, „die aus unserer Sicht total haltlos sind. Viele Länder haben tatsächlich auf die eine oder andere Art ihre Studien beschleunigt. Bei der russischen Impfung geht es aber um eine Lösung, die bereits auf umfassendem klinischem Wissen bzw. Daten fußt. Bei den im Ausland hergestellten RNA-Impfstoffen hat es Presseberichte gegeben, wonach einige dieser Substanzen ohne präklinische Studien zugelassen und sofort unmittelbar an Menschen eingesetzt worden sein sollen, was bei uns definitiv nicht der Fall ist.“

Ihm zufolge verfügt Russland über ausreichend Informationen zum Coronaviurs, um den Impfstoff zu implementieren. Denn die Methode, auf der die Impfung aufbaut, sei ziemlich gut bekannt und erforscht: Sowohl klinische als auch präklinische Studien habe sie durchlaufen und bereits Zulassungen erhalten. Dies sei faktisch der sicherste Weg, so der Minister. Ferner verriet er, dass die ersten paar Dosen des Impfstoffs in den ersten zwei Augustwochen produziert worden seien. Zunächst sollen Ärzte das Präparat verabreicht bekommen. Binnen einem Jahr beabsichtigt man, Russland vollständig mit der Impfung zu versorgen. Rund fünf Millionen Dosen sollen monatlich hergestellt werden.

In Russland wolle man im Dezember oder Januar mit Massenimpfungen beginnen, so Ginzburg. Derweil hätten bereits nach den Angaben von Dmitriev gut 20 Länder die Lieferung des Corona-Impfstoffs bei Russland beantragt. Laut ihm laufen Verhandlungen für die Märkte Lateinamerikas, des Nahen Ostens und Asiens. Und obwohl die Weltgesundheitsorganisation vorläufig von dem weltweiten Einsatz des russischen Impfstoffs abrät, weil er nur die ersten zwei Prüfphasen absolviert hat, zweifelt die WHO nicht an Russlands Vermögen, ein qualitativ hochwertiges Vakzin zu erzeugen. Auch die Leistungen generell auf diesem Gebiet begrüßt die Organisation.

Dass der Impfstoff in nur zwei Monate entwickelt worden ist, erklärt Alexander Ginzburg damit, dass er auf einem anderen, gegen das MERS-CoV gerichteten, also auf einer bereits existierenden Methode aufbaut. Das Gesundheitsministerium hat „Sputnik V“ mit der Bedingung freigegeben, dass parallel zum Beginn der Immunisierung die letzte Testphase durchgeführt wird. Die Patienten sollen zweimal geimpft werden, um eine Dauerimmunität von bis zu zwei Jahren zu erzeugen.

Sind Befürchtungen im Zusammenhang mit russischem Impfstoff, er sei nicht sicher, gerechtfertigt?

Die Direktorin des Instituts für Gesundheitswirtschaft an der Moskauer Higher School of Economics, Larissa Popowitsch, schätzt die Risiken als minimal ein. Sie betont, dass es ja vorläufig nicht um eine Massenimpfung geht: „Das Testen des Präparats wurde keineswegs eingestellt, es ist nur registriert worden. Das nationale russische Recht erlaubt eine frühzeitige Registrierung. Die Auswahl aller weiteren Testpersonen, das sind ein paartausend, wird ebenfalls nach diesem Recht erfolgen. Jedem Geimpften stehen Entschädigungszahlungen zu, falls etwas passiert. Die klinische Prüfung wird im August, den ganzen Herbst andauern und Anfang Winter voll abgeschlossen werden. Registriert wurde der Impfstoff im Hinblick auf das gute Ergebnis beim Einsatz dieser bereits bekannten Methode. Keinesfalls wird beabsichtigt, ein ungeprüftes Vakzin für den Massenvertrieb freizugeben.“

„Sputnik V“ alias Gam-COVID-Vac ist ein Vektor-Impfstoff auf der Grundlage des menschlichen Adenovirus. 

Er wurde bereits an Nagetieren, Primaten und zwei Freiwilligengruppen mit je 38 Personen geprüft. Der Impfstoff enthält keine Abschnitte des COVID-19, versicherte das Gesundheitsministerium. Zuvor hatte der Vizedirektor des Gamaleja-Instituts für Forschungsarbeit, Denis Logunow, mitgeteilt, dass bei vektorbasierten Impfstoffen aus dem Adenovirus die Gene entfernt würden, die für die Vermehrung zuständig seien, sodass es den Menschen nicht anstecken, wohl aber den Zellen die erforderliche „Fracht“ „zustellen“ könne. Die Entwicklung des Impfstoffs sei im Februar 2020 auf der Basis ähnlicher Studien über das MERS-Coronavirus gestartet worden, die in seinem Zentrum seit drei Jahren liefen.

Der Chefarzt des Gesundheitszentrums „Leader-Medizin“ und Infektiologe Jewgeni Timakow ist der Meinung, dass unter Bedingungen einer Epidemie eine beschleunigte Registrierung von Arzneimitteln notwendig sei. „Sie vereinfacht den Übergang zur industriellen Fertigung. Vollzieht man ihn ohne vorhergehende Registrierung, verschlingt der Papierkram nach dem Abschluss der Prüfungen noch viel Zeit.“ Experten schließen nicht aus, dass eine Massenimmunisierung ganz entfallen wird, weil inzwischen ein Viertel der Bevölkerung Russlands Antikörper gegen das Coronavirus entwickelt hat.

18. August 2020

Open letter to the protesters in Belarus

Dear people of Belarus,
Ladies and Gentlemen on the streets of Minsk,

If we can believe the pictures and reports on German television, you have been in resistance against the officially re-elected President Alexander Lukashenko for a week. Demonstrations, strikes and cruel police violence against opposition members appear to be taking place everywhere. Citing the opposition, newspapers in Germany report that the election in your country was neither free nor fair. The official election results are therefore grossly falsified, the overwhelming majority of Belarusians are in favor of the opposition candidate and the „last dictatorship in Europe“ is about to fall. The EU and the USA are selflessly supporting you in this.

We cannot check or evaluate these statements. Is it the truth? Or is this grossly exaggerated in order to „crack“ Russia’s last strategic ally in Eastern Europe and expand NATO further east? Keyword: Kaliningrad and „suwalki gap“. We do not know it.

Nor do we know what to make of the US troop transfers to your country’s western border. One thing is certain: many people in Belarus are apparently dissatisfied with the president’s policies. Why you are dissatisfied, one learns hardly or far too little in our media. The reason for your dissatisfaction does not seem to matter at all as long as the anger of the street is directed only at Lukashenko and „the system“. For you, dear citizens of Belarus, this could be a first indication of how calculatively the EU supports your „freedom struggle“ and how little it is about your interests or your dissatisfaction in times of crisis.

What you can expect in Belarus after a more or less „peaceful revolution“, you can certainly study in detail in almost all other countries in Eastern Europe. Get information about the liquidation of state enterprises, mass layoffs, collapse of collective farms and farms, mass exodus from the countryside and the death of villages in Ukraine, Moldova, Romania, Poland … Compare the disintegration of the social infrastructure of Daycare centers, hospitals, old people’s homes and the consequences for life expectancy, alcoholism and neglect …

In return, you will certainly get new oligarchs in the new freedom who will compete for power with their own television stations, publishers and parties. You can choose another one every four years. As you know, nothing changes as a result. By the way, the academic elite are leaving their homeland and their families to work a lot in Germany or Great Britain in hospitals, in industry or in the IT sector. The rest of the population can compete with migrant workers from Poland, Ukraine or Moldova for who is exploited and made sick as asparagus diggers or slaughterhouses, cleaning ladies and prostitutes in German companies and brothels. You can also find out how Eastern European migrants live in Western Europe, how they are treated if they lose their jobs and homes,

Finally, a word on the subject of free elections. Unfortunately, we know our way around: In the exemplary democracies of Western Europe, the following things are considered „without alternative“ and are not available for selection: the property relations with billionaires and beggars, unemployment, work that makes you sick and depressed, poverty and exploitation Eastern European migrant workers, deportations etc …

Incidentally, it is not free elections in Minsk that decide whether they can be one of these happy migrant workers in the future, but Berlin and Brussels laws on the free movement of workers and the not freely elected personnel managers of Western companies. The focus here is not on your needs and worries, but on the need of large capital for cheap and willing workers. Incidentally, this need is likely to be met in times of crisis …

We believe that you are striving for a better life and we find it understandable. It is doubtful, however, that these free elections will be of use to you. One thing is certain: the freedom you are fighting for will not be your freedom. Because in western democracies you can by no means choose whether to keep or lose your job, whether there is a new crisis or an economic cycle, how much the money you earn from your work, how much the rents are rising and so on. As is well known, all of this dictates „the market“ or the competition between companies, banks and speculators.

In free elections based on the Western model, you cannot decide whether you would prefer to retire at 63 or 67 and whether you can live off this pension at all. You can’t even vote on whether or not you want a new war with Russia. Freely elected politicians decide all of this „without alternative“ for their people.

Therefore, do not demand free elections based on the Western model. Do not follow pro-western opposition candidates. Don’t let yourself be drawn to the NATO cart! Don’t let freely elected politicians and capitalist corporations dictate your living conditions! These don’t get any better. Do not conquer parliamentary seats and presidential palaces. If you want to avoid the fate of wage earners in other Eastern European countries – conquer the democratic power of the working classes over the economic and social living conditions in your country. Make councils!

With best regards,

Oppositionists from the Ruhr area (signed Armin Fischer)

source:
https://www.heise.de/tp/features/Offener-Brief-an-die-Protestierenden-in-Belarus-4872348.html

18. August 2020

„Our values“ – the program of the „Belarusian opposition“

by Eugen Hardt

content from:
http://reformby.com/be

Shortly before the Belarusian elections, the following translated program of the “Belarusian opposition” was published as a result of the joint work of a number of political organizations. Political parties such as the Belarusian Popular Front, the Belarusian Green Party, the Belarusian Social Democratic Party (Hramada), the Belarusian Christian Democracy, the United Citizens ‚Party and the movement “For Freedom” and the center of citizens‘ initiatives “Our House” took part in the initiative was called the „resuscitation reform package“.

It is significant that it is a new edition of the Ukrainian program of the same name that appeared after the Maidan coup in 2014. The official  sponsors of  the platform are the  European Union, USAID, Pact, the European Endowment for Democracy and the International Renaissance Fund .

Accordingly, it is a program of privatizing state-owned companies, integrating Belarus into the EU and NATO and suppressing any political, media and cultural Russian influence – all under the label of “freedom” and “democracy”.

„OUR VALUES

The participants of the joint platform „Reform Package Revitalization“ for Belarus share common values:

  • Building a legal, democratic and social state
  • Strengthening the country’s sovereignty and independence
  • Carrying out  socio-economic transformations  and  building a market economy
  • National and cultural revitalization

The main objective of national security sector reform is to mobilize and consolidate society immediately to protect independence and sovereignty

aims

  • Strengthening national identity increasing patriotism and national dignity,
  • Unification of society on the basis of democratic values ​​and the idea of ​​building an independent Belarus;
  • Reducing the Kremlin’s influence on Belarus through informative, economic, inclusive and humanitarian factors;
  • Withdrawal from the post-Soviet integration associations dominated by Russia;
  • Integration into western political, economic and military structures (EU, NATO) .

Main steps to implement the concept

Priority measures (until 2021):

  1. In the political field.
  • Exit from  the „Union State“,  the Eurasian Union , the Customs Union and other integration units in which Russia dominates;
  • Prohibition of pro-Russian organizations whose activities run counter to national interests, as well as Russian foundations and organizations that finance such structures;
  • Criminalization of public statements that call into question the existence of a Belarusian nation and / or its historical right to a state of its own. Introduction of criminal liability for public insults against the Belarusian language;
  • civil society monitoring of pro-Kremlin initiatives in Belarus;
  • Border and customs control on the border with Russia.

2. Ban on the sale of Belarusian infrastructure to Russian companies.

3. In the information area:

  • Liberation of independent media from pressure and state control, guarantee of media freedom and freedom of expression in Belarus;
  • Prohibition of broadcasting  journalistic, socio-political and news programs by  Russian TV channels  in Belarus.
  • Inclusion of  mandatory public TV channels from Latvia, Lithuania, Poland and Ukraine  in the standard TV package;
  • Restoring the permanent activities of the Public Coordination Council in the field of mass media.

4. In the military sector:

  • Withdrawal from the CSTO , restoring full control of Belarusian air and missile defense systems;
  • Withdrawal of Russian military installations from the territory of Belarus – a communication center in Vileika and a radar station near Baranovichi;
  • Strengthening patriotic education in the Belarusian army;
  • Translation of educational work in the army into Belarusian;
  • Development of the border infrastructure on the border with EU countries, increasing the capacity of the border crossings

Long-term goals (until 2030)

  • Creation of a comprehensive education system in Belarusian from kindergarten to university;
  • Restoration of the  Belarusian Orthodox Church  as a national alternative to the Belarusian Exarchate of the Russian Orthodox Church of the Moscow Patriarchate.
18. August 2020

Weißrussland im Griff einer Farbenrevolution?- Von Rainer Rupp

zum Artikel hier: https://drive.google.com/file/d/1xDiOibqNyNnZGm3FXCGiKs7vFZHfC0ht/view?usp=sharing

18. August 2020

„Unsere Werte“ – Das Programm der „weissrussischen Opposition“

https://linkezeitung.de/2020/08/18/unsere-werte-das-programm-der-weissrussischen-opposition/
(http://reformby.com/be/2020/06/12/security/)
18. August 2020

von Eugen Hardt

Kurz vor den weissrussischen Wahlen wurde nachfolgend übersetztes Programm der „weissrussischen Opposition“ als Ergebnis der gemeinsamen Arbeit einer Reihe von politischen Organisationen veröffentlicht. An der Initiative beteiligten sich politische Parteien wie die Belarussische Volksfront, die Belarussische Grüne Partei, die Belarussische Sozialdemokratische Partei (Hramada), die Belarussische Christliche Demokratie, die Vereinigte Bürgerpartei sowie die Bewegung „Für Freiheit“ und das Zentrum der Bürgerinitiativen „Unser Haus“ Es wurde das „Reanimations-Reformpaket“ genannt.

Bezeichnend ist, daß es sich um eine Neuauflage des gleichnamigen ukrainischen Programms handelt, das nach dem Maidan-Putsch von 2014 erschien. Die offiziellen Sponsoren der Plattform sind die Europäische Union, USAID, Pact, das European Endowment for Democracy und der International Renaissance Fund.

Dementsprechend handelt es sich um ein Programm der Privatisierung der staatlichen Betriebe, der Eingliederung Weissrusslands in EU und NATO und der Unterdrückung jedweden politischen, medialen und kulturellen russischen Einflusses – alles unter dem Label von „Freiheit“ und „Demokratie“.

„UNSERE WERTE

Die Teilnehmer der gemeinsamen Plattform „Wiederbelebungspaket der Reformen“ für Weissrussland teilen gemeinsame Werte:

  • Aufbau eines legalen, demokratischen und sozialen Staates
  • Stärkung der Souveränität und Unabhängigkeit des Landes
  • Durchführung sozioökonomischer Transformationen und Aufbau einer Marktwirtschaft
  • Nationale und kulturelle Wiederbelebung

Des Hauptziel der Reform des nationalen Sicherheitssektors ist die sofortige Mobilisierung und Konsolidierung der Gesellschaft, um Unabhängigkeit und Souveränität zu schützen

Ziele

  • Stärkung der nationalen Identität Erhöhung des Patriotismus und der nationalen Würde,
  • Vereinigung der Gesellschaft auf der Grundlage demokratischer Werte und der ldee des Aufbaus eines unabhängigen Weissrusslands;
  • Verringerung des Einflusses des Kremls auf Belarus durch informative, wirtschaftliche, integrative und humanitäre Faktoren;
  • Rückzug aus den von Russland dominierten postsowjetischen Integrationsverbanden;
  • Integration in westliche politische, wirtschaftliche und militärische Strukturen (EU, NATO).

Hauptschritte zur Umsetzung des Konzepts

Vorrangige Massnahmen (bis 2021):

  1. Im politischen Bereich.
  • Austritt aus dem „Unionsstaat“, der Eurasischen Union, der Zollunion und anderen Integrationseinheiten, in denen Russland dominiert;
  • Verbot prorussischer Organisationen, deren Aktivitäten nationalen Interessen zuwiderlaufen, sowie russischer Stiftungen und Organisationen, die solche Strukturen finanzieren;
  • Kriminalisierung öffentlicher Äußerungen, die die Existent eines eigenen belarussischen Nation und / oder ihr historisches Recht auf einen eigenen Staat in Frage stellen. Einführung der strafrechtlichen Verantwortlichkeit für öffentliche Beleidigungen der belarussischen Sprache;
  • zivilgesellschaftliche Überwachung kremlfreundlicher Initiativen in Belarus;
  • Grenz- und Zollkontrolle an der Grenze zu Russland.

2. Verbot des Verkaufs der belarussischen Infrastruktur an russische Unternehmen.

3. Im Informationsbereich:

  • Befreiung unabhängiger Medien von Druck und staatlicher Kontrolle, Gewährleistung der Medienfreiheit und der Meinungsfreiheit in Belarus;
  • Verbot der Ausstrahlung journalistischer gesellschaftspolitischer und Nachrichtensendungen russischer Fernsehsender in Belarus.
  • Aufnahme von obligatorischen öffentlichen Fernsehsendern aus Lettland, Litauen, Polen und der Ukraine in das Standard-TV-Paket;
  • Wiederherstellung der ständigen Aktivitäten des Öffentlichen Koordinierungsrates im Bereich der Massenmedien.

4. Im militärischen Bereich:

  • Rückzug aus der CSTO, Wiederherstellung der vollständigen Kontrolle über die Luft- und Raketenabwehrsysteme von Belarus;
  • Rückzug russischer Militäreinrichtungen vom Territorium von Belarus – ein Kommunikationszentrum in Vileika und eine Radarstation in der Nähe von Baranowitschi;
  • Stärkung der patriotischen Erziehung in der belarussischen Armee;
  • Übersetzung der Bildungsarbeit in der Armee ins Belarussische;
  • Entwicklung der Grenzinfrastruktur an der Grenze zu EU-Ländern, Erhöhung der Kapazität der Grenzübergänge

Langfristige Ziele (bis 2030)

  • Schaffung eines übergreifenden Bildungssystems in belarussischer Sprache vom Kindergarten bis zur Universität;
  • Wiederherstellung der belarussischen orthodoxen Kirche als nationale Alternative zum belarussischen Exarchat der russisch-orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats.
18. August 2020

Deutsche Übersetzung der Rede des belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko

Quelle: https://tass.ru/mezhdunarodnaya-panorama/9213829

Liebe Freunde!

Vielen Dank dass ihr gekommen seid.

Dank an die Menschen aus Gomel! Wir haben gemeinsam ein Vierteljahrhundert schwerer Jahre durchgelebt und ihr habt mich nie im Stich gelassen.

Dank an die Menschen aus Mogilev und Vitebsk!

Dank an die Menschen aus Brest!
Wo ich die schwierigsten Jahre meiner Jugend verlebt habe, die Jahre nach dem Krieg.

Dank an euch aus Grodno!
Mitte der 1990er Jahre hat unser Wahlkampf bei euch in Grodno begonnen.

Dank an die Minsker!
Dafür, dass ihr mich seit einem Vierteljahrhundert ertragt, einen Mann, der aus der Provinz zu euch gekommen ist.

Liebe Freunde, ich habe euch nicht hierher gerufen, um mich zu beschützen, auch wenn es damit zu tun hat. Ihr sind hierher gekommen, um zum ersten Mal seit einem Vierteljahrhundert Euer Land, Eure Unabhängigkeit, Eure Familien, Eure Frauen, Schwestern und Kinder zu schützen!

Ich wollte euch nicht auf diesen Platz rufen. Zunächst einmal weiß ich, dass ihr zu Hause viel zu tun habt. Ihr sorgt für das Brot. Ich weiß, dass die Schule bald wieder anfängt. Und ihr haben eine Menge zu tun, um Eure Kinder und Enkelkinder darauf vorzubereiten. Aber das wichtigste ist, dass ich mich an die 1990er Jahre erinnere: Da haben die Leute hier mit Töpfen und Wasserkochern gestanden und um essen gebeten, konnten ihre Kinder nicht ernähren. Und ich sah das alles aus diesem Fenster (die Kundgebung fand in der Nähe des Gebäudes des Regierungsgebäudes statt, wo Alexander Lukaschenko damals als Abgeordneter arbeitete). Und dann habe ich geschworen, euch zu helfen und das Schicksal der weißrussischen Plätze zu ändern.

Ich bin kein Befürworter von Kundgebungen auf Straßen und Plätzen. Aber leider ist es nicht meine Schuld, dass ich um Eure Hilfe bitten musste.

Liebe Freunde, damals – Mitte der 1990er Jahre – haben wir hier auf Kundgebungen und hier im Parlament, zerstört, was Gott uns gegeben hatte: unser großes Imperium, ohne das kein Problem in der Welt gelöst werden konnte.

Wir bekamen einen blutigen Stumpf dieses Imperiums. Was wollten diese Leute, was wolltet ihr damals? Ihr habt um ein Stück Brot gebeten. Ihr habt um 20 Dollar Monatslohn gebeten, Ihr habt darum gebeten, die Fabriken zu retten und sie weiter zu betreiben. Ihr habt um einen Traktor, einen Mähdrescher gebeten, um das Dorf zu retten. Damit im Dorf gearbeitet werden kann, auf dass hier in Minsk Milch, Fleisch und Brot in die Regale kam.

Ihr habt dann darum gebeten, die Fabriken nicht zu privatisieren. Ihr habt darum gebeten, den Bauern das Land nicht wegzunehmen. Ihr habt gebeten, dass das Gesundheitssystem und die Ausbildung kostenlos bleiben. Ihr habt darum gebeten, die Ehre der Offiziere und Soldaten, die Angst hatten, auf die Straße zu gehen, wieder herzustellen.

Kurz gesagt, ihr habt mich, einen sehr jungen, unerfahrenen Mann, gebeten, das Volk aus dem Abgrund zu führen. Wir haben das geschafft! Wir haben das getan, wovon Millionen Vorfahren geträumt haben. Wir haben zum ersten Mal in unserer Geschichte einen souveränen, unabhängigen Staat aufgebaut! Die Zeit hat uns damals ausgewählt und wir haben es getan!

Jetzt wende ich mich nicht nur an euch. Eigentlich gar nicht an euch. Ich möchte mich an die wenden – und ich werde sie mit „Sie“ ansprechen -, die heute verwirrt und orientierungslos sind. Und an die, die vielleicht heute nicht auf diesem Platz sind. Ich möchte Sie fragen: Was wollen Sie jetzt? Erstens: Wollen Sie Freiheit? Sagen Sie mir, welche?! Möchten Sie Veränderung? Welche, was sollen wir ändern? Wollen Sie Reformen? Sagen Sie mir welche, wir fangen morgen an! Wollen Sie „Helikoptergeld“? Aber ihr, die hier auf diesem Platz steht, wisst, dass man aus Luft kein „Helikoptergeld“ erschaffen kann, dass man für sein Geld jeden Tag arbeiten muss. Und nicht auf den Plätzen, sondern auf den Feldern und in den Fabriken.

Irgendwer will Neuwahlen. Schauen Sie aus dem Fenster! Panzer und Flugzeuge stehen 15 Minuten von unseren Grenzen startbereit! Und das nicht umsonst. Nato-Truppen rasseln mit ihren Ketten vor unseren Toren. An den westlichen Grenzen unseres Landes wird militärische Macht aufgebaut. Litauen, Lettland, Polen und leider unsere geliebte Ukraine, ihre Führung, wollen uns anweisen, Neuwahlen abzuhalten.

Wenn wir ihnen nachgeben, landen wir in einer Sackgasse und können unser Luftschiff niemals stabilisieren. Wir werden als Staat, als Volk, als Nation zugrunde gehen.

Anstatt dort zu sein, an unseren Westgrenzen, um unsere Stärke zu demonstrieren, halten wir unsere Jungs auf den Straßen und Plätzen, um sie (die Demonstranten) zu beruhigen. Ist das normal, Soldaten?

Uns wurde angeboten, Teil des Cordon Sanitaire von Vilnius nach Kiew zu werden: „Wir werden mehr als 300.000 unserer Leute dort hinstellen.“ Diesen „Cordon Sanitaire“ haben wir Mitte der 1990er Jahre zerstört. Dafür hasst man uns im Westen. Wir dürfen nicht zu einer Sanitärzone zwischen Ost und West werden! Wir dürfen kein Ort der Spaltung für Europa sein!

Uns wird eine neue Regierung vorgeschlagen. Sie wurde im Ausland geschaffen. Sogar zwei. Sie können sich nicht einigen, wer zu uns kommen und uns regieren soll. Aber wir erinnern uns an die Geschichte. Solche Regierungen gab es viele und jetzt sitzt eine von ihnen in Amerika. Da gibt es drei davon. Wir brauchen keine Regierungen aus Übersee! Wir brauchen unsere eigene Regierung und wir werden sie wählen!

Uns wird eine neue Regierung vorgeschlagen. Uns werden NATO-Soldaten angeboten. Sie wollen uns ihre Uniformen anlegen und an die Front karren. Sehen Sie das denn wirklich nicht? Wenn es jemand will, dann ohne mich. Ich werde niemals unseren Staat zerbrechen! Ich werde niemals gehen, um zu zerstören, was von unseren Händen geschaffen wurde! Das wird nicht passieren!

Aber ich habe, wie ihr alle, und diejenigen, die uns hören, Kinder und Enkelkinder. Und ich möchte, dass sie so leben, wie wir ein Vierteljahrhundert gelebt haben, auf dem eigenen Land, in unserem eigenem Staat! Ob wir schlecht, ganz schlecht, gut oder besser gelebt haben, aber wir haben auf dem eigenen Land, mit dem Verstand gelebt!

Das ist jetzt nicht für die Kundgebung, aber ich muss euch das sagen, da ihr aus dem fernen Bragin hierher gekommen sind, aus Malorit, aus dem Norden unseres Landes, aus dem Osten und dem Westen. Ich habe vielleicht nicht mehr die Gelegenheit, euch allen zu sagen: Ja, wir haben einen harten Kurs gefahren, ja, manchem mag meine Politik vielleicht nicht gefallen, und die Regierung auch nicht. Aber wir haben diese Regierung Mitte der 1990er Jahre gemeinsam gebildet und eine neue Verfassung angenommen. Ihr habt mich damals gebeten, Ordnung zu schaffen. Das habe ich für euch getan! Ihr habt um ein Land ohne Korruption und Oligarchen gebeten. Wo sind sie, diese Oligarchen?

Sie habt darum gebeten, die Straßen von Minsk und die Landstraßen von Banditen zu säubern. Ich habe das für euch getan!

Ich habe das mit Gewalt getan, mit einem eisernen Willen, den die Jungen, die heute (ihre Eltern) verleumden nicht haben. Wir nahmen Waffen, wir waren einige wenige, und wir haben sie (die Banditen) von den Straßen gefegt! 32 Banden gab es in Minsk! Eine riesige Menge auf der Strecke nach Brest! Diebe und Banditen, die unsere Menschen getötet haben! Wir haben sie alle innerhalb von sechs Monaten abgeräumt!

Und ich möchte diese kleine Gruppe von Minsker Jugendlichen heute fragen: Haben Sie davon gehört? Haben Sie überhaupt gehört, wie diese Typen unsere Menschen verhöhnt haben, wie sie ihnen das letzte Geld weggenommen haben, wie sie hier auf diesem Platz geschossen haben, als ich in dem Gebäude gegenüber saß? Wissen Sie überhaupt, welchen Preis das gekostet hat? Sie wissen es sicher nicht. Ihre Eltern sind vielleicht krank geworden und haben vergessen, ihnen das zu erzählen. Also erinnere ich Sie daran: 32 Banden, die wir mit diesen Jungs zerstört haben – mit der Polizei, den Spezialeinheiten und Soldaten, die mir gefolgt sind.

Ihr habt mich, einen sehr jungen Mann, der nicht wusste, wo er das Geld herbekommen sollte, darum gebeten. Ihr, Eure Frauen, habt geheult – gib uns 20 Dollar, Alexander Lukaschenko, wir können unsere Kinder nicht ernähren! Wir haben mehr gegeben. Und nur ein Blinder sieht das nicht! Ja, wir sind nicht reich. Aber es (die Gehälter im Land) sind keine 20 Dollar. Wie leben so, wie wir können, aber auf unserem eigenen Land!

Ihr habt mich gebeten, die Kinder auszubilden, Ihr habt mich gebeten, Menschen medizinisch zu behandeln. Wir bilden aus und wir behandeln!

Und wir tun das nicht schlechter als andere, wie die jüngste Geschichte gezeigt hat. Wer nicht blind ist, schaut selbst. Lehrer, Ärzte, kreative Intelligenz, schauen Sie sich die Daten an. Wir sind in dieser Pandemie unseren eigenen Weg gegangen, wir haben das Land nicht stillgelegt, keine Fabrik, kein Dorf wurde geschlossen. Und die Leute danken uns heute dafür!

Mir wird auch heute vorgeworfen: Das ist der falsche Weg, es gibt keine soziale Distanz… Und schaut sie an: Distanzieren sie (die Gegner der gegenwärtigen Regierung) sich auf ihren Kundgebungen und Plätzen, nachdem sie das Kommando aus dem Ausland bekommen haben? Sie spucken auf Masken und Distanz! Was werfen sie mir vor?

Wir haben mit euch unter allen Schwierigkeiten dieses schöne Land, auch mit all seinen Unzulänglichkeiten, aufgebaut! Wem wollen Sie das übergeben? Wenn jemand das Land hergeben will, lasse ich das nicht zu, selbst wenn ich schon tot bin!

Liebe Freunde! Zum Aktuellen: Ich stehe, wie vor Gott, die Wahlen wurden abgehalten. Man kann keine 80 Prozent fälschen! Das geht nicht!

Uns werden Neuwahlen vorgeschlagen. Ich sage nur, wenn wir in diesen Sumpf steigen, kommen wir da nie wieder heraus! Sie wollen uns damit zerstören, sie wollen uns schwächen. Wer wird diese Wahl abhalten? Wer wird zu dieser Wahl gehen? Banditen!

Machen wir noch eine Wahl, aber wer wird arbeiten? Machen wir noch eine Wahl, werden wir sterben, und das ist es, was sie im Ausland wollen.

Sie sagen, wir sollen nicht so grausam sein auf den Straßen. Aber wer hat diese Grausamkeit erschaffen? Ich, die Regierung? Wir brauchten sie nicht! Man musste die stoppen! Wenn man die nicht aufgehalten hätte, wärt ihr wir nicht hier. Sie hupen hier, aber die würden das Land aufteilen und zerreißen. Machen wir Neuwahlen, wird das Land umgekrempelt!

Heute werden die Familien von Militärs und Beamten bedroht, die Familien von denen, die Lukaschenko nahe sind. Ich warne Sie: Sie spielen mit dem Feuer! Und unsere Soldaten und Beamten und Arbeiter und Bauern, Ärzte und Lehrer, unsere Intelligenz, sie sind in der Lage, sich selbst und ihre Familien zu schützen!

Ich bitte euch und Sie: Lasst die Lehrer in Ruhe, sie müssen sich auf die Schule vorbereiten! Lasst die Ärzte in Ruhe, sie dürfen jetzt nicht aus der roten Zone gehen, um irgendwohin zu gehen und sich zu rechtfertigen! Lasst die die Journalisten der staatlichen Medien und ihre Familien in Ruhe! Gott bewahre, dass etwas passiert, Sie werden die volle Verantwortung zu spüren bekommen!

Beruhigen Sie sich, treiben Sie die Menschen nicht zu gewalttätigen Konfrontationen! Bringen Sie keine Schande über das friedliche, blühende und ruhige Land, um das uns alle Welt beneidet! Deshalb haben wir keine Freunde oder Unterstützer. Alle wollen uns auf den Knien sehen. Wir knien nicht nieder!

Aber ich bin Realist. Hören Sie mir zu: Sie werden uns kein ruhiges Leben gönnen. Selbst wenn sie (die Gegner der gegenwärtigen Regierung und des Landes) sich jetzt beruhigen, werden sie nach einer Weile wie Ratten aus ihren Löchern kriechen. Sie werden bereits von Fremden geführt, von Puppenspielern. Sie sehen die westlichen Grenzen unseres Weißrusslands hier, in der Nähe von Minsk, wie 1939, und nicht in der Nähe von Brest. Das wird nicht passieren! Wir werden alle zur Festung Brest werden! Wir werden das Land nicht weggeben! Weißrussen, denken Sie heute mit dem Kopf, bevor es zu spät ist! Oder morgen werden andere für uns denken. Das ist der Wert, für den ihr gekommen seid, um nicht nur mich zu unterstützen, sondern auch, um das Land zu schützen!

Liebe Freunde, der Wert dieser Aktion liegt auch darin, (was mich inspiriert hat), dass ihr dadurch gezeigt habt, wer der Herr im Hause ist! Wir hören ihre Stimmen, wir wissen, dass es sich um eine Minderheit handelt. Aber sie sollten auch die Meinung der großen Mehrheit berücksichtigen, unsere Meinung!

Sie (die Gegner der aktuellen Regierung) rufen mir zu: „Geh weg!“ Kein Problem! Hört mal, meine Lieben, ich stehe nicht hier, weil ich an der Macht festhalte. Ein Vierteljahrhundert habe ich all meine Jugend und meine besten Jahre gegeben, um euch und unserem Mutterland zu dienen.

Kein Problem! Präsidenten kommen und gehen. Die Spezialeinheiten werden gehen, die Armee wird aufgelöst und wir werden uns wieder auf den Platz setzen… Auf was und auf wen werden wir hier warten? Wen werden wir morgen ernähren? Kriminelle und Banditen sollen wir freilassen … Kein Problem! Aber sie werden uns und unsere Kinder töten und abzocken. Denken Sie daran! Sie drängen an die Macht.

Das haben wir schon einmal erlebt. Einige Leute haben es nicht gesehen und andere haben es vergessen. Wozu sollen wir das wiederholen? Ich erinnere Sie daran! Das darf sich nicht wiederholen Hört auf, töten Sie nicht mit ihren eigenen Händen ihre Zukunft, die Zukunft ihrer Kinder!

Wir sind ein Leckerbissen für die Gegner des ruhigen und friedlichen weißrussischen Staates, aber das Stück ist nicht groß. Sie werden es verschlingen und nicht daran ersticken. Denken Sie! Es ist Zeit für Sie, sich zu entscheiden. Ich würde die gerne fragen: Was ist mit los mit euch Weißrussen? Und denken Sie daran: Das wird der Anfang von ihrem Ende sein! Sie werden immer, wie in der Ukraine, wie in anderen Ländern, knien und nicht einmal wissen, wen Sie anbeten.

Und denken Sie daran, ich appelliere an Sie (die Gegner der Regierung) und ihr werdet es sicherstellen, dass sie dieses Feuer nicht entzünden, denn wie die Geschichte lehrt, kann man auf Asche keine Zukunft aufbauen. Wenn man arm ist, rennt man mit ausgestrecktem Arm herum und bittet um ein Stück Brot, das wir heute haben, das wir selbst anbauen. Wir wissen, wie das geht! Wir wollen von niemandem etwas. Wir wollen, dass sie nicht in unser Haus eindringen!

Wir werden alle Probleme lösen. Ich habe gewarnt, dass die Wahlen interessant werden und dass es nach den Wahlen noch interessanter wird. Als hätte ich in eine Kristallkugel geschaut.

Schützt Weißrussland! Weil es nicht mehr uns gehört, sondern unseren Kindern und Enkeln! Wir haben unser Leben irgendwie bis zum heutigen Tage gelebt. Was werden wir ihnen hinterlassen? Es ist eine sehr ernste Zeit. Deshalb habe ich euch hierher gerufen, um das Land zu schützen, um heute die Menschen zu unterstützen, die für euch und für Eure Zukunft kämpfen.

Denken Sie daran, jetzt hat sich eine Menge Dreck eingeschlichen und verleumdet schändlich: Lukaschenko ist so ein Typ, er hat irgendwo Geld, er hat irgendwo zu Häuser… Das hat nicht verfangen. Dann war ich krank, bin gestorben… Aber ich lebe und werde leben!

Und denkt daran, ich habe euch nie verraten, nie! Und ich werde euch nie verraten!

Ich wiederhole es nochmal: vielen Dank euch allen, dass ihr gezeigt haben, dass ihr die Herren im Haus seit, ihr aus Bragin, Wolkowsk, Mogilev und Witebsk, ihr seid die Herren dieses Landes und dieser Hauptstadt. Sie (die Gegner der gegenwärtigen Regierung) werden sich noch lange daran erinnern, dass wir uns hier versammelt haben. Vielen Dank! Ich knie zum ersten Mal in meinem Leben vor euch nieder! Ihr habt es verdient!

Danke euch, Bauern, danke, dass ihr Eure Arbeit unterbrochen habt! Wir werden das morgen aufholen, wir werden die Aufräumarbeiten beenden.

Danke euch, Arbeiter! Gebt Eure Fabriken niemandem, gebt Eure Arbeitsplätze nicht auf, denn dann werdet ihr nicht an sie zurückkehren, nichts wird dort funktionieren, ihr werdet das Land dann nicht wieder aufbauen können.

Danke euch, Veteranen! Für Eure Unterstützung, für die Tatsache, dass ihr mich immer unterstützt habt!

Danke euch, Soldaten unserer Armee! Für den Frieden und für die Ruhe.

Vielen Dank!

18. August 2020

Redeausschnitte von Demo am 14.8.2020: Hände weg von der Berliner S-Bahn!

18. August 2020

Offener Brief an die Protestierenden in Belarus – Oppositionelle aus dem Ruhrgebiet

https://www.heise.de/tp/features/Offener-Brief-an-die-Protestierenden-in-Belarus-4872348.html

18. August 2020

Zur Invasion freigegeben. Libanon: Zwei Wochen nach Explosion in Beirut wird um neue Regierung gefeilscht. Offene ausländische Einmischung vertieft Gräben – Von Karin Leukefeld (junge Welt)

https://www.jungewelt.de/artikel/384496.libanon-zur-invasion-freigegeben.html

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