Archive for August 4th, 2020

4. August 2020

Die „Koalition der Entschlossenen“ (german-foreign-policy.com)

 

(Eigener Bericht) – Deutsche Außen- und Militärpolitiker dringen auf ein weltpolitisch ausgreifendes Auftreten der EU und schlagen das Vorpreschen einiger weniger Mitgliedstaaten als „Koalition der Entschlossenen“ vor. Verharre man in der EU-Außenpolitik beim bisher gültigen Einstimmigkeitsprinzip, dann werde die Union sich im globalen Machtkampf nicht durchsetzen können, heißt es etwa in aktuellen Stellungnahmen aus der Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS). Berlin und Paris müssten die Initiative für eine „kerneuropäische“ Avantgarde ergreifen. Hintergrund ist die Befürchtung deutscher Außenpolitiker, im Konflikt zwischen den USA und China Einfluss zu verlieren. China sei ein „Systemrivale“, dem man sich in mancher Hinsicht entschlossen widersetzen müsse, erklärt der Staatsminister im Auswärtigen Amt Michael Roth; es sei zugleich aber auch ein ökonomisch „wichtiger Partner“. Die USA wiederum, urteilt der CDU-Außenpolitiker Johann Wadephul, seien „wirtschaftlich ein immer schwierigerer Konkurrent“; Wadephul warnt vor einer Eskalation transatlantischer Konflikte und vor US-Versuchen, strategische High-Tech-Konzerne in der EU zu übernehmen.

Weiterlesen
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8356/

4. August 2020

Gefängnis gestürmt – Angriff der Dschihadistenmiliz »Islamischer Staat« (IS) auf ein Gefängnis in Dschalalabad im Osten Afghanistans (junge Welt)

Bei einem Angriff der Dschihadistenmiliz »Islamischer Staat« (IS) auf ein Gefängnis in Dschalalabad im Osten Afghanistans sind mindestens 39 Menschen getötet worden. Das teilte ein Sprecher der Provinz Nangarhar am Montag mit. Bereits am Sonntag abend bekannte sich der IS zu dem Anschlag. Die Angreifer hatten zunächst eine Autobombe gezündet und dann das Gefängnis gestürmt. Die Gefechte dauerten rund 23 Stunden, bevor Spezialkräfte die Lage unter Kontrolle brachten. Wie viele Insassen aus dem Gefängnis fliehen konnten, blieb zunächst unklar. (dpa/jW)

4. August 2020

Erstes russisches Medikament gegen COVID-19 wird nach Südafrika und Lateinamerika geliefert (russland.RU)

Erstes russisches Medikament gegen COVID-19 wird nach Südafrika und Lateinamerika geliefert

Der russische Direktinvestitionsfonds gab den Beginn der Lieferung des ersten russischen Arzneimittels gegen Coronavirus „Avifavir“ nach Südafrika und sieben lateinamerikanische Länder bekannt.

„RDIF und ChemRar Group haben mit der Lieferung von Avifavir nach Südafrika begonnen“, sagte RDIF am Montag in einer Erklärung.

Der Generaldirektor des Arzneimittelherstellers, Andrey Blinov, sagte, Russland produziere Avifavir in „ausreichenden Mengen, um die Bedürfnisse der russischen Gesundheitsversorgung zu befriedigen und eine ausländische Lieferung des Arzneimittels unbeschadet der Inlandsnachfrage ermöglicht“.

„Südafrika befindet sich derzeit in einer schwierigen Phase der Koronarkrise und wir haben bereitwillig auf die Anfrage der Partner, unser Medikament zu kaufen, reagiert“, sagte Blinov in der Nachricht.

Das Unternehmen unterzeichnete auch eine Vereinbarung mit einem bolivianischen Unternehmen über den Verkauf von Avifavir an Argentinien, Bolivien, Honduras, Paraguay, El Salvador, Uruguay und Ecuador.

Die Vereinbarung sieht die Lieferung von mindestens 150.000 Avifavir-Paketen vor. Zusätzlich wird die Technologie zur Gewinnung der fertigen Darreichungsform „Avifavir“ auf den Produktionsstandort des Partners in Bolivien übertragen.

Der Leiter des RDIF, Kirill Dmitriev, sagte, dass Avifavir bereits in 15 Länder geliefert wird. „Wir haben eine gute Leistung erzielt – dieses Medikament wird bereits in mehr als 15 Länder geliefert“, sagte Dmitriev am Montag in der Sendung Russia 24 (VGTRK).

Er bemerkte, dass es international zwei antivirale Medikamente gibt, die in eine bestimmte Anzahl von Ländern geliefert werden – das amerikanische „Remdesivir“ und „Avifavir“.

„Und 90% von Remdesivir wurden von den USA gekauft. Daher ist es für uns nicht überraschend, dass 15 Länder unser Medikament kaufen. Und es zeigt wirklich sehr gute Ergebnisse. Wir sehen, dass nicht nur der russische Impfstoff gefragt ist, sondern auch unser Medikament“, erklärte Dmitriev.

Ende Mai wurde bekannt, dass das Gesundheitsministerium das erste russische Arzneimittel zur Behandlung des Coronavirus, Avifavir, registriert hat. Es wird von einem Joint Venture zwischen RDIF und ChemRar Group hergestellt.

Wie RDIF berichtet, ist dies „das erste in der Russischen Föderation registrierte Medikament mit einer direkten antiviralen Wirkung, die die Vermehrung des Coronavirus stört“, und es hat „eine hohe Effizienz bei der Behandlung von Patienten mit Coronavirus während klinischer Studien“ gezeigt.

Avifavir wurde gut untersucht, da es seit 2014 in Japan gegen schwere Formen der Influenza angewendet wird.

4. August 2020

Der bürgerliche Irrationalismus drängt zur Form der Religion (Linke Zeitung)

Sowohl „Demonstranten“ als auch „Gegendemonstranten“ am 1.8. in Berlin bestätigen, dass der bürgerliche Irrationalismus nicht „freischwebend“ bleiben kann, sondern zur Form der Religion drängt – mit allen Merkmalen des Fanatismus, des Messianismus, der gnadenlosen Denunziation der Ungläubigen.

hier weiterlesen:
Der bürgerliche Irrationalismus drängt zur Form der Religion

4. August 2020

Im Falle der Wiederwahl Trumps: Bolton schließt Nato-Austritt der USA nicht aus (Sputniknews)

https://de.sputniknews.com/politik/20200803327627299-im-falle-der-wiederwahl-trumps-bolton-schliesst-nato-austritt-der-usa-nicht-aus-/

Der frühere Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, hat in einem Interview mit dem „Handelsblatt“ die Auffassung vertreten, dass die USA im Falle der Wiederwahl Trumps tatsächlich aus der Nato austreten könnten. Einen Rückzug aus der Nato fänden nur eine Handvoll Republikaner gut. „Aber falls er (Trump – Anm. d. Red.) die Wiederwahl gewinnt, dann könnten diese Schranken wegfallen. Wer weiß, was er in einer zweiten Amtszeit alles tun würde?“, so Bolton.

Auf die Frage, welchen Rat er für Angela Merkel und andere europäische Staatschefs im Falle einer Wiederwahl Trumps geben kann, antwortete Bolton: „Ein Großteil der europäischen Diplomatie müsste in einer zweiten Amtszeit über den Kongress gehen“.

„Repräsentantenhaus und Senat können sich gegen den Präsidenten stellen. Sollte es zu einem Rückzug aus der Nato kommen oder zu einem weiteren deutlichen Truppenabzug aus Europa, könnte es sowohl bei den Demokraten als auch bei den Republikanern zu starkem Widerstand kommen“. Daher gab Bolton den Europäern den Ratschlag, sich an den Kongress zu wenden.

Trumps Drohung
Laut Bolton hatte Trump beabsichtigt, beim Nato-Gipfel 2018 den Staats- und Regierungschefs der Teilnehmerländer mit dem US-Ausstieg aus dem Nordatlantischen Bündnis zu drohen, falls sie nicht ihre Verteidigungsausgaben auf zwei Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) erhöhen würden.
In seinem Buch „Der Raum, in dem es geschah: Memoiren aus dem Weißen Haus“, das im Juni erschienen ist, berichtete Bolton, er habe mit Außenminister Mike Pompeo Trumps Drohung besprochen. Die beiden Politiker hätten beschlossen, den Staatschef von einem Verbleib im Bündnis zu überzeugen, aber eventuell die Beiträge der Vereinigten Staaten zu reduzieren. Trump sei Boltons Empfehlung gefolgt, indem er seine Unterstützung für die Nato bekannt gegeben und gleichzeitig jene Bündnisstaaten kritisiert habe, die noch über kleine Verteidigungshaushalte verfügten.

4. August 2020

USA reduzieren „sehr bald“ ihre Militärpräsenz in Afghanistan – Trump (Sputniknews)

https://de.sputniknews.com/politik/20200804327628792-afghanistan-usa-truppenabzug-trump/
4.8.2020
Die Vereinigten Staaten werden laut US-Präsident Donald Trump bald ihre Militärpräsenz in Afghanistan auf 4000 Soldaten herunterfahren, wie er in einem Interview mit dem Webportal Axios, das am Montag (Ortszeit) von dem TV-Sender HBO ausgestrahlt wurde, erläuterte.

„Wir werden sie (die Zahl der Soldaten – Anm. d. Red.) in sehr kurzer Zeit auf 8000 reduzieren, und dann werden wir sie auf 4000 reduzieren. Wir verhandeln gerade“, erklärte Trump.
Wann genau das Militärkontingent reduziert werden soll, präzisierte er nicht. „Sehr bald“, gab Trump lediglich an und weigerte sich, einen konkreten Zeitrahmen zu nennen.
Auf die Frage des Journalisten nach der Anzahl der Truppen in Afghanistan während der Wahlen im November in den USA antwortete Trump, sie werde sich zu dem Zeitpunkt „wahrscheinlich auf 4000 bis 5000“ belaufen.
Zuvor hatte Außenminister Mike Pompeo bekannt gegeben, dass die Vereinigten Staaten planen, ihre Truppen bis Mai 2021 vollständig aus Afghanistan abzuziehen.
Ende Februar unterzeichneten die USA und die radikale afghanische Bewegung „Taliban“ in Katar das erste Friedensabkommen seit mehr als 18 Jahren Krieg, das den Abzug der ausländischen Truppen aus Afghanistan innerhalb von 14 Monaten und die Aufnahme eines innerafghanischen Dialogs nach dem Abschluss des Gefangenenaustauschs vorsieht.

4. August 2020

Sweden Sacrifices Lives for „FREEDOM“

4. August 2020

Oppositionsparteien in Venezuela wollen die Parlamentswahlen boykottieren (amerika21)

https://amerika21.de/2020/08/242249/venezuela-boykott-parlamentswahlen

4. August 2020

Deutschland im Hohen Norden (german-foreign-policy.com)

 

(Eigener Bericht) – Die Bundesrepublik wird in Zukunft militärpolitisch enger mit den Staaten Nordeuropas kooperieren und damit in den Machtkampf um die Arktis eingreifen. Wie das Bundesverteidigungsministerium berichtet, hat Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer im Vorfeld der deutschen EU-Ratspräsidentschaft ausführlich mit ihren Amtskollegen in Finnland, Schweden, Norwegen und Dänemark konferiert; die vier nordeuropäischen Staaten haben umfangreichere militärische Aktivitäten im Hohen Norden in Aussicht gestellt. Ursache ist, dass wegen des Klimawandels die Eismassen in der Arktis schmelzen und sowohl den Zugriff auf große Rohstofflagerstätten als auch neue Seewege freigeben. Laut Experten könnten die arktischen Gewässer schon 2030 im Spätsommer gänzlich eisfrei sein. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Rivalität um Einfluss in den Arktisregionen rasant an Schärfe. Während China sich um eine „Polare Seidenstraße“ bemüht, haben das Pentagon und jüngst auch die U.S. Air Force eine Arktisstrategie publiziert. Auch Russland mit seiner langen Nordküste ist involviert.

Weiterlesen
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8354/

%d Bloggern gefällt das: