Nulands Plan zur Russlandpolitik der USA ist dumm und riskant (RT Deutsch)


Victoria Nuland brachte als Maidan-Hebamme das heutige ukrainische Regime als wahres Monstrum ans Licht der Welt. Nun skizziert sie für eine mögliche US-Regierung unter Biden eine Russlandpolitik, die nach dem Artikel in Foreign Affairs nur dumm, wahnwitzig und gefährlich wäre.
von Nebojsa Malic – 27.06.2020

Victoria Nuland, jene berüchtigte US-Diplomatin, die auch als „Hebamme“ des ukrainischen Staatsstreichs von 2014 bekannt wurde, hat eine Russland-Strategie für eine theoretische Biden-Regierung skizziert. Sie basiert auf Phantastereien und Projektionen und ist daher wertlos.

Vielleicht erinnern Sie sich an „Tori“ Nuland aus Zeiten der sogenannten „Revolution der Würde“ in der Ukraine – am ehesten vielleicht an den schlechten PR-Scherz, als sie an „friedliche Demonstranten“ auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew Gebäck verteilte. Begleitet wurde sie vom US-Botschafter Geoffrey Pyatt – einige Wochen danach fand zwischen beiden das berühmt gewordene Telefonat darüber statt, welcher der Protestanführer künftig eine Regierung bilden darf. Eine Aufzeichnung des Gespräches gelangte später an die Öffentlichkeit. Sehr bald nach dem Gespräch führten die von den beiden Gesprächspartnern favorisierten Personen einen bewaffneten Putsch gegen die Regierung in Kiew an und setzten eine eigene Regierung ein.

Das war jedoch dann auch schon der Höhepunkt von Nulands diplomatischer Laufbahn: Nach der Amtseinführung von Präsident Donald Trump schied sie aus dem Außenministerium aus und ging in die Privatwirtschaft. Derzeit arbeitet sie für Madeleine Albrights Beratergruppe in Washington.

Jetzt allerdings setzt Nuland zu einem Comeback an: Nicht anders lässt sich ihr Artikel in der Juli-August-Ausgabe der Zeitschrift Foreign Affairs deuten. Der Titel lautet „Pinning Down Putin“ (to pin down, dt.: mit einer Reißzwecke befestigen, im übertragenen Sinn also: verstehen, aber auch festnagelnmit Sperrfeuer niederhalten. Anm. d. Red.).

Der Artikel recycelt als eine Art „Wiederholungssendung“ die für Washington-hörige Medien des Mainstream üblichen Beschuldigungen gegen Russland und projiziert das Fehlverhalten der USA und der NATO auf Moskau. Doch außerdem skizziert Nuland darin im Grunde genommen eine Russland-Politik für eine Biden-Regierung – für den Fall, dass die Demokraten im November dieses Jahres das Weiße Haus erobern sollten, wie es vom US-Establishment erhofft wird. Bei der Lektüre des Artikels gilt es zu bedenken, dass Nuland nicht unbedingt an eine der beiden großen Parteien in den USA gebunden ist – arbeitete sie doch gleichermaßen für Bill Clintons Russland-Guru Strobe Talbott wie auch für Dick Cheney, die graue Eminenz von George W. Bush. Wenn es jemanden gibt, der den überparteilichen Konsens des US-Establishments zu Russland verkörpert, dann ist sie das. Das ist wohl ein Hauptgrund, überhaupt einen Blick in ihr Essay zu werfen.
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