Archive for Juni 28th, 2020

28. Juni 2020

„In die zweite Liga“ Frankreich erheblich schwerer von der Krise getroffen als die Bundesrepublik. (german-foreign-policy.com)

Zu Absprachen über die am Mittwoch beginnende deutsche EU-Ratspräsidentschaft und über den Recovery Fund der EU empfängt Kanzlerin Angela Merkel am heutigen Montag Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Das Zusammentreffen soll mit Blick auf den Kampf gegen die Coronakrise eine stabile deutsch-französische Geschlossenheit suggerieren. Tatsächlich wird Frankreich erheblich schwerer von der Krise getroffen als die Bundesrepublik. Es profitiert vergleichsweise wenig vom EU-Recovery Fund und fällt zudem im innereuropäischen Machtkampf mit Deutschland weiter zurück. Frankreich drohe „in die Zweite Liga“ abzusteigen, heißt es in französischen Kommentaren. Auch mit Blick auf den 80. Jahrestag des deutschen Einmarschs nach Frankreich hat Macron kürzlich berichtet, er beschäftige sich zur Zeit mit der Schrift „L’étrange défaite“, in der der französische Historiker Marc Bloch 1940 die Ursachen für die französische Kriegsniederlage zu analysieren suchte. Unter Bezug auf die gemeinsame Weltkriegsgeschichte treiben Paris und London ihre Kooperation voran.

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https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8318/

28. Juni 2020

Die Theorie vom „ukrainischen Holocaust“, ihre Urheber und ihre deutschen Unterstützer (RT Deutsch)

Das Narrativ, dem zufolge Stalin die ukrainische Nation mit Hunger als „Mordwaffe“ ausmerzen wollte, wurde im Kalten Krieg zu Propagandazwecken entwickelt. Nun läuft in Deutschland eine Kampagne für die Akzeptanz dieser Theorie an – mit ominösen Triebkräften.

von Wladislaw Sankin, 28.06.2020

„Wir sind keine Auftragswissenschaftler“, versichert der Vorredner Prof. Dr. Guido Hausmann von der Universität Regensburg zu Beginn der Konferenz mit Bezug auf einen durchaus denkbaren Lobbyismus-Vorwurf gegen ihn und seine Kollegen. Hausmann ist Mitglied der Deutsch-Ukrainischen Historikerkommission und sollte den Impulsvortrag bei dem Online-Gespräch „Deutschland und der Holodomor“ des den Grünen nahestehenden Thinktanks „Zentrum Liberale Moderne“ (LibMod) am 23. Juni halten.

Die bekannte grüne Polit-Rentnerin Marieluise Beck, der Osteuropasprecher und ihr Nachfolger im Deutschen Bundestag Manuel Sarrazin, der CDU-Abgeordnete Arnold Vaatz, zwei ukrainische Rada-Abgeordnete und ein weiterer Historiker nehmen daran teil. Mit der Diskussion wollen sie die Debatte um die Anerkennung der Hungersnot in der Ukrainischen SSR in den Jahren 1932/33 als Genozid an der ukrainischen Nation in Schwung bringen.
Hier weiterlesen: https://deutsch.rt.com/europa/103891-die-theorie-vom-ukrainischen-holocaust-ihre-urheber-deutsche-unterstuetzer/

Auszug:
(…)
In Reaktion auf diese Kampagne gab Russland viele Geheimakte in den Archiven frei und intensivierte die eigene Forschungsarbeit über den Hunger in der Sowjetunion. „Dank unserer Bemühungen hat es dann trotz des massiven politisch motivierten Drucks keine juristische Einstufung der Hungerkrise als Genozid auf der Ebene der internationalen Organisationen gegeben“, sagt der russische Historiker Wiktor Kondraschin. Eine solche Einstufung wäre sehr schade, denn die ethnisch-national motivierte Genozid-Theorie sei schlicht unwahr und amoralisch.

Kondraschin ist der führende russische Spezialist für die russische und sowjetische Agrargeschichte des 20. Jahrhunderts. Er ist Autor Hunderter Publikationen und Herausgeber der von 2011 bis 2013 erschienen mehrbändigen Quellensammlung zur Hungersnot in der Sowjetunion. Besonders wertvoll ist die geheime Behördenkommunikation, vor allem die Beschreibungen der Lage durch den Inlandsgeheimdienst und die Verordnungen aus Moskau. Es gibt keinen einzigen Beweis für eine von Kreml absichtlich erwirkte Hungersnot, so der Historiker in vielen seiner Interviews. Die Zahl der Toten in der Ukraine und in der restlichen Sowjetunion sei ungefähr gleich: Derzeit gehe man von insgesamt etwa fünf bis sechs Millionen Opfer aus. Die Ursache für die Krise sei sehr komplex und auf mehrere politische Faktoren und verhängnisvolle Fehlentscheidungen zurückzuführen – auch wenn die Staatsmacht bei der Kollektivierung und der Eintreibung der Ernteabgaben äußerst gewaltsame und zynische Methoden gegen die Bauernschaft angewandt habe.

„Die Geschichte kennt keine schmerzlosen Fälle des Zerfalls der Bauernzivilisation unter dem Druck der industriellen. Aber in der UdSSR war dieser Prozess besonders dramatisch und mit harten Folgen für das Schicksal von Millionen von sowjetischen Bauern in allen Ecken des Landes“, sagte Kondraschin in einem Sputnik-Interview.

Auch auf der Ebene der Logik sei die Genozid-Theorie falsch: Für die Industrialisierung brauchte die Sowjetunion Millionen arbeitender Hände sowohl in der Stadt als auch auf dem Land, auch um die rasch wachsende Arbeiterschaft zu ernähren. Außerdem war der Getreideexport mit Ausnahme der Hungerjahre die wichtigste Devisenquelle für den Einkauf von Maschinen. Die agrarisch geprägte Ukraine baute Stalin zu einer stark industrialisierten Vorzeigeregion auf. In diesem Kontext wird oft die Verfügung Stalins zitiert, die er mitten in der Krise erließ. „(Es ist nötig), sich das Ziel zu setzen, die Ukraine in kürzester Zeit in eine echte Festung der UdSSR, in eine wahre Vorbild-Republik zu verwandeln. Kein Geld darf dafür gescheut werden.“

Kondraschin ist weltweit angesehen, seine Arbeiten erscheinen in vielen Sprachen. Seine ukrainischen und ausländischen Opponenten kennt er persönlich. „Sie sind keine schlechten Menschen, oft sind sie nur schlecht informiert“, sagt er in einer Vorlesung. Auch einer der US-Väter der „ukrainischen“ Genozid-Theorie James Mace habe ihm nach der Lektüre eines seiner Bücher geschrieben, dass er nicht gewusst habe, dass der Hunger auch auf dem Territorium der Russischen SFSR wütete. Kondraschin lässt in seinen Artikelsammlungen auch ukrainische Autoren zu Wort kommen, Angst vor ihrer Argumentation hat er nicht. „Der Großteil der seriösen Forscher unterstützt sie nicht“, sagt er.

„Russische Wissenschaftler beweisen mit ihrer Offenheit für Debatten hohe wissenschaftliche Standards“, schreibt der schwedische Historiker Lennart Samuelsonin einem Artikel. Darin fasst er seine Eindrücke von einem internationalen runden Tisch der Russischen Akademie der Wissenschaften zum Thema Hungersnot zusammen. Samuelson scheint zu Kondraschins Thesen zu tendieren, wenn er auf die Monografie der australischen Agrarhistoriker RobertDavies und Stephen Wheatcroft „Die Jahre des Hungers“ (2004) hinweist. Deren Schlussfolgerung ist, dass „die sowjetische Führung mit einer Hungerkrise zu kämpfen hatte, die durch ihre verfehlte Politik verursacht worden war, aber unerwartet und unerwünscht war“.

Kondraschin betont, dass die Hungersnot eine große gemeinsame Tragödie aller Einwohner der Sowjetunion war. Das Gedenken an die Verstorbenen soll einen und nicht spalten und aufhetzen, ein „Tanz auf Gräbern“ sei inakzeptabel. Die Teilnehmer der Online-Konferenz „Deutschland und der Holodomor“ kennen Kondraschin und seine Thesen. Die Frage ist allerdings, ob sie ihn und seine russischen Kollegen zu den von ihnen angekündigten Diskussionen zu diesem Thema nach Deutschland einladen.

28. Juni 2020

„Hygienedemos“ / “ nichtohneuns“ fast im Gleichschritt mit einem Aufruf von Regime-Change-Organisationen

corona-diktatur

„Hygienedemos“ / “ nichtohneuns“ etwa im Gleichschritt? – mit den Regime-Change-Organisationen „National Endowment for Democracy“ , IDEA und illustren „Persönlichkeiten“, die sich ganz besonders um Regime-Change durch Subversion und Kriege verdient gemacht haben. Das könnte vielleicht einige kritischere Teilnehmer zumindest zum Grübeln veranlassen, wer sich da alles an ihrer Seite befindet.

Kultur & Corona : Nobelpreisträger warnen vor Gefahren für die Demokratie
https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/nobelpreistraeger-warnen-vor-gefahren-fuer-die-demokratie-li.89648?mktcid=smsh&mktcval=OS%20Share%20Hub

englischer Text des Aufrufs und Unterschriften:

 Covid-19 crisis threatens democracy, leading world figures warn

Deutsch: 

https://www.idea.int/sites/default/files/multimedia_reports/A_Call_to_Defend_Democracy-Letter_German-June2020.pdf

 

 

28. Juni 2020

Nulands Plan zur Russlandpolitik der USA ist dumm und riskant (RT Deutsch)


Victoria Nuland brachte als Maidan-Hebamme das heutige ukrainische Regime als wahres Monstrum ans Licht der Welt. Nun skizziert sie für eine mögliche US-Regierung unter Biden eine Russlandpolitik, die nach dem Artikel in Foreign Affairs nur dumm, wahnwitzig und gefährlich wäre.
von Nebojsa Malic – 27.06.2020

Victoria Nuland, jene berüchtigte US-Diplomatin, die auch als „Hebamme“ des ukrainischen Staatsstreichs von 2014 bekannt wurde, hat eine Russland-Strategie für eine theoretische Biden-Regierung skizziert. Sie basiert auf Phantastereien und Projektionen und ist daher wertlos.

Vielleicht erinnern Sie sich an „Tori“ Nuland aus Zeiten der sogenannten „Revolution der Würde“ in der Ukraine – am ehesten vielleicht an den schlechten PR-Scherz, als sie an „friedliche Demonstranten“ auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew Gebäck verteilte. Begleitet wurde sie vom US-Botschafter Geoffrey Pyatt – einige Wochen danach fand zwischen beiden das berühmt gewordene Telefonat darüber statt, welcher der Protestanführer künftig eine Regierung bilden darf. Eine Aufzeichnung des Gespräches gelangte später an die Öffentlichkeit. Sehr bald nach dem Gespräch führten die von den beiden Gesprächspartnern favorisierten Personen einen bewaffneten Putsch gegen die Regierung in Kiew an und setzten eine eigene Regierung ein.

Das war jedoch dann auch schon der Höhepunkt von Nulands diplomatischer Laufbahn: Nach der Amtseinführung von Präsident Donald Trump schied sie aus dem Außenministerium aus und ging in die Privatwirtschaft. Derzeit arbeitet sie für Madeleine Albrights Beratergruppe in Washington.

Jetzt allerdings setzt Nuland zu einem Comeback an: Nicht anders lässt sich ihr Artikel in der Juli-August-Ausgabe der Zeitschrift Foreign Affairs deuten. Der Titel lautet „Pinning Down Putin“ (to pin down, dt.: mit einer Reißzwecke befestigen, im übertragenen Sinn also: verstehen, aber auch festnagelnmit Sperrfeuer niederhalten. Anm. d. Red.).

Der Artikel recycelt als eine Art „Wiederholungssendung“ die für Washington-hörige Medien des Mainstream üblichen Beschuldigungen gegen Russland und projiziert das Fehlverhalten der USA und der NATO auf Moskau. Doch außerdem skizziert Nuland darin im Grunde genommen eine Russland-Politik für eine Biden-Regierung – für den Fall, dass die Demokraten im November dieses Jahres das Weiße Haus erobern sollten, wie es vom US-Establishment erhofft wird. Bei der Lektüre des Artikels gilt es zu bedenken, dass Nuland nicht unbedingt an eine der beiden großen Parteien in den USA gebunden ist – arbeitete sie doch gleichermaßen für Bill Clintons Russland-Guru Strobe Talbott wie auch für Dick Cheney, die graue Eminenz von George W. Bush. Wenn es jemanden gibt, der den überparteilichen Konsens des US-Establishments zu Russland verkörpert, dann ist sie das. Das ist wohl ein Hauptgrund, überhaupt einen Blick in ihr Essay zu werfen.
Hier weiter: https://deutsch.rt.com/meinung/103741-altbackene-platzchen-von-victoria-nuland-plan-russlandpolitik-usa-dumm-riskant/

28. Juni 2020

Portugal führt im Großraum Lissabon erneut massive Ausgangsbeschränkungen ein – von Ralf Streck (telepolis)


26. Juni 2020 Ralf Streck
Die Frage ist, ob das Land zu schnell die Maßnahmen gegen die Pandemie gelockert hat und ob sich der erneute Ausbruch fatal auf den Tourismus auswirkt.
Hier weiterlesen: https://www.heise.de/tp/features/Portugal-fuehrt-im-Grossraum-Lissabon-erneut-massive-Ausgangsbeschraenkungen-ein-4796723.html

28. Juni 2020

„Syrien hat sehr gut reagiert“ – Karin Leukefeld zur Corona-Lage im kriegsgebeutelten Land (Video)

Am Freitag hat die WHO ein Update zur Corona-Lagen im kriegsgeplagten Syrien abgegeben. Zur Lage dort sprach RT Deutsch mit der Syrien-Korrespondentin Karin Leukefeld. Ihr Fazit: Mit strengen Regeln zur Eindämmung der Pandemie mache Syrien seine Sache gut.
Das könne aber nur mit Gewissheit von den Gebieten gesagt werden, die unter Regierungskontrolle stehen. Das eigentlich gute Gesundheitssystem des Landes leide vor allem unter der Abwanderung zahlreicher gutausgebildeter Fachkräfte.
Als besonders schwere Last für die Bevölkerung erweisen sich laut Leukefeld die westlichen Sanktionen gegen Syrien. Diese verhinderten auch den Handel und Austausch mit den Nachbarländern, die dadurch ebenfalls zu leiden hätten.
Zum Video-Interview:: https://deutsch.rt.com/der-nahe-osten/103925-syrien-hat-sehr-gut-reagiert/

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