Pressemitteilung: Wir wollen in Frieden mit Russland leben (Friedenkoordination Berlin)

ScreenHunter 3697Berliner Friedensaktivistinnen und -aktivisten möchten mit dem beigefügten Brief an die russländische Bevölkerung ihre solidarischen Grüße und ihren Dank zum 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus durch die Rote Armee übermitteln.

„Wir sind uns der großen Opfer bewusst, die die Völker der Sowjetunion im Kampf gegen den deutschen Faschismus gebracht haben“, betont die Moderatorin der Berliner Friedenskoordination, Laura v. Wimmersperg.

Die Idee, einen Brief zu schreiben, entstand Ende des vergangenen Jahres in der Berliner Friedensbewegung im Rahmen der Protestvorbereitungen gegen das Großmanöver „Defender 2020“. Es ist richtig, dass die Vorbereitungen und die Durchführung des Manövers wegen der Ausbreitung von Covid-19 erst einmal unterbrochen wurden. Die Initiatoren des Briefes müssen aber leider davon ausgehen, dass es sich nur um eine zeitliche Verschiebung handelt, nicht um einen politischen Sinneswandel seitens der NATO.

Wie man auf der Internetseite http://www.frikoberlin.de/offener-brief-an-die- russlaendische-bevoelkerung/ nachverfolgen kann, unterstützten seit Beginn der Unterschriftensammlung am 7. März innerhalb von vier Wochen mehr als 2100 Menschen aus der ganzen Bundesrepublik diesen Brief. Sie machen damit ihre Ablehnung der immer gefährlicher werdenden antirussischen Politik der Bundesregierung und der NATO deutlich.

Laura v. Wimmersperg weiter: „Wir verurteilen militärische Provokationen wie dieses Manöver an der Westgrenze Russlands. Außerdem widersetzen wir uns allen neuerlichen Versuchen, die Geschichte des 2. Weltkrieges zu fälschen. Wir sehen darin den Versuch, die aggressive Politik gegen die Russische Föderation zu rechtfertigen. Wir wollen in Frieden mit Russland leben. Dafür setzen wir uns ein.“

Berlin, 1. Mai 2020

Kontakt:
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Jutta Kausch
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