Danke Sahra! – „Jetzt zählt das Wir“? Antwort auf die Solidaritätsheuchler | Wagenknechts Wochenschau #11

Ein Wohl, diesen Worten von Sahra Wagenknecht zuzuhören.

Sicherlich hätte man sich auch einen deutlichen Hinweis auf die internationale Solidarität wünschen können. Einen ausdrücklicher Dank beispielsweise für das Engagement von China, Russland und Kuba! Aber zumindest hört man hier nicht die zur Zeit in den „alternativen Medien“ allgegenwärtige These von einer „harmlosen Grippewelle“ heraus. Auch der Begriff „Maulkorb“ fällt nicht. Das ist wohltuend.

Die Solidarität in einer immer unsolidarischer werdenden Gesellschaft lobt Sahra Wagenknecht. Solidarität mit den Freunden und Verwandten von Verstorbenen und Erkrankten vermisst man dagegen völlig in den Beiträgen der Medienplattformen um Ken Jebsen. Folgerichtig vermisst man auch Solidarität oder Mitgefühl mit denjenigen Menschen in den Krankenhäusern, die um das Leben der Betroffenen kämpfen. Man will uns tatsächlich erklären, wir lebten bereits in einer Diktatur, und legten uns aus reiner Angst, wie dumme Schafe, einen Mundschutz an. Über Menschen, die diesen „Maulkorb“ tragen, macht man sich lustig.

Wir leben derzeit weder in einer Diktatur, noch in einem Polizeistaat. Es ist richtig und wichtig über Bürgerrechte zu wachen und sich aktiv für die Einhaltung derselben zu streiten. Es gibt viele Auswüchse, denen man sich entgegenstellen muss. Die hysterische Art und Weise wie hier argumentiert und demonstriert wird ist abzulehnen. Noch dazu geschieht dies nur mit dem Blick durch die nationale Brille. Keine Solidarität mit den Opfern der Corona-Krise in Italien, Spanien oder Frankreich. Die von Ken Jebsen und unterstützenden Webseiten vorgebrachten Vergleiche und Verharmlosungen sind schlichtweg menschenverachtend.

Darüberhinaus werden auch die Bemühungen China, Russlands und Kubas höchstenfalls am Rande erwähnt. Zudem sieht man sich im Schulterschluss mit Webseiten, die China sogar offen dämonisieren, antikommunistische Standpunkte vertreten.

Dass sogar Nachrichtenportale, wie die Nachdenkseiten weiterhin die Positionen von Ken Jebsen und dieser Koalition unterstützen, sich sogar von Ken Jebsen interviewen lassen, ist ein Zeichen für das fatale Ausmaß fehlender Solidarität und maßloser Verwirrung.

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Wem sollen wir glauben – Sahra Wagenknecht oder Ken Jebsen?

Wir distanzieren uns ausdrücklich von diesen Positionen der „alternativen Medien“. Gleichzeitig bin ich Sahra Wagenknecht sehr dankbar für diesen Beitrag, wenn ich auch nicht immer in allen Punkten mit ihr übereinstimme.