Ein Video des russischen Verteidigungsministeriums zeigt, wie in Syrien wegen der Corona-Krise Straßenkontrollen durchgeführt werden. Bei der im Video zu sehenden Autobahn handelt es sich um die Verbindungsstrecke zwischen den beiden großen Städten Latakia und Hama.
Eine Krankenschwester misst bei allen Insassen das Fieber. Die Autofahrer haben für die Kontrollen Verständnis. Menschen mit Fieber werden in Krankenhäuser eingeliefert. In allen größeren Städten wurden Krankenhausabteilungen für Corona-Patienten umgerüstet. Bildungseinrichtungen wurden bereits zuvor geschlossen und der öffentliche Verkehr innerhalb der Provinzen eingestellt.
Alle Städte in Syrien verhängten Ausgangssperren von 18 Uhr bis sechs Uhr morgens. Am Wochenende sind die Maßnahmen noch strenger: Die Menschen dürfen nur vormittags das Haus verlassen. Syrien hatte Ende März als eines der letzten Länder der arabischen Welt seinen ersten Coronavirus-Fall gemeldet. Kurz darauf meldeten die Gesundheitsbehörden auch den ersten Todesfall im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit.
https://deutsch.rt.com/der-nahe-osten/101680-syrien-in-corona-krise-aerzte-messen-bei-autofahrern-temperatur/
Desaster des Menschenrechtsdiskurses. Unter dem Vorwand, das ´Assad-Regime` nicht unterstützen zu wollen, bleiben die westlichen Sanktionen – einschließlich medizinischer Hilfsgüter – bestehen.
Am 16. April sprach Sabine Kebir mit Karin Leukelfeld über die Corona-Krise in Syrien. Als ´Hilfen für Syrien` geben westliche Medien die Hilfen aus, die ausschließlich bestimmt sind für die von Rebellen beherrschten Teile der Provinz Idlib und für Flüchtlingslager, die die Türkei kontrolliert.
So bleibt die Öffentlichkeit uninformiert, dass die von der regulären Armee kontrollierten Gebiete Syriens der Corona-Epidemie fast schutzlos ausgeliefert sind. Es bleibt nur das Mittel strenger Isolations- und Ausgehbestimmungen für die Bevölkerung. Durch die Boykottbestimmungen wird Syrien auch daran gehindert, selbst medizinische Güter zu erwerben. Medizinische Hilfe kommt nur aus China und Russland.
Während der UNO-Generalsekretär und der Papst zur Beendigung der Sanktionen aufgerufen haben, versäumen es selbst linke Organisationen in Deutschland, sich öffentlich dafür zu engagieren. Zur Sprache kommt auch der erneuerte Vorwurf an die Regierungsarmee, Giftgas eingesetzt zu haben.
Zum Interview: https://weltnetz.tv/video/2325-corona-syrien-keine-westlichen-hilfen
