Archive for April 5th, 2020

5. April 2020

Hilfe statt Sanktionen. China und »Gruppe der 77« fordern: Boykottmaßnahmen gegen arme Länder während Coronakrise aussetzen. Washington und Brüssel unbeeindruckt (junge Welt)

https://www.jungewelt.de/artikel/375944.gegen-zwangsma%C3%9Fnahmen-hilfe-statt-sanktionen.html

Immer mehr Staaten weltweit fordern im Kampf gegen die ­Covid-19-Pandemie die sofortige Einstellung der westlichen Wirtschaftssanktionen. Am Freitag verabschiedeten die »Gruppe der 77« und China eine Erklärung, in der sie »schnelle und wirksame Maßnahmen« verlangen, »um den Einsatz einseitiger ökonomischer Zwangsmaßnahmen gegen Entwicklungsländer zu unterbinden«. Dem Zusammenschluss, der bei seiner Gründung im Jahr 1964 exakt 77 Mitglieder hatte, gehören inzwischen 134 sogenannte Schwellen- und Entwicklungsländer, in denen rund 80 Prozent der Weltbevölkerung leben. In ihrer Erklärung weisen die »G 77« darauf hin, dass die Sanktionen »eine negative Wirkung auf die Fähigkeit der Staaten haben, wirksam« auf die Pandemie »zu reagieren«. Vor allem würden den betroffenen Ländern medizinische Ausrüstung und weitere Güter vorenthalten, die sie dringend benötigten, um ihre Bevölkerungen zu versorgen. Zudem blockierten die Wirtschaftssanktionen die internationale Zusammenarbeit, ohne die es unmöglich sei, die Pandemie zu besiegen.

Die Forderung nach einer sofortigen Einstellung der Sanktionen wird seit geraumer Zeit erhoben. Bereits vor dem G-20-Sondergipfel am 26. März hatte UN-Generalsekretär António Guterres verlangt, diese Staaten müssten ihre Zwangsmaßnahmen gegen Drittländer aussetzen, um »Zugang zu Nahrung, zur notwendigen Gesundheitsversorgung und zu medizinischer Covid-19-Hilfe sicherzustellen«: »Jetzt ist es Zeit für Solidarität, nicht für Ausschluss«, konstatierte Guterres. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte die Forderung auf dem G-20-Gipfel vorgetragen – freilich ohne Erfolg. Russland hatte zudem am vergangenen Donnerstag eine Resolution in die UN-Generalversammlung eingebracht, mit der ebenfalls verlangt wurde, ­Guterres’ Forderung umzusetzen und die Sanktionen zugunsten des Kampfs gegen die Covid-19-Pandemie zurückzustellen. Die Resolution scheiterte auf Betreiben der Vereinigten Staaten, der EU, Großbritanniens, der Ukraine und Georgiens. Statt dessen wurde auf westliche Initiative eine alternative Erklärung beschlossen, in der mit warmen Worten, allerdings in der Sache gänzlich unverbindlich, für eine »stärkere internationale Zusammenarbeit« im Kampf gegen die Pandemie plädiert wird. Wie das möglich sein soll, solange die Sanktionen die Zusammenarbeit gezielt blockieren, wurde nicht erklärt.

Weit davon entfernt, das Bemühen um einen Sturz missliebiger Regierungen etwa im Iran oder in Venezuela mittels Sanktionen womöglich zurückzustellen, hat Washington seine Zwangsmaßnahmen zuletzt punktuell ausgeweitet und den Druck auf Venezuela mit der Entsendung von Kriegsschiffen vor die Küste des Landes verstärkt. Die EU redet sich mit der Behauptung heraus, die bestehenden Sanktionen stünden der Lieferung von Hilfsgütern zum Kampf gegen die Covid-19-Pandemie nicht im Weg. Dies trifft freilich, wie unter anderem Berichte aus Iran bestätigen, allenfalls in der Theorie, nicht aber in der Praxis zu. Darüber hinaus hat der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Freitag bekräftigt, Brüssel halte Sanktionen auch weiterhin für »unverzichtbar«, um gegen »Brüche des Völkerrechts«, gegen »Menschenrechtsverletzungen« und gegen »Störer von Friedensprozessen« vorzugehen. Damit stellt sich nach den Vereinigten Staaten auch die EU offen gegen den UN-Generalsekretär sowie gegen die große Mehrheit der Staaten weltweit.

5. April 2020

Wettlauf im Kleinreden und Verharmlosen von COVID19. Allen voran der Rubikon, auch KenFM, Uli Gellermanns Rationalgalerie und leider auch das neue Medium Multipolar (pique-dame.de)

weiterlesen hier:

Ein Virus spaltet die Links-Alternativen

 

5. April 2020

Bald 100.000 Coronafälle in BRD Debatte über Beschaffung von Schutzkleidung. Widerstand gegen Einführung eines»Notparlaments« (junge Welt)

https://www.jungewelt.de/artikel/375945.coronakrise-bald-100-000-coronaf%C3%A4lle-in-brd.html

5. April 2020

Fight Against Coronavirus: Kerala Model Of Health Care Leads in India By Example


The Left Democratic Front (LDF) is leading the government; Pinarayi Vijayan of the Communist Party of India (Marxist) is the Chief Minister

5. April 2020

Schläge, Schüsse, Demütigungen. Afrikanische Staaten setzen Ausgangssperre teilweise brutal durch. Armut, Enge und Hunger erschweren Kampf gegen Corona.

https://www.spiegel.de/politik/ausland/corona-so-brutal-setzen-afrikanische-staaten-die-ausgangssperre-durch-a-8a22a672-47b3-4d49-aab5-55053557e8d2

5. April 2020

Corona-Krise: Verschwundene Masken: Bundesregierung prüft Berliner Vorwürfe gegen die USA. Berlins Regierender Bürgermeister behauptet, die USA hätten für die Berliner Polizei bestimmte Schutzmasken umgeleitet. Viele sind Fragen offen. (Berliner Zeitung)

Zur Erinnerung:
Sechs Millionen Corona-Schutzmasken spurlos verschwundenDiese Meldung vom 24.März brachten auch andere deutsche Medien. Aber schnell verstummten sie, denn Kenia reagierte umgehend: Die Überprüfung des Falles habe ergeben, dass die Nachricht des Spiegels  ein eindeutiges Fake sei. Seitdem war auch nichts mehr zu hören.

Mit Fakes vom eigenen Versagen ablenken?

https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/bundesregierung-schaltet-sich-in-maskensstreit-zwischen-berlin-und-den-usa-ein-li.80526
4.4.2020
Verschwundene Masken: Bundesregierung prüft Berliner Vorwürfe gegen die USA
Berlins Regierender Bürgermeister behauptet, die USA hätten für die Berliner Polizei bestimmte Schutzmasken in die Staaten umgeleitet. Doch bei dem Vorgang sind viele Fragen offen.

5. April 2020

Corona in Kuba: Teile Havannas unter Quarantäne (amerika21)

Nur einige ausgewählte Personen, „die außerhalb der Gemeinde unverzichtbar sind“, dürfen noch das Haus und die Zone verlassen und müssen sich zuvor einem Covid-19-Test unterziehen. Für alle anderen gilt dann eine strikte Ausgangssperre. Auch kein Bus darf dann mehr durch das Gebiet fahren. „Wir müssen auf der sozialen Isolierung beharren, die uns die Erreichung unserer Ziele im Kampf gegen Covid-19 ermöglicht“

weiterlesen hier:
https://amerika21.de/2020/04/238797/kuba-coronateile-havannas-quarantaene

5. April 2020

COVID19 – Dr Stefan Flores is an emergency medicine specialist in a New York City hospital

5. April 2020

Ökonomie der Pandemie – Vom Shutdown zum Shitstorm – von Prof. Henrik Müller

Henrik Müller ist Professor für wirtschaftspolitischen Journalismus an der Technischen Universität Dortmund. Zuvor arbeitete der promovierte Volkswirt als Vizechefredakteur des manager magazin. Außerdem ist Müller Autor zahlreicher Bücher zu wirtschafts- und währungspolitischen Themen. Für SPIEGEL ONLINE gibt er jede Woche einen pointierten Ausblick auf die wichtigsten Wirtschaftsereignisse der Woche.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/corona-krise-und-wirtschaft-vom-shutdown-zum-shitstorm-kolumne-a-f7d85e9c-0a8c-435e-9bfe-0825b1c04443

5. April 2020

Die Vorbereitung auf die Corona Welle in den Krankenhäusern und der Schutz von Beschäftigten und Patienten darf nicht dem Markt überlassen werden! Offener Brief an die Hamburger Regierung

Beschäftigte aller Berufsgruppen aus Hamburger Krankenhäusern
fordern vom Hamburger Senat.

Die Vorbereitung auf die Corona Welle in den Krankenhäusern und der Schutz
von Beschäftigten und Patienten darf nicht dem Markt überlassen werden!

Internetseite der Hamburger Krankenhausbewegung:
https://www.hamburger-krankenhausbewegung.de

Offener Brief pdf-Datei:
https://drive.google.com/open?id=1n2b-Pb7PaOOZW_9oAooaOIMYZHHJnOg1

Sehr geehrter Bürgermeister Tschentscher,
sehr geehrte Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks,
sehr geehrte Damen und Herren.

Wir bereiten uns in den Krankenhäusern auf eine nie dagewesene Situation vor. Die Corona-Pandemie wird uns hart treffen.

Wir wissen nicht wie hart, aber mit Blick auf Italien, Spanien und Frankreich tun wir gut daran, vom schlimmsten auszugehen. Jeder Tag zählt, um notwendige Maßnahmen zu veranlassen.

Darum genügt es jetzt nicht, den einzelnen Kliniken zu überlassen, wie sie sich vorbereiten.

Das war die Krankenhaus- und Gesundheitspolitik der letzten Jahre, und sie hat uns in den Personalnotstand geführt. Jedes Krankenhaus für sich. Alle gegeneinander. Unterversorgung hier, Überversorgung dort. Je nachdem was die Fallpauschalen hergeben. Und immer weniger Personal einstellen, um mehr Gewinne zu machen oder die fehlenden Zahlungen der Bundesländer für Investitionen auszugleichen. Der Markt soll es regeln. Über dieses ganze bittere Kapitel deutscher Gesundheitspolitik wollen wir jetzt keine großen Worte verlieren. Die Zeit ist knapp und die Probleme sind bekannt.

Was jetzt nötig ist: eine Umkehr um 180 Grad, das bedeutet eine vollumfassende Koordinierung und Kontrolle des Gesundheitswesens durch das Land Hamburg unter Beteiligung von Beschäftigten aller Berufsgruppen aus den Krankenhäusern.

Diese Koordinierung und Kontrolle finden derzeit nicht statt, und das ist unverantwortlich.

Denn um es ganz deutlich zu sagen: Technik alleine versorgt keine Menschen. Die Krise trifft auf absoluten Personalmangel in allen Bereichen, der schon im Normalzustand zu gefährlichen Situationen führt. Und die Organisation in den Kliniken ist in vielen Häusern mehr auf Gewinnmaximierung als auf fachlich sinnvolles Handeln zum Wohle der Patienten ausgerichtet.

Wir hören, dass sie in der Öffentlichkeit davon reden, dass wir das „beste Gesundheitssystem der Welt“ haben. Wir arbeiten in den Krankhäusern und wir erleben es anders. Ja, wir sind fachlich qualifiziert. Ja, wir sind bereit für unsere Patienten in der Krise alles zu geben. Und wir wissen was es braucht, damit uns das ermöglicht wird.

Darum fordern wir

— Anweisung zur Einrichtung erweiterter Krisenstäbe an allen Kliniken.

In die Krisenstäbe müssen neben Klinik- und Pflegedienstleitung unter anderem die qualifiziertesten Vertreter aus jedem der betroffenen Bereiche, leitende Oberärzte, Hygienebeauftragte, Ausbildungsleitung, Jugend und Auszubildendenvertretung, und Betriebsräte aufgenommen werden.

Aufgabe der Krisenstäbe muss sein, wirkungsvolle Schutz- und Testmaßnahmen zu gewährleisten. Qualifikationsketten, Trainings und Protokolle und den verantwortungsvollen Einsatz von Auszubildenden und Berufsgruppen z.B. aus der Therapie und Neu- und Wiedereinsteigern zu organisieren. Die psychologische Betreuung von Beschäftigten und Patienten aufzubauen. Und generell eine verbesserte Information, z.B. über Materialbestände und Maßnahmen in den Häusern zu gewährleisten.

Die erweiterten Krisenstäbe müssen unter Kontrolle von Gesundheitsbehörde und Gesundheitsämtern stehen.

— Ausreichend Schutzmaterial

Zentrale Koordinierung der Verteilung von Schutzmaterial an die Häuser.

Aufbau von Produktionskapazitäten in Hamburg veranlassen: Umrüsten von Produktionsstätten für Masken, Schutzkittel, Schutzbrillen, Handschuhe und Desinfektionsmittel wie in Bayern und Baden-Württemberg.

Aktuell konkurrieren die Häuser untereinander in der Beschaffung von Material. Das führt dazu, das sogar auf Stationen, wo positiv getestetes Klinikpersonal in Patientenkontakt war, keine Schutzausrüstung getragen werden kann. Beenden sie diese gefährlichen Zustände!

— Umfassendes flächendeckendes Testen aller Berufsgruppen und Patienten im Krankenhaus

Durch falsche Entscheidungen und fehlende Protokolle sind schon jetzt Infektionen mit dem SARS-COV Erreger in manchen Kliniken nicht mehr eingrenzbar. Tests sind auch für Klinikpersonal nur nach den bekannten Verdachtsmerkmalen möglich.

Tägliche PCR-Abstriche bei allen Klinikbeschäftigten und Patienten gewährleisten Eindämmung der Infektionen und schützen damit uns und unsere Angehörigen. Sie ermöglichen, das wir bis zum Moment der Ansteckungsgefahr in unseren Teams arbeiten und dann mit entsprechenden Quarantänemaßnahmen unsere Umgebung schützen können.

Diese Maßnahme muss selbstverständlich auch für Senioreneinrichtungen und soziale Einrichtungen gelten. Mit regelmäßigen Tests könnte sogar der unter Umständen überlebensnotwendige regelmäßige Besuch von Angehörigen und Helfenden in Heimen ermöglicht werden.

Aufbau von Kapazitäten zur Produktion von Test-Kits in Hamburg veranlassen. Und Aufbau von Laborkapazitäten zur Auswertung von Tests an Kliniken und in der Stadt organisieren. Wenn Südkorea ein ganzes Land testen kann, sollte das hier doch zumindest in den entsprechenden Einrichtungen möglich sein.

Beschäftigte aus Risikogruppen müssen selbstverständlich bei Lohnfortzahlung freigestellt oder in patientenferne Bereiche versetzt werden.

— Sofortige Anweisung zur Aufstockung von Reinigungspersonal

Viel zu wenig Reinigungspersonal in den ausgelagerten Firmen konnte schon vor der Krise häufig nur Sichtreinigung machen, mit den bekannten hygienischen Folgen. In der Krise ist Reinigung von Kontaktflächen und Entlastung z.B. der Pflege von Reinigungsarbeiten entscheidend. Das Personal muss sofort aufgestockt werden, koste es was es wolle. Die Kollegen müssen Trainings und Einweisungen in feste Bereiche bekommen.

— Konsequente Mobilisierung von Ressourcen

Die Gesundheitsbehörde muss eine tatsächliche Melde- und Koordinationsstelle für GesundheitsarbeiterInnen werden, die uns in dieser Situation in den Krankenhäusern unterstützen wollen.

Eine willkürliche Weiterleitung von Kontakten an einzelne Krankenhäuser ist keine Lösung.

Unbezahlter ehrenamtlicher Einsatz wie derzeit praktiziert, ist keine Lösung. Für die absehbare Dauer der Einsätze braucht es Regelungen die den Freiwilligen ermöglichen mit voller Lohnfortzahlung in den derzeit ausgeübten Berufen freigestellt oder entsprechend bezahlt zu werden.

Freistellung von Lehrern der Schulen für Gesundheitsberufe für Training und Qualifikation in den Häusern.

Diese Krise macht deutlich, dass Marktlogik im Gesundheitssystem nichts zu suchen hat. Selbstverständlich fordern wir daher klare Bekenntnisse der politisch Verantwortlichen in Hamburg zu

— Kostendeckender Finanzierung statt Fallpauschalen
— Verbindliche Regelungen zur bedarfsgerechten Personalbemessung
— Insourcing ausgegliederter Bereiche.

Wir erwarten Ihre Rückmeldung

5. April 2020

Coronavirus: ‚All our ICU patients are in their 50s or younger‘ – Viele Patienten sind 50 Jahre alt oder sogar noch jünger

Der Intensivmediziner erklärt, dass sich die Krankheit „wie ein Lauffeuer“ verbreiten kann und das Potenzial hat, jeden zu töten, selbst wenn man jung und gesund ist.

„Einige von ihnen (die Patienten) sind jünger als ich, und sie sind sicherlich nicht die gebrechlichen, älteren Menschen, von denen einige von uns glaubten, wir würden sie nur sie hier sehen – sie sind jung, sie sind fit und Sie haben junge Familien, genau wie ich. „

Hier ein Interview:
https://www.southwalesargus.co.uk/news/18352485.gwent-doctor-dr-david-hepburn-back-royal-gwent-hospital/

5. April 2020

CODEPINK: Kein Krieg gegen Venezuela! Sanktionen stoppen / COVID19 Hilfe ermöglichen!

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Liebe Unterzeichner,

Wir haben es geschafft! Twitter hat die Konten von Venezuelas COVID-19-Antwort freigegeben. Der Vizepräsident, das Gesundheitsministerium und über 40 andere sind jetzt wieder online, und unser Druck hat geholfen! Lassen Sie uns den Schwung beibehalten, indem wir Trumps Eskalation des Drucks auf Venezuela anprangern: Der Generalstaatsanwalt William Barr hat gerade Präsident Nicolás Maduro und 13 andere hochrangige derzeitige oder ehemalige Regierungsbeamte unter dem Vorwurf des „Narko-Terrorismus“ angeklagt und eine Belohnung von 15 Millionen Dollar für Informationen, die zu Maduros Verhaftung führten, sowie 10 Millionen Dollar Belohnung für vier weitere Personen ausgesetzt. Mit 55 Millionen Dollar könnte man eine Menge Beatmungsgeräte kaufen. Stattdessen wird es für einen Regimewechsel eingesetzt.

Dieser Schritt ist Teil der jüngsten Eskalation in Trumps Plänen für Venezuela und Teil der Strategie des Außenministeriums des „maximalen Drucks“, die auch einen Marineeinsatz beinhaltet, der ein Vorspiel zu einer vollständigen Seeblockade sein könnte, was eine Kriegshandlung ist. Um mehr über die Bemühungen der Trump-Regierung um einen Regimewechsel und den regionalen Drogenhandel zu erfahren, schauen Sie sich das Interview von Teri Mattson von CODEPINK an, Fulton Armstrong, Professor an der American University und ehemaliger CIA-Analyst.

Sie können sich uns auch anschließen und diesen offenen Brief unterschreiben, der die Heuchelei der Trump-Regierung bei der Anklage gegen die venezolanische Regierung anprangert!

Die Anklage behauptet, dass die venezolanische Regierung versucht, die Straßen der USA mit Kokain zu überschwemmen. Es wäre beunruhigend, wenn das wahr wäre, aber Tatsache ist, dass 90% des Kokains in den Vereinigten Staaten (der größte Konsument der Welt) aus Kolumbien (dem größten Produzenten der Welt) kommt, und dennoch bleibt Kolumbien ein enger Verbündeter der USA, der weiterhin jedes Jahr Hunderte von Millionen Dollar an Militärhilfe erhält. Dies zeigt, dass die Anklagen völlig heuchlerisch und politisch parteiisch sind.

Es geht nicht darum, den Drogenhandel zu stoppen; es geht um einen Regimewechsel. Die Trump-Regierung tut alles, um den Dialog zwischen der Regierung Maduro und der gemäßigten Opposition zu sabotieren. Dieser jüngste Schritt erfolgte einen Tag, nachdem Maduro angeboten hatte, sich an einem nationalen Dialog zu beteiligen, um einen Konsens über eine Antwort auf COVID-19 zu erzielen.

Unterzeichnen Sie diesen offenen Brief, um zu fordern, dass Trump diese grundlosen Anklagen fallen lässt, die mörderischen Sanktionen gegen Venezuela aufhebt und die Beziehungen zwischen den beiden Ländern normalisiert!

Zum Unterzeichnen:
LINK HIER

CODEPINK hat eine führende Rolle beim Aufbau einer Bewegung gegen die Bemühungen der US-Regierung um einen Regimewechsel in Venezuela übernommen. Einer der Schlüssel zum Aufbau einer Bewegung ist das Lernen, daher sollten Sie jede Woche an unserem Webinar „Going On In Latin America“ der WTF mit Teri Mattson teilnehmen.

In Solidarität,

Leonardo, Medea, Michelle und Teri
CODEPINK Lateinamerika-Kampagne

5. April 2020

Covid-19: Hausarzt aus Bayern berichtet über den mittelschweren Krankheitsverlauf eines Patienten, um den gefährlichen Tendenzen zur Verharmlosung entgegenzuwirken.

Hier ein Auszug aus seinem Artikel:

„Meines Erachtens nach erleben wir hier eine weltweite Naturkatastrophe riesigen Ausmaßes.

Ich finde die bislang getroffenen Maßnahmen zur Abmilderung der Folgen verhältnismäßig und richtig. Ich finde es falsch, wie von verschiedenen Seiten jetzt zunehmend getan, hier von „Pandemie-Wahn“, „Panikmache“, „Hysterie“, „Big-Pharma-Täuschung“ oder „Totalitärem Staatsverhalten“ zu sprechen.

Meines Erachtens nach liegt die aktuelle Situation nicht an der medienwirksamen Selbstdarstellung einiger einzelner prominenter Pandemieverfechter, sondern an der dramatischen weltweiten Situation.

Meines Erachtens nach sollten alle Kräfte aufgebracht werden, um die enormen gesundheitlichen, wirtschaftlichen und emotionalen Folgen dieser Katastrophe zu lindern. Ich finde es richtig, alles Menschenmögliche zu tun, um jedes Menschenleben soweit irgendwie möglich zu retten.

Ich finde es falsch und Ausdruck einer perfiden Eugenik davon zu sprechen, es würde jetzt ja „nur“ die Alten und Schwachen treffen.

Ich rufe alle die, die jetzt die allgemeinen Anstrengungen mit Ihren Text- und Videobotschaften konterkarieren dazu auf, das Ihnen mögliche zu tun, um in Ihrem Umfeld die Folgen dieser Naturkatastrophe abzumildern“.

Bei Interesse an diesem Thema bitte den ganzen Artikel lesen:
https://bit.ly/2UJKkVe


Aufmerksam wurde ich auf den obigen Artikel des Arztes auf der Facebookseite von Oliver Geldener, der einen Videobericht über die sogenannte „Hygienedemo“ am 4.4. in Berlin veröffentlicht hat. Herr Geldener stellt hier die Frage: „Wie gefährlich ist die Atemwegserkrankung #COVID19 wirklich? Und sind die staatlichen Maßnahmen berechtigt“?

Hier schrieb jemand in einem Kommentar zu einem Video von Oliver Geldener das folgende:
„Für Ihren Standpunkt, den ich nicht teile, weil ihm die empirische Grundlage fehlt, müssen persönliche Gründe bei Ihnen ausschlaggebend sein, die ich natürlich nicht kenne. Die empirische Realität, die Sie, ich und jeder nachprüfen kann, ist diese: Anfang März 2020 vermeldet Spanien den ersten Corona-Toten. Anfang April 2020 vermeldet Spanien über 10.000 Corona-Tote. Diese exponentielle Entwicklung ist alarmierend und muss von der Bundesrepublik abgewendet werden mit allen verfügbaren Mitteln und Methoden. Jeder Politiker wird daran gemessen werden, was er gegen die Ausbreitung der Seuche unternommen hat. Ihre Trennung in „Risikogruppen“ und den Rest der Bevölkerung, der Covid-19 leicht wegstecken kann, ist Schwarz-weiß-Denken. Die Grenzen sind fließend und wir wissen oft nicht, wo sie verlaufen. Lesen Sie hier bitte diesen Fallbericht“.

Die Antwort von Oliver Geldener:
„Echt unglaublich, woher Sie die Frechheit nehmen, sich so über mich zu äußern, nur weil ich eine andere Meinung vertrete. Mein Stil ist das nicht. Sie folgen unkritisch der Linie der Regierung, das respektiere ich. Und woher haben Sie die empirische Grundlage genau zu wissen, das alle offiziell als Corona-Tote Geführten auch wirklich an COVID19 gestorben sind“?

Die Antwort hierauf:
„Eine Frechheit meinerseits kann ich nicht erkennen. Es ist nicht meine Absicht, Sie zu beleidigen. Ich mache Sie nur darauf aufmerksam, dass Ihre Aussagen logisch und empirisch inkongruent sind. Um staatliches Handeln in einer tödlichen Pandemie in verantwortbarer Weise zu kritisieren, muss man als Multiplikator schon mehr Recherche-Ergebnis vorlegen, als ein irgendwo gegriffener, nicht begründeter Zweifel daran, dass ein offizieller Corona-Toter womöglich aus einem anderen Grund gestorben ist. Mir ist kein einziger Fall bekannt. Und das könnte einen Grund haben: Aus sehr guten ethischen Gründen wird kein Arzt sagen: Dieser oder jener Patient wäre in einer Woche ohnehin aus einem anderen Grund gestorben, deshalb in das „kein richtiger Corona-Toter“. Ein solches Denken ist den allermeisten Menschen aus humanistischen oder auch christlichen Gründen fremd. Das weltweit zu erleben, das Primat des Lebens, ist für mich ein wunderbares Erlebnis – trotz aller Trauer um des zehntausendfach zu früh beendetes Lebens“.

Videobericht über die Hygiene-Demo am 4.4. hier der LINK

5. April 2020

Hollywood-Legende Oliver Stone attackiert US-Regierung wegen der Sanktionen gegen den Iran und Venezuela in der Covid-19-Krise: „Tiefgreifender Mangel an menschlichem Anstand“

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Die Regierung der USA hat ihre Verachtung für menschliches Mitgefühl und globale Solidarität gezeigt, indem sie sich geweigert hat, die drakonische Sanktionen gegen den Iran und Venezuela während der Covid-19-Krise aufzuheben, argumentiert Regisseur Oliver Stone.

Der Iran hat immens unter dem Virus gelitten, stellt Stone in einem in der New York Daily News veröffentlichtem Kommentar fest, aber aufgrund der US-Sanktionen ist die Islamische Republik „angeblich das einzige Land der Welt, das keine Medikamente kaufen kann, die zur Bekämpfung der Pandemie benötigt werden.“

Die ausgesprochene Hollywood-Legende verurteilte in ähnlicher Weise die Entscheidung Washingtons, seine wirtschaftlichen Engpässe in Ländern wie Kuba, Venezuela und Nicaragua aufrechtzuerhalten und in einigen Fällen zu erhöhen, da das Coronavirus die Gesundheitssysteme auf der ganzen Welt belastet.

Im Fall von Venezuela führte der „Zwang“ der USA dazu, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) den Antrag des südamerikanischen Staates auf ein Darlehen in Höhe von 5 Mrd. USD zur Bekämpfung der Pandemie abgelehnt habe, so Stone.

Die USA haben ihren Druck auf Caracas in der globalen Gesundheitskrise verstärkt, die Regierung des Drogenhandels beschuldigt und eine „Übergangsregierung“ gefordert , die Präsident Nicolas Maduro ersetzen soll.

Der preisgekrönte Filmemacher und Aktivist sagte, die Gesundheitskrise habe die Unmenschlichkeit der Außenpolitik Washingtons gezeigt.

„Die derzeitige Pandemie zeigt nicht nur das völlige Versagen unserer Regierung, ihre eigenen Bürger zu schützen, sondern auch den tiefgreifenden Mangel an menschlichem Anstand im Umgang mit anderen Nationen“

Der Regisseur Oliver Stone forderte „ernsthafte moralische Selbstreflexion“ in den USA und warnte davor, dass unzählige Leben in Gefahr seien, es sei denn, es gebe eine „sofortige Kursänderung“.

Laut einer von der Johns Hopkins University durchgeführten Bilanz hat der Iran fast 3.500 Todesfälle durch Covid-19 registriert, wobei inzwischen 19.700 Fälle bestätigt wurden.

Der iranische Präsident Hassan Rouhani sagte letzte Woche, dass die Krise „eine großartige Gelegenheit für US-Amerikaner ist, sich zu entschuldigen … und die ungerechten und unfairen Sanktionen gegen den Iran aufzuheben“.

Quelle RT
https://www.rt.com/news/484999-iran-sanctions-coronavirus-oliver-stone/

5. April 2020

Chinas sozialistische Planung und COVID-19 – „Gesundheitseidenstraße“ organisiert Hilfslieferungen medizinischer Ausrüstung in 89 Länder – von Sara Flounders (workers.org)

https://www.workers.org/2020/04/47484/

Die globale COVID-19-Viruspandemie hat den Widerspruch zwischen einer globalisierten Weltwirtschaft und einem immer noch existierenden, aber archaischen kapitalistischen System, das auf der privaten Enteignung von Reichtum und Ressourcen beruht, im schärfsten Licht aufgedeckt.

Der unermüdliche Drang, von jeder Art menschlicher Interaktion zu profitieren, ist heute die größte Gefahr für die Menschen auf dem ganzen Planeten.

Gleichzeitig sendet China enorme Hilfe an Länder, die dringend medizinische und persönliche Schutzausrüstung benötigen. Diese massiven Solidaritätslieferungen zeigen die Überlegenheit der sozialistischen Grundplanung Chinas.

China sendet auf dem Luft-, Schienen- und Seeweg benötigte medizinische Ausrüstung in 89 Länder auf der ganzen Welt. Dazu gehören Testkits, Gesichtsmasken, Schutzkleidung, Schutzbrillen, Stirnthermometer und Beatmungsgeräte.

Chinesische Mediziner und Flugzeugladungen mit lebensnotwendigen Gütern wurden bereits in 28 Länder in Asien, 26 in Afrika, 16 in Europa, 10 im Südpazifik und neun in Amerika entsandt. Diese Hilfe ist Chinas intensivste und umfassendste humanitäre Notoperation seit der Gründung der Volksrepublik im Jahr 1949. (China Daily, 26. März)

22 Luftbrücken mit medizinischer Versorgung aus China

Im Gegensatz dazu sind die Vereinigten Staaten, immer noch die größte und reichste Volkswirtschaft der Welt, von einem völligen Mangel an Planung und sogar der Fähigkeit, die Bevölkerung für ihr eigenes Überleben zu mobilisieren, überwältigt. Die gemeldeten COVID-19-Todesfälle in den USA übersteigen inzwischen die in China, obwohl China fast viermal so viele Einwohner hat und das erste Land war, das von dieser neuen Krankheit betroffen war. (worldometers.info/coronavirus, 2. April)

US-amerikanische gemeinnützige Gesundheitsunternehmen und Regierungsbehörden auf allen Ebenen wenden sich jetzt an China, um wichtige Vorräte zu bestellen. Dies folgt auf zwei Monate rassistischer Lächerlichkeit, politischer Angriffe und der Ablehnung von Unterstützungsangeboten sowohl Chinas als auch der Weltgesundheitsorganisation.

Völlig frustriert über die Unfähigkeit eines Teils der US-Regierung, diese wesentlichen Versorgungsprobleme zu lösen, haben Gouverneure, Bürgermeister, gemeinnützige Organisationen, gemeinnützige Gruppen und Partnerstadtgruppen sowie große Gesundheitskomplexe begonnen, ihre eigenen Handelsabkommen mit chinesischen Unternehmen abzuschließen  und Notfalllieferungen zu organisieren.

Die Federal Emergency Management Agency trat ein und organisierte 22 Luftbrücken mit Lieferungen aus China – richtete ihre Verteilung jedoch über gewinnbringende Netzwerke des privaten Sektors ein. Am 29. März kam ein Verkehrsflugzeug mit 80 Tonnen medizinischer Versorgung aus China in New York an. Es lieferte 130.000 N95-Masken, 1,8 Millionen Gesichtsmasken und -kleider, 10 Millionen Handschuhe und Tausende von Thermometern für den Vertrieb in New York, New Jersey und Connecticut. Ähnliche Flüge nach Chicago und Cleveland waren für die nächsten zwei Tage geplant. (New York Times, 29. März)

Andrew Cuomo, Gouverneur von New York, sagt, dass der Staat, der heute das Epizentrum für das Coronavirus ist, dringend 40.000 Beatmungsgeräte benötigt. Leider waren keine Beatmungsgeräte verfügbar. Europäische Unternehmen hatten bereits das gesamte Inventar des größten chinesischen Ventilatorherstellers aufgekauft.

Die Europäische Union war ebenfalls überwältigt

Das Coronavirus hat nicht nur die USA, das Zentrum des internationalen Finanzkapitals, überwältigt. Andere hoch entwickelte imperialistische Länder, darunter Italien, Spanien, Deutschland, Frankreich und Großbritannien, schwanken ebenfalls unter ihren Auswirkungen.

Sie konnten auch nicht effektiv reagieren. Um ihre kapitalistischen Unternehmen und Banken nach dem globalen kapitalistischen Absturz von 2008 wiederzubeleben, hatte die Europäische Union den Mitgliedsländern nach dem globalen kapitalistischen Absturz jahrelange Sparmaßnahmen und Kürzungen bei den Sozialprogrammen auferlegt. Jetzt weigert sich die EU, die Hilfe auch mit ihren Mitgliedsländern zu teilen. mit seinen Ländern.

Keines dieser imperialistischen Länder bietet dem Rest der Welt etwas an, da sich diese extreme medizinische Krise auf über 190 Länder ausbreitet.

Weniger als eine Stunde der Pentagon-Ausgaben

Mit großer Begeisterung versprach die US-Regierung 62 Millionen US-Dollar von der Agentur für internationale Entwicklung, um die Pandemie zu bekämpfen. Dies ist weniger als das, was das Pentagon in einer Stunde an Geld verbrennt. Das enorme Pentagon-Budget von 746 Milliarden US-Dollar – ein Großteil davon ist eine Subvention für Öl- und Militärunternehmen – verbraucht ungefähr 2 Milliarden US-Dollar pro Tag oder 80 Millionen US-Dollar pro Stunde.

Obwohl US-Außenminister Mike Pompeo keinem Land echte Hilfe anbot, griff er China und die Länder an, die Chinas Hilfe annehmen, und behauptete: „Die Kommunistische Partei Chinas stellt eine erhebliche Bedrohung für unsere Gesundheit und Lebensweise dar, wie es das Wuhan-Virus eindeutig getan hat gezeigt.“ (Los Angeles Times, 29. März) Die Trump-Regierung hat auch die Nöte dieser globalen Krise genutzt, um die Sanktionen zu verschärfen und die Bedrohungen für den Iran und Venezuela zu erhöhen.

Chinas „Gesundheitseidenstraße“

Das Coronavirus kommt in vielen Ländern an, die bereits unter humanitären Krisen durch US-Kriege und -Sanktionen sowie Naturkatastrophen und Klimawandel gelitten haben. China baut also eine sogenannte Gesundheitsseidenstraße auf. Qualifizierte chinesische Ärzteteams sind in einer wachsenden Anzahl von Ländern angekommen, darunter Iran, Irak, Italien, Serbien, Venezuela, Pakistan und Kambodscha.

Am 11. März, als das COVID-19-Virus in China nachließ, wurde auch afrikanischen Ländern sofortige Hilfe versprochen. Ausrüstung allein kann die Gesundheitskrise in Ländern ohne nationales Gesundheitssystem nicht überwinden. Die 20.000 Testkits, 100.000 Masken und 1.000 Schutzanzüge, die in jedes afrikanische Land geliefert werden sollen, werden jedoch große Auswirkungen haben.

Am 22. März traf ein chinesisches Ärzteteam mit seiner ersten Lieferung von 16 Tonnen in Serbien ein. Die Europäische Union hatte Serbien unter Berufung auf von den USA verhängte Sanktionen jegliche Unterstützung verweigert.

Am 27. März wurden in Wien 130 Tonnen Schutzausrüstung aus China nach Italien entladen.

Der China-Europe Express, eine vor mehr als einem Jahrzehnt eröffnete Bahnlinie, verbindet 48 chinesische Städte mit Europa. Am 28. März verließ der erste Güterzug, der China nach zwei Monaten Sperrung verließ, Wuhan. Die 19 Autos wurden mit lokal hergestellten medizinischen Hilfsgütern beladen.

Wuhan war Chinas am stärksten vom COVID-19-Virus betroffen. Jetzt verfügt es über viel Fachwissen und neu hergestellte medizinische Geräte, die der Welt angeboten werden. Reuters berichtet, dass am 22. März eine Million Masken und Handschuhe aus China in Frankreich eingetroffen sind.

China entwickelt Diagnose- und Behandlungspläne

Chinas Nationale Gesundheitskommission hat eine unschätzbare Reihe von Diagnose- und Behandlungsplänen zusammengestellt. Sie und andere technische Dokumente werden an 180 Länder und mehr als 10 internationale und regionale Organisationen weitergegeben.

Die Kommission hat außerdem einen intensiven Austausch mit der internationalen Gemeinschaft geführt und etwa 30 Videokonferenzen zu technischen Fragen im Zusammenhang mit dem Coronavirus mit mehr als 100 Ländern und Regionen abgehalten.

Eine solche Videokonferenz mit der Weltgesundheitsorganisation, die am 12. März stattfand, teilte Chinas Erfahrungen mit Vertretern aus 77 Ländern und sieben internationalen Organisationen. Es wurde online von mehr als 100.000 Menschen angesehen.

Profit-System schafft Katastrophen

Warum wurden in dieser globalen Wirtschaft von der Trump-Regierung Angebote für wichtige Testgeräte und medizinische Versorgung aus China und sogar von der Weltgesundheitsorganisation abgelehnt?

Dies liegt nicht nur an der wachsenden Feindseligkeit der USA gegenüber Chinas beeindruckendem Entwicklungsstand. Es wird auch nicht nur von rechten Ideologen angetrieben.

Medizinische Versorgung beruht auf dem System von Gewinnmaximierung. Kostenlose oder kostengünstige Testkits und medizinische Versorgung bedrohen den kapitalistischen Drang, von jeder menschlichen Transaktion zu profitieren. Pharma-, Medizin- und Versicherungsunternehmen sind heute die profitabelsten Unternehmen in den USA. Zusammen mit Öl und sogenannten Verteidigungsunternehmen dominieren sie das Finanzkapital.

Während der entscheidenden zwei Monate, in denen diese lebenswichtigen Vorräte schnell bestellt oder hergestellt und gelagert werden konnten, gab es noch keinen ausreichend starken Gewinnanreiz, um sie zu produzieren. Medizinische Einrichtungen in den USA arbeiten mit schlanken Wegen zwischen Bestellung und Auslieferung. 

Der ungeplante und wettbewerbsbasierte Charakter der kapitalistischen Produktion verzerrt jede soziale Interaktion. Wilde Spekulationen und schnelle Gewinnblasen sind die Norm.

Als die Krise für Millionen offensichtlich wurde, wurde alles, was als möglich angesehen wurde, sofort für Spekulationen gehortet. Dies hat zu einem lebensbedrohlichen Mangel an Händedesinfektionsmitteln, Gesichtsmasken, essentiellen Lebensmitteln und sogar Toilettenpapier geführt.

Wer zahlt und wer profitiert, ist die Grundfrage in allen kapitalistischen Beziehungen. Was am dringendsten benötigt wird – um die Bedürfnisse der Menschen zu erfüllen – ist nicht Teil der Berechnung.

Bereits im Januar identifizierten die eigenen medizinischen Experten der Trump-Administration einen wahrscheinlichen Mangel an Beatmungsgeräten als kritisches Problem. Doch „sowohl das Weiße Haus als auch die Federal Emergency Management Agency hatten Mühe zu definieren, was benötigt wird, wer dafür bezahlen würde und wie das Problem der Lieferketten gelöst werden kann.“ („Die Allianz mit der Industrie tut Trump bei der Suche nach Ventilatoren nicht gut“, New York Times, 20. März)

Trump wusste, dass nichts passierte, um eines dieser Probleme zu lösen, und versicherte weiterhin: „Wir werden viel haben.“

Viele Medienberichte haben bestätigt, dass das Fehlen von Testkits darauf zurückzuführen ist, dass die Hersteller auf Exklusivverträgen mit garantierten Gewinnen bestehen. Follow-through- und Vertriebspläne fehlten ebenfalls völlig. Selbst wie man die Testergebnisse zählt, wurde nicht im Voraus ausgearbeitet.

Keine Planung für die Bedürfnisse der Bevölkerung, zusammen mit einer chaotischen Planung für das, was rentabel ist, hat in jedem Krankenhaus in den USA zu einer Krise geführt. Private und öffentliche Krankenhäuser, konkurrierende Stadt-, Landes- und Bundesbehörden sowie lokale und nationale Wohltätigkeitsorganisationen führen derzeit Bieterkriege um bestehende Lieferungen.

Sozialistische Planung ist die Antwort

Wie konnte China das Virus kontrollieren? Wie kann es nun beginnen, anderen Ländern weltweit massive Hilfe zu leisten?

Die sozialistische Planung und das groß angelegte kollektive Eigentum an wichtigen Industrien, einschließlich der medizinischen Industrie, waren eindeutig entscheidend.

Selbst in kleinen Entwicklungsländern befreit die sozialistische Planung die Wirtschaft von der Deckung des Binnenbedarfs und leistet sogar wichtige Beiträge für andere Länder, die von der wirtschaftlichen Vorherrschaft der USA und den archaischen sozialen Beziehungen gefangen sind.

Schauen wir uns Kuba an. Als Land mit nur 11 Millionen Einwohnern entsendet es mehr Ärzte in Entwicklungsländer als die Weltgesundheitsorganisation. Kuba hat auch ein Medikament entwickelt und frei mit der Welt geteilt. Ein Medikament das bei der Behandlung von Patienten hilft, die positiv auf COVID-19 getestet wurden: Interferon Alfa-2B.

Bisher hat die US-Regierung nicht nur die Verwendung von Medikamenten aus Kuba verboten, sondern hat auch Länder bedroht, die diese akzeptieren. Da die Zahl der Todesopfer in den USA jedoch steigt, kann die Nachfrage nach Behandlungen und medizinischen Geräten zu Änderungen der scheinbar in Stein gemeißelten Richtlinien führen.

China hat sich bemüht, die Unterentwicklung der Vergangenheit zu überwinden, indem es verschiedene Formen der zentralen Planung, des lokalen kollektiven Eigentums, der kapitalistischen Anreize und des gemeinsamen Eigentums mit westlichen Unternehmen und Banken in Einklang gebracht hat. Gleichzeitig hat die Kommunistische Partei eine breite politische und wirtschaftliche Kontrolle aufrechterhalten. Sie hat nationale Entwicklungspläne geleitet und kontrolliert, was imperialistische Unternehmen in China tun können und was nicht.

China ist immer noch ein Entwicklungsland, das aus 200 Jahren kolonialer Plünderung und Unterentwicklung hervorgegangen ist. Aber es hat sich seit seiner kommunistischen Revolution von 1949 stetig weiterentwickelt und die archaischen Eigentumsverhältnisse und die imperialistische Herrschaft aufgehoben. Diese Revolution vor 70 Jahren hat den Unterschied in dieser globalen Pandemie ausgemacht.

(zuerst erschienen in der China Daily)


Sara Flounders ist eine politische Aktivistin in den USA, die seit den 1960er Jahren in der Antikriegs-Bewegung aktiv ist. Sie ist Mitglied des Sekretariats der Workers World Party sowie Hauptleiterin des International Action Center. Sie schreibt häufig für die Zeitung Workers World und andere Portale.


Übersetzung: Heinrich Bücker, Anti-War Cafe Berlin