Ehefrau des venezolanischen Oppositionellen Leopoldo López erklärte im kolumbianischen TV, dass ihre NGO mit Paramilitärs zusammenarbeiten will, um „humanitäre Hilfe“ überall in Venezuela zu verteilen.

Die politischen Kräfte, die von den USA in Venezuela unterstützt werden (die meisten davon in Madrid, Miami und Bogota), arbeiten routinemäßig und offen mit Paramilitärs und Narkoterroristen zusammen.

Die venezolanische Oppositionelle Lilian Tintori gibt hier (September 2019, in einer Sendung im kolumbianischen Fernsehen offen zu, dass sie und ihre NGO für humanitäre Hilfe mit den Paramilitärs zusammenarbeiten will, um ihre „humanitäre Hilfe“ in Venezuela zu verteilen.

Lilian Tintori hatte diese Äusserung auf dem Concordia Summit Gipfel in New York gemacht nur um sie anschließend wieder zu dementieren. Bei der Podiumsdiskussion berichtete sie freimütig, ihre Organisation „Rettung Venezuela“ sei in der Lage, „in jedem Bundesstaat (Venezuelas) Camps für humanitäre Hilfe“ zu unterhalten. Die Leute, die vor Ort dabei helfen würden, seien „irreguläre und paramilitärische Gruppen.“

Die Brisanz dieser Aussage besteht darin, dass die Verbindungen der rechten venezolanischen Opposition zu Paramilitärs, die von Kolumbien aus nach Venezuela eindringen, sowie zu Paramilitärs kolumbianischer Drogenkartelle, zunehmend Thema in den internationalen Medien geworden sind. Tintori erklärte anschließend, ihr sei nicht klar gewesen, dass Paramilitärs in der spanischen und der englischen Sprache das gleiche bedeute.

Wieder einmal zeigt es sich hier ganz klar, dass irreguläre Gruppen, Paramilitärs und die Opposition von Juan Guaido eng miteinander verflochten sind.

Lilian Tintori ist die Ehefrau des Oppositionspolitiker Leopoldo López

Sie erlangte mediale Beachtung nach der Verhaftung ihres Ehemanns, dem damaligen führenden Oppositionspolitiker Leopoldo López, während der Proteste im Jahr 2014 zu einer führenden politischen Aktivistin in Venezuela wurde.

Sie traf den Ex-Vizepräsidenten Joe Biden, dem ehemaligen  spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy und Papst Franziskus, um die Freilassung ihres Mannes und anderer politischer Häftlinge aus der Gefangenschaft in Venezuela zu erwirken. Außerdem traf sie die damaligen Staatschefs von Chile, Sebastian Pinera und Kolumbien, Andres Pastrana.

Nicolás Maduro bezeichnete ihre Kampagne Terroristen, der zu neutralisieren sei.

Nachdem ihr Ehemann Leopoldo López im April 2019 aus dem Hausarrest befreit worden war, begab sich sie sich am 30. April zusammen mit López und den gemeinsamen Kindern zuerst als Gast in die Chilenische Botschaft und von dort in die Spanische Botschaft.

Ihr Mann Leopoldo López gilt als Ziehvater von Juan Guaidó. Während des kläglich gescheiterten Versuch eines  Militäraufstands im April 2019 konnte er seinem Hausarrest entkommen und begab sich zunächst in die Botschaft Chiles und von dort in die Botschaft Spaniens.

Leopoldo López behauptet, es habe sich im April nicht um einen versuchten Staatsstreich gehandelt. Vielmehr gehe ihm es um die Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordnung.

Spanien weigert sich López an die Behörden Venezuelas ausliefern. Vielmehr warnt Spanien die Regierung Venezuelas sogar, man vertraue darauf, dass die Unantastbarkeit der diplomatischen Vertretung respektiert werde. Ausserdem äusserte man, López habe sich dafür bedankt, dass die Botschaft ihn als „Gast“ aufgenommen habe.

Hintergrund ist, ein Vorschlag der USA die Sanktionen unter den folgenden Vorbedingungen aufzuheben, dass Venezuelas Präsident Nicolás Maduro zugunsten eines fünfköpfigen „Staatsrates“ zurücktritt, der gemeinsam von den regierenden und oppositionellen Blöcken im Parlament ernannt werden soll. Die Übergangsverwaltung wäre für die Einberufung neuer Präsidentschafts- und Parlamentswahlen „in sechs bis zwölf Monaten“ verantwortlich.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump verpflichtet sich zur Aufhebung der Sanktionen gegen den venezolanischen Staat und die Erdölindustrie sowie der Strafmaßnahmen gegen hochrangige Funktionäre erst dann, wenn Maduro aus dem Amt scheidet und die neue Regierung alle Sicherheitsabkommen mit Kuba und Russland beendet.

Hingegen betonten die USA, die einseitigen Sanktionen weiter zu verschärfen, bis die Regierung Maduro ihren Plan akzeptiert.

Hier ein Bericht des spanischsprachigen Formats von RT.