Anstatt vor dem Hintergrund der sich zuspitzenden weltweiten Corona-Krise der von zahlreichen Ländern und Organisationen geforderten Aufhebung der Sanktionspolitik nachzukommen verkündigte der US-Generalstaatsanwalt William Barr, am Donnerstag die Einleitung von Strafverfahren wegen Drogenhandels gegen den Präsidenten Venezuelas, Nicolás Maduro.
Neben Maduro, gegen den bereits individuelle Sanktionen bestehen, erhob Barr auch Anklage gegen andere venezolanische Behörden.
Die Maßnahmen bedeutet eine weitere Verschärfung des Drucks Washingtons gegen Maduro, den die US-Regierung als „illegitimen“ und „diktatorischen“ Herrscher bezeichnet und den sie jetzt zusammen mit der ehemaligen kolumbianischen Guerillagruppe FARC als Anführer eines Drogenkartells bezeichnen.
Wie Reuters berichtete, wurde der venezolanische Industrieminister Zaidan El Aissami jetzt ebenfalls beschuldigt in Drogenhandel verwickelt zu sein.
Jede Anklage ist mit einer Höchststrafe von 30 Jahren Gefängnis belegt.