Eine Verharmlosung der Corona-Krise ist unangebracht. Russland, China und Kuba beweisen, dass internationale Solidarität das unbedingte Gebot der Stunde ist. Ein Appell für eine „Seidenstraße der Gesundheit“

Weltweit dreht sich zur Zeit fast alles nur um ein Thema: Coronavirus, COVID-19.

Zahllose Autoren, Medien- und Videoportale, Blogs und Webseiten verbreiten ihre Ansichten, ihre Interpretationen dieser Krise. Und das ist in einer global vernetzten Welt im Zeitalter des Internets auch nicht anders zu erwarten. Viel ist jetzt schnell gesagt, aber Widerspruch muss erlaubt sein.

Die Bedrohung durch die Corona-Erkrankungen zu verharmlosen oder sie als eine übliche saisonale Grippewelle darzustellen ist meiner Überzeugung nach abzulehnen. Es gilt jetzt vielmehr den Verstorbenen, den Erkranken, ihren Familien und dem medizinischen Personal, auch aus einer sehr großen Distanz, Respekt zu zollen. Und zwar all denjenigen, die sich dafür einsetzen diese Krise zu bewältigen.

Sicherlich kann und muss man diskutieren, welche Maßnahmen gegen die Corona-Krise die sinnvollsten sind, nur sollte dies mit Augenmaß und mit Respekt geschehen.

Selbstverständlich darf auch die Gefahr polizeistaatlicher Tendenzen in Europa nicht unterschätzt werden. Unter dem Deckmantel des medizinischen Notstands wird jetzt auch ein gigantisches Demokratie- und Überwachungsmanöver abgehalten. Hier sind vor allem die Entwicklungen in den USA äußert besorgniserregend.

Auch müssen wir uns der Möglichkeit bewusst sein, dass die mit Sicherheit bevorstehende immense „Wirtschaftskrise“ tatsächlich zum einem Eldorado der Superreichen werden könnte. Bereits jetzt werden dem Großkapital unbegrenzte Milliardenbeträge zur Verfügung gestellt.

Die Hauptfrage die sich stellt ist, was geschieht wenn es zu sozialen Unruhen, Aufständen in EU-Ländern kommen sollte, geht es dann möglicherweise in Richtung Polizeistaat und Militärdiktatur?

Auch gibt auch durchaus Hinweise auf die Möglichkeit, dass die Corona-Krise einen militärischen Hintergrund hat, dass es sich um einen biologischen Angriff handeln könnte. Diese Hypothese kommt einerseits aus China, Russland, dem Iran und Venezuela, aber auch in den USA und Israel werden solche Fragen gestellt. Indizien kann man erkennen, falsche Spuren sind wahrscheinlich, Beweise gibt es bisher keine.

Sehr beunruhigend ist noch dazu, dass gerade jetzt das US/NATO Großmanövers Defender 2020, der größten Militärübung seit über 30 Jahren insgesamt 37.000 NATO-Soldaten inklusive 20 000 US- GIs und 35.000 Militärfahrzeuge stattfinden sollte. Vieles war bereits Richtung Polen, Baltikum und russische Grenze unterwegs. Jetzt gibt es sehr widersprüchliche Berichte über eine angebliche vorzeitige Beendigung der Militärübung.

Zugleich sind die weltweit von zahlreichen Staaten eingeführten Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, hierzulande Kontaktsperre genannt, umstritten. Die Einschätzungen der Virologin Prof. Karin Mölling und des Sputnik-Journalisten Tilo Gräser stehen dem Konzept der generellen Quarantäne sehr kritisch gegenüber. Auch in den USA gibt es skeptische Stimmen. Nur allem Anschein nach scheint das Vorgehen Chinas bislang die beste Wirkung bei der Neutralisierung des Virus gezeigt zu haben.

Im Ballungsgebiet der chinesischen Stadt Wuhan leben fast 60 Millionen Menschen, fast so viele wie in Deutschland. Alle wurden bis vor einigen Tagen unter rigorose Quarantäne gestellt, ein riesiges Krankenhaus wurde in Rekordzeit aus dem Boden gestampft, tausende Krankenschwestern und Ärzte aus dem ganzen Land zur Hilfe geholt. Große Teile der Industrieproduktion wurden eingestellt und gigantische gesamtwirtschaftliche Schäden wurden in Kauf genommen. Das darf doch vielleicht vorbildhaft erscheinen.

Vor dem Hintergrund einer möglichen massenhaften Ausbreitung einer Virusinfektion ist es die Pflicht aller, massive Maßnahmen zu ergreifen. Wenn die Krise vorüber ist muss man Bilanz ziehen. Dann müssen die begangenen Fehler analysiert werden.

Vor allem müssen neu entwickelte Impfstoffe und Arzneimittel kostengünstig zur Verfügung gestellt werden. Die illegitime Sanktionspolitik des Westens verhindert bereits jetzt, dass Patienten mit vorhandenen Medikamenten, z.b. aus Kuba behandelt werden können. Das gilt für Europa ebenso wie für den Iran und alle anderen sanktionierten Staaten.

Angesichts der vielen Tausenden von Toten in China, Italien, im Iran und in zahlreichen anderen Ländern ist eine Verharmlosung der Erkrankungen oder gar die generelle Ablehnung von Gegenmaßnahmen jedoch zurückzuweisen.

In diesem Zusammenhang sind eine Reihe sogenannter „alternativer“ Medien mit einem Millionenpublikum zu nennen, wie beispielsweise Wissensmanufaktur, Nuoviso, eingeschenktTV, Klagemauer TV und andere mehr, die häufig sogar Standpunkte vertreten, die sich offen gegen linke, progressive Bewegungen wenden und auch gegen China.

Darüber hinaus sind zahlreiche, auch sehr angesehene und prominente Autoren bei KenFM und auf dem Blog Rubikon zu finden. Auch hier findet eine Verharmlosung der Corona-Krise statt und man ist mit einem Teil der oben angeführten Medien bestens vernetzt und solidarisch.

Deshalb schließe ich mich der Kritik von Andreas Wehr, wenn auch nicht uneingeschränkt, aber grundsätzlich an. Hier seine beiden Beiträge:
https://andreas-wehr.eu/newsletter-online-ansicht/item/andreas-wehr-newsletter-maerz-2020.html

https://www.andreas-wehr.eu/bizarres-auf-rubikon.html

Wichtig ist es vor allem wichtig festzustellen, dass die überwältigenden Hilfeleistungen aus China, Russland und Kuba jetzt die einmalige Chance eröffnen, langfristig engere Beziehungen Europas zu diesen Ländern und zu ihren sozial gestalteten Gesellschaftsentwürfen auszubauen.

Viele Länder, darunter die 120 Länder der Blockfreien Bewegung, setzen immense Hoffnung in Chinas Konzept der Neuen Seidenstraße, die eine Brücke bilden soll zwischen den Kulturen und Nationen. Chinas Staatschef Xi Jinping hat jetzt Pekings Bereitschaft erklärt, zusammen mit Italien einen Beitrag zur Entwicklung der „Seidenstraße der Gesundheit“ zu leisten.

Die jetzige Krise könnte Katalysator sein auf diesem steinigen Weg.


Heinrich Bücker, Coop Anti-War Cafe Berlin

%d Bloggern gefällt das: