Der „Super-Zyklus“ der Rüstungsindustrie (german-foreign-policy.com)

Die Düsseldorfer Waffenschmiede Rheinmetall vermeldet ein sattes Umsatzwachstum ihrer Rüstungssparte und Auftragseingänge in Rekordhöhe. Während der Unternehmensbereich Automotive wegen des Schwächelns der Kfz-Branche im Jahr 2019 niedrigere Umsätze verzeichnete als im Vorjahr, konnte der aktuelle Rüstungsboom dies mehr als ausgleichen; die Anleger seien „begeistert“, heißt es in Börsenberichten. Bei Rheinmetall ist von einem „‚Super-Zyklus‘ im wehrtechnischen Geschäft“ die Rede: Die westlichen Staaten – also die tatsächlichen und die potenziellen Kunden der Firma – rüsten massiv auf; während der Haushalt etwa der Bundeswehr in diesem Jahr auf 45,1 Milliarden Euro steigen wird – fast 40 Prozent mehr als noch 2014 -, werden die Wehretats der europäischen Staaten zusammen im kommenden Jahr 300 Milliarden Euro übertreffen. Das US-Militärbudget erreicht über 700 Milliarden US-Dollar. Rheinmetall profitiert unter anderem von der Aufrüstung arabischer Staaten gegen Iran, vor allem aber von der Aufrüstung der westlichen Welt gegen Russland und gegen China.

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