Lawrow: Kolonialzeit ist vorbei – USA müssen aufhören, anderen ihren Willen aufzuzwingen (RT Deutsch)

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Der russische Außenminister Sergei Lawrow hat indirekt die Vereinigten Staaten von Amerika aufgefordert, in den internationalen Beziehungen nicht mehr auf „einseitig“ verhängte Sanktionen und undiplomatische Mittel zu setzen. Bei einer Konferenz in Neu-Delhi am Mittwoch forderte er ausdrücklich, dass es an der Zeit sei, „allen Methoden des Umgangs in internationalen Beziehungen, die den Beigeschmack von kolonialen und neokolonialen Zeiten haben“, eine Absage zu erteilen.

„Das 21. Jahrhundert ist die Zeit, in der wir uns von allen Methoden des Umgangs mit internationalen Beziehungen befreien müssen, die den Beigeschmack von kolonialen und neokolonialen Zeiten haben. Und die Sanktionen, die einseitig verhängten Sanktionen werden letztlich nicht funktionieren. Das ist keine Diplomatie. Darum glaube ich nicht, dass wir Sanktionen und andere nicht-diplomatische Mittel diskutieren sollten, wenn wir über die Zukunft der Welt nachdenken.“

Solche Methoden würden wahre Lösungsversuche für ernste Probleme in der Welt verhindern.  „Einseitige Methoden, mit denen man versucht, anderen seine eigenen egoistischen Ideen aufzuzwingen, entfernen uns von der Situation, in der wir die globalen Fragen, die transnationaler Natur sind, behandeln müssen. Nehmen wir den Terrorismus, den Drogenhandel, andere Formen des organisierten Verbrechens, die Lebensmittelsicherheit, die Sicherheit der Wasserversorgung und viele andere Dinge, einschließlich der Gefahren, die mit der Verbreitung von Waffen im Weltraum verbunden sind, die Gefahr der Bewaffnung des Cyberspace. Und viele andere Risiken.“

Er bedauere zudem, dass die Verhandlungen mit den beiden Konfliktparteien Libyens gescheitert seien, da der Rebellenführer Chalifa Haftar sich weigerte, ein Waffenstillstandsdokument zu unterzeichnen.

Fayiz as-Sarradsch, der Chef der von der UNO anerkannten libyschen Übergangsregierung in Tripolis, und sein Rivale Chalifa Haftar waren am Montag zu Gesprächen mit russischen und türkischen Diplomaten und Militärs in Moskau zusammengetroffen.

Die Lage am Persischen Golf bezeichnete Lawrow als besorgniserregend. „Wir sind sehr besorgt über das, was dort (am Persischen Golf) geschieht. Es gibt viele verschiedene Ideen. Die Amerikaner wollen eine Koalition. Die Europäer wollen eine Koalition mit einem etwas anderen Mandat. Kürzlich hatten wir militärische Übungen mit China und dem Iran. Übungen, um zu sehen, wie wir die Sicherheit der Schifffahrt in diesem für die Weltwirtschaft so wichtigen Gebiet gewährleisten können.“

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