Archive for Dezember 1st, 2019

1. Dezember 2019

#Chile / Massenproteste in Santiago – Freitag 29.11.2019

1. Dezember 2019

Prensa Wiphala: Videos de la Situación Actual en Bolivia

ScreenHunter 3012

LINK:
https://www.youtube.com/channel/UCodZJ0elhcOOXr_3HaufqwQ/videos
1. Dezember 2019

Es lauert auf ewig der Russe – Angriffe gegen Trump und die Republikaner

https://deutsch.rt.com/meinung/95049-gottvater-irak-invasion-wolfowitz-uber-trump-denkt-nicht-an-nachsten-syrien-krieg/
1.12.2019
US-Hardliner Wolfowitz wirft Trump vor, nicht an den „nächsten Krieg in Syrien“ zu denken
von Helen Buyniski

Der unverbesserliche Neocon-Falke Paul Wolfowitz hat US-Präsident Donald Trump wegen dessen „Verrat“ an den Kurden kritisiert: Die USA würden sie noch beim nächsten Krieg in Syrien brauchen. Trumps Fehler liege darin, zu denken, dass Kriege überhaupt enden können.

Der Mann, den CNN einst als „Herz und Seele des Irak-Krieges“ bezeichnete, wies in einem Artikel der New York Times am Donnerstag vergangener Woche darauf hin, dass die jahrzehntelange Einmischung in den Nahen Osten den USA einige Freunde in der Region – vornehmlich die Kurden – eingebracht hat. Sie beiseite zu werfen, werde die zukünftige Einmischung viel schwieriger machen.

Das „Superhirn“ des gescheiterten Krieges erinnert Trump daran, dass die USA nur sechs Soldaten verloren haben, verglichen mit 11.000 der von den USA unterstützten Opposition – und zwar, weil die kurdischen und arabischen Verbündeten der USA so gnädig waren, im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien und im Irak als Kanonenfutter zu dienen. Weniger Kriegslüsterne mögen dies eher als Ausbeutung denn als ein Bündnis ansehen – aber Freundschaft bedeutet, dass man nie sagen muss: „Tut mir leid, dass ich dein Heimatland in eine Brutstätte sektiererischer Konflikte verwandelt habe.

„Wenn der nächste Krieg kommt“ – und Wolfowitz versichert uns, dass es einen nächsten Krieg geben wird – „würden die USA es bedauern, ihre kurdischen Freunde verschmäht zu haben“, warnt er. Der eingefleischte Kriegstreiber wirft Trump Kurzsichtigkeit vor, weil er alle Engagements im Nahen Osten durch die Linse der Treibsand-Erfahrung der USA im Irak und in Afghanistan betrachte.

Seiner Meinung nach ist der gescheiterte schiitische Aufstand gegen den damaligen irakischen Staatschef Saddam Hussein ein warnendes Gleichnis darüber, was passiert, wenn die USA nicht allzeit bereit im Schatten lauern, um auf Knopfdruck die Weltpolizei zu spielen. Allerdings wird dabei geflissentlich die Tatsache ausgelassen, dass bei jedem Krieg, den Wolfowitz in seiner langen Karriere unterstützte, das jeweilige Land im Prozess seiner „Befreiung“ praktisch zu Staub und Asche wurde.

Ein Machtvakuum ist, wo die USA nicht sind
Mehr noch: Nach Wolfowitz‘ Ansicht gibt es gar keinen „richtigen“ Weg, einen Krieg zu verlassen. „Ein Abzug der USA aus dem Nahen Osten birgt die Möglichkeit, dass Amerika wieder dorthin gesogen wird“, warnt er. Man könnte denken, das Machtvakuum, das, wie er warnt, in Abwesenheit einer festen US-amerikanischen Hand zur Führung der rückständischen Politiker vor Ort entstehen würde, sei ein wortwörtliches physikalisches Vakuum, das in der Lage ist, US-amerikanische Truppen aus den USA durch den Weltraum wieder in den Nahen Osten zu saugen. Der einzige Weg, dies zu verhindern, bestehe laut des Falken darin, die amerikanischen „Verbündeten“ an der Spitze dieser Länder zu unterstützen und sie mit US-amerikanischen „Beratern“ zu umgeben, damit sie ja nicht den Fehler machen, auf ihr eigenes Volk zu hören.

Doch obwohl er vor einem Machtvakuum warnt, reißt er den ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama geradezu in Stücke. Dieser unterstützte seinerzeit nicht die Bemühungen der syrischen Opposition, Präsident Baschar al-Assad zu stürzen. Dabei hätte, lamentiert Wolfowitz, nur ein wenig Unterstützung am richtigen Ort „das Regime stürzen können, mit geringem Risiko für die US-Amerikaner“. Anscheinend kann manch ein Machtvakuum gefährlicher sein als manch ein anderes.

Aggressives Bekennen zu fremden Desastern

Wolfowitz gab im Jahr 2013 zu, dass der Irak-Krieg eine Katastrophe war. Doch er beteuerte, dies sei nur darauf zurückzuführen, dass er eben nicht sein „Architekt“ war, aller CNN-Lobgesänge ungeachtet: Er habe von Anfang an eine irakische Führung gewollt und nicht das peinlich-kolonialistische Provinztheater unter der Leitung des US-amerikanischen „Vizekönigs“ Paul Bremer. Allerdings sollten die US-Amerikaner auch dabei immer noch hinter den Kulissen die Fäden in der Hand halten – hatte Wolfowitz doch erst im Jahr 2017 den Mangel an „Führungsqualitäten“ bei irakischen Politikern beklagt. Die USA, so Wolfowitz damals, müssten im Land präsent bleiben, um es davon abzuhalten, „buchstäblich zur Hölle zu fahren“.

Überhaupt scheint der Republikaner, für jemanden, der so viele Phrasen über Demokratie drischt wie der Tag lang ist, gegen die Idee der Selbstbestimmung für die Völker des Nahen Ostens auffällig allergisch. Hätte die Bush-Regierung die Sache einfach nach seinem Plan laufen lassen – nach dem kolonialistischen Modell, bei dem eine Gruppe von Irakern gegen die anderen unterstützt werden sollte –, wäre alles toll gewesen. 

Paul Wolfowitz und der Krieg – Zwei wie Pech und Schwefel
Dieser völlige Mangel an Einsicht machte Wolfowitz seit seiner Amtszeit zu einem der lautesten Marktschreier für alle möglichen Kriege. So erwies er sich als großer Unterstützer des Überfalls der West-Länder auf Libyen. In einem Meinungsartikel im Wall Street Journal bettelte er Trump förmlich an, Syrien zu bombardieren (was Trump auch tat). Es ist erstaunlich, dass überhaupt irgendein ernsthafter Politiker immer noch auf den Mann hört, der im Jahr 2003 durch sein Versprechen berüchtigt wurde, das irakische Volk „würde die amerikanischen Truppen als Befreier begrüßen“ – wodurch die Notwendigkeit einer starken Truppenpräsenz im Land entfallen würde.

Alle wiederholten Versuche Trumps, die US-Truppen aus Syrien abzuziehen, zerschollen am Widerstand der auch von Wolfowitz vertretenen Interessen. Doch falls Trump bereits die Versuche (und mögen sie auch erfolglos sein) einstellt, die US-Amerikaner aus der Region nach Hause zu holen, wird Wolfowitz Recht behalten – und diese Kriege weitergehen.
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„Unamerikanisch“: Kolumne der Washington Post erklärt US-Republikaner zu russischen Agenten (Video)
In einem Meinungsartikel in der Washington Post behauptet die Kolumnistin Jennifer Rubin, Donald Trump sei den USA gegenüber illoyal. Er habe Moskau beim „Krieg gegen die Ukraine“ geholfen und verbreite russische Propaganda. Die Republikaner seien für all das mitverantwortlich.
Wie mittlerweile journalistischer Usus in vielen Mainstreammedien, bedarf es keinerlei Beweise, um irgendeine dieser Behauptungen zu untermauern. Vorhandene gegenteilige Beweise werden ignoriert. Böswillige Propaganda beginnt immer dort, wo die eigene Meinung endet.

1. Dezember 2019

Britischer OSZE-Sonderbeobachter in der Ukraine / Interview mit Ex-Rebellen in Donezk (RT Deutsch)

Britischer OSZE-Sonderbeobachter in der Ukraine im Dunstkreis der Spione Ihrer Majestät
Zur Konfliktbefriedung unterhält die OSZE eine Sonderbeobachtermission in der Ostukraine. Deren stellvertretender Leiter ist Mark Etherington, der offenbar im Dunstkreis britischer Geheimdienste operiert.
Eine Analyse des ehemaligen Kriminalbeamten Jürgen Cain Külbel.
Hierhttps://deutsch.rt.com/meinung/95066-britischer-osze-sonderbeobachter-in-ukraine/

Interview mit Ex-Rebellen in Donezk: Fühlen uns von Russland verraten
„Wofür haben wir gekämpft und so viel Blut vergossen“, fragt ein ehemaliger Kämpfer der Donezker Volkswehr und meint den Teilabzug von Truppen auf beiden Seiten der Frontlinie. Im Gespräch mit RT Deutsch übt Nikita V. auch schwere Kritik an Russland – aber aus anderen Gründen als der Westen.
Hier:: https://deutsch.rt.com/europa/95011-interview-mit-ex-rebellen-in/

1. Dezember 2019

Andrei Nekrasov: „The Magnitsky Act“ Über eine Lügengeschichte, die die US-Regierung nutzte, um seitdem weltweit „Menschenrechtsverletzungen“ mit Sanktionen zu belegen. (Weltnetz.TV)

Andrei Nekrasov im Interview mit weltnetz.tv über eine Lügengeschichte, die die US-Regierung nutzte, um seitdem weltweit „Menschenrechtsverletzungen“ mit Sanktionen zu belegen. William („Bill“) Browder ist ein amerikanisch-englischer Hedgefondsmanager und einer der wichtigsten Investoren im Russland der Jelzin-Ära, der wie viele andere von der Privatisierung der sowjetischen Staatsunternehmen profitieren und ein unermessliches Vermögen erspekulieren konnte.

Browder überwarf sich mit Wladimir Putin, den er zuerst unterstützt hatte, wurde wegen Steuervergehen angezeigt und erhielt 2005 in Russland Einreiseverbot. Browder beschäftigte den russischen Steuerberater Sergej Magnitsky, der in Russland verhaftet wurde und im Jahr 2009 unter bisher immer noch ungeklärten und tragischen Umständen in einem Moskauer Gefängnis zu Tode kam. Bill Browder gelang es in der Folgezeit, den internationalen Medien die folgende Geschichte zu erzählen: Magnitsky wäre verhaftet und ermordet worden, weil er einem 230-Millionen-Korruptions-Steuerschwindel auf die Spur gekommen wäre und diesen – als Whistleblower – bei der Moskauer Polizei angezeigt habe.

New York Times, Washington Post und Financial Times berichteten, die großen europäischen Medien schlossen sich an, und es kam zu Tausenden von Artikeln und TV-Berichten, in denen Magnitsky zum Symbol für Menschenrechtsverstöße in Russland wurde. Mehr noch: 2012 wurde „The Magnitsky Act“ als ein überparteiliches Gesetz vom US-Kongress verabschiedet und vom damaligen Präsidenten Obama unterzeichnet. 2017 folgte „The Global Magnitsky Act“, das die USA seitdem ermächtigt, weltweit Menschenrechtsverletzungen mit Sanktionen zu belegen. 2019 folgte eine entsprechende Resolution des EU-Parlaments mit einer Aufforderung an alle Mitgliedstaaten, ähnliche Gesetze wie die USA zu erlassen. Der renommierte russische Filmemacher Andrei Nekrasov (Grimme-Preisträger 2013) erklärte sich bereit, über den Fall Magnitsky ganz im Sinne der Bill-Browder-Version einen Dokumentarfilm zu drehen. Doch noch während der Dreharbeiten kamen ihm immer mehr Zweifel an der Stichhaltigkeit der Geschichte vom Whistleblower Magnitsky. Viele angebliche Fakten stellten sich als falsch heraus und mehrere der angegebenen Daten zu den Ereignissen konnten nicht stimmen. Die Taz vom 10.06.2016 zitierte in einem Bericht den Regisseur: „Jeden Tag wurde ich sicherer, dass es eine Lügengeschichte war, auch wenn das ein längerer und schmerzhafter Prozess gewesen ist.

Weil ich Browder ja ideologisch nahestand und in weiten Bereichen ja auch ein Regimekritiker bin. Aber wir spielen doch den Gegnern in die Hände, wenn wir nicht bei der Wahrheit bleiben.“ Produziert wurde der Film, ein zweistündiges packendes Doku-Drama, von der norwegischen Produktionsgesellschaft „Piraya Film“. ARTE und ZDF beteiligten sich an den Produktionskosten von über einer Million Euro. Als der Film fertig abgedreht war, zeichnete er ein völlig neues Bild des Falles Magnitsky. Nach einer genauen technischen, inhaltlichen und juristischen Prüfung war die ARTE-Redaktion einverstanden und organisierte die Uraufführung in den Räumen des EU-Parlaments für den 3. März 2016 („Tag der Pressefreiheit“). Doch dazu sollte es nicht mehr kommen. Die geplante Vorführung wurde abgesagt; der Film auf ARTE, obwohl schon in den Programmvorschauen angezeigt, nicht gesendet.

Gegen den Film hatten – mit Erfolg – u.a. Bill Browder, die Grünen-Abgeordnete Marieluise Beck, der Berichterstatter der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, Andreas Gross und Bernd Fabritius, stellvertretender Vorsitzender des Menschenrechtsausschusses der Parlamentarischen Versammlung, interveniert. Der Regisseur zeigte den Film im Rahmen der Deutsch-Russischen Friedenstage am 23. November in Bremen im überfüllten Saal der Villa Ichon. Am gleichen Tag hatte „Der Spiegel“ mit einer vierseitigen Geschichte („Story ohne Held“) über den komplizierten Fall berichtet und die Aussagen des Films in allen wesentlichen Punkten bestätigt. Das Interview fand am nächsten Morgen statt. Mehr Informationen auf http://www.magnitskyact.com. Hier kann auch die englische Version des Films angesehen werden.

1. Dezember 2019

„Nie wieder Krieg. Frieden mit Russland.“ Warum organisiert das Coop Antikriegscafé Berlin diese Initiative? Interview in den russischen Medien

russisch hier:

https://rusvesna.su/news/1573408340
https://ukraina.ru/interview/20191110/1025611188.html

Hier in deutscher Übersetzung:

Frage: Heinrich, erzähl uns von deinem Projekt „Nie wieder Krieg. Frieden mit Russland. “ Warum machen Sie das Projekt? Wann hat das Projekt begonnen? Wie ist es dazu gekommen? Und warum sind Sie in Berlin auf diese Initiative gekommen? Ich weiß, dass Sie Geld dafür sammeln. Wie viel Spenden sind schon zusammengekommen?

Wir haben hier bei mir im Antikriegscafé 2013/14 die extremen Entwicklungen in Kiew intensiv verfolgt. Alles was dort geschah wurde ganz offen von deutschen Politikern der CDU, der Christlich Demokratischen Union und von den Grünen unterstützt. In Kiew auf dem Maidan feuerten einige deutsche Politiker die Proteste sogar direkt an. Es waren ganz offensichtlich auch sehr viele Rechtsextreme auf dem Maidan. Die deutschen Medien unterstützten die extrem gewalttätigen Proteste, selbst viele „Linke“ applaudierten oder sie schwiegen. Als der deutsche Aussenminister und andere Diplomaten sich im Februar 2014 in Kiew mit der rechten Opposition und der Regierung trafen, handelte man einen Kompromiss aus. Nur am nächsten Tag geschah das Unfassbare: Ein Putsch, Schüsse, zahlreiche Tote und Verletzte, extreme Gewalt gegen die Polizei, der Präsident musste unter Todesgefahr fliehen und hier gab es fast nur Zustimmung in den Medien, jedenfalls keinen Protest.

Dann folgte am 2. Mai 2014 das schreckliche Massaker im Gewerkschaftshaus in Odessa, auch noch exakt am Jahrestag der Zerschlagung der freien Gewerkschaften Deutschlands durch die Nazis im Mai 1933. Es folgte der offene Krieg gegen die Zivilbevölkerung des Donbass, der Abschuss der Passagiermaschine MH17 und alles begleitet von massiv russophoben Kommentaren und unbewiesenen oder nachweislich falschen Schuldzuweisungen seitens der Mehrheit der deutschen Medien, oder wieder tiefes Schweigen. Und noch dazu wurden auch Intellektuelle, Künstler, und viele unter den Linken zunehmend russlandfeindlicher.

Die deutsche Geschichte schien sich zu wiederholen. Nach den Verbrechen Deutschlands im 2. Weltkrieg, nach dem faschistischen Überfall auf die Sowjetunion, zu der damals ja auch die heutige Ukraine gehörte, trotz 28 Millionen Todesopfern aus der Sowjetunion. Vergessen werden sollte die Tatsache, dass es ohne die Einwilligung der Sowjetunion 1990 gar keine deutsche Einheit gegeben hätte, denn London und Paris waren zunächst dagegen. Ausserdem wurde das Versprechen gebrochen, die Nato nicht nach Osten auszuweiten. Deshalb entschloss ich mich zu diesem Thema aktiv zu werden.

Hier im Antikriegscafe organisierte ich eine wöchentliche Musikveranstaltung unter dem Titel „Frieden mit Russland“, startete den Videokanal AntikriegTV und veröffentlichte viele Filmbeiträge zum Thema, schrieb Artikel, gab Interviews und begann auch ein Plakat zu verbreiten, dass den Titel trägt: „Nie wieder Krieg. Frieden mit Russland!“ über einem Bild eines toten Soldaten vor dem Brandenburger Tor in Berlin und Hinweisen auf alternative Medienplattformen.. Tausendfach plakatierten wir es in Berlin und verteilen es seit 2014 immer auch am 9. Mai zum Fest am Tag des
Sieges vor dem sowjetischen Ehrendenkmal im Treptower Park.

Wir organisierten Kundgebungen, auch mit dem Plakatmotiv und verteilten tausende von Info-Postkarten. Wir machen massive Werbung für die Webseite der Kampagne und wichtigte alternative Medien. Und für deutsche, russische, lateinamerikanische, chinesische und alternative Webseiten aus Deutschland, aber auch aus den USA. Wir fordern mit dieser Kampagne dazu auf, sich umfassender zu informieren, über die bürgerlichen Medien hinaus, die wir ganz bewusst aber auch nicht dämonisieren, denn wenn auch sehr selten so gibt es auch hier manchmal noch Beiträge von kritischen Journalisten.

Am 8. und der 9. Mai finden alljährlich Gedenkveranstaltungen für den Tag der Befreiung vom deutschen Faschismus und den Tag des Sieges im Jahr 1945 statt. Im Mai 2020 jähren sich diese Feierlichkeiten zum 75. Mal. Für die Wochen um diesen Jahrestag planen wir jetzt eine größere Plakataktion. Bislang gibt es Spendenzusicherungen in Höhe von 6000 Euro für mehr als 1000 Antikriegsplakate im Format A1, die von einer Werbefirma 2 Wochen lang platziert werden. Über die Kampagne gab es einen Bericht und ein Interview bei Sputniknews und sicherlich werden sich noch mehr Menschen der Spendenaktion anschliessen. Parallel werden wir selbst auch in der Stadt plakatieren. Bereits im Dezember beginnen wir mit einer Ausstellung „Frieden mit Russland“ im Antikriegscafé.

Frage: Wie geht es den Menschen in Russland und in Berlin heute? Warum haben die deutschen Medien und die politische Klasse eine so negative Beziehung zum russischen Volk? Oder hat sich ihre Haltung bereits positiv verändert?

Die Massenmedien, Kinofilme, Musik- und Kulturbetrieb haben einen sehr großen Einfluss auf die Menschen, prägen Meinungsbilder. Im Westen sind es sehr wenige Personen und Konzerne, die diesen Einfluss ausüben. Und deshalb gibt es diese zunehmende Russophobie auch in der Bevölkerung, obwohl viele Deutsche trotz der russlandfeindlichen Medienkampagnen intuitiv verstehen, dass dies nicht gut und nicht klug sein kann. Die Medien und die politische Klasse haben ihre Russlandfeindlichkeit ja auch nach dem Krieg nie ganz abgelegt, nur unter Willy Brandt und unter Helmut Kohl gab es ein Art von politischen Tauwetter. Jetzt aber haben die alten Strukturen ihren Einfluss erneut weitgehend geltend gemacht.

Gleichzeitig sind die positiven öffentlichen Positionen der AFD zu Russland mit größter Vorsicht zu bewerten. Die AFD unterstützt nämlich zugleich die NATO und eine weitere massive Erhöhung der Rüstungsausgaben, man verehrt die deutsche Wehrmacht, und hält die 12 Jahre Nazideutschlands für einen „Vogelschiss“ (Vogelscheisse) der deutschen Geschichte. Und die Gedenkstätte in Wolgograd besucht die AFD aus Prinzip nicht. Die AFD hat zu viele rechtsextreme Positionen, um glaubhaft behaupten zu können, Freunde Russlands zu sein. Man muss natürlich feststellen, dass jegliche russlandfreundlichen Aussagen zunächst einmal grundsätzlich positiv sind. Nur muss auch man die Motive hinterfragen.

Immer wieder vermittele ich deshalb auch die Position der russischen Historikerin und Politologin Veronika Krascheninnikowa, die in mehreren Interviews und Artikeln den Standpunkt vertritt, dass Kontakte zu den Rechten in Europa, wie der AfD, FPÖ, Lega usw., den innen- und außenpolitischen Interessen Russlands klar widersprechen.

Die deutschsprachigen Medien Russlands finden deshalb unsere volle Unterstützung, weil sie so vielen kritischen Stimmen auch aus der Friedensbewegung eine Plattform geben und weil es ihnen gelingt auch immer mehr Politiker und Sympathisanten der bürgerlichen Parteien und der Linken in ihr Programm einzubinden oder sie zu interviewen. Das trägt massgeblich dazu bei die Dämonisierung der russischen Medien zu entschärfen.

Sporadisch muss man aber auch immer wieder Beispiele einer kontraproduktiven Unterstützung von Aussagen rechter Parteien und reaktionärer Meinungen in die russischen Medien feststellen. Zuletzt beispielsweise auch bei der Bewertung der Wiederwahl von Evo Morales in Bolivien und der Lage in Venezuela und Nikaragua. Bei Sputniknews kamen Kritiker der fortschrittlichen Länder Lateinamerikas zu Wort, die den Rücktritt von Morales verlangten und auch Maduro und China massiv kritisierten.

Fatal ist es natürlich auch, dass es selbst in der deutschen Partei DIE LINKE, zu viele Stimmen gibt, die sich nicht auf die Seite Russlands stellen, was teilweise wiederum die gefährlichen Wahlerfolge der AFD erklärt.

Frage: In Ihrem „Antikriegscafé“ in der Mitte Berlins werden Putins Reden auf Video abgespielt und mehrere Porträts von ihm hängen an den Wänden. Sie unterstützen Putin. Warum?

Weil in den deutschen Medien eine struktuelle Russlandfeindlichkeit vorherrscht , habe ich mich entschlossen diesem Feindbild ein anderes Bild des russischen Präsidenten entgegenzuhalten. Oliver Stone hat einen sehr guten Film über Putin produziert, der ihn als Menschen zeigt, als einen sehr klugen Menschen, überzeugend klug und sehr diplomatisch. Viele Besucher des „Antikriegscafé“ sind zunächst schockiert wenn sie meine Haltung gegenüber Putin realisieren. Es gibt keinen ähnlichen Ort in Berlin, viele haben das Gefühl es ist hier einzigartig und machen sich Gedanken. Immer wieder gibt es auch Zustimmung, ja Begeisterung, solche Standpunkte überhaupt vorzufinden. Natürlich insbesonders auch unter den russischen Gästen. Aber umgekehrt gibt es auch unter den Russen erschreckend viele Gegner Putins.

Vielen der skeptischen Touristen und Besucher erkläre ich meine Standpunkte und einige finden sie überzeugend. Ich unterstütze Putin, weil man der Respektlosigkeit vieler Deutscher für Russland, seine Menschen unbedingt etwas entgegensetzen muss. Dem moralischen Bankrott deutscher Russophobie muss vor dem Hintergrund deutscher Geschichte entgegengetreten werden.

Man muss nämlich verstehen, dass Russland zusammen mit China und mit der Mehrheit der Menschheit auf der richtigen Seite der Geschichte steht. Man muss wissen, dass ein Bündnis der Blockfreien, die NAM existiert. Das es den Tatsachen entspricht, dass 120 Staaten der Bewegung der Blockfreien, unterstützt von China und Russland eine Welt der friedlichen Koexistenz fordern, ohne Kriege, ohne Regimechange, ohne Sanktionen und ohne Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder. Kürzlich wurde dies in Caracas, der Hauptstadt Venezuelas in einer mehrheitlich verabschiedeten Abschlusserklärung der Konferenz der Blockfreien klar und unmissverständlich zum Ausdruck gebracht..

Diese Länder repräsentieren auch ohne Russland und China bereits 55% der Weltbevölkerung. Ein weiterer Beweis für die Rolle der Blockfreien war jetzt auch das erste Russland-Afrika-Forum im Oktober in Sotschi. Staatschefs aus 47 afrikanischen Ländern, überwiegend Mitgliedstaaten der Blockfreien. Russland erklärte dass man bereit sei, sich an internationalen Bemühungen zur Förderung von Frieden und Stabilität auf afrikanischem Boden zu beteiligen, als „Ausgangspunkt für den Aufbau einer fairen Partnerschaft auf der Grundlage von Gleichheit und gegenseitigem Interesse“.

Um genau diese Ausgangspunkt zu untermauern haben wir im Antikriegscafe erst vor ein paar Monaten zusammen mit Aktivisten aus den USA einen „Globalen Appell für den Frieden“ (GlobalAppeal4Peace.net) veröffentlicht, um im Interesse des Weltfriedens, der internationalen Sicherheit und des friedlichen Zusammenlebens von unseren Regierungen die Einhaltung der Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen sowie die Einhaltung und Verteidigung der internationalen Grundsätze zu fordern. Der Appell wurde auch bei den Kundgebungen in New York während der Sitzung der UN-Vollversammlung im Oktober thematisiert. Zahlreiche internationale Organisationen, Politiker und Persönlichkeiten haben den Appell unterzeichnet, auch um mehr Bewusstsein innerhalb der Bewegungen für das „Bündnis der Blockfreien“ zu schaffen.

Wir hören von all diesen wichtigen Fakten mit einigen wenigen Ausnahmen nur in den Medien der Unterstützer der Idee eine „Multipolaren Weltordnung“, die wir deshalb allen immer wieder empfehlen. In den westlichen Medien hören wir auch selten die Ausführungen des russischen Präsidenten und Aussenministers. Und wir hören auch kaum die wichtigen Statements und Reden von US-Politikern wie Tulsi Gabbard oder Mike Gravel, beides jetzt Präsidentschaftskandidaten, oder von Dennis Kucinich und Ron Paul, beides ehemalige US-Kongressabgeordnete. Auch die Aussagen deutscher Politiker wie Jürgen Todenhöfer und Willy Wimmer, die erst kürzlich einen gemeinsamen Friedensappell an die deutsche Regierung gerichtet haben, werden in den Medien verschwiegen. Diese Politiker und viele andere mehr aus der Friedensbewegung sehen wir zumeist nur in den alternativen, unabhängigen Medien und vor allem in den russischen Medien, die eine sehr große Reichweite haben und die wir
deshalb unbedingt nutzen und unterstützen sollten.

Frage: Sie unterstützen auch die Volksrepubliken DVR und die LPR, nicht die Ukraine, obwohl sie in Deutschland eher mit letzteren und nicht mit den Republiken im Donbass einverstanden sind. In welcher Beziehung stehen Sie zu Ihrer Position?

Deutsche Politiker haben den Maidan unterstützt, um die Ukraine daran zu hindern sich hin zu einem Bindeglied zwischen Russland und dem Westen zu entwickeln. Um das zu verhindern wurden rechte, rechtsextreme, russophobe Kräfte in der Ukraine unterstützt. Nachdem diese mit massiver westlicher Unterstützung den Sturz der Regierung in Kiew herbeigeführt hatten, wurde sofort damit begonnen die russischstämmige Bevölkerung zu provozieren und zu diskrimieren. Der Plan des Westens war es letztendlich ja auch die Häfen der Krim zu Marinestützpunkten der NATO zu machen. Moskau erkannte dies. kam den Plänen zuvor und die Krim kam zurück zu Russland und die dortige Bevölkerung unterstütze dies mit sehr großer Mehrheit.

Dann begann der brutale völkerrechtswidrige Krieg gegen die Donbass-Region im Osten der Ukraine, gegen die DVR und die LPR. Diese hatten sich zuvor als Konsequenz der aggressiven Politik gegen alles Russische zu selbstverwalteten Regionen erklärt. Deutschland, seine Politikerklasse und die deutschen Medien haben zusammen mit den USA eine sehr schmutzige Rolle gespielt.

Frage: Sie haben 2005 das Anti-War Cafe eröffnet. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, ein solches Café zu eröffnen? Warum gerade ein Cafe? Wer sind deine Stammgäste? Was sind ihre Überzeugungen? Was haben sie vor?

Vor 1933, also vor der Machtübernahme Hitlers war Berlin ein Stadt mit zahlreichen antifaschistischen Treffpunkten und es gab sogar die linken Massenmedien. Es gab linke Kneipen, die offen gegen die Nazis und gegen Krieg mobilisierten. Seit 1925 gab es auch ein Antikriegsmuseum in Berlin, das 1933 von den Faschisten gestürmt wurde, nur um zu einem berüchtigtem Treffpunkt der Nazis zu werden, wo sogar Gegner gefoltert wurden. Das Antikriegsmuseum wurde 1982 vom Enkel des Gründers wieder eröffnet.

2004 betrieb ich für ein knappes Jahr eine Antikriegsgalerie mit dem Titel „Bushtrash“ im legendären Kunsthaus Tacheles. Ich hatte einen großen Raum als Untermieter überlassen bekommen, konnte aber keinen festen Mietvertrag sichern. Auf der Suche nach einem neuen Ort im Zentrum Berlins stiess ich dann auf eine kleine Bar, deren Mietvertrag ich gegen Abstand übernehmen konnte. Das Coop Anti-War Cafe eröffneten meine Frau und ich wir zunächst zusammen mit zwei jungen Freunden aus Italien und aus Bulgarien, die aber nach einem Jahr ausstiegen um andere Sachen zu machen. Wir wollten einen Ort schaffen, wo politische Themen wie Krieg, Kriegsverbrechen, Propaganda offen und klar diskutiert werden können. Einen Ort vor allem für Besucher Berlins, für Künstler und Linke, einen internationalen Treffpunkt.

Alle die Frieden wollen sind hier willkommen. Wir bitten alle Besucher Fotos zu machen, wir veröffentlichen auch sehr viele Fotos mit Gästen im Internet. Unter dem Suchbegriff „Berlin Antiwar“ findet man viele Bilder und Artikel. Über die Jahre haben zahlreiche Ausstellungen, Veranstaltungen, Treffen hier stattgefunden. Antikriegs-Aktivisten aus der ganzen Welt und aus den USA sind hier gewesen, darunter auch Politiker. Wir nehmen an politischen Veranstaltungen und Kundgebungen in Berlin teil, zur Zeit in Solidarität mit den progressiven Bewegungen in Lateinamerika und dem Wikileaks-Gründer Julian Assange.

Einige der Stammgäste des Antikriegscafe sind in der Partei DIE LINKE organisiert, einige unterstützen die Bewegung #Aufstehen der linken Politikerin Sahra Wagenknecht und in diesem Rahmen veranstalten wir ein wöchentliches Treffen und haben Kundgebungen gegen den Syrienkrieg und in Solidarität mit Venezuela organisiert. Andere Stammgäste sind in unterschiedlichen politischen Zusammenhängen im Cafe aktiv. Und natürlich zählen Künstler, Musiker und Berliner Originale zu den regelmässigen Gästen.

Zusammen mit Friedensaktivisten aus den USA habe ich an mehreren internationalen Antikriegs-Konferenzen teilgenommen. World Beyond War (Eine Welt jenseits von Krieg) ist eine internationale Friedensbewegung, die weltweit 75000 Unterstützer hat, darunter 500 Organisationen. Das Antikriegscafe ist die offizielle Vertretung in Deutschland. Wir sind auch in Kontakt mit den vielen internationalen Gruppen, die unseren Aufruf „Multipolare Welt gegen Krieg“ unterzeichnet haben.

Es geht um Krieg oder Frieden. Jeder, der den Frieden unterstützt, steht auf der richtigen Seite der Geschichte. Für eine Welt jenseits von Krieg! Für Frieden mit Russland!

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LINKS:
2x 1000 Antikriegsplakate (A1) – FRIEDEN MIT RUSSLAND
https://cooptv.wordpress.com/2019/07/25/1000-antikriegsplakate-mai-2020/
120 Staaten in der „Bewegung der Blockfreien“ repräsentieren zusammen mit Russland und China die Mehrheit der Weltbevölkerung und fordern ein Ende der westlichen Kriegs- und Sanktionspolitik! Kooperation statt Konfrontation!
https://cooptv.wordpress.com/2019/09/30/bewegung-der-blockfreien-mit-russland-und-china-kriege-sanktionen-stoppen/
Russland im Netz der Ultrarechten – Von Veronika Krascheninnikowa
http://www.russlandkontrovers.com/russland-im-netz-der-ultrarechten

„Nationalistische #Politik wäre die schnellste Vernichtung #Russland|s“ – Russische Politologin über Haltung zu #AfD, #Islam und #Migration
https://bit.ly/2R6uOCL

Neuorientierung in Moskau? Führendes Mitglied der Regierungspartei „Einiges Russland“, kritisiert Kontakte zu AfD und Front National – Ulrich Heyden (Heise.de)
https://www.heise.de/tp/features/Neuorientierung-in-Moskau-4210507.html

Vorstandsmitglied von Putins Partei „Einiges Russland“: Kontakte zu Europas Rechten wie der AfD oder FPÖ widersprechen den innen- und außenpolitischen Interessen Russlands
https://bit.ly/2DHBZL7

Stoppt Putinpartei alle AfD-Kontakte? (Russland Direkt)
https://bit.ly/2Rz2aJH

Russische Politologin über Farbenrevolutionen u. Verbindungen zwischen dem 3. Reich, Neofaschisten und US-Politikern – Video hier: https://bit.ly/2TyCbzo

1. Dezember 2019

Aufstehen Berlin-Mitte: Solidaritätserklärung für Evo Morales, den legitim gewählten Präsidenten Boliviens. Verurteilung der Putschregierung

Beschluss vom 23.11.2019:
Aufstehen Berlin-Mitte erklärt sich solidarisch mit Evo Morales, dem legitim gewählten Präsidenten Boliviens, und verurteilt die Putschregierung von Jeanine Áñez.

ScreenHunter 3011

http://www.coopcafeberlin.de/ex/aufstehen/

1. Dezember 2019

Ex-Präsident von Ururguay, José Mujica in Mexiko eingetroffen anlässlich der Feierlichkeiten des ersten Jahrestags der Regierung von Präsident Andrés Manuel López Obrador

Der frühere Präsident von Ururguay, José Mujica , traf in Mexiko-Stadt ein, wo er als Gast den Feierlichkeiten anlässlich des ersten Jahres der Regierung von Präsident Andrés Manuel López Obrador beiwohnen wird und seine Glückwünsche übermitteln wird.

Auf Twitter informierte Sekretär Marcelo Ebrard, dass José Mujica bereits in Mexiko ist, um an der Veranstaltung von Präsident López Obrador teilzunehmen.
„Willkommen José Mujica in Mexiko, wir heißen Sie mit offenen Armen willkommen !!! Morgen wird er seinen Freund Andrés Manuel López Obrador anlässlich seines ersten Regierungsberichts in der Hauptstadt Zócalo begleiten “, schrieb er im sozialen Netzwerk.

Mujica wird morgen Montag an der Universidad Iberoamericana teilnehmen, wo er auch einen Doktortitel als Honoris Causa für seinen Beitrag und seine Arbeit als Präsident Uruguays erhalten wird, der sich mit der Versöhnung, Gerechtigkeit und Integration der lateinamerikanischen Völker und Nationen befasst.

Am Dienstag, dem 3. Dezember, wird der Ex-Präsident von Uruguay die lateinamerikanische Konferenz „Mexiko angesichts des Extremismus: Der Wert der Kultur angesichts des Hasses“ eröffnen, die im Hauptquartier des Außenministeriums abgehalten wird.

1. Dezember 2019

Antisemitismusvorwürfe gegen Corbyn – es wird schmutzig (Nachdenkseiten)

Nahezu zeitgleich schossen zu Wochenbeginn die Tories und die britischen Medien einmal mehr aus allen Rohren gegen den Spitzenkandidaten von Labour. Wieder einmal geht es um das Thema Antisemitismus. Aufhänger war ein offener Brief des britischen Oberrabbiners Ephraim Mirvis, den die Times veröffentlicht hatte. Die britischen Juden seien „von Angst gepackt“; Angst vor dem „neuen Gift“ des Antisemitismus der Labour-Partei und Jeremy Corbyn. Die Bürger sollten bei der Wahl „ihrem Gewissen folgen“. Die britischen Medien nahmen diese Steilvorlage auf und niemand berichtete über die Hintergründe. Mirvis sieht sich als Freund von Boris Johnson und hat engste Kontakte zur Tory-Spitze. Offenbar geht es hier nicht um Antisemitismus, sondern um schmutzige Meinungsmache mitten in der Hochphase des Wahlkampfs. Von Jens Berger.

weiterlesen hier:
https://www.nachdenkseiten.de/?p=56712