Archive for November 11th, 2019

11. November 2019

Gerhard Mertschenk: Berichterstattung zu Bolivien – Behauptung, ausgewogen und unparteiisch zu informieren, ad absurdum geführt

An Inforadio und rbb

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Ihrer Berichterstattung über die Ereignisse in Bolivien führen Sie Ihre eigene Behauptung, ausgewogen und unparteiisch zu informieren, ad absurdum. In den Nachrichtensendungen am 11.11.2019 um 17:40 Uhr und 18:00 Uhr brachten Sie Folgendes zu Gehör:

„In Bolivien ist es nach dem Rücktritt von Präsident Morales zu Ausschreitungen gekommen. Nach Medienberichten legten Anhänger des bisherigen Staatschefs Brände
und plünderten Geschäfte. Auch Wohnhäuser von Prominenten sollen angezündet worden sein. Morales hat sein Amt gestern zur Verfügung gestellt, nur wenige Wochen
nach seiner Wiederwahl. Die Opposition hatte seinen Wahlsieg angezweifelt und dagegen protestiert. Auch internationale Beobachter beanstandeten schwerwiegende
Unregelmäßigkeiten.“

Mit dieser Formulierung wird suggeriert, dass es vor dem Rücktritt nicht zu Ausschreitungen gekommen wäre. Ich kann mich auch nicht erinnern, in inforadio-Nachrichten darüber informiert worden zu sein, dass Oppositionsanhänger in Häuser von Mitgliedern des Regierungsbündnisses MAS (darunter das Haus der Präsidentin der Abgeordnetenkammer) eingedrungen sind, Gewalt gegen Familienangehörige angewandt, Feuer gelegt und die Politiker zum Rücktritt aufgefordert haben, ansonsten könne man nicht mehr die Sicherheit der Angehörigen gewährleisten. Mit diesen Gewalttaten wurden die überfallenen Politiker  auch gezwungen, Evo Morales zum Rücktritt aufzufordern.

Davon bei Ihnen kein Wort. Nur die Morales-Anhänger machen solche schlimmen Sachen.

Der OAS-Bericht über die Neuauszählung enthält keine Beweise für einen Wahlbetrug, es gäbe aber „statistische Prognosen, deren Berücksichtigung es möglich machen“, dass Morales die Wahl gegenüber seinem Herausforderer Carlos Mesa gewonnen hat, es jedoch „statistisch unwahrscheinlich sei, dass Moralen eine zehnprozentige Differenz erreicht hat, um eine zweite Runde zu vermeiden“. Jedoch gäbe es insbesondere nach Überprüfung der Übertragung der Wahlergebnisse durch das elektronische Übertragungssystem (TREP) „nicht die Garantie, dass die ermittelten offiziellen Ergebnisse richtig sind.“ Es sei zu Unregelmäßigkeiten gekommen, die die Integrität der Ergebnisse infrage stellten. Es sei festgestellt worden, dass man sich nicht an alle
Sicherheitsbestimmungen bei der Auswertung und Ermittlung gehalten habe. Man könne „nicht garantieren“, dass die Wahl nicht manipuliert worden sei. Die OAS räumt auch ein, dass die Analyse in sehr kurzer Zeit erarbeitet wurde und somit keine vollständige Überprüfung möglich war.

Fazit: keine Beweise, nur potentielle Möglichkeiten, die aus Zeitgründen nicht weiter untersucht wurden. Und das bezeichnen Sie als „schwerwiegende Unregelmäßigkeiten“.

(Wenn bei uns hunderte Briefwahlstimmen im Müllcontainer landen, in Schleswig-Holstein 700 Stimmen für die PDS „übersehen“ wurden, wenn 40 Jahre lang der Bundestag nach einem Wahlgesetz gewählt wird, das vom Bundesverfassungsgericht als grundgesetzwidrig erklärt werden musste (negatives Stimmgewicht), dann ist das nicht schwerwiegend; wenn in Guatemala in 85 von 186 überprüften Wahllokalen Unstimmigkeiten festgestellt wurden, wenn in Honduras nach einer Verzögerung der Stimmenauszählung plötzlich sich der Trend ändert, dann ist das Ihnen keine Meldung wert. Aber wenn es gegen Morales geht…..)

Zurück zu Bolivien: Aus diesem Grund „empfiehlt“ die OAS Neuwahlen. Dieser Empfehlung kam Morales nach. Aber die Opposition lehnte Neuwahlen ab und verlangte Morales‘ Rücktritt.  Auch dazu von Ihnen kein Wort.

Vergleichen Sie doch bitte mal Ihre Berichterstattung über die Proteste in Chile und die über Hongkong. Bezüglich Hongkong wird groß herausgestellt, wenn mal ein Polizist auf Demonstranten schießt. In Chile gab es bisher mindestens 23 Tote (zwei davon direkt durch Polizei bzw. Militär erschlagen), mehr als 1.700 Verletzte, davon 160 mit
Augenverletzungen, einige verloren ganz ihr Augenlicht durch den Einsatz von Schußwaffen der bewaffneten Kräfte. Bei Ihnen sind die Proteste in Chile nur ab und zu eine Randbemerkung wert.

Morales tritt aufgrund der gewalttätigen Proteste zurück – Piñeiras Antwort auf Rücktrittsforderungen ist eine Verschärfung der Unterdrückungsmaßnahmen: Vermummungsverbot (haben wir hier schon), Spezialeinheiten zur Unterdrückung der Proteste, Strafen für die Errichtung von Barrikaden, spezielles Anwaltsteam, um schnell ein Strafverfahren einzuleiten, Verdoppelung der Fliegenden Polizei, Förderung des Denunziantentums, spezieller Rechtsschutz für Polzeibeamte, Modernisierung des Geheimdienstes und des Polizeiapparats.

Zu all dem kein Wort von Ihnen in den Nachrichten, sondern eine Verniedlichung der Vorgänge in Chile. Denn dort geht es gegen einen neoliberalen Politiker, und die stehen bei Ihnen unter besonderem Schutz, wie man auch an Ihrer Berichterstattung über den damals nach der Wahl so hoch gelobten Mauricio Macri in Argentinien ersehen kann.

Von Ausgewogenheit und Objektivität kann bei Ihrer Berichterstattung keine Rede sein. Sie brauchen sich nicht zu wundern, wenn Ihre Glaubwürdigkeit immer weiter verloren geht. Sie kommen Ihrem Auftrag, als öffentlich-rechtliche Anstalt die Pflichtgebührenzahler ausgewogen und wahrheitsgetreu zu informieren, nicht nach. Steigt Ihnen angesichts der Berichterstattung über Bolivien (u.a.) nicht die Schamesröte ins Gesicht?  Wo bleibt die journalistische Sorgfalt und Ethik?

Noch ein Beispiel für fehlende Ausgewogenheit: Oft wird in den Nachrichten von der internationalen Gemeinschaft gesprochen, ohne genau zu definieren, was darunter zu verstehen ist. Wenn aber die internationale Gemeinschaft mal aus 187 Staaten (von 192 Staaten) besteht, die die Aufhebung der Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade Kubas durch die USA fordert (nur drei sind dagegen – Trump, Netanjahu und Bolsonaro – eine wirklich feine Gesellschaft), dann ist das Ihnen keine Meldung wert. Wann wird schon mal eine so große Einigkeit in der UNO erreicht? Aber das interessiert die USA nicht  (anscheinend Sie wohl auch nicht, denn sonst würden Sie ja darüber berichten).

Die USA setzen sich über eine solche Mehrheit einfach hinweg; aber andere sollen den
Ansichten der „internationalen Gemeinschaft“ Folge leisten – wenn diese mit den USA konform sind, selbst wenn da die Mehrheitsverhältnisse anders aussehen. Wenn der selbsternannte Präsident Guaidó von „mehr als 50 Staaten“ (von 193) anerkannt wird, dann wird das von Ihnen vermeldet, aber nicht, wenn sich 187 Staaten gegen die Sanktionen der USA aussprechen. Sollte Sie dieses Verhalten nicht mal zum Nachdenken
anregen?  Tun Sie etwas, um Ihre Glaubwürdigkeit wiederzugewinnen.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Mertschenk

mehr Infos zur Lage in Lateinamerika:
https://cooptv.wordpress.com/category/latin-america/
11. November 2019

Berlin Mittwoch 13. Nov. um 14.45: Protest gegen den gewaltsamen Putsch in Bolivien – Gegenüber der Botschaft Boliviens

morales

Berlin: Protest gegen den gewaltsamen und feigen Putsch gegen die gewählte Regierung des plurinationalen Staates unter Evo Morales.

Schluß mit der Gewalt
Solidarität mit dem fortschrittlichen Bolivien
Für Freiheit und Leben von Evo Morales Ayma und allen Mitgliedern seiner Regierung
Versammlungsort/Aufzugsstrecke Gegenüber der Botschaft Boliviens

VIDEOS HIER:
http://haendewegvonvenezuela.net/links/kundgebung13.11.19.html

Wichmannstraße 6
10787 Berlin
Datum 13.11.2019
Beginn (Uhrzeit) 14:45
Ende (Uhrzeit) 18:00

Anmelder: Anti-NATO-Gruppe Berlin Brandenburg

11. November 2019

Weltfriedensrat (WPC) verurteilt den Staatsstreich in Bolivien aufs Schärfste

AUFNAHME02 Nov. 11

Quelle:
https://kurzelinks.de/y2q9

Der Weltfriedensrat verurteilt nachdrücklich den Staatsstreich in Bolivien, der von den US-Imperialisten gemeinsam mit der lokalen Oligarchie und ihrem bekannten Instrument, der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), unterstützt und gesponsert wird.

Die subversiven und destabilisierenden Aktionen, die nach den Wahlen vom 20. Oktober im Land durchgeführt wurden, und die Aktionen zur Spaltung und Instrumentalisierung von Armee und Polizei führten zu dem lange geplanten Sturz des rechtmäßig wiedergewählten Präsidenten Evo Morales.

Die orchestrierten Proteste und Aggressionen der reaktionären Kräfte in der Stadt La Paz, die Drohungen und Angriffe gegen Politiker, Medien und soziale Bewegungen sind faschistische Aktionen.

Die Drohungen gegen Botschaften wie Venezuela, Kuba und Mexiko sind ein weiterer Beweis für die Absichten des Putsches.

Der Weltfriedensrat verurteilt den Putsch und fordert die Achtung des vom bolivianischen Volk zum Ausdruck gebrachten Willens und ruft alle friedliebenden Menschen und Kräfte auf, auf die gefährlichen Entwicklungen und Bedrohungen aufmerksam zu machen, die sich aus diesem Putsch für die gesamte Region ergeben.

Der Staatsstreich in Bolivien erinnert an die dunkelsten Tage in der Geschichte Lateinamerikas. Wir bringen unsere Solidarität mit dem bolivianischen Volk zum Ausdruck, sein Recht zu verteidigen, allein und frei für sein Schicksal und seine Führung zu entscheiden und Meister seines Landes und seines Reichtums zu werden.

Wir rufen die Mitglieder und Freunde des Weltfriedensrats auf, zu reagieren und und in allen Ländern gegen den Putsch zu protestieren und den Staatsstreich zu verurteilen.

Nieder mit dem Coup!

Nieder mit dem Imperialismus!

11. November 2019
Das WPC-Sekretariat

11. November 2019

Fraktion #DIELINKE verurteilt Staatsstreich in #Bolivien – erklärt sich solidarisch mit Evo Morales und seiner Bewegung – Solidarität an der Seite eines weltweiten Protests gegen diesen Putsch

https://www.linksfraktion.de/themen/nachrichten/detail/solidaritaet-mit-evo-morales/?fbclid=IwAR0Gvx3mBeKpmOO8RR4DTsK2PBouIjgN_UglnnGqsAAtIiITNlxsJvWVUtM

Von Heike Hänsel, stellvertretende Fraktionsvorsitzende


Der Präsident von Bolivien, Evo Morales, hat sich am Sonntag dem immensen Druck rechter Kreise im Militär- und Polizeiapparat und der brutalen Gewalt, die von Oppositionellen gegenüber Regierungsangehörigen sowie staatlichen Medien ausgeübt wurde, gebeugt und ist von seinem Amt zurückgetreten. Dies ist ein Anschlag auf die sozialen Errungenschaften Boliviens und ein Rückschlag für den Kampf um Unabhängigkeit und regionale Integration in Lateinamerika.

Die rechte Opposition hat ihr vorläufiges Ziel erreicht, den Präsidenten zu stürzen. Man kann mit Fug und Recht von einem Staatsstreich sprechen, der seit der Wahl am 20. Oktober nun seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht hat. Dass von einem der Anführer der Opposition, Luis Camacho, umgehend nach dem Rücktritt das Einsetzen einer „Regierungsjunta“ gefordert wurde, zeigt den reaktionären Charakter des Protestes. Neben Morales sind mittlerweile Gouverneure, Bürgermeister, Abgeordnete und Senatoren seiner Partei MAS zurückgetreten, wie auch der Vize-Präsident, Álvaro García Linera, und die Präsidentin des Senats, Adriana Salvatierra.

»Kampf für Gleichberechtigung im Frieden fortsetzen«

Evo Morales begründete den Rücktritt vor allem damit, dass er den sozialen Frieden im Land wiederherstellen und die weitere Anwendung von Gewalt verhindern wolle. Sein Rücktritt war notwendig, „damit [die Anführer der Opposition Carlos] Mesa und Camacho nicht weiter die Häuser unseres Volkes niederbrennen, damit sie nicht weiterhin den einfachen Menschen schaden. Ich trete zurück, damit unsere Brüder in politischen Posten nicht weiterverfolgt werden. Ich bedaure diesen Putsch sehr. Ich möchte euch sagen, Brüder und Schwestern, der Kampf endet hier nicht. Wir werden diesen Kampf für Gleichberechtigung im Frieden fortsetzen.“

Die politische Verfolgung nimmt unter dessen Fahrt auf. Mittlerweile gibt es bereits erste Berichte über Festnahmen, so von der Präsidentin des Obersten Gerichtshofs. Luis Camacho forderte mittlerweile die sofortige Festnahme von Morales selbst. Nachdem die Opposition zunächst nur auf der Durchführung einer zweiten Wahlrunde bestand, war sie gestern nicht einmal mit der Ausrufung von kompletten Neuwahlen und dem Rücktritt von Morales zufrieden, sondern wollen ihn, wie auch andere Regierungspolitiker, nun unmittelbar ins Gefängnis werfen. Mehr als 20 Persönlichkeiten der MAS haben in der mexikanischen Botschaft in La Paz Zuflucht gesucht und um Asyl gebeten.

Keine Beweise für einen Wahlbetrug

Vorausgegangen war die Herausgabe eines vorläufigen Berichts durch die von rechten Regierungen und den USA dominierte Organisation Amerikanischer Staaten, (OAS), in dem zwar Unregelmäßigkeiten nahegelegt wurden, aber keine Beweise für einen Wahlbetrug vorgelegt werden konnten. Die Empfehlung der OAS lautete Neuwahlen. Evo Morales, der die Überprüfung durch die OAS selbst veranlasst hatte, kündigte daraufhin an, Neuwahlen auszurufen. Nachdem kurz darauf aber nicht nur Oppositionspolitiker seinen umgehenden Rücktritt forderten, sondern auch das Militär, trat Morales zurück.

Sein Haus wurde ebenso gewaltsam attackiert, wie die Häuser vieler anderer Gouverneure und linker PolitikerInnen, ebenso wurden Familienangehörige massiv bedroht, so vom Präsidenten der Nationalversammlung, Victor Borda.

Bundesregierung muss Staatsstreich verurteilen

Die Fraktion DIE LINKE verurteilt diesen Staatsstreich in Bolivien und die massive Gewalt in den Straßen und erklärt sich solidarisch mit Evo Morales und seiner Bewegung für den Sozialismus, MAS. Dabei steht sie an der Seite eines weltweiten Protests gegen diesen Putsch. So verurteilten die Präsidenten Argentiniens und Mexikos ebenso wie der britische Labour-Chef Jeremy Corbyn sowie die Ex-Präsidenten Lula da Silva, Fernando Lugo und Rafael Correa den Putsch. Die UN zeigte sich ebenso besorgt und forderte die Opposition auf, dem Angebot eines Dialogs nachzukommen.

Die Bundesregierung, die bereits die Putsch-Politik gegen Venezuela unterstützt, ist aufgefordert, ihr Schweigen zu brechen, diesen Staatsstreich zu verurteilen und ein Ende der Gewalt zu fordern.

11. November 2019

Bundesregierung legitimiert Putsch in Bolivien gegen demokratisch gewählten Präsidenten Evo Morales (RT Deutsch)

https://de.rt.com/20xf

11. November 2019

Bolivien: Bewaffnete dringen in Venezuelas Botschaft ein – Diplomaten geflohen (RT Deutsch)

https://de.rt.com/20wu

11. November 2019

Emergency protests: No to the U.S.-backed coup in Bolivia! – Weltweite Demonstrationen gegen Putsch in Bolivien

Weltweite Demonstrationen – Demonstrations are taking place across the country in solidarity with the people of Bolivia who are facing the prospect of a military dictatorship. Check back on the website of the ANSWER Coalition for updates, and e-mail info@answercoalition.org to have your demonstration listed!

UPDATES HERE: https://kurzelinks.de/v3w8

Berlin 3-5 pm – @ Bolivian Embassy
15-18 Uhr : Gegenüber der Botschaft Boliviens LINK

San Francisco, Calif.
– Monday, Nov. 11 – 5:30 p.m.
24th and Mission Street RSVP on Facebook

Washington, D.C. – Saturday, Nov. 16
Noon White House

Philadelphia, Penn. – Monday, Nov. 11 4:00 p.m.
City Hall (15th and Market)  RSVP on Facebook

Los Angeles, Calif. – Monday, Nov. 11 4:30 p.m.
Consulado General de Bolivia en Los Angeles – California (3701 Wilshire Blvd.)
RSVP on Facebook

New York City, N.Y. Monday, Nov. 11 4:00 p.m. olivian Mission to the United Nations (801 2nd Ave.) RSVP on Facebook

Albuquerque, N.M. – Monday, Nov. 11
4:00 p.m. Louisiana and Menaul Blvd. RSVP on Facebook

Boston, Mass. Tuesday, Nov. 12 5:30 p.m.
Park Street Station  RSVP on Facebook

Las Vegas, Nevada  Saturday, Nov. 16
10:00 a.m. Las Vegas Federal Courthouse, 333 Las Vegas Blvd S RSVP on Facebook

Miami, Fla. Monday, Nov. 11 4:00 p.m.
The Torch of Friendship (401 Biscayne Blvd) RSVP on Facebook

London, UK Wednesday, Nov. 13
6:30 p.m. National Education Union RSVP on Facebook

Baltimore, Maryland Monday, Nov. 11
5:00 p.m. Intersection of Centre St & Charles St  RSVP on Facebook

Manchester, UK Saturday, Nov. 16
12:00 p.m. Piccadilly Gardens RSVP on Facebook

Toronto, Canada Tuesday, Nov. 12
5:00 p.m. Matt Cohen Park (725 Spadina Avenue) RSVP on Facebook

11. November 2019

Luis Fernando Camacho, der religiöse Fundamentalist, der Anführer des Staatstreichs in Bolivien

Katholisch, aber auch den evangelischen Kirchen sehr nahestehend, versprach der Extremist, „Gott in den verbrannten Palast zurückzubringen“, und traf sich vor den Wahlen mit demAussenminister von Bolsonaro. Er ist auch in den Steuerhinterziehungsskandal der Panama Papers verwickelt.

Aufgrund des Aufrufs, das Ergebnis der Wahlen vom 20. Oktober zu ignorieren, gewann der Oppositionsführers Luis Fernando Camacho in Bolivien weiter an Stärke. Camacho, der Präsident des Bürgerkomitees der Stadt Santa Cruz, war der erste, der einen regionalen Streik ausrief, basierend auf dem, was er als „enormen Betrug“ bei den Wahlen und seine Initiative begann sich schnell landesweit auszuweiten.

Camacho ist Eigentümer der Grupo Empresarial Nacional Vida SA, die direkt oder indirekt Beteiligungen an Unternehmen wie Conecta, Tecorp, Xperience, Fenix ​​Seguros und Nacional Seguros Vida der Metropolitan Clinic of the Americas besitzt. Es gibt Aufzeichnungen darüber, dass einige dieser Investitionen mit dem „Panama Papers“ -Skandal zu tun haben, bei dem es um Steuerhinterziehung mit Bezug zu zentralamerikanischen Steueroasen geht.

Er ist nicht nur Geschäftsmann und ein politischer Führer, sondern auch Anwalt, 40 Jahre alt und rühmt sich seines religiösen Fundamentalismus. Er sieht aus, als wäre der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro ein Katholik, dem es gelungen ist, ein Bündnis mit fundamentalistischen evangelikalen Organisationen zu schließen. Tatsächlich hatte er im Mai dieses Jahres ein Treffen mit dem brasilianischen Außenminister Ernesto Araújo in Brasilia, so das brasilianische Forum Magazine

In all seinen Taten vor dem Rücktritt von Evo Morales versprach Camacho, „Ich werde Gott dazu bringen, wieder im Palacio Quemado zu sein“, und zwar nach dem Rücktritt von Evo Morales und Álvaro García Linera, indem er das oben angeführte Buch auf der Bolivianische Flagge liegend las, in einer Art improvisierter liturgischer Zeremonie.

Seine Äußerungen bedeuten einen Durst nach Rache und fordern dazu auf, „die Namen der verräterischen Menschen dieser Stadt aufzuschreiben, weil wir wollen, dass sie morgen ins Gefängnis gehen, aber nicht aus Groll und Hass, sondern aus Gründen der Gerechtigkeit.“

Obwohl er sagt, dass es keinen Groll und Hass gibt, überführen die Praktiken seiner Anhänger ihn der Lüge, wie in der barbarischen Aktion gegen Bürgermeisterin Patricia Arce aus der Stadt Vinto zu sehen war, die auf einem öffentlichen Platz angegriffen und gedemütigt wurde.

Es gibt auch Berichte über ähnliche Angriffe auf gewöhnliche Menschen, wie zum Beispiel eine Frau, die gezwungen war, sich auf den Knien zu entschuldigen, weil sie dem vom rechten Führer gerufenen Streik widersprochen hatte.

Außerdem bezeichnet er sich normalerweise als „Macho Camacho“, ein Spitzname, der auch von seinen Anhängern verwendet wird.

Quelle:

https://www.eldesconcierto.cl/2019/11/10/luis-fernando-camacho-el-fundamentalista-religioso-que-lidero-el-golpe-en-bolivia/

11. November 2019

Trump Calls Resignation of Bolivia’s Morales a ‚Significant Moment for Democracy

https://sptnkne.ws/AurG

11. November 2019

Hongkong: Erneute Eskalation der Gewalt – Protestler übergießt Mann mit Benzin und zündet ihn an (RT)

Hass und Gewalt zwischen Regierungsgegnern und -befürwortern in Hongkong scheinen Menschen beider Lager zusehend zu verrohen. Schockierende Aufnahmen sollen zeigen, wie ein Regierungsgegner einen Mann nach einem verbalen Disput mit Benzin übergießt und ihn Brand setzt.

weiterlesen hier:
https://deutsch.rt.com/kurzclips/94508-hongkong-erneut-krasse-gewalt-eskalation/

11. November 2019

Ex-Ecuador leader Correa says Bolivia’s Morales was forced out in ‘coup’ and OAS is ‘an instrument of US domination’ (RT)

https://on.rt.com/a538

11. November 2019

Den Geist der Zeit bestimmen Personen, die sich nur noch in Nuancen vom Geist der Rechten unterscheiden (nachdenkseiten.de)

Die CDU-Vorsitzende hält eine militaristische Rede – weit weg von den Grundgedanken der Bundesrepublik Deutschland. Siehe dazu Jens Bergers Beitrag. Die neue EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen meint, Europa müsse die Sprache der Macht lernen, siehe hier. „CDU will private Vorsorge“ verkündet die CDU-Vorsitzende im Umfeld der Beratungen über die Grundrente. Überschwänglich bedankt sich der deutsche Bundesaußenminister beim US-amerikanischen Außenminister für die große Rolle, die die USA beim Abbau der Mauer gespielt hätten. Seinen eigenen Parteifreund Willy Brandt und die Rolle der Entspannungspolitik hängt der tiefer. Darauf hinzuweisen, bleibt dem früheren Generalsekretär der KPdSU, Michael Gorbatschow, vorbehalten. Siehe hier im Interview mit Fritz Pleitgen. Albrecht Müller.

weiterlesen hier:
https://www.nachdenkseiten.de/?p=56278

11. November 2019

Moskau erwartet eine rechtmäßige Entwicklung der Lage in Bolivien ohne Einmischung von außen

Der Kreml geht davon aus, dass sich die Situation in Bolivien, in der Präsident Evo Morales am Sonntag unter Eskalation der Gewalt zurückgetreten ist, rechtmäßig und ohne Einmischung von außen entwickeln wird, sagte der Kreml-Sprecher Dmitry Peskov am Montag.

„Wir fordern jetzt natürlich alle auf, Zurückhaltung zu üben, und wir hoffen, dass sich die Situation in Bolivien im Einklang mit dem Gesetz entwickelt. Wir hoffen mit Sicherheit, dass die Bolivianer ohne Einmischung von außen über ihr Schicksal entscheiden.“, sagte Peskov Reportern.

Russland habe weder mit Morales noch mit seinen Vertretern Kontakt aufgenommen, und kein bolivianischer Beamter habe um politischen Schutz im Land gebeten, so Peskov weiter.

Laut dem Sprecher des Kremls wird die Lage in Bolivien den russischen Präsidenten Wladimir Putin nicht daran hindern, am für den 13. und 14. November geplanten BRICS-Gipfel in Brasilien teilzunehmen, fügte Peskow hinzu.

„Der Besuch wird in Übereinstimmung mit dem bereits vorbereiteten Zeitplan stattfinden“, sagte Peskov gegenüber Reportern.

11. November 2019

Whistleblower vs. Trump: Facebook & Youtube gegen Identifizierung, Twitter nicht (Heise.de)

Die Amtsenthebungsuntersuchung gegen Donald Trump wurde von einem Whistleblower ausgelöst: US-Internetdienste wehren sich nun gegen dessen Enttarnung.

weiterlesen hier:
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Whistleblower-vs-Trump-Facebook-Youtube-gegen-Identifizierung-Twitter-nicht-4583622.html

11. November 2019

Regierung der Versöhnung und der nationalen Einheit Nicaraguas: Offizielle Verurteilung des Staatsstreichs in Bolivien

Original:
https://kurzelinks.de/o0ye

Die Regierung der Versöhnung und der nationalen Einheit verurteilt im Namen des nicaraguanischen Volkes nachdrücklich den Staatsstreich, der heute, am 10. November, in der Plurinationalen Republik Bolivien stattgefunden hat, und fordert den Rücktritt des Präsidenten der Verfassung, Compañero Evo Morales Ayma, und seines Vizepräsidenten, Dr. Álvaro García Linera.

Wir drücken unsere Ablehnung der faschistischen Praktiken aus, die die Verfassung, die Gesetze und die Institutionalität ignorieren, die das demokratische Leben der Völker leiten. In Nicaragua haben wir am eigenen Leib diese Hassverbrechen und -praktiken erlebt, die die Menschenrechte verletzen und Rassismus, Terrorismus, Grausamkeit, Demütigung, abweichende und erniedrigende Behandlung als Teil einer unzivilisierten und destruktiven Handlungsweisen bedeuten. All dies richtet sich gegen Regierungen und fortschrittliche Prozesse.

Das bolivianische Volk, Familien, Frauen und Jugendliche haben 13 Jahre Stabilität, Frieden, gute Regierungsführung und entscheidende Fortschritte in Bezug auf Armut erlebt. Präsident Evo Morales, der gezwungen ist, den bolivianischen Regierungssitz und die Regierung zu verlassen, hat bekräftigt, dass er zusammen mit seinem Volk weiter dafür kämpfen wird, dass dieser Fortschritt anhält, und dass er bei allen amerikanischen und karibischen Völkern, die Partnerstaaten sind, bleiben wird. Wir stehen zusammen in den Kämpfen, die wir siegreich machen müssen.

Wir anerkennen die Würde und den Mut von Präsident Evo, seines Gefährten Álvaro und der Mehrheit des bolivianischen Volkes. Von Nicaragua aus, begleiten und unterstützen wir Sie solidarisch und fordern Respekt für Ihre Freiheit, Integrität und Ihr Leben. Der Kampf geht weiter! Wir sind sicher, dass wir mehr und mehr Millionen sein werden, die an vorderster Front unserer Forderung nach Achtung unserer Souveränität, Rechte, Kulturen und Identitäten in diesem stolzen Heimatland der Arbeit und der Freien Völker stehen werden.

Managua, 10. November 2019

Regierung der Versöhnung
und der nationalen Einheit Nikaraguas.

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