„Schachmatt – Strategie einer Revolution oder Fallstudie der US-Politik“, arte-Dokumentation (2003) über Vorbereitung und Lenkung der Vorgänge durch westliche Geheimdienste, die 1989 zum Sturz des rumänischen Präsidenten Ceausescu führten.

Immer noch hochaktuell:
„Schachmatt – Strategie einer Revolution oder Fallstudie amerikanischer Politik“, 
eine arte-Dokumentation (2003, Länge 1 Stunde) über die Vorbereitung und Lenkung der Vorgänge durch westliche Geheimdienste, die 1989 zum Sturz des rumänischen Präsidenten Nicolae Ceausescu führten.
Siehe: 
https://www.youtube.com/watch?v=jR1eRtHNqpI

In der Dokumentation beschreiben ehemalige rumänische Dissidenten ihre Zusammenarbeit mit westlichen Geheimdiensten und ihre Rolle in deren Revolutions-Drehbuch.
Ebenso kommen westliche Geheimdienstler zu Wort. Hier als Niederschrift einige Auszüge:

Charles Cogan, CIA-Chef in Paris 1989:

„Es ist die Aufgabe der CIA mit allen Elementen in Kontakt zu stehen, das heißt mit der Regierung und der Opposition. Kontaktpersonen kommen oft aus der Opposition.“

„Wenn man den Grundstein für eine Aktion im Ausland legen will, muss man versuchen die Bevölkerung zu konditionieren. Daher ist Propaganda sehr wichtig. Man kann „schwarze Propaganda“ einsetzen, die scheinbar von einer einheimischen Dissidentengruppe stammt, aber in Wirklichkeit im Ausland fabriziert wurde. Man kann Sendungen ausstrahlen, die angeblich von einer Dissidentengruppe im Land stammen und das verstärkt wiederum die Bedeutung der Gruppe in den Augen der Bevölkerung.“

Besonders ausführlich beschreibt in dieser Dokumentation ein französischer Geheimdienstler das Drehbuch der „Revolution“. (Es ist offensichtlich das Drehbuch westlicher Geheimdienste für Regime-Change in Ländern, deren Regierungen sich nicht dem Diktat des Westens unterwerfen.)

Dominique Fonvielle, ehemaliger Führungsoffizier des französischen Geheimdienstes:

„Wie man eine Revolution organisiert? Ich meine, der erste Schritt ist, die gegnerischen Kräfte im gegebenen Land auszumachen. Es ist unerlässlich eine hochwirksame nachrichtendienstliche Operation einzuleiten, die feststellt welche Menschen genügend Glaubwürdigkeit und Einfluss besitzen, um die Bevölkerung zum Nachteil des führenden Regimes zu destabilisieren.“

„Zweitens; man muss eine wirksame Propagandaaktion von außen einleiten, die belegt, dass dieses Regime von allen gehasst wird, dass es am Rande der Nationen steht. Dass es kein Recht mehr hat, sich als liberalen Staat zu bezeichnen. Und man muss zeigen, dass die Oppositionsbewegungen, die hervortreten werden, legitim sind.“

„Der dritte Punkt wäre, den künftigen Staatschef vorzubereiten, denn man wird den Führer des alten Regimes ersetzen müssen. Man muss ihn vorbereiten, er muss auf natürliche Weise antreten. Das heißt, er muss einer der Verantwortlichen einer Oppositionsbewegung sein, oder er muss von den Oppositionsbewegungen allgemein akzeptiert sein. Es muss auch jemand sein, der sich nicht damit zufriedengibt, 20 Jahre lang im Exil gewesen zu sein, der dann mit ausländischen Lastwagen eintrifft oder im Flugzeug der Spezialeinheiten, die die ersten Aktionen zur Destabilisierung einleiten. Er muss glaubwürdig sein, sonst kann er nur schwer in Erscheinung treten. Folglich könnte er auch keine glaubwürdige Regierung einsetzen.“

„Die Umstände müssen vorbereitet werden und gegebenenfalls so verfälscht werden, dass sie es erlauben Revolutionen auszulösen. Also können diese Umstände extrem unterschiedlich sein. Der Nachrichtendienst wird mit Szenarien arbeiten, die ein Geschehen als glaubwürdig erscheinen lassen, die aber vollkommen gefälscht sind.“

Zum Einsatz von durch die Geheimdienste trainierten Spezialeinheiten und Scharfschützen erklärt er:
„Man wird das führende Regime dazu zwingen auf brutale Weise zu reagieren, damit die Opposition sich offenbart und die Massen sich in Bewegung setzen.“

„Solange die öffentliche Sicherheit zum Zeitpunkt einer solchen Revolution nicht voll gewährleistet ist, kann man sich nicht sicher sein die Bevölkerung voll und ganz in der Hand zu haben. Diese Scharfschützen werden den Terror aufrechterhalten, werden die Bevölkerung in einer Verfassung halten, die diese veranlasst zu glauben, dass der Diktator weiterhin eingreift. Also wird die Bevölkerung versuchen die Revolution noch mehr voranzutreiben, um die völlige Freiheit zu erlangen und um die vollständige Ausschaltung des Diktators zu erreichen. Man muss eine gewissen Unsicherheit aufrechterhalten, bis die neue Regierung etabliert ist.“
Zu den von Scharfschützen erschossenen Zivilisten meint er zynisch:
„Es muss Opfer geben, weil ohne Opfer eine Revolution niemals glaubwürdig ist.“