Ecuadors Präsident Moreno könnte gestürzt werden. Jetzt beschuldigt er seinen Vorgänger Rafael Correa und Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro einen Staatsstreich gegen seine Regierung voranzutreiben.

Ex-Präsident Rafael Correa schreibt das folgende auf Twitter:

»Moreno ist fertig, wie es jedem Verräter früher oder später geschieht«, schrieb Correa  auf Twitter. Er forderte Neuwahlen.

Hier der Twitteraccount 

Moreno war von 2007 bis 2013 Vizepräsident Correas gewesen. Nach seiner Wahl 2017 wendete sich Moreno gegen Rafael Correa und bezichtigte ihn der Korruption. Correa lebt seit dieser Zeit in Belgien.

Demonstranten drangen bereits am Montagabend in Quito ein. Sie setzten gepanzertes Fahrzeug der Sicherheitskräfte in Brand. Auch ein Polzeirevier wurde in der Nacht zum Dienstag von Demonstranten in Brand gesetzt. Demonstranten umringten in Quito das Kongressgebäude.

Moreno teilte mit, dass er seine Regierung von Quito nach Guayaquil verlegt. Die Konföderation der Indigenen Völker (CONAIE) hat zu einem großen Marsch nach Quito aufgerufen. Am Dienstag wird die Ankunft von rund 20.000 Demonstranten indigener Völker erwartet, die gegen die Erhöhung der Treibstoffpreise und die Erdölförderung in ihren Gebieten protestieren. Für den 9. Oktober ist ein landesweiter Streik von Gewerkschaften angekündigt

Die Demonstranten machen den Präsidenten Moreno für den Anstieg der Preise verantwortlich, da Moreno im März ein Abkommen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) abgeschlossen hatte. Ecuador sichert sich damit IWF-Kredite im Umfang von 4,2 Milliarden Dollar (3,8 Milliarden Euro). Im Gegenzug wurde zur Auflage gemacht, die staatlichen Subventionen Ecuadors für Kraftstoff zu senken und Strukturreformen durchzuführen. Während der Amtszeit Correas, ignorierte Ecuador die Forderungen des IWF. Es wurden zahlreiche Abkommen mit China abgeschlossen.

In der Provinz Chimborazo werden rund 50 Militärs und Polizisten von indigenen Gruppen festgehalten. Demonstranten besetzten den Regierungssitz der Provinz Bolívar. Drei Erdölfelder des staatlichen Unternehmens Petroamazonas wurden besetzt.

Der Unterricht wurde an allen Schulen Ecuadors für Dienstag ausgesetzt. Die Regierung hat für 60 Tage den Ausnahmezustand verhängt.

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