24. August – Antifaschistisches Gedenken im Gamengrund

Es war der 24. August 1941, als sich im Gamengrund, unweit der Gemeinde Tiefensee, eine Gruppe von mehr als 50 Berliner Antifaschisten, Mitglieder der KPD, Sozialdemokraten und Parteilose unter strenger Geheimhaltung trafen.

Der Überfall auf die Sowjetunion lag wenige Wochen zurück, noch berichtete die faschistische Presse vom Vormarsch und im Radio wurde Sieg für Sieg bekanntgegeben. Eine Einschätzung der Situation und die Koordinierung des Widerstandskampfes waren nötig und Ziel des Treffens im Gamengrund.

Zu den Initiatoren des Treffens gehörte Dr. Josef „Beppo“ Römer. Dieser hatte sich vom ursprünglichen Organisator eines Freikorps, das an der Niederschlagung der Münchner Räterepublik beteiligt war, zum entschiedenen Antifaschisten und engen Mitarbeiter der KPD entwickelt, war dafür bei den Faschisten besonders verhasst.

Nach dem Treffen verstärkten die Antifaschisten ihren Widerstand gegen das Naziregime. Durch Verrat wurden viele der Teilnehmer im Februar 1942 verhaftet. Unter der brutalen Folter bei den Verhören starben bereits bei den Voruntersuchungen 16 der verhafteten Antifaschisten, weitere Teilnehmer des Treffens wurden später durch die faschistische Justiz verurteilt, viele zum Tode.

Zu den zum Tode verurteilten gehörte Dr. Josef „Beppo“ Römer, Willy Sachse und die Arbeitersportler Kurt Ritter und Fritz Riedel. Es ist inzwischen zur Tradition geworden, dass Antifaschisten aus Strausberg, Bernau, Eberswalde und Umgebung sich jährlich im Gamengrund versammeln und an das Vermächtnis der Antifaschisten erinnern.

Dabei geht es neben der Ehrung auch um die sich daraus ergebenden heutigen Aufgaben.

Die dringende Notwendigkeit zur Zusammenarbeit sehen wir auch deshalb, weil uns die aggressive Politik der Nato gegen Russland und China mit großer Sorge erfüllt und uns im Friedenskampf vor große Herausforderungen stellt.

Wir brauchen gemeinsames Handeln! Gegen die Aufrüstung und Kriegsrhetorik,
gerade auch des deutschen Imperialismus, für eine deutsche Friedenspolitik, für Zusammenarbeit mit Russland, statt Konfrontation!

Friede mit Russland! Abrüsten statt Aufrüsten! Raus aus der Nato

10:30 Uhr Treffen und Wanderung zur Gedenkstätte und gemeinsame Ehrung am
Gedenkstein. Treffpunkt am Samstag, 24. August 2019, am Parkplatz an der B168 Prötzel-Tiefensee, Richtung Tiefensee. Mitfahrgelegenheit ab Strausberg oder Werneuchen (Kontakt über die DKP Strausberg)

12:00 – 14:00 Uhr Gelegenheit zum gemeinsamen Gespräch und Gedankenaustausch.
Dazu lädt Rüdiger Kramer (DKP) ins Dorfgemeinschaftshaus in Gielsdorf ein. Es wird ein Mittagsimbiss und auch Kaffee und Kuchen angeboten.

Kontakt und Information: DKP Strausberg und Umgebung: c/o Nils Borchert, Tel.: 01631568839 E-Mail: DKP-Strausberg@email.de

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