Bundespressekonferenz: Nach dem Framing zum Iran gerät Auswärtiges Amt in Erklärungsnot

Ein interessantes Schauspiel ereignete sich bei der Bundespressekonferenz am Montag. Nachdem Politik und Medien wochenlang behauptet hatten, der Iran verletze das Atomabkommen, wurden die Regierungssprecher mit ebendiesen Behauptungen konfrontiert.

Seit der Ankündigung der iranischen Regierung zum Jahrestag der US-Verletzung des Atomabkommens mit dem Iran, kurz JCPOA, einigen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen zu wollen, nachdem auch die europäischen Partner ihrerseits wichtige Bestandteile des Abkommens nicht umsetzen konnten oder wollten, hieß es umgehend von Politikern und Regierungsvertretern, dass Teheran damit gegen das Abkommen verstoße.

Die deutschen Journalisten der sogenannten etablierten Medien haben diese Behauptung der Politik bereitwillig übernommen, ohne sie einer kritischen Überprüfung zu unterziehen. Dass sich der Iran bei all seinen Schritten transparent verhalten und die Vorhaben angekündigt hat, wurde dabei geflissentlich ignoriert. Ebenso wie die Tatsache, dass es, gerade was die Lagerung von angereichertem Uran und Schwerwasser betrifft, der US-Entzug der „Ausnahmegenehmigung“ für den Export der Überkapazität war, die dazu geführt hatte, dass die laut Abkommen vereinbarte Obergrenze überschritten wurde. Das hinderte die Medien aber nicht daran, das als iranischen Bruch des Abkommens darzustellen, während die Bundesregierung sehr wohl wusste, wer dafür verantwortlich ist. Doch außer Worte des Bedauerns hatte Berlin dem nichts entgegenzusetzen.

Hier weiter: https://deutsch.rt.com/inland/90016-bpk-nach-framing-zum-iran/