Archive for Juni 19th, 2019

19. Juni 2019

USA erwägen nach Angaben diplomatischer Quellen gezielte militärische Schläge gegen den Iran. Nukleareinrichtungen im Visier (RT)

Seit Freitag bespricht sich das Weiße Haus mit Oberbefehlshabern, Vertretern des Pentagon und Beratern des US-Präsidenten Donald Trump. In Betracht gezogen werden nach Angaben von UN-Quellen gezielte Angriffe auf Einrichtungen, die im Zusammenhang mit dem iranischen Nuklearprogramm stünden.

Ein nicht benannter westlicher Diplomat sagte gegenüber der israelischen Tageszeitung Maariw:
Die Bombardierungen werden massiv, aber auf ein bestimmtes Ziel begrenzt sein.

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https://deutsch.rt.com/der-nahe-osten/89343-usa-planen-taktische-angriffe-im-iran/

19. Juni 2019

Auswärtiges Amt hilflos: Venezolanischer Putschist gibt sich als Botschafter in Deutschland aus (RT)

19. Juni 2019

Was Medien im Fall Lübcke verschweigen: „Zweifelhafte“ DNA und fehlendes Video – Wolf Wetzel, investigativer Journalist und Experte zum NSU-Fall (Sputniknews)

Der mutmaßliche Mörder Stephan E. soll den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) getötet haben. Sicherheitsbehörden geben eine bewegliche DNA-Spur als wichtigsten Hinweis zum Täter an. „Schwaches Indiz, DNA-Spuren kann man inszenieren“, kritisiert Wolf Wetzel, investigativer Journalist und Experte zum NSU-Fall, im Sputnik-Interview.

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https://sptnkne.ws/mGqS

19. Juni 2019

Mordfall Lübcke – NSU 2.0? (Nachdenkseiten)

Nachdem Behörden und Medien die anfänglichen Hinweise auf ein rechtsextremes Tatmotiv beim Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke heruntergeredet und den Täter im „privaten Umfeld“ vermutet haben, folgte nun der Paukenschlag: Der Haupt-Tatverdächtige stammt nicht „nur“ aus dem rechtsextremen Umfeld, sondern steht offenbar auch in Verbindung zu einschlägigen rechtsterroristischen Gruppierungen und es gibt sogar Anknüpfungspunkte zur NSU-Mordserie. Dies stellt auch die Staatsorgane vor eine besondere Herausforderung, da der Staat selbst über Behörden und Dienste tief in die Strukturen dieser Organisationen eingebunden ist. Von Wolf Wetzel.

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Mordfall Lübcke – NSU 2.0?

19. Juni 2019

Flug MH17: Moskau reagiert auf Anklagen internationaler Ermittler gegen Russen (Sputniknews)

Russlands Außenministerium hat die Behauptungen der Gemeinsamen Ermittlergruppe, in den Absturz der Malaysia-Airlines-Boeing MH17 im Jahr 2014 seien Russen verwickelt gewesen, als fadenscheinig zurückgewiesen.

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https://sptnkne.ws/mGsz

19. Juni 2019

Preparations for Maduro’s Visit to Russia Underway – Venezuelan Ambassador

Earlier on Wednesday, Kremlin spokesman Dmitry Peskov said the date of Maduro’s visit to Russia remained uncertain.

Caracas and Moscow are working together to organize a visit of Venezuelan President Nicolas Maduro to Russia, Venezuela’s Ambassador in Moscow Carlos Rafael Faria Tortosa told Sputnik on Wednesday.

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https://sptnkne.ws/mGpb

19. Juni 2019

Stoppt den drohenden Krieg gegen den Iran! Auch deshalb am 29. Juni für die Schließung der Air Base Ramstein demonstrieren!

ramstein2019

https://www.ramstein-kampagne.eu/demonstration-und-festival-2019/

19. Juni 2019

Martin Sellner, neurechter Youtube-Star aus Österreich im Videointerview bei Schrang TV, vormals Partner von Nuoviso TV

Online-Medienportale wie Schrang TV, Eingeschenkt TV, NuoViso TV, Stein-Zeit, Querdenken, Kulturstudio, Antizensurkonferenz AZK, Klagemauer TV,  Wissensmanufaktur u.a.m. erscheinen immer mehr wie Vorfeldorgansisationen der „Alternative für Deutschland“ und deren Sympathisanten.

Ganz konkret geht es hier um ein neues Video beim Online-Medienportal Schrang TV mit Martin Sellner, einem der prominentesten Köpfe der Identitären Bewegung in Österreich.

Es wurde bekannt, dass Sellner mit dem späteren Massenmörder Brenton Tarrant in Neuseeland bis Juli 2018 in Kontakt war. Sellner hatte dem Neuseeländer auf Grund  einer größeren Geldspende gedankt und ihm für den Fall eines Besuchs in Österreich angeboten ihn in Wien zu treffen. Sellner weist die Vorwürfe als völlig überzogen zurück, er hätte keinerlei weitere Kontakte mit dem späteren Todesschützen gehabt. Unmittelbar nach Sellners letztem Kontakt buchte der Neuseeländer eine Reise nach Österreich. Dieses Thema wird auch in dem Videointerview angesprochen.
Als Patriot fühlt sich Sellner von einem „linken“ tiefen Staat in die Enge getrieben und bedrängt.

 

Heiko Schrang unterstützt in Interviews den antikommunistischen Kurs der Epoch Times und der Falun Gong Sekte, die dem „Unrechtsregime“ China zig-tausendfache Organentnahmen und die systematische Folterung und Ermordung vielen Tausenden von Menschen unterstellen. Schrang veröffentlicht seine Artikel auch direkt auf der Anti-China Plattform Epoch Times, die in zahlreichen Ländern publiziert wird und der immer wieder auch Verbindungen zum US-Geheimdienst CIA nachgesagt werden. Schrang interviewte im Rahmen des Formats von NuoViso.TV sowohl Vertreter der Falun Gong Sekte als auch die Mitbegründerin der Epoch Times in Deutschland. Immerzu wird der „Unrechtsstaat“ China dämonisiert.

Noch vor einem Jahr war Heiko Schrang zu Gast bei Nuoviso, zusammen in einer Talkrunde mit Katrin Nolte. Sie ist Moderatorin bei Jürgen Elsässers rechtspopulistischen Kanal Compact TV. Elsässer unterstützt die AFD und Pegida. Katrin Nolte ist verheiratet mit Jan Nolte, AfD Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender eines Landesverbandes der Jungen Alternative. Das Compact Magazin wurde bis 2016 regelmäßig von Elsässer persönlich bei NuoViso beworben und die CompactTV-Moderatorin Nolte ist auch 2018 weiter gern gesehener Gast bei NuoViso TV.

Links:
Gefährliche Vereinnahmung von Teilen der alternativen Medien, vor allem durch Rechtspopulisten.
https://bit.ly/2FD6kL7

Nuoviso? Soll ein Wechselbad von Informationen und Desinformationen linke Bewegungen schwächen, die Neue Rechte stärken und die Stimmung gegen China anheizen?
https://cooptv.wordpress.com/2019/06/02/ist-nuoviso-eine-vorfeldorganisation-der-afd/

19. Juni 2019

Schredder laufen wieder – Mordfall Lübcke: Hessens Verfassungsschutz soll Akte über Hauptverdächtigen vernichtet haben. Bouffier verspricht Aufklärung. Im Fall des NSU blockierte er sie (junge Welt)

Das hessische Landesamt für Verfassunsschutz (LfV) hat schon während der Mordserie des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU) eine obskure Rolle gespielt und einen Teil seiner Akten dazu für 120 Jahre sperren lassen – am Mittwoch äußerten Oppositionspolitiker auch im Mordfall Walter Lübcke einen Vertuschungsverdacht gegen das Amt. Angeblich gibt es im LfV keine Personalakte mehr über den mutmaßlichen Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten – dies berichtete am Mittwoch der Hessische Rundfunk.

weiterlesen hier:
https://www.jungewelt.de/artikel/357100.aufkl%C3%A4rung-versprochen-schredder-laufen-wieder.html

19. Juni 2019

Irankrise: Ist der Golf von Oman der Golf von Tonkin des Jahres 2019? (Nachdenkseiten)

Am Donnerstagmorgen wurden zwei Chemikalientanker im Golf von Oman wenige Kilometer vor der iranischen Küste unter bislang noch ungeklärten Umständen attackiert. Die US-Regierung gab bereits wenige Stunden später Iran die Schuld und präsentierte ein verschwommenes „Beweisvideo“. Beweisen lässt sich mit diesem Video jedoch nichts und Staaten wie Japan und auch Deutschland haben ihre Skepsis bereits verlautbart. Vieles spricht dafür, dass das Video selbst eine Fälschung ist. Dann würden sich jedoch Fragen stellen, deren Konsequenzen die Weltöffentlichkeit sehr ernstnehmen müsste, will man einen drohenden Flächenbrand am Persischen Golf verhindern. Von Jens Berger.

weiterlesen hier:
https://www.nachdenkseiten.de/?cat=107

19. Juni 2019

Pentagon verstärkt Kriegsvorbereitungen am Persischen Golf. Iran will Wiener Abkommen nicht länger ohne Gegenleistungen erfüllen (junge Welt)

Seit Anfang Mai hat das Pentagon eine Flugzeugträgerkampfgruppe und andere große Kriegsschiffe, mehrere Langstreckenbomber vom Typ »B-52« und ein Bataillon mit Luftabwehrraketen in den Mittleren Osten verlegt. Israelische Medien berichteten am Montag unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Quellen in der UNO, dass im Weißen Haus über demonstrative »Vergeltungsschläge« gegen den Iran diskutiert werde. Dafür haben sich auch mehrere einflussreiche Senatoren der Republikaner öffentlich ausgesprochen, darunter Lindsey Graham und Thomas »Tom« Cotton.

den ganzen Artikel hier lesen:
https://www.jungewelt.de/artikel/357061.iran-usa-noch-mehr-soldaten.html

19. Juni 2019

If This Is True, They Are Even Bigger Lunatics Than We Realized‘: UN Officials Reportedly Believe Trump Planning ‚Massive‘ Bombing Campaign in Iran (commondreams.org)

As the Trump administration prepares to deploy 1,000 additional troops to the Middle East in a move critics warned will heighten the possibility of all-out war with Iran, United Nations officials reportedly believe the U.S. is also planning a major „aerial bombardment“ of an Iranian nuclear facility.

read the article here:
http://bit.do/eVtXq

19. Juni 2019

Verbrämter Rassismus: Die Kölner Silvesternacht und der Mythos vom „kriminellen Flüchtling“

 

Im Sommer 2015 habe es keine „Flüchtlingskrise“, sondern eine „Abschottungskrise“ gegeben, stellt David Goeßmann in seiner Analyse fest. Um den Schengenraum und damit den freien Warenverkehr in der EU zu stabilisieren – und nicht aus humanitären Gründen -, habe die deutsche Regierung keine andere Wahl gesehen, als die Flüchtlinge von Ungarn weiterreisen zu lassen. Zugleich sorgte sie auf EU-Ebene mit verschärften Maßnahmen wie dem EU-Türkei-Deal dafür, dass Schutzsuchenden kaum mehr in die EU kommen können. Die Medien unterstützten den verschärften Abschottungskurs als „alternativlos“, während sie mit Angstnachrichten Stimmung gegen Flüchtlinge machten, so Goeßmann. Nach dem Motto: Deutschland muss sich vor Schutzsuchenden schützen. Dabei wurde wie beim „Sodom und Gomorrha“ in der Kölner Silvesternacht oder beim kriminellen Flüchtling die Realität massiv verzerrt, mit doppelten Standards berichtet und Nicht-Einheimische an den Pranger gestellt.

GÄSTE:

David Goeßmann: Journalist, Autor und Mitbegründer von Kontext TV. Vor kurzem erschien sein Buch „Die Erfindung der bedrohten Republik. Wie Flüchtlinge und Demokratie entsorgt werden“.

Video hier:
http://www.kontext-tv.de/de/sendungen/verbraemter-rassismus-die-koelner-silvesternacht-und-der-mythos-vom-kriminellen

19. Juni 2019

Zweiter Weltkrieg: Das US-Militär zerstörte 66 japanische Städte, bevor es plante, die gleiche Anzahl sowjetischer Städte auszulöschen – von Shane Quinn (Global Research)

ScreenHunter 2596

english:

World War II: US Military Destroyed 66 Japanese Cities Before Planning to Wipe Out the Same Number of Soviet Cities

URL dieses Artikels: https://wp.me/p1dtrb-dLM

Das Ausmaß der Zerstörung, die das US-Militär Japan im Zweiten Weltkrieg zugefügt hat, ist bis heute nicht allgemein bekannt. Als Vergeltungsmaßnahme für den Angriff auf Pearl Harbor, bei dem fast 2.500 Amerikaner ums Leben kamen, begannen US-Flugzeuge am Nachmittag des 18. April 1942 mit dem Entladen von Bomben auf Japan. Sie griffen die Hauptstadt Tokio und fünf weitere Großstädte an: Yokohama, Osaka, Nagoya und Kobe und Yokosuka.

An diesem Eröffnungsangriff auf japanisches Territorium, bekannt als „Doolittle Raid“, nahmen lediglich 16 mittelschwere US-B-25-Bomber teil, die etwa 50 Japaner töteten und dabei insgesamt nur geringen Schaden anrichteten. Die Luftangriffe stellten für die Regierungschefs in Tokio jedoch eine Verlegenheit dar und versetzten der japanischen Denkweise einen schweren psychologischen Schlag. Ausserdem konnte keins der us-amerikanischen B-25-Flugzeuge abgeschossen. Es war ein Zeichen der kommenden Dinge.

Mit dem Ablauf von Monaten bis zu Jahren nahm die Zerstörung um ein Vielfaches zu. Bis zum 15. Juni 1945 waren 66 japanische Städte von der Luftwaffe der US-Armee durch Brandbombenangriffe vernichtet worden, hauptsächlich durch die neuen viermotorigen schweren B-29-Bomber.

Die Zahl der hier zerstörten japanischen Ballungsräume entsprach genau der Zahl, die das Pentagon Mitte September 1945 bei der Festlegung der Pläne zur Vernichtung der Sowjetunion zusammenstellte. Tatsächlich sollten 66 sowjetische Städte – mit insgesamt 204 Atombomben vernichtet werden – weniger als zwei Wochen nach der Unterzeichnung der Kapitulationsbedingungen durch japanische Vertreter am 2. September 1945 und dem endgültigen Abschluss des Zweiten Weltkriegs

In Bezug auf Atomangriffsvorschläge gegen das Japanische Reich gab General George Marshall, Stabschef der US-Armee, 1954 bekannt, dass

„In den ursprünglichen Plänen für die Invasion Japans wollten wir neun Atombomben für drei Angriffe einsetzen.“

Kurz vor Hiroshima verfügte das Pentagon jedoch über weniger als ein halbes Dutzend A-Bomben.

Der erste Nuklearangriff der Welt wurde am 6. August 1945 um 8:15 Uhr Ortszeit in Hiroshima mit einer 15-Kilotonnen-Bombe ausgelöst, abgeworfen aus einem B-29-Flugzeug. Nach einem Sturz von 44 Sekunden detonierte die Atomwaffe „Little Boy“ direkt über dem Shima-Krankenhaus im Stadtzentrum von Hiroshima. Das Krankenhaus verwandelte sich sofort in Asche, mitsamt all seiner Ärzte, Krankenschwestern und Patienten. In der Umgebung wurden Dutzende weiterer Krankenhäuser, Schulen und historischer Gebäude dem Erdboden gleichgemacht.

Zehntausende Menschen wurden sofort getötet, während die Bodentemperaturen vorübergehend auf zwischen 3.000 und 4.000 Grad Celsius anstiegen. Von den Menschen, die sich innerhalb von zwei Kilometern vom Sprengpunkt der Bombe befinden, waren innerhalb eines Jahres (bis zum 10. August 1946) 112.000 gestorben.

Weitere Tausende wurden durch Strahlenvergiftung und schwere Verbrennungen getötet, unter denen, die sich auf Hunderten von Metern jenseits des Radius von zwei Kilometern befanden. Die Mehrheit der Toten und Sterbenden waren Zivilisten, Männer, die zu alt oder zu krank waren, um bei den Streitkräften zu dienen, sowie eine große Anzahl von Frauen und Kindern.

Hiroshimas lebenswichtige Waffen- und Produktionskomplexe, die entlang der Peripherie der Stadt verstreut lagen, blieben völlig unbeschädigt. Diese Anlagen machten 74% ihrer gesamten Industrieproduktion aus. Hiroshimas entscheidender Hafen und militärischer Einstiegspunkt im Ota-Delta waren ebenfalls unversehrt. Fast 95% der Hiroshima-Fabrikarbeiter waren nach der Explosion unverletzt.

Als Präsident Harry Truman wenige Stunden später von der Atombombe hörte, lobte er sie als „das Größte in der Geschichte“ und „einen überwältigenden Erfolg“.

Drei Tage später, am 9. August, wurde Nagasaki um 11.02 Uhr Ortszeit mit einer technisch ausgefeilteren 21-Kilotonnen-Atombombe angegriffen, die über dem Zentrum der Stadt abgeworfen wurde. Wie bei Hiroshima hat auch der Bombenanschlag auf Nagasaki die meisten kriegführenden Industrien der Stadt unversehrt gelassen.

Diese „Fat Man“ -Bombe tötete weitere Zehntausende; darunter viele Hunderte von Schulkindern und bewirkte die Zerstörung der wichtigsten Krankenhäuser, Kathedralen, Tempel und Schulen der Stadt. Die medizinischen Einrichtungen in Hiroshima und Nagasaki wurden dezimiert, was die Zahl der Todesopfer erheblich erhöhte.

Die Unterstützung Washingtons für Atomangriffe wurde von den westlichen Medien fast ausnahmslos aktzeptiert. Von 595 Zeitungsredaktionen, die über die Atomexplosionen von Anfang August bis Ende Dezember 1945 geschrieben wurden, sprachen sich weniger als 2% gegen Angriffe aus, bei denen mehr als 200.000 Menschen ums Leben kamen.

Die Presse unterstützte auch nachdrücklich die Feuerstürme auslösenden Luftangriffe auf deutsche und japanische Städte, da die Medien „mehr Bombenangriffe auf zivile Ziele“ gefordert hatten und sogar Luftangriffe auf Militär- und Industriegebiete kritisierten. Zum Beispiel lobte das New Yorker Time Magazine die Vernichtung von Tokio, bei der rund 100.000 Menschen starben, als „ein Traum wurde wahr … richtig entzündet, japanische Städte werden wie Herbstlaub brennen“.

Obwohl Japans hartnäckige Militaristen vorschlugen, bis zum letzten Mann zu kämpfen, waren ihre politischen Führer gezwungen, am 15. August 1945 die Kapitulation anzukündigen, als ihnen weitere Atomangriffe drohten. General Leslie Groves, der das A-Bomben-Projekt der USA leitete, teilte General Marshall am 10. August 1945 mit, dass eine weitere Plutoniumwaffe vom Nagasaki-Typ „auf dem Ziel“ und „nach dem 24. August 1945“ einsatzbereit sei.

Die Kriegserklärung der UdSSR gegen Japan am Abend des 8. August 1945 beeinflusste auch Tokios Kapitulation. in den folgenden Tagen rückte die Rote Armee wie ein heißes Messer durch Butter gegen Japans Elitearmeen durch die Mandschurei vor. Ein weiterer Faktor war die am 11. August 1945 übermittelte us-amerikanische Garantie, dass Kaiser Hirohito – eine gottähnliche Institution in Japan – seine Rolle nach der Kapitulation fortsetzen könnte, obwohl er keine wirkliche Macht haben würde.

Kurz nach dem ersten Atomangriff schätzte Japans Chefkabinettssekretär Hisatsune Sakomizu, dass sein Landhöchstens noch zwei Monate durchhalten könne: bis Oktober 1945. Japan war lange Zeit in der Luft geschlagen worden, auch zu See, während seine Importe von Rohöl, Gummi und Eisenerz existierten nicht mehr stattfinden konnten. Japanische Truppen wurden aus Birma und dem gesamten pazifischen Raum vertrieben.

Hochrangigen Persönlichkeiten wie Admirals Chester Nimitz (Kommandeur der Pazifischen Flotte) und William Leahy (Stabschef von Truman) zufolge würde die anhaltende, lähmende Seeblockade Japans in Verbindung mit konventionellen Luftangriffen Japans Kapitulation innerhalb weniger Wochen bewirken und damit jegliche US-Landinvasion oder Atombomben unnötig machen. Die A-Bomben wurden in Wirklichkeit als Warnsignal an die Sowjetunion abgeworfen, dem neuen und langfristigen Feind der USA, wie US-General Groves im März 1944 hervorhob.

Durch nichtnukleare Bombenangriffe wurde die Zerstörung von Dutzenden von Japans Ballungsgebieten von Generalmajor Curtis LeMay überwacht, der sich zunehmend mörderischer Taktiken bediente. Es sei jedoch daran erinnert, dass der japanische Militärapparat besonders sadistisch und brutal war und Gräueltaten bereits vor dem Zweiten Weltkrieg begangen hatte.

Dennoch waren es japanische Zivilisten, die Hauptopfer der us-amerikanischen Militärmacht wurden. Am 30. Mai 1945 prahlte LeMay auf einer Pressekonferenz öffentlich, dass US-Luftangriffe eine Million Japaner oder mehr getötet hätten.

Bis zum Sommer 1945 waren über neun Millionen japanische Staatsbürger obdachlos, die meisten flohen in ländliche Gebiete. Kurz vor den Atomexplosionen waren 969 japanische Krankenhäuser bei us-amerikanischen Luftangriffen zerstört worden.

Fast vier Jahre zuvor beruhte Japans scheinbar „unprovozierter und verhängnisvoller Angriff“ auf den US-Marinestützpunkt in Pearl Harbor auf Hawaii – wie Präsident Franklin D. Roosevelt es beschrieb – auf eigentlich begründeten Befürchtungen. Fünf Monate vor dem japanischen Überfall am 7. Dezember 1941 hatte Washington seine schweren B-17-Bomber in wachsender Zahl auf die US-Stützpunkte im Pazifik wie Pearl Harbor sowie auf die Clark Air Base und den Del Monte Airfield auf den Philippinen verlegt .

Ab Mitte 1941 wurde die Hälfte der us-amerikanischen Großbomber vom Atlantik in Richtung Osten verlagert, was den japanischen Strategen nur allzu bewusst war.

Die Gründe für diesen militärischen Aufbau waren Ende 1940 von der berühmten us-amerikanischen Vorkriegsplanerin und Air Force General Claire Chennault dargelegt worden, die erklärte, wie die B-17 „das industrielle Herz des Imperiums mit einer Feuerbombe ausbrennen lassen könnte mit Angriffe auf die wimmelnden Bambusameisenhaufen von Honshu und Kyushu “. Präsident Roosevelt war „einfach entzückt“, als er von diesem Plan hörte.

Ungeachtet des japanischen Angriffs auf Pearl Harbor wären die USA ohnehin in Kürze in den Krieg gegen Japan eingetreten, weil beide Staaten bereits 1941 große Rivalen mit inkompatiblen Ambitionen in den großen Regionen Asiens und des Pazifiks waren. Am 15. November 1941, drei Wochen vor Pearl Harbor, teilte US-General Marshall Reportern in einem „Off-the-Record-Briefing“ mit, US-Flugzeuge würden „die Papierstädte Japans in Brand stecken. Es wird kein Zögern geben, Zivilisten zu bombardieren.“

Ein Jahr zuvor, am 19. Dezember 1940, bewilligte Roosevelt Militärhilfen in Höhe von 25 Millionen US-Dollar für China, Japans traditionelle Nemesis, einschließlich des Geschenks von Flugzeugen. 25 Millionen Dollar im Jahr 1940 entsprechen heute fast einer halben Milliarde Dollar. Am 11. März 1941 unterzeichnete der US-Präsident das Lend-Lease-Gesetz, ein Programm, das den Chinesen – und auch anderen Nationen wie Großbritannien, der Sowjetunion und Frankreich -, die dem imperialen Japan alles andere als wohlwollend gegenüberstanden, weiteres Material zur Verfügung stellte.

Viele Monate lang hatte Roosevelt gegen Japan Sanktionen verhängt und ein Embargo verhängt, etwa als Reaktion auf Tokios Besetzung des nördlichen Französisch-Indochina im September 1940, die den Interessen der USA in der Umgebung schadete.

Am 26. Juli 1941 fror Roosevelt das gesamte japanische Vermögen in Aden USA ein, eine drastische Politik, die einer Erklärung des Wirtschaftskrieges gegen Japan über vier Monate vor Pearl Harbor gleichkam. Roosevelts Aktion hat Japan unglaubliche 90% seiner Ölimporte gekostet und 75% seines Außenhandels zunichte gemacht.

Innerhalb weniger Tage waren die Japaner gezwungen, in ihre knappen Ölreserven anzugreifen, die bis Januar 1943 aufgebraucht gewesen wären, falls Japan keine weiteren Militärinvasionen unternommen hätte.

Es gab nur wenige Gegener, die es mit der Grausamkeit der japanischen Soldaten aufnehmen konnten, berühmt für ihre Grausamkeit. Tokios Kriegsplaner richteten ihren hungrigen Blick auf noch verheerendere Eroberungen und begannen sich gegen die rohstoffreichen Staaten Burma, Philippinen, Malaya, Singapur und Niederländisch-Ostindien (Indonesien) aufzustellen, Länder die jeweils in der ersten Hälfte des Jahres 1942 erobert werden sollten .

Mit fortschreitendem Krieg und dessen langsamen Wende war es der Terrorkrieg der westlichen Alliierten gegen zivile Gebiete, der nicht nur als Kriegsverbrechen eingestuft wurde, auch ein düsterer Fehlschlag bei dem Versuch, den Konflikt rasch zum Abschluss zu bringen.

Diese völlig unmoralischen Strategien, für die niemand zur Rechenschaft gezogen wurde, verlängerten den Zweiten Weltkrieg. Die lang gehegte Idee, dass blutgetränkte Luftangriffe die Moral der Menschen zerschlagen und sie zum Aufstand gegen ihre Führer zwingen würden, war reine Phantasie.

Im Sommer 1945 waren die japanischen Zivilisten mehr daran interessiert, Lebensmittel zu finden, wobei die Nation aufgrund der Seeblockade seitens der USA allmählich verhungerte. Darüber hinaus wäre jeder Rebellionsversuch sofort von Japans Militärpolizei, dem gefürchteten Kenpeitai, niedergeschlagen worden.

Die westlichen Führer haben es versäumt, die Lehren aus dem Blitzkrieg gegen Grossbritannien in den frühen 1940er Jahren zu ziehen, der dazu führte, dass die Moral der britischen Öffentlichkeit gestärkt und nicht geschwächt. Diese Realität wurde der Wehrmachtshierarchie in Deutschland bald klar; aber scheinbar nicht den Führern wie Winston Churchill, der sich noch im Februar 1945 für die sinnlose Vernichtung mittelalterlicher Städte wie Dresden einsetzte.

Durch die Bombenagriffe auf Frauen und Kinder blieben die deutschen und japanischen Kriegsmaschinerien weitgehend unbehelligt. Der Rüstungsminister der Nationalsozialisten, Albert Speer, war zeitweise verblüfft über die Lufttaktik der Alliierten gegen Deutschland, die oft die Industrieregionen des Reiches zu vermeiden schien.

Im Laufe des Jahres 1944 überwachte Speer, sehr zu Hitlers Freude und dessen Erstaunen, tatsächlich eine Zunahme der deutschen Flugzeug- und Panzerproduktion, was Angriffe wie die Ardennenoffensive im Dezember 1944 ermöglichte.

Die Realität hinter den Luftbomben ist anderen wie LeMay und seinem englischen Amtskollegen Arthur „Bomber“ Harris entgangen. Nachdem alles vorbei war, gab Harris in seinen Memoiren zu, dass sich die Strategie, die den Angriffen auf städtische Standorte zugrunde lag, als „völlig unklar erwiesen hat“; und dass die alliierten Führer ihre Piloten früher und häufigerdie Bombardierung von Fabriken, Kommunikationssignalen und Transportlinien befohlen hätten sollten, was das nationalsozialistische Deutschland und das imperiale Japan bereits vor 1945 erledigt hätte.

Während LeMay über die Massentötung von Japanern sprach, und ebenfalls über die mehr als 3,5 Millionen Häuser die zerstört wurden, erwähnte er nicht, dass Mitte 1945 ein Großteil der japanischen Infrastruktur noch unberührt war. Wie beispielsweise auch die sehr wichtige Fährverbindung zwischen Hokkaido und Honshu, und wie unglaublicherweise auch das Schienennetz bis August 1945 unversehrt blieb und auch einige Industriegebiete. Ziele an den LeMays B-29 Bomber ganz offenbar vorbeigeflogen waren.

19. Juni 2019

Rivalitäten in der EU-Rüstungsindustrie (german-foreign-policy.com)

Wachsende rüstungsindustrielle Spannungen zwischen Berlin und Paris begleiten die jüngsten Schritte zur Entwicklung eines EU-Luftkampfsystems der nächsten Generation. Die Unterzeichnung neuer Vereinbarungen für das Future Combat Air System (FCAS) am Montag in Paris ist von Mahnungen aus dem Bundestag überschattet worden, mindestens 50 Prozent der Aufträge bei Entwicklung und Bau des FCAS müssten deutschen Unternehmen zugutekommen. Zugleich bemüht sich Berlin, die Kräfteverhältnisse bei Entwicklung und Bau eines neuen deutsch-französischen Kampfpanzers zu deutschen Gunsten zu verschieben. Der Kampfpanzer ist als Teil eines künftigen Main Ground Combat Systems (MGCS) konzipiert, das – wie das FCAS – in enger Verbindung mit anderen Waffen operieren soll, darunter unbemanntes Gerät. Während die Bundesregierung die deutsch-französischen Kampfsysteme in der EU als Standard etablieren will, um möglichst viel Profit nach Deutschland zu lenken, entwickelt inzwischen Großbritannien, von Deutschland und Frankreich ausgegrenzt, ein rivalisierendes Kampfflugzeug.

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https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/7970/

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