Neues Hambacher Fest 2019 – „Kongress für Frieden und Sicherheit in Europa“ – Starke Affinität zur AFD und „alternativen“ Medien der sogenannten Neuen Friedensbewegung.

Veranstalter des Neuen Hambacher Fests ist Max Otte. Er ist Ökonom, langjähriges CDU-Mitglied, Mitglied des rechtskonservativen CDU-Flügels „Werteunion“ und seit 2018 Vorsitzender des Kuratoriums der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung.

Eingeladene Gäste auf dem Neuen Hambacher Fest 2019:

Daniele Ganser, Schweizer Historiker und Publizist.

Imad Karim, libanesisch-deutscher Fernsehjournalist, Regisseur, Drehbuchautor. Redner bei Veranstaltungen AfD. Seit 2018 im Kuratorium der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung .

Rainer Rothfuß, AFD

Markus Krall, Unternehmensberater und Buchautor, Ex-Risikomanager u.a. bei Allianz AG, Boston Consulting Group, McKinsey. Von 2010 bis 2012 Senior Partner übernahm bei Roland Berger Strategy Consultants.

Bruno Bandulet ist Kolumnist der Wochenzeitung Junge Freiheit sowie der Zeitschrift eigentümlich frei, wo auch sein Deutschland-Brief. Als Buchautor seit 2007 beim Kopp Verlag.

Im Umfeld der sogenannten „Neuen Friedensbewegung“ kommen zunehmend AFD-Politiker und Unterstützer ihrer Positionen zu Wort. Online-Medienportale wie EingeschenktTV, NuoViso, SchrangTV, Stein-Zeit, Querdenken, Kulturstudio, Plattformen der Antizensurkonferenz AZK von Ivo Sasek wie Klagemauer TV,  Wissensmanufaktur,  und eine Reihe weiterer Kanäle scheinen diese Linie mitzuverfolgen und positiv zu begleiten.

Gute aussenpolitische Positionen für eine Friedenspolitik, vor allem gegenüber Russland, werden vermengt mit einer häufig sehr ablehnenden gegenüber China.

Man muss vor dem Hintergrund des zunehmenden Einflusses rechtspopulistischer Stimmen in den alternativen Medien feststellen, dass linke Positionen oft vehement abgelehnt werden, insbesondere von Gästen aus dem Umfeld der AFD und von Pegida. Dies bei einer häufig sehr starken Propagierung patriotischer  und deutscher Werte. Kontroverse Personen wie Helmut Roewer, Ex-Verfassungsschutzchef in Thüringen, Hagen Grell, der Vegane Germane, Jürgen Elsässer, Eva Hermann verstärken diesen Trend noch.

Rechte Organisationen werden nicht selten verharmlost oder als mehrheitlich vom Verfassungsschutz gesteuert dargestellt, während Anhänger von linken Bewegungen oft auf Schlagworte wie Gutmenschen, Antifa oder linksextrem reduziert werden. Die Begrifflichkeiten „links und rechts“ werden häufig als unzeitgemäß beschrieben.

So war zuletzt auch Max Otte, Organisator des „Neuen Hambacher Fests 2019“ erst wieder in den Medien, weil er vor dem Hintergrund der Mordermittlungen im Fall des erschossenen Regierungspräsidenten Lübcke getwittert hatte, der „Mainstream“ habe jetzt „eine neue NSU-Affäre und kann hetzen. Es sieht so aus, dass der Mörder ein minderbemittelter Einzeltäter war, aber die Medien hetzen schon jetzt gegen die ›rechte Szene‹, was immer das ist“.

Wie oben erwähnt wollen diese Medienplattformen, wie auch ihre Unterstützerkreise mehrheitlich scheinbar keine Konfrontation mit Russland, weisen diese sogar zurück. Diesen Fakt muss man zwar bedingt zunächst einmal begrüßen.

Da sich aber die Motive für das Verständnis für Russland und Forderungen nach Frieden, beispielsweise bei einer Partei wie der AFD, vor allem aus ihrer Geschichte heraus keinesfalls logisch erschließen, muss man diesen Fakt allerdings gleichzeitig sehr kritisch hinterfragen.

Hier sei diesmal wieder einmal die russische Politikerin Veronika Krascheninnikowa bemüht, die seit einem Jahr öffentlich die Zusammenarbeit russischer Politiker mit Rechtspopulisten kritisiert. Sie erklärt, die Rechtspopulisten in der EU – in Russland „Euroskeptiker“ genannt – seien nichts anderes als „Hochstapler“. Der „prorussische“ Salvini habe immer wieder seine Liebe zu Russland erklärt, er habe ein Putin-T-Shirt getragen und versprochen „gegen die Sanktionen zu stimmen“. Nun sei er schon über ein Jahr an der Macht „und er hat immer für die Verlängerung der Sanktionen gestimmt“.

Ausserdem meint sie, dass die Bereitschaft russischer Politiker, mit Rechtspopulisten „und anderen Rechtsradikalen“ aus der EU zusammenzuarbeiten, Ausdruck von Naivität und „Opportunismus“ sei. Nutzen aus dieser Zusammenarbeit zögen nur die Rechtspopulisten. Das Image von Russland als das Land, welches Hitler-Deutschland besiegte, werde durch diese Zusammenarbeit beschädigt.

Marine Le Pen – deren Partei einen Millionen-Kredit einer russischen Bank bekam – sei kurz vor der Europawahl nach Estland gefahren, um sich dort mit Mart Helme, dem Leiter der nationalistischen „Estnischen konservativen Volkspartei“ (EKRE) zu treffen, berichtet Krascheninnikowa. Mart Helme sei stolz auf seinen Vater, der in der estnischen Legion der Waffen-SS kämpfte. Die Rechtspopulisten in Europa – wie die FPÖ und Rassemblement National (RN) – seien von Alt-Nazis und Hitler-Kollaborateuren gegründet worden.

Heinrich Bücker, Coop Anti-War Cafe Berlin