Berlin 18.6.: Die Krise in Venezuela. Ursachen und Auswirkungen auf die Weltpolitik. Mit Raina Zimmering, Harri Grünberg und Florian Warburg Moderation: Michael Schneider

Dienstag, 18. Juni, 20.30 Uhr

Grenzgänge

Venezuela, das Land mit den größten Erdöl- und den drittgrößten Goldreserven der Welt, hat sich mit dem Regierungsantritt von Hugo Chavez von der US-amerikanischen Politik gelöst und versucht, einen alternativen Entwicklungsweg zu beschreiten, der auf soziale Gerechtigkeit und Stärkung der nationalen Souveränität ausgerichtet ist. Dies war von Anfang an ein Dorn in den Augen der USA und anderer westlicher Staaten, die mit einer ganzen Palette von Destabilisierungsmaßnahmen den bolivarianischen Entwicklungsprozess auszuhöhlen versuchten.

Dazu gehören nicht nur ein umfassender Wirtschaftskrieg, sondern auch verdeckte Maßnahmen für einen Regimewechsel. Diese Strategie zusammen mit strukturellen Defiziten und Inkonsequenzen des bolivarianischen Prozesses verhinderten die Durchsetzung der anvisierten Ziele. Als nun der Ölpreis zu sinken begann, geriet das System in eine schwere Krise, die das Land unter Nicolás Maduro äußerst verletzlich machte. Mit der von den USA initiierten Selbsternennung von Juan Guaidó zum Präsidenten und dessen Unterstützung durch eine Reihe von westlichen und lateinamerikanischen Regierungen erfuhr die Krise eine existentielle Zuspitzung, die bis auf den heutigen Tag anhält.

In der Diskussionsrunde sollen die Ursachen der venezolanischen Krise und des Weiterbestehens der Maduro-Regierung, die weltpolitischen Auswirkungen und Denkansätze für eine Überwindung der Krise gemeinsam herausgearbeitet werden.

Prof. Dr. Raina Zimmering, Historikerin, Politologin, Lateinamerikanistin, Senior Fellow am Institut für Internationale Politik (IIP)

Florian Warburg, Journalist, u. a. Russia Today Deutsch

Harry Grünberg, Politologe, aufgewachsen in Venezuela, zeitweise in Israel lebend, Parteivorstand die LINKE (Außenpolitik)

Prof. Dr. Michael Schneider, Schriftsteller, Publizist und Professor an der Filmakademie Baden-Württemberg, zahlreiche Publikationen zu politischen und historischen Themen, Drehbücher, Theaterstücke, Romane. Mitglied des Deutschen PEN-Zentrums und des wissenschaftlichen Beirates von Attac-Deutschland.

Wenn nicht anders vermerkt, beträgt der Eintritt 6/3 Euro.

Platzreservierungen sind leider nicht möglich.

Freunde des Buchhändlerkellers e.V.   Carmerstr. 1   10623 Berlin-Charlottenburg