Regierungsangaben sprechen von 300 toten Menschen, unter denen mehrere Dutzend Angehörige der VBA zu zählen sind. Gern darf ein kritischer Leser diese Zahlen hinterfragen und prüfen. Doch die pure Tatsache, dass eine nicht näher genannte Zahl chinesischer Soldaten auf bestialische Weise von „friedlichen Demonstranten“ zu Tode gequält wurden, muss benannt werden, um die Ereignisse um den Tiananmen-Platz differenziert, statt durch die Schwarz-Weiß-Brille betrachten zu können.
Das hier angedeutete Geschehen fand direkt in den Tagen vor dem 4. Juni in der Nähe des Tiananmen-Platzes statt. Die Washington Post schrieb in einem Artikel vom 5. Juni 1989, dass gewalttätige Demonstranten – formiert in Gruppen von 100 bis 150 Personen und bewaffnet mit Eisenstangen und Molotov-Cocktails – unbewaffnete Soldaten angriffen, anzündeten, lynchten und an Bussen aufhingen.