Fast 200 Schuhfirmen in den USA schreiben einen Brief, in dem sie US-Präsident Trump dazu auffordern, die angekündigten Tarife gegen China abzuschwächen

„Als Branche, in der jedes Jahr 3 Milliarden US-Dollar Steuer fällig werden, können wir Ihnen versichern, dass ein Anstieg der Importkosten für Schuhe einen direkten Einfluss auf den Schuhkonsumenten in den USA hat“, heißt es in dem Brief. „Es ist unvermeidlich, dass der Verbraucher mit steigenden Preisen an der Grenze aufgrund von Transportkosten, Arbeitserhöhungen oder zusätzlichen Zöllen mehr für das Produkt zahlt.“

Nach Angaben der Footwear Distributors & Retailers of America, die den Brief heute veröffentlicht haben, müsste jede US-amerikanische Familie jährlich 131,93 US-Dollar zusätzlich für Schuhe ausgeben, falls die angedrohte Tariferhöhung in Kraft treten sollte. Insgesamt würden die Verbraucher jedes Jahr 7 Milliarden US-Dollar an zusätzlichen Kosten für Schuhe zahlen.

Weitere Unternehmen, die das Memo unterstützten, waren Adidas America, Aldo US, die Camuto Group, Caleres, Deckers Brands, JCPenney, Nike, Reebok, Sam Edelman und Ugg. In dem Brief sagte die FDRA , dass dies die größte Anzahl von Schuhunternehmen sei, die sich um ein gemeinsames Thema vereint hätten .

„Ich bin so stolz darauf, wie sich unsere Branche zusammengeschlossen hat und zusammenarbeitet, um die 25% zusätzliche Importsteuer auf Schuhe, die vom US-Präsidenten angekündigt wurde zu bekämpfen“, sagte Matt Priest, Präsident und CEO der FDRA.

Vor zehn Tagen verhängte Washington eine Erhöhung der Abgaben von 10% auf 25% für chinesische Produkte im Wert von 200 Milliarden US-Dollar, was Peking dazu veranlasste, sich mit neuen Zöllen von 5% auf 25% für US-Waren im Wert von 60 Milliarden US-Dollar zu revanchieren. Trump hatte auch den US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer beauftragt, Zölle auf fast alle verbleibenden Importe aus China im Wert von rund 300 Milliarden US-Dollar zu erheben.

In der Folge öffnete der US-Aktienmarkt zu Wochenbeginn aufgrund erneuter Befürchtungen über eskalierende Zollspannungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt nach unten.