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Amnesty International verschweigt Al-Qaida-Kriegsverbrechen, um Syriens Regierung zu kriminalisieren

18.04.2019

Ein einseitiger, irreführender Bericht von Amnesty International verschweigt das Leid der Kommunen, die von Al-Qaida-Ablegern im syrischen Idlib angegriffen werden. Dieses verfälschte Bild vom Konflikt wird in den westlichen Medien als authentisch zitiert. Von Vanessa Beeley. Vanessa Beeley ist eine unabhängige investigative Journalistin und Fotografin. Sie ist Mitherausgeberin bei 21st Century Wire.

In den Provinzen Idlib und Nord-Hama im Nordwesten Syriens werden erneut Spannungen angekurbelt – und synchron in den westlichen Medien die alte Leier vom angeblichen „Schlächter Assad“. Dabei spielt ein einseitiger und irreführender Bericht von Amnesty International den „Qualitätsmedien“ in die Hände – in dem das Leid in den Kommunen verschwiegen wird, die von Al-Qaida-Ablegern in und um Idlib angegriffen werden.

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Das jüngste Beispiel für diese äußerste Voreingenommenheit zugunsten der Allianz der US-Hörigen ist der Bericht von Amnesty International vom 28. März 2019 mit dem anmaßenden Titel „Syrien: Regierungskräfte bombardieren medizinische Einrichtungen, Schule und Bäckerei in Idlib.“ Schon der Titel legt unmissverständlich die Absicht des Berichts offen, die syrische Regierung zu kriminalisieren. Der Bericht beginnt mit einem Beitrag von Lynn Maalouf, Forschungsdirektorin für den Nahen Osten bei Amnesty International, in dem sie behauptet:

„Die syrische Regierung zeigt weiterhin nichts als Verachtung für die Gesetze der Kriegsführung und das Leben der Zivilbevölkerung.“

Der Bericht befasst sich mit „sechs jüngsten Angriffen“ in Idlib, deren Verlauf, Urheber und Ziele Amnesty International als angeblich „verifiziert“ bezeichnet. Jedoch bietet er für einen „Verifikationsprozesses“ keinerlei Kontext an: Es werden keine Namen von Zeugen angegeben. Es wird erwartet, dass der Leser die Aussage von anonymen Quellen akzeptiert, deren mögliche Interessen, Verbindungen und Gruppenzugehörigkeit nicht hinterfragt werden. Stattdessen wird erwartet, dass wir uns auf die „Beweise“ verlassen, die von „verifizierten Open-Source-Informationen, Fotos und Videos aus den sozialen Medien“ geliefert werden. Die eingangs hervorgehobene „Verifizierung“ soll von einem durch  Amnesty International kürzlich gegründeten „Digital Verification Corps“ (DVC) in Toronto, Kalifornien, Großbritannien oder Südafrika vorgenommen worden sein. Trotz dieses angeblichen Verifizierungsprozesses wird kein einziges dieser Videos oder Fotos im Bericht von AI gezeigt.

Amnesty behauptet, die Zeugenbefragung mit „eigenen Kapazitäten“ durchgeführt zu haben, gibt jedoch auch  Identität dieser angeblichen Amnesty-Mitarbeiter nicht preis, die vor Ort in einem von Al-Qaida-Ablegern kontaminierten Gebiet ermittelt haben sollen: Immerhin ist bekannt, dass diese Gruppierungen Menschen entführen oder töten, die ihre Motive in Frage stellen könnten. So weit, so schlecht – doch wie ging man bei der eigentlichen Befragung vor? Wurden diese Zeugen vom DVC per Skype befragt? Oder wurden anonyme Bevollmächtigte beauftragt, Interviews in einem von Haiʾat Tahrir asch-Scham kontrollierten Gebiet durchzuführen? Im Bericht wird darüber keine Rechenschaft abgelegt.

Ansonsten entspricht dieser Bericht bereits bekannten Mustern: Er ist aus Anschuldigungen gegen die syrische Regierung  aufgebaut, aggressiv gegen „zivile“ Ziele vorgegangen zu sein – und zwar in einem Gebiet, das von feindlichen bewaffneten Gruppierungen besetzt ist, welche von feindlichen NATO-Mitgliedstaaten und ihren Verbündeten finanziert und bewaffnet werden und die Absicht haben, die syrische Regierung zu stürzen und sie durch ein tyrannisches und sektiererisches Regime zu ersetzen.

Die gleiche reißerische Rhetorik war bereits einmal aus demselben Lager zu vernehmen – nämlich während der Kampagnen der Syrischen Arabischen Armee zur Reinigung von Ost-Aleppo und Ost-Ghuta von eben jenen extremistischen Besatzern, die dann im Rahmen der russisch-syrischen Amnestie- und Versöhnungsabkommen nach Idlib transportiert wurden.

Mit diesem Bericht versucht Amnesty International offenbar auf eine verbrecherische Weise aus dem öffentlichen Gedächtnis zu tilgen, welche Gräueltaten von Haiʾat Tahrir asch-Scham und von deren verbündeten Gruppen in den Städten und Dörfern begangen wurden, welche im Verantwortungsgebiet der syrischen Regierung an den Grenzen zur letzten terroristischen Hochburg in Syrien angesiedelt sind. Der Bericht verführt die gutgläubige oder ahnungslose Öffentlichkeit zu der fälschlichen Annahme, dass die syrische Regierung unprovoziert Angriffe gegen die eigene Zivilbevölkerung durchführe. Das aber ist eine glatte Lüge.

Versehen wir also nachträglich diesen parteiischen und nichtrepräsentativen Bericht mit den wichtigen Kontext-Informationen. Amnesty erwähnt Operationen der regierungstreuen Kräfte am 9. und 11. März in Saraqib und Talmenes im Süden Idlibs. Es wird behauptet, dass im März Krankenhäuser und Depots für Blutkonserven die Hauptziele gewesen sein sollen, darüberhinaus bereits im Februar Bäckereien und provisorische medizinische Kliniken.

Hier weiterlesen: https://deutsch.rt.com/meinung/87270-um-syriens-regierung-zu-kriminalisieren/