Am Freitag wird sich Angela Merkel mit dem stark angeschlagenen ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko treffen. Als „Mann des Westens“ will er seinen letzten Trumpf vor der Stichwahl ziehen. Doch wen und was unterstützt die Bundeskanzlerin?
von Wladislaw Sankin, 12.04.2019
Am 31. März schaffte es der amtierende ukrainische Präsident Petro Poroschenko nur mit großer Mühe in die zweite Runde der Präsidentschaftswahl. Und das auch nur, weil ihm per Wahlmanipulationen ein paar Prozente offensichtlich hochgeschraubtwurden, und der Kandidat der russischsprachigen Wähler, Juri Bojko, mehr als vier Prozent der Stimmen durch einen Spoiler-Kandidaten verlor. Der Favorit und Polit-Neuling Wladimir Selenskij übertraf Poroschenko um 15 Prozent. Laut aktuellen Umfragen könnte er diese Differenz bei der Stichwahl am 21. April sogar verdoppeln. Bei den entschlossenen Wählern beträgt sie gar fantastische 43 Prozent.
Poroschenko gilt als Merkels Schützling. Unzählige Male hat sich die Kanzlerin mit ihm in den letzten fünf Jahren getroffen. Das vertraute Verhältnis ging so weit, dass sie sogar für eine Minute die Oberbefehlshaberin vor ukrainischen Soldaten spielen durfte.
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