Adenauers braune rechte Hand. Ein Standardwerk über den Nazijuristen Hans Globke (junge Welt)

Der Historiker Klaus Bästlein hat in seiner Studie »Der Fall Globke« die eindrucksvolle Karriere dieses Mannes nachgezeichnet. Von 1932 bis 1945 diente er als Ministerialrat im Reichsinnenministerium, und schon bevor die Nazis an die Macht kamen, wirkte er darauf hin, allen Juden gesetzlich die Änderung ihres Nachnamens zu verbieten. Am Erlass der »Nürnberger Gesetze«, die den Juden den Geschlechtsverkehr und die Ehe mit »Ariern« untersagten, war er dann zwar nicht unmittelbar beteiligt, aber er verfasste die 1. Verordnung zum Reichsbürgergesetz, das 1935 verabschiedet wurde. »Damit machte er den nationalsozialistischen Rassenwahn zur Norm«, schreibt Bästlein. »Fortan entschied die zufällige Religionszugehörigkeit der Großeltern über das Schicksal der Betroffenen.« Adolf Eichmann, der Organisator der »Endlösung«, berief sich später in seinen Deportationsbefehlen ausdrücklich auf das von Globke formulierte Gesetz.

weiterlesen hier:
https://www.jungewelt.de/artikel/352560.faschismus-adenauers-braune-rechte-hand.html

%d Bloggern gefällt das: