Venezuela und die ARD

Der „Verfechter der Demokratie“ in Venezuela, Juan Guaidó, ist eine Kreatur aus dem US-Labor für Regime-Change.
Hier in Englisch ausführliche Hintergrundinformationen zu Guaidò, dem auch von der Bundesregierung unterstützen selbsternannten „Präsidenten“ Venezuelas.
The Making of Juan Guaidó: How the US Regime Change Laboratory Created Venezuela’s Coup Leader
https://grayzoneproject.com/2019/01/29/the-making-of-juan-guaido-how-the-us-regime-change-laboratory-created-venezuelas-coup-leader/

Dr. Gniffkes Macht um Acht: Untergehen mit Mann und Maas

Per Völkerrechtsbruch soll Venezuela „demokratisiert“ werden. Wie andere westliche Länder auch hat Deutschland den Putschisten Juan Guaidó als „Interimspräsidenten“ anerkannt. Die passende Begleitmusik zum Regime Change liefert ARD-aktuell.

von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam

Die AgitProp-Bastler der ARD-aktuell haben zum Thema „Machtkampf in Venezuela“ bereits soviel Pfusch geliefert, dass ein Ziel ihrer Meinungsmache weitgehend verfehlt wird: darüber hinwegzutäuschen, dass die USA in Caracas putschen lassen. Washingtons Vasallen in Lateinamerika – und in der Europäischen Union – unterstützen die repressive Einmischung. Der Völkerrechtsbruch ist evident, aber die Nachrichtenschreiber vermeiden peinlichst, darüber gründlich zu informieren. Der Propagandakrieg des Westens zielt nicht nur darauf ab, diesen oder jenen Präsidenten, Maduro oder Putin, Xi oder Kim, als das personifizierte Böse darzustellen. Absicht ist, dass am Ende niemand mehr irgendeinem irgendetwas glaubt. Eine Gesellschaft der Orientierungslosen ist einfacher beherrschbar.

Ähnlich, wie Kriege nicht mehr für den Sieg einer Nation über eine andere geführt werden, sondern zwecks Chaotisierens einer ganzen Region, die dann von der internationalen Kapitalelite hemmungslos ausbeutet wird, geht es im AgitProp-Krieg um die Zerstörung von Wertvorstellungen und Wertmaßstäben. Der Rechtsnihilismus wird zur Normalität erhoben, Orientierungslosigkeit zum Regelfall.

Am Ende kann beispielsweise die Tagesschau schamfrei einen Regierungssprecher in Berlin mit der Bemerkung zitieren, er wisse nichts Genaueres von Verfassung und Wahlsystem Venezuelas, aber Maduro müsse zurücktreten und Neuwahlen ausschreiben, weil seine Präsidentschaft nicht legal sei. Der Sprecher muss nicht fürchten, dass die Journaille ihn und seinen Dienstherrn dafür öffentlich zur Schnecke macht.

Hier weiterlesen: https://deutsch.rt.com/meinung/83648-dr-gniffkes-macht-um-acht-untergehen-mit-mann-maas-venezuela/

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