Aufruf zur Mobilisierung gegen die NATO, gegen Krieg und Rassismus – No2NATO2019 Mobilization

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http://no2nato2019.org

Dieser Aufruf wird unterstützt vom Coop Anti-War Cafe Berlin, Heinrich Buecker

Der 4. April 2019, ist der 51. Jahrestag der Ermordung von Reverend Dr. Martin Luther King jr., dem international verehrten Anführer im Kampf gegen Rassismus, Armut und Krieg.

In einer grotesken Entweihung der Idee von Rev. Kings lebenslangem Engagement für den Frieden wird dies der Tag sein, an dem sich die militärischen Führer der Nordatlantik-Vertragsorganisation (NATO) dazu entschieden haben, den 70. Jahrestag der NATO mit ihrem jährlichen Gipfeltreffen in Washington, DC, zu feiern. Dies ist eine vorsätzliche Beleidigung für Rev. King und eine klare Botschaft, dass das Leben von dunkelhäutigen Menschen und das Leben der außereuropäischen Menschheit und damit das Leben der großen Mehrheit wirklich keine Rolle spielen.

Seit ihrer Gründung ist die von den USA geführte NATO das tödlichste militärische Bündnis der Welt und hat in ganz Nordafrika, dem Nahen Osten und weit darüber hinaus ungeahnte Leiden und Verwüstungen verursacht. Hunderttausende sind in den Kriegen der USA und der NATO gestorben, im Irak, Libyen, Somalia und in Jugoslawien. Millionen von Flüchtlingen riskieren jetzt ihr Leben und versuchen, dem Leid, das diese Kriege in ihre Heimat gebracht haben, zu entgehen, während den Arbeitern in den 29 NATO-Mitgliedsstaaten gesagt wird, dass sie hart errungene Sozialprogramme aufgeben müssen, um den Forderungen der USA nach noch mehr Forderungen nach Militärausgaben nachzukommen haben.

Dr. Kings Worte, die die drei Übel der us-amerikanischen Gesellschaft miteinander verbinden: Militarismus, Rassismus und Armut, und seine tiefgreifende Bemerkung, dass jede Bombe, die auf andere Länder fällt, eine Bombe ist, die in unseren Innenstädten abgeworfen wird, offenbart die tief verwurzelte Beziehung zwischen Militarismus und den sozialen, rassistischen, wirtschaftlichen und ökologischen Ungerechtigkeiten, die jetzt ganze Städte und ländliche Gemeinden verarmen lassen und seit langem eine Plage für unsere Gesellschaft und die Welt sind. Es war genau ein Jahr vor seiner Ermordung, als Rev. King seine berühmte Rede gegen den US-amerikanischen Krieg in Vietnam hielt, die US-Regierung als „den größten Gewaltexporteur der Welt“ bezeichnete und erklärte, dass er nicht schweigen könne.

Wir können auch nicht schweigen. Rev. King hat uns gelehrt: „Unser Leben endet am dem Tag, an dem wir zu Sachen schweigen, die wichtig sind.“

Jedes Jahr hat die NATO ihre Gipfeltreffen abgehalten, Menschen auf der ganzen Welt haben massive Proteste gegen sie organisiert: in Chicago (2012), Wales (2014), Warschau (2016), Brüssel (2017 und 2018) – und 2019 wird keine Ausnahme sein.

Wir fordern eine friedliche Massenmobilisierung gegen den diesjährigen NATO-Gipfel am Samstag, den 30. März in Washington DC. Weitere Aktionen werden bei der Eröffnung des NATO-Treffens am 4. April stattfinden.

Wir bitten Sie, alle Anstrengungen zu unternehmen, um bei uns in Washington DC dabei zu sein, oder, falls dies nicht möglich ist, eine Kundgebung oder Demonstration in Ihrer Nähe zu organisieren. Wir müssen uns so stark wie möglich gegen die zerstörerischen Kriege der NATO und ihre rassistische Militärpolitik auf der ganzen Welt präsentieren.

Wir laden Sie außerdem ein, Ihren Namen und / oder den Namen Ihrer Organisation in die Liste der Unterstützer der Massenaktionen gegen NATO, Anti-Krieg und Anti-Rassismus in Washington DC einzutragen.

Der Lenkungsausschuss für die
Anti-NATO-Mobilisierung am 30. März :

• Bahman Azad, Coalition Against U.S. Foreign Military Bases • Ajamu Baraka, Black Alliance for Peace • Leah Bolger, World Beyond War • Alison Bodine, Mobilization Against War and Occupation • Gerry Condon, Veterans For Peace • Miguel Figueroa, Canadian Peace Congress • Sara Flounders, International Action Center • Margaret Flowers, Popular Resistance • Rev. Graylan Scott Hagler, Plymouth Congregational United Church of Christ • Madelyn Hoffman, U.S. Peace Council • Tarak Kauff, Coalition Against U.S. Foreign Military Bases, Veterans For Peace • Marilyn Levin, UNAC • Joe Lombardo, UNAC • Tamara Lorincz, Canadian Voice of Women for Peace • Jeff Mackler, West Coast UNAC • Alfred L. Marder, U.S. Peace Council • Sarah Martin, Women Against Military Madness • Nancy Price, WILPF-US Section • Paul Pumphrey, Friends of the Congo • Cindy Sheehan, March on the Pentagon • Paki Wieland, CODEPINK • Phil Wilayto, Virginia Defenders • Ann Wright, Veterans For Peace, CODEPINK • Rev. Bruce Wright, Poor People’s Economic Human Rights Campaign and Refuge Ministries • Kevin Zeese, Popular Resistance

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