US-amerikanische Staatsangehörige und Journalistin für Irans Press TV in den USA inhaftiert

Marzieh Hashemi, Journalistin des iranischen englischsprachigen Press TV wird ohne Anklage in einem Gefängnis in Washington festgehalten. Sie wurde am Sonntag auf dem Flughafen St. Louis Lambert festgenommen und vom FBI in eine Hafteinrichtung in Washington, DC, gebracht, berichtete der Sender am Mittwoch.

Ihr Sohn berichtet, dass seine Mutter habe in St. Louis, Missouri, eine Black Lives Matter-Dokumentation drehen wollte und als sie einen Flug nach Denver zu besteigen wollte, sei sie am Flughafen festgenommen worden.

Marzieh wurde in New Orleans als Melanie Franklin geboren und ist seit 25 Jahren für das iranische Staatsfernsehen tätig. Hossein sagt, seine Mutter, eine US-amerikanische Staatsbürgerin, lebt in Teheran und kehrt normalerweise einmal im Jahr in die USA zurück, um Familie zu sehen.

Die Familie versucht, einen Anwalt zu engagieren, aber es sei schwierig gewesen, weil sie nicht wegen eines Verbrechens angeklagt worden sei. Irans staatlicher Sender hielt eine Pressekonferenz ab und startete eine Hashtag-Kampagne für Marzieh.

Misshandlung im US-Gefängnis

Hashemi, die seit Jahren im Iran lebt und zum Islam konvertiert, hat ihrer Tochter berichtet, dass sie mit Handschellen gefesselt und wie eine Kriminelle behandelt wird.

Die Journalistin sagte auch, dass sie den Hijab zwangsweise abnehmen musste und bei ihrer Ankunft im Gefängnis ohne Kopftuch fotografiert wurde. Hashemi darf nur ein T-Shirt tragen.

Außerdem wurde ihr nur Schweinefleisch zum Essen angeboten – was nach islamischem Recht verboten ist – und sogar das Brot und andere Halal-Speisen verweigert, nachdem sie sich geweigert hatten, das Fleisch zu verzehren. Hashemi erzählte ihrer Tochter, dass das einzige Essen, das sie in den letzten zwei Tagen hatte, eine Packung Cracker war.

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