Wir kennen alle die Argumente gegen Elektroautos: „Es ist viel schlimmer, Lithium für Batterien abzubauen, als Öl. Was passiert, wenn das Lithium aufgebraucht ist?
Interessante Tatsache: Das Meerwasser der Erde ist voller Lithiumsalze, und wenn die Entwicklung noch fortschreitet, wird es einfach ein Nebenprodukt der Entsalzung von Trinkwasser aus Meerwasser sein. Die Entwicklung dieser Technologie verläüft rasant , zumal der Klimawandel für immer mehr Städte auch eine Trinkwasserkrise bedeutet.
Natürlich gibt es auch Nachteile bei der Meerwasserentsalzung, wie beispielsweise die großen Energiemengen, die zur Herstellung von Frischwasser benötigt werden.
Neue Technologien wie metallorganische Gerüstmaterialien (MOFs) werden allerdings zweifelslos auch dazu führen, das Thema Energieverbrauch zu lindern.
Hier nun der gegenwärtige Stand der Forschung: Sogenannte MOFs (metallorganische Gerüstmaterialien) haben die größte innere Oberfläche aller bekannten Materialien. Ausgebreitet könnte ein Gramm des Materials theoretisch ein Fußballfeld bedecken, und diese komplexe innere Struktur macht MOFs zu einem idealem Material zum Erfassen, Speichern und Freisetzen von Molekülen. Jüngste Forschungen mit diesem Material könnten dazu führen, dass MOFs als Schwämme für Kohlenstoffemissionen, hochpräzise chemische Sensoren und als städtische Wasserfilter zum Einsatz kommen.
Die neuststen Forschungsergebnisse eröffnen damit das Potenzial, Lithium wesentlich energieeffizienter und nachhaltiger aus Wasser zu gewinnen. Die Methode kann darüber hinaus auch genutzt werden, um Abwasser aus industriellen Prozessen zu reinigen, und so die Umweltverschmutzung zu reduzieren. Dabei könnten gleichzeitig Lithium und andere Ressourcen gewonnen werden.
Im Grunde bedeutet eine größere Oberfläche beispielsweise auch bei der Meerwasserentsalzung weniger Pumpleistung, um Wasser durch diesen Filter zu leiten und man kann dadurch sehr viel Energie zu sparen. Es gibt jedoch einen zusätzlichen Vorteil: Diese Membran kann Lithium von den anderen chemischen Verbindungen im Ozean abscheiden.
Hier ein Auszug aus einem wissenschaftlichen Papier (Quelle hier):
Zum Beispiel erfordert die Abtrennung und Reinigung von Mineralien wie zum Beispiel Lithiumsalzen aus Gesteinen und Sole die Verwendung großer Mengen an Chemikalien und / oder zeitaufwändigen Solarteichs, was kostspielig und umweltfreundlich ist. Daher ist die Entwicklung von hocheffizienten Lithium-Ionen-Trennmembranen der Schlüssel zur Bewältigung dieser technologischen Herausforderung, insbesondere angesichts der steigenden Nachfrage nach Energiespeichermaterialien (z. B. Lithiumbatterien) und dem Rückgang der Ressourcenreserven.
Das nächste Mal, wenn Ihnen jemand sagt, Lithium wäre genauso schlecht wie Öl, sagen Sie ihm einfach, es könnte ein Nebenprodukt der Meerwasser-Entsalzung sein, und 2/3 der Erdoberfläche sind voll davon.