Archive for Dezember 24th, 2018

24. Dezember 2018

Der Rückzug – Trump zieht die US-Soldaten aus Syrien ab – von Karin Leukefeld (Rubikon)

Donald Trump will kein neues Öl ins Feuer des Syrien-Konflikts gießen. Diese Entscheidung ist weniger durch Edelmut als durch innenpolitische Erwägungen motiviert. Kaum zeigt sich jedoch ein Präsident der USA in militärischen Fragen moderat, erhebt sich Widerstand – im eigenen Land wie auch in der EU, wo einige Länder die lieb gewonnene Interventionspolitik lieber fortsetzen würden. Ungern will der Westen einräumen, dass Russland und Iran in Syrien gesiegt haben. Ob Frieden in der gebeutelten Region möglich ist, hängt jetzt von der Vernunft und vom Verhandlungsgeschick der Beteiligten ab.

US-Präsident Donald Trump tut, was er angekündigt hat: Er zieht die US-Soldaten aus Syrien ab. Bis zu 100 Tage kann der Abzug dauern, heißt es in Regierungskreisen. Dann werden „andere die Sache“ regeln müssen. Unklar ist, was die „neue Phase“ sein soll, in die man nun eintreten werde, wie es im Weißen Haus hieß. Schon im März 2018 hatte Trump klar gemacht, dass er die US-Soldaten aus Syrien „nach Hause“ holen wolle. Im US-Außenministerium, im Pentagon und bei den US-Geheimdiensten gab es andere Pläne.

weiterlesen hier:

https://www.rubikon.news/artikel/der-ruckzug

24. Dezember 2018

Nazi-Kollaborateure in Ukraine mit Weltkriegsveteranen gleichgesetzt – mit staatlichen Leistungen (RT Deutsch)

https://deutsch.rt.com/newsticker/81543-nazi-kollaborateure-in-ukraine-kriegsveteranen-gleichgesetzt-staatliche-leistungen/  24.12.2018

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat ein Gesetz unterzeichnet, das Mitgliedern der sogenannten UPA den Status von Kriegsveteranen zugesteht. Diese Organisation, ihrerseits militärischer Flügel der Organisation Ukrainischer Nationalisten (Bandera-Bewegung), kämpfte im Zweiten Weltkrieg vornehmlich auf der Seite von Nazi-Deutschland und verübte zahlreiche Massaker an Zivilisten.

Bereits im Jahr 2015, nach dem Maidan-Putsch, wurde Kämpfern der Ukrainska Powstanska Armija (dt.: Ukrainische Aufständische Armee) in der Ukraine der Kriegsveteranen-Status zugestanden – allerdings nur jenen, die nach der neuen offiziellen ukrainischen Geschichtsschreibung als UPA-Angehörige von 1941 bis 1944 auch gegen Nazi-Deutschland kämpften. Das neue Gesetz weitet die Regelung auf ausnahmslos alle Mitglieder der UPA aus, von denen zum jetzigen Zeitpunkt noch etwa 1.200 am Leben sind.

Der Status eines Kriegsveteranen ist in der Ukraine mit etwa 20 staatlichen Leistungen verbunden. Darunter fallen unter anderem Hilfen zu Wohnnebenkosten, zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, medizinische Versorgung und Arzneimittelversorgung.

Bereits die alte Version der Statusregelung von UPA-Kämpfern war mehr als umstritten. Die aktuelle erntet reichlich Kritik, sowohl in der Ukraine als auch im Ausland. So kündigte zum Beispiel der Leiter des Ukrainischen Jüdischen Komitees, Eduard Dolinski, Klagen vor internationalen Gerichten gegen die Regierung in Kiew im Namen der Opfer der ukrainischen Nationalisten an.

24. Dezember 2018

Syrien und Irak: Wie der Westen seine Brutalität verschleiert (Sputniknews)

24.12.2018 Tilo Gräser

Deutliche Kritik am Vorgehen der US-geführten Allianz gegen den „Islamischen Staat“ (IS), an der die Bundeswehr beteiligt ist, übt der Friedensexperte Joachim Guilliard. Er wirft dem Westen und seinen Verbündeten „verschleierte Brutalität“ im Irak und in Syrien vor. Nachzulesen ist das in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Ossietzky“.
Die Feldzüge der US-geführten Koalition in Syrien und im Irak sind „wesentlich verheerender als die der syrischen und russischen Streitkräfte“, stellt der Experte Joachim Guilliard fest.  Er zeigt, wie westliche Politik und Medien ein weiteres Beispiel für ihre Doppelmoral und Verlogenheit abliefern, wenn sie der syrischen Armee und ihren Unterstützern, darunter dem russischen Militär, vorwerfen, gegen den „Islamischen Staat“ (IS; auch Daesch) und andere Islamisten ohne Rücksicht auf Zivilisten vorzugehen.
Hier weiterlesen: https://de.sputniknews.com/politik/20181224323395060-westen-bundeswehr-nahost-krieg/

24. Dezember 2018

Deutsche Gründungs-Urkunde: Statt Zweitem Weltkrieg – Holocaust U. Gellermann (rationalgalerie.de)

https://www.rationalgalerie.de/home/deutsche-gruendungs-urkunde.html

 – 24. Dezember 2018

Nun wird auch das Land Berlin mit einem Antisemitismus-Beauftragten bestückt. Nach dem Bundes-Kommissar und mit den Zweigstellen in den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und dem Saarland wird das Netz jetzt noch enger geknüpft werden: Opfer und Zeugen judenfeindlicher Übergriffe können sich ab Februar bundesweit an eine neue Online-Meldestelle wenden. Was genau denn gemeldet werden soll ist diffus. Denn, so erläutert der Geschäftsführer des Zentralrats der Juden in Deutschland Daniel Botmann, weil die Polizeistatistik in der Regel nur strafrechtlich belangbare Taten erfasse, sei eine bundesweite Regelung nötig. Was mag da nun rapportiert werden, wenn es nichts strafrechtlich Relevantes gibt? Gedanken? Gefühle? Schlechte Witze? Ein Klick und Du bist Antisemit? Eine neue, sonderbar rechtsfreie Zone der Verdächtigung entsteht, durch kein Gesetz gedeckt, durch keine demokratische Institution legitimiert.

Wer in Deutschland als Antisemit denunziert wird, ist gesellschaftlich erledigt. Aber wer entscheidet denn ob jemand Antisemit ist? Die neue bundesweite Meldestelle orientiert sich bei der Definition von Antisemitismus an Arbeiten der „Internationalen Allianz für Holocaust-Gedenken“. Die Allianz sieht das so: „Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nichtjüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen. Darüber hinaus kann auch der Staat Israel, der dabei als jüdisches Kollektiv verstanden wird, Ziel solcher Angriffe sein.“ Das ist ein schwieriges Deutsch, das man übersetzen muss. Folgt man dem Geschwurbel, dann kann eine Wahrnehmung angeblich etwas ausdrücken. Und auch der Staat Israel kann Ziel solcher Wahrnehmungen sein. Wenn der Staat Israel als das verstanden wird, was seine aktuelle Regierung von ihm per Gesetz behauptet: Ein jüdischer Nationalstaat. Jede Menge juristisch höchst wackliger Kann-Formulierungen münden schließlich in der Verteidigung eines diktierten Gottestaates. Denn rund ein Drittel der Einwohner Israels begreifen sich als Muslime, Christen, Drusen oder sogar als Nichtreligiöse. Und dieses sonderbare Konstrukt soll nun vorbeugend von beamteten Beauftragten und anonymer Elektronik gegen „Wahrnehmungen“ verteidigt werden. Eine düstere Grauzone willkürlicher Denunziation schimmert auf.

Nachdem man in Deutschland spät zugab, dass der Holocaust ein Verbrechen war, verschwanden erhebliche andere Teile der Nazi-Barbarei nahezu komplett aus der öffentlichen Verbrechens-Wahrnehmung. Dass Nazi-Deutschland jede Menge Völker und Staaten überfallen hatte, rutschte in der öffentlichen Debatte auf einen hinteren Platz. Die Besetzung Frankreichs löste sich ganz langsam in der laut proklamierten deutsch-französischen Freundschaft auf. Die Bomben und V-Waffen gegen England verschwanden allmählich hinter dem alliierten Bombardement des Reiches. Und die russischen Opfer, 8-9 Millionen Soldaten und 9-16 Millionen Zivilisten, verfielen dem neuen ideologischen Krieg gegen die Sowjetunion an der Seite der USA. Während die Erinnerung an den millionenfachen Mord an den europäischen Juden Denkmäler und Erinnerungsstätten kennt, erinnert an die Vernichtung russischer Kriegsgefangener nur wenig. Obwohl zwischen 1941 und 1945 weit über fünf Millionen sowjetische Soldaten in deutsche Kriegsgefangenschaft gerieten. Und obwohl mehr als acht Millionen Gefangene ermordet wurden. Mord durch Hunger und Arbeit, aber auch durch Schüsse ins Genick, waren alltäglich. Die Russenlager gab es überall im Reich. Nicht selten in der Nähe von Fabriken: Dort schufteten sich die verhungernden Menschen zu Tode. Tag für Tag wurden sie von ihren Lagern unter Bewachung zu den Betrieben geführt. Fragte man später die Anwohner der anliegenden Straßen, konnten die sich nicht an die Kolonnen erinnern. Die Russen waren anscheinend unsichtbar. Unsichtbar sind sie bis heute im kollektiven deutschen Gedächtnis.

Längst ist der Holocaust zum scheinbar einzigen Verbrechen der Nazis geraten. Wer fragt, warum der deutsche Krieg gegen die halbe Welt und vor allem gegen seine Nachbarn, in der deutschen Erinnerungs-Kultur kaum eine Rolle spielt, findet die Antworten schnell in der herrschenden Politik der Bundesrepublik Deutschland – fast von Gründung an. War sie doch nahezu seit der Wiederbewaffnung mit ihren Truppen Mitglied in der NATO, einem aggressiven Militärbündnis. Einer Allianz, die bis heute dem alten Nazi-Mantra vom bösen Russen verpflichtet ist. Da stört eine klare Erinnerung an den deutschen Krieg und die deutsche Kriegsschuld erheblich. Erst recht ist sie hinderlich, wenn deutsche Truppen in fremden Ländern fremde Völker bekriegen. Die demonstrative, nicht selten ritualisiert Reue über den Massenmord an den europäischen Juden, ist inzwischen zur Staatsräson unbedingter Solidarität mit Israel geronnen. Eine Reue, die Teil der westlichen Bündnispolitik geworden ist und nicht selten die Unterdrückung der Palästinenser ausblendet.

Antisemitismus ist Rassismus. Diese besonders gefährliche geistige Verirrung beschränkt sich aber keineswegs auf den Hass gegen Juden. Die Zahl anti-islamischer Angriffe ist in den letzen Jahren gewachsen. Von den Anschlägen auf Moscheen bis zum Terrorismus gegen Flüchtlingsheime. Und auch wenn körperliche Attacken gegen Russen oder russische Einrichtungen eher selten sind, ist doch der antirussische Rassismus in den deutschen Medien unübersehbar. Der Russe ist schuld. Woran auch immer. Das ist die ebenso eingängige wie brutale Fortsetzung der bösen Legende vom russischen Untermenschen. Den Nazis hat diese Propaganda zur Rechtfertigung des Krieges gegen die Sowjetunion gedient. Der bundesdeutschen Demokratie dient sie zumindest zur fortlaufenden Erhöhung des Rüstungs-Etats.

Wer der öffentlichen, der medialen Erzählung jüngerer deutscher Geschichte zuhört, der wird laut und deutlich vom Holocaust erfahren. Vom letzten deutschen Krieg erfährt er bestenfalls Genuscheltes. Als sei der Holocaust Anlass zur Gründung der Bundesrepublik gewesen. Dass ein Bundespräsident einst das Ende des Nazi-Krieges als den Tag der Befreiung bezeichnete, ist im Getriebe deutscher Auslandseinsätze anscheinend verschwunden. Aber tatsächlich war erst das von außen erzwungene Ende des Krieges der Beginn zweier deutscher Staaten als deren Erbe das aktuelle Deutschland international agiert. Einen Anti-Kriegsbeauftragten sucht man allerdings vergeblich.
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Siehe hierzu auch:  Der neue Volkssport
Immer mehr Online-Plattformen wollen unliebsame Personen öffentlich an den Pranger stellen: https://www.rubikon.news/artikel/der-neue-volkssport

24. Dezember 2018

Betteln um Krieg. INF-Vertrag, Syrien, Afghanistan und Berlin – von Arnold Schölzel (junge Welt)

Den Nachrichtenagenturen der Bundesrepublik war es keine Meldung wert: Russland und zehn weitere Staaten hatten der UN-Vollversammlung einen Resolutionsentwurf für den Erhalt des INF-Vertrages, in dem USA und Sowjetunion 1987 die Verschrottung und das Verbot bestimmter Mittelstreckenraketen geregelt hatten, vorgelegt. Dieses Abkommen wollen die USA demnächst kündigen. Außenminister Michael Pompeo stellte Anfang Dezember Russland ein Ultimatum mit einer Frist von zwei Monaten. Die NATO-Außenminister unterstützten das.

Am Freitag stimmte die Vollversammlung ab: 46 Staaten, darunter die NATO- und die EU-Mitglieder, dagegen, 43 dafür, 78 enthielten sich. Das russische Außenministerium kommentierte das Resultat mit den Worten: »Damit wurde der Architektur der internationalen Sicherheit und Stabilität ein neuer Schlag versetzt. Mit dem Zusammenbruch des INF-Vertrags können nun mehrere Regionen der Welt in ein Wettrüsten oder sogar in eine direkte Konfrontation gestürzt werden.«

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https://www.jungewelt.de/artikel/346007.betteln-um-krieg.html

24. Dezember 2018

France: Who is Behind The Yellow Vests?

24. Dezember 2018

Gesprächsrunde ZUR SACHE: Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen (KenFM)

8. Mai 1945. Als schlussendlich die Waffen schwiegen, nach elendigen langen sechs Jahren, gab es dieses eine Land unter seinem damaligen Namen Sowjetunion, in dem das Wort „Vernichtungskrieg“ seiner Bedeutung grausam gerecht wurde.

Unfassbare 27 Millionen Menschen dieses großen schönen Landes verloren ihr Leben. Es wird annähernd unmöglich sein, in der gegenwärtigen Zeit Bürger, Familien des heutigen Russlands und seiner benachbarten Republiken zu finden, in denen es keine Opfer des Zeitraumes 1941 (dem Einmarsch der Deutschen Wehrmacht) bis 1945 (dem Kriegsende in der damaligen Reichshauptstadt Berlin) zu gedenken gilt.

Der unmittelbare konfrontative Anschluss, im sogenannten Kalten Krieg, brachte die Welt zeitweilig in die Nähe eines erneuten Weltkrieges. Der Warschauer Pakt auf östlicher Seite sowie das westliche NATO-Bündnis lieferten sich über Jahrzehnte theoretische Scharmützel, die überraschend abrupt 1990 friedlich ihr Ende fanden. Epochale Umbrüche dieser Zeit, das Ende der DDR, wie auch die Auflösung des Warschauer Paktes mündeten in der Auflösung der UdSSR im Jahre 1991.

Möglichkeiten und Chancen einer friedlichen Zukunft wurden, entgegen getätigter Zusagen, nicht eingelöst. Mit dem Jugoslawienkrieg im Jahre 1991 wurde expansiven Plänen seitens der USA Tür und Tor geöffnet. Der Beginn der NATO-Osterweiterung.

Am 25. Oktober 2018 startete das NATO-Bündnis in Norwegen sein größtes Manöver seit Ende des Kalten Krieges. An Trident Juncture waren rund 50.000 Soldaten beteiligt, mehr als 8.000 davon stellte die deutsche Bundeswehr. In der unmittelbaren Nähe zu Russlands Grenzen sahen die teilnehmenden NATO-Staaten natürlich keinerlei provokatives Potenzial.

Die Einschätzung des Generalsekretärs des ausübenden Bündnisses, Jens Stoltenberg, spricht für sich: Stoltenberg betonte noch einmal, dass sich das Manöver nicht gegen Russland richte. „Die NATO übe, um Konflikte verhindern zu können und nicht, um einen Konflikt zu provozieren.“

94 Prozent der Deutschen halten gute Beziehungen zu Russland für wichtig (Ergebnis einer umfangreichen Studie des forsa-Instituts für Politik und Sozialforschung). Für sie ist der Russe kein Feind, er ist Nachbar. Die aktuelle Politik der deutschen Regierung, der NATO-Mitglieder und vor allem der USA interessiert das jedoch nicht. Es wird weiter, wie gerade auch erneut in der Ukraine, gezündelt. Warum ist dem so?

Es erläutern, vermitteln und diskutieren folgende Gäste: – Prof. Dr. Herwig Roggemann: Jurist, Vorsitzender des Osteuropa Institut a.D. – Friedrich Dieckmann: Schrifsteller, Mitglied des Willy-Brandt-Kreises – Ulrich Gellermann: Journalist, Betreiber des Internetportals Rationalgalerie

24. Dezember 2018

Kritik an Aktivitäten von Berlinwasser International in Namibia

Wasser ist die wichtigste Ressource – bis zu ein Drittel der Namibier hat Probleme mit der Wasserversorgung.

Die Wasserversorgung wird weitgehend von einem internationalen geführten Konsortium mit Sitz in Deutschland geleistet.

Es handelt sich um ein Konsortium von Berliner Wasser International und der französichen Veolia, dem größten Anbieter von Wasserdienstleistungen weltweit. Für Wasser muss im Voraus bezahlt werden und oft gibt es Engpässe.

Siehe Videobericht hier

24. Dezember 2018

Neuer technologischer Durchbruch in der Meerwasserentsalzung könnte Ozeane zur Quelle für unbegrenzte Mengen an Lithium und Trinkwasser werden lassen.

Wir kennen alle die Argumente gegen Elektroautos: „Es ist viel schlimmer, Lithium für Batterien abzubauen, als Öl. Was passiert, wenn das Lithium aufgebraucht ist?

Interessante Tatsache: Das Meerwasser der Erde ist voller Lithiumsalze, und wenn die Entwicklung noch fortschreitet, wird es einfach ein Nebenprodukt der Entsalzung von Trinkwasser aus Meerwasser sein. Die Entwicklung dieser Technologie verläüft rasant , zumal der Klimawandel für immer mehr Städte auch eine Trinkwasserkrise bedeutet.

Natürlich gibt es auch Nachteile bei der Meerwasserentsalzung, wie beispielsweise die großen Energiemengen, die zur Herstellung von Frischwasser benötigt werden.

Neue Technologien wie metallorganische Gerüstmaterialien (MOFs) werden allerdings zweifelslos auch dazu führen, das Thema Energieverbrauch zu lindern.

Hier nun der gegenwärtige Stand der Forschung: Sogenannte MOFs (metallorganische Gerüstmaterialien) haben die größte innere Oberfläche aller bekannten Materialien. Ausgebreitet könnte ein Gramm des Materials theoretisch ein Fußballfeld bedecken, und diese komplexe innere Struktur macht MOFs zu einem idealem Material zum Erfassen, Speichern und Freisetzen von Molekülen. Jüngste Forschungen mit diesem Material könnten dazu führen, dass MOFs als Schwämme für Kohlenstoffemissionen, hochpräzise chemische Sensoren und als städtische Wasserfilter zum Einsatz kommen.

Die neuststen Forschungsergebnisse eröffnen damit das Potenzial, Lithium wesentlich energieeffizienter und nachhaltiger aus Wasser zu gewinnen. Die Methode kann darüber hinaus auch genutzt werden, um Abwasser aus industriellen Prozessen zu reinigen, und so die Umweltverschmutzung zu reduzieren. Dabei könnten gleichzeitig Lithium und andere Ressourcen gewonnen werden.

Im Grunde bedeutet eine größere Oberfläche beispielsweise auch bei der Meerwasserentsalzung weniger Pumpleistung, um Wasser durch diesen Filter zu leiten und man kann dadurch sehr viel Energie zu sparen. Es gibt jedoch einen zusätzlichen Vorteil: Diese Membran kann Lithium von den anderen chemischen Verbindungen im Ozean abscheiden.

Hier ein Auszug aus einem wissenschaftlichen Papier (Quelle hier):

Zum Beispiel erfordert die Abtrennung und Reinigung von Mineralien wie zum Beispiel Lithiumsalzen aus Gesteinen und Sole die Verwendung großer Mengen an Chemikalien und / oder zeitaufwändigen Solarteichs, was kostspielig und umweltfreundlich ist. Daher ist die Entwicklung von hocheffizienten Lithium-Ionen-Trennmembranen der Schlüssel zur Bewältigung dieser technologischen Herausforderung, insbesondere angesichts der steigenden Nachfrage nach Energiespeichermaterialien (z. B. Lithiumbatterien) und dem Rückgang der Ressourcenreserven. 

Das nächste Mal, wenn Ihnen jemand sagt, Lithium wäre genauso schlecht wie Öl, sagen Sie ihm einfach, es könnte ein Nebenprodukt der Meerwasser-Entsalzung sein, und 2/3 der Erdoberfläche sind voll davon.

24. Dezember 2018

Unter dem Meeresboden liegen enorme Süßwasserreserven. Was einst eine Zufallsentdeckung war, wird nun systematisch erforscht (Spektrum.de)

Hundertmal so viel Süßwasser, wie die Menschheit seit 1900 insgesamt verbraucht hat – insgesamt eine halbe Million Kubikkilometer. Diese unfassbare Menge der kostbaren Ressource schlummert nach Ansicht von Fachleuten dort, wo man sie nicht vermutet hätte: unter dem Meeresboden. Die bisher unbekannten, Trinkwasser führenden Schichten tauchten überall auf der Welt auf, dabei hat man noch nicht einmal richtig angefangen, danach zu suchen. Doch das ändert sich jetzt.

weiterlesen hier:

http://bit.do/eDXpq

24. Dezember 2018

Wolfgang Gehrcke: Donald Trump hat den Abzug der US-Truppen aus Syrien angekündigt. Kann das syrische Volk jetzt auf Frieden hoffen?

Ob Trumps Ankündigung wirklich ein Abzug der US-amerikanischen Truppen aus Syrien folgt, ist noch offen. Vielleicht kommt einmal mehr ein Fake-Chemiewaffenangriff dazwischen, der dann durch US-, britische und französische Bombardements „vergolten“ werden muss. Doch vielleicht gibt es eine Chance für den Frieden – auf der Grundlage einer neuen Verfassung, die Menschenrechte und Selbstbestimmungsrechte garantiert, nicht zuletzt für die syrischen Kurden.

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