NuoViso TV solidarisiert sich mit Billy Six einem in Venezuela inhaftierten deutschem Journalisten, der das „Maduro-Regime“ beschuldigt, eine desaströse linke Politik zu betreiben und das Land völlig zu verarmen.

Der Journalist Billy Six arbeitete unter anderem für die „Junge Freiheit“ sowie für den nationalistischen Verein „Die Konservativen“.
In den vergangenen Jahren war er mehrfach Gast bei alternativen Nachrichtenportalen, u.a. auch bei NuoViso TV.

Nachdem er den arabischen Frühling in Ägypten kritisch begleitete, lenkte er sein Interesse auf die Lage in der Ukraine, den Donbass und schlieslich bereichtete er auch sehr kritisch über den Abschuss des malaysischen Flugzeugs MH370 in der Ukraine und hinterfragte die Arbeit der Mainstream-Medien und der niederländischen Untersuchungskommission.

Dann wendete er sich 2015 dem Thema der Flüchtlingswelle und vertrat hier mehr die Linie der Pegida-Demonstrationen und begann auch eine ganze Reihe von Artikeln für die junge Freiheit zu schreiben, eine Blatt, das der AFD nahe steht.

2017 begann Billy Six in Venezuela zu recherchieren und veröffentlichte im Juli dieses Jahres einen Bericht über die Flüchtlingswelle von Venezulanern nach Kolumbien. Hier vertrat Billy Six einigermassen vehement den Standpunkt, dass die sozialistische Politik von Chavez und Maduro für die jetzt völlig desaströe Wirtschaftslage alleinig verantwortlich ist. In dem Beitrag kommen durchweg ablehnende Stimmen gegen die Regierung von Maduro zu Wort.

Jetzt wurde Billy Six von den venezualanischen Behörden verhaftet. Es geht um Beschuldigungen der Spionage. Er soll Fotos von öffentlichen Militärparaden zum Nationalfeiertag gemacht haben, was nicht erlaubt ist.

Der Geheimdienst Venezuelas betreibt in Caracas angeblich zwei Gefängnisse. Inhaftiert ist Billy Six im Gefängnis El Helicoide. In der Zeitung „Junge Freiheit“ wird ein ehemals dort inhaftierter Regierungsgegner so zitiert: „Es ist schon ein Treppenwitz der Geschichte, daß El Helicoide einstmals als Zeichen des Fortschritts für das süd­amerikanische Land geplant war. So ist es heute ein Mahnmal für den Sturz eines Landes ins Chaos, organisiert durch ein sozialistisches, inhumanes System.“

Dieser Beitrag von NuoViso ist ein weiterer Hinweis für die Rechtsoffenheit der NuoViso-Plattform, gerechtfertigt und begründet unter dem Motto der „alternativen Meinungsvielfalt.“

Bei NuoViso TV, aber auch auf den Plattformen Querdenken TV und Compact werden seit Jahren teilweise rechtslastige Referenten und Themen in einem Format präsentiert, in das dann auch angesehene Autoren eingebunden werden. Denn es gibt aber auch eine ganze Reihe von Beiträgen mit seriösen Autoren und Gästen und sogar bisweilen Beiträge, die sich gegen fremdenfeindliche Tendenzen aussprechen.

Viele der Interview-Gäste übersehen die Hintergründe und Widersprüche der Plattformen oder setzen ausschliesslich auf die weite Verbreitung ihrer Standpunkte. Ernstzunehmende Themen und Referenten werden so angreifbar gemacht und können je nach Bedarf in den Medien einigermaßen glaubhaft diskreditiert werden. Die Ablehnung von „System-Parteien“ und ein oft deutlich spürbarer anti-linker Ton bewirkt zudem, dass sich linke Kräfte zunehmend von durchaus wichtigen der angesprochenen Themen distanzieren.

Beispielsweise tritt der Journalist Heiko Schrang auf, dessen Format SchrangTV, ebenfalls ein Sendesegment auf der Plattform NuoViso ist. Schrang vertritt den extrem antikommunistischen Chinakurs der Epoch Times und der Falun Gong Sekte, die beide der Regierung Chinas zig-tausende Organentnahmen und systematische Folterung von Gefangenen unterstellen. Schrang veröffentlicht seine Artikel auch auf der Anti-China Plattform Epoch Times, die in zahlreichen Ländern publiziert wird und die übrigens von zahlreichen Kritikern als vom CIA gesteuert bezeichnet wird. Schrang interviewte so im Rahmen von NuoViso sowohl Vertreter der Falun Gong Sekte als auch die Mitbegründerin der Epoch Times in Deutschland.

Dieser Richtung einer stark ablehnenden Haltung gegenüber linken Positionen, linken Bewegungen und Regierungen entspricht auch die Haltung von Billy Six in Bezug auf Venezuela. Selbstverständlich sollte die Freilassung des Journalisten möglichst schnell und zügig erfolgen, nur muss man sich vor dem Hintergrund der zunehmenden Tendenz in den alternativen Medien der Frage stellen, wie man weiter agieren sollte. Es muss endlich offen diskutiert werden, warum linke Positionen derart vehement abgelehnt und linke Bewegungen oft sogar pauschal als tendenziell faschistisch bezeichnet werden.

Rechtsradikale und Neonazis werden häufig verharmlost und nicht selten sogar als ausschließlich vom Verfassungsschutz gesteuerte Gruppen charakterisiert, während Linke als Gutmenschen oder linksextrem dämonisiert werden. Der Ex-Verfassungsschützer Helmut Roewer, Hagen Grell, Jürgen Elsässer, Michael Vogt, Gerhard Wisnewski, und der verstorbenene Udo Ulfkotte sind nur einige der Namen, die diese Richtung vorzeichnen.

Plattformen wie die Tageszeitung junge Welt und etliche andere traditionell linke Medien und Organisationen finden sich mit vielen dieser Standpunkten naturgemäß nicht zurecht und stimmen so in den zunehmend lauter werdenden Chor über-dogmatischer Gegner einer sogenannten „Querfront“ ein.

So geraten selbst Bewegungen wie #Aufstehen und #JaunesGilets in den Sog dieser Kontroversen und können einfach diskreditiert werden.

Zu empfehlen sind unserer Meinung nach Nachrichtenportale wie die Nachdenkseiten, Hintergrund, junge Welt, Russland TV, Telepolis, China Heute, Irans Pars News, Rubikon, Sputniknews, AG Friedensforschung, Amerika21, RT Deutsch, WeltnetzTV, Fefes Blog, Ossietzky.

Russische Nachrichtenportale sind vor allem deshalb wichtig, weil Antifaschismus und Antirassismus heute Solidarität mit Russland voraussetzen. Man sollte sich gegen den drohenden Rechtsruck stellen, und gleichzeitig schützend vor Minderheiten, vor Geflüchtete, aber unbedingt auch vor die Russen. Wir sind mit Russophobie, mit einer stark zum Rassismus tendierenden Russenfeindlichkeit, dem noch im deutschen Faschismus geprägten Feindbild des jüdischen Bolschewismus konfrontiert, und dies sollte vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte nicht toleriert werden.

Russland aber auch China setzen sich für das Modell einer multipolaren Weltordnung ein und erklären sich in diesem Zusammenhang logischerweise solidarisch mit Staaten wie Syrien, Venezuela, Kuba, Bolivien, Ecuador. Gemeinsam vertritt man eine Politik der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder.

Jetzt gibt es aber Hoffnung in der Krise. Venezuelas Präsident Maduro hat kürzlich bei einem Besuch in Moskau Investitionszusagen im Umfang von sechs Milliarden US-Dollar erhalten. 2019 sollen 600.000 Tonnen Getreide für die Versorgung Venezuelas geliefert werden. Moskau will ausserdem bei der Erdölförderung Hilfe technische leisten und den Goldbergbau ausbauen.

Links:

„Nationalistische #Politik wäre die schnellste Vernichtung #Russland|s“ – Russische Politologin über Haltung zu #AfD, #Islam und #Migration
http://bit.do/eDGgU

Neuorientierung in Moskau? Führendes Mitglied der Regierungspartei „Einiges Russland“, kritisiert Kontakte zu AfD und Front National – Ulrich Heyden (Heise.de)
http://bit.do/eDGg2

Vorstandsmitglied von Putins Partei „Einiges Russland“: Kontakte zu Europas Rechten wie der AfD oder FPÖ widersprechen den innen- und außenpolitischen Interessen Russlands
http://bit.do/eDGg7

Übelste rechte Propaganda bei NuoViso: „Holocaust, deutsche Schuldkomplexe und eine versklavte deutsche Nation“
http://bit.do/eDGhh

Was haben Schrang TV, Nuoviso TV, Jürgen Elsässer und die AFD miteinander zu tun?
http://bit.do/eDGhp

Google Hangout mit NuoViso & Co über den Holocaust, deutsche Schuldkomplexe, Flache-Erde Theorie und zukünftige Zusammenarbeit
http://bit.do/eDGhw

Rechtsoffene „Alternativmedien“ und eine zunehmend anti-linke Stimmungsmache
http://bit.do/eDGhJ

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