Wichtige militärische Planer und Entscheider im Sicherheitsbereich aus den NATO- und EU-Staaten, Vertreter von Rüstungsunternehmen, der Bundeswehr sowie diverse europäische „Politiker“, vor allem Außen- und Verteidigungsminister zahlten 1000 Euro Eintritt bei der 17. Berliner Sicherheitskonferenz vom 27. bis 28. November 2018.
Generalleutnant Ben Hodges, Ex-Oberbefehlshaber der NATO-Landstreitkräfte in Europa sprach über das geplante NATO-Logistik-Hauptquartier zur schnellen Verlegung von Truppen nach Osteuropa in Ulm:
„Ich kann mir kein Land vorstellen, dass diese Verantwortung besser übernehmen könnte als Deutschland, auch unter dem Blickpunkt geographische Lage und Fähigkeiten. Aus amerikanischer Sicht ist Deutschland unsere Basis. Die meisten unserer Soldaten, die in Europa stationiert sind, leben in Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern. Es ist unser Heim“.
Der US-General Ben Hodges bemängelte zudem, das Schwarze Meer bilde gegenwärtig eine offene Flanke der NATO; es gäbe dort keine vernünftigen Fähigkeiten, sich ausreichend zu verteidigen. „Man bräuchte heute sechs Tage, um mit Kampfverbänden in Bulgarien zu sein; das kann nicht sein.“ Die Häfen seien zudem nicht für die Löschung von Munition und Explosivstoffen ausgelegt; sie seien überdies zu voll – drei Tage werden momentan benötigt, um Gerät für eine Brigade zu löschen, sie einsatzfähig zu machen. Auch das sei zu lang. Ein weiteres Manko für den General: etwa zehn Prozent der europäischen Häfen sind schon „in chinesischer Hand“. Die Politik sei gefragt, „wenn es um Investitionen in die militärische Mobilität geht. In der Luft, an Land und zur See gleichermaßen“ solle „Geld in die Hand genommen werden, damit Transporte schneller und sicherer erfolgen könnten.“
Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen: Deutschland werde mehr Verantwortung übernehmen auf dem Weg zur europäischen Verteidigungsunion, bei gleichzeitigem Erfüllen der Verpflichtungen gegenüber der NATO. Deutschland, so die Ministerin, habe seit 2014 seinen Verteidigungshaushalt von 35 auf 47 Milliarden Euro gesteigert. Notwendig seien jedoch eigene handlungsfähige militärische Kapazitäten, „damit es nicht wieder wie in den Kriegen auf dem Balkan passiere, wo US-Kräfte den europäischen zu Hilfe eilen mussten“.
Sponsoren der 17. Berliner Sicherheitskonferenz: Raytheon Company, us-amerikanischer Rüstungs- und Elektronikkonzern, MBDA S.A.S., europäisches Rüstungsunternehmen mit Standorten in Frankreich, Großbritannien, Italien, Deutschland und Spanien, sowie die deutschen Rüstungsunternehmen Schmidt und Bender, ThyssenKrupp und andere.
Quelle: https://deutsch.rt.com/meinung/81098-damonendammerung-krieg-gegen-china-und/